Mitglied inaktiv
Hallo, kurz zur Vorgeschichte: Mein Ex-Freund und ich haben uns getrennt, als Jona 1 Jahr alt war. Ich habe dann mit ihm alleine in Bonn gelebt, jedes 2. Wochenende war Jona beim Papa (ebenfalls in Bonn, ist jetzt auch noch so). Seit Mai 2005 habe ich einen neuen Freund, im August 2006 sind wir zusammen nach Düsseldorf gezogen und wohnen nun also zu dritt. Jona ist jetzt 3,5 Jahre alt. Mein Ex-Freund hat nun die Bitte an mich herangetragen, dass Jona ab Sommer/Herbst nächsten Jahres bei ihm in Bonn wohnt. Ich fühle mich mit der Entscheidung darüber etwas überfordert und ich muss gestehen, dass sich meine Gedanken seitdem ziemlich überschlagen. Zu der Frage: Kann ich das? Mein Kind "abgeben"? Quasi... für immer? Gesellen sich natürlich die viel wichtigere: Was ist richtig für Jona??? Sein Vater ist ein sehr guter Vater, ich zweifle nicht an seiner Kompetenz, seinen Sohn "ordentlich" zu erziehen. Vielleicht sogar besser als ich, ihm fällt es leichter, mit Jona lange zu spielen oder Dinge zu unternehmen. Ich bin keine "Kind-bespaß-Mutter", was nicht heissen soll, dass ich das nie mache(!), aber darin ist er ganz klar der "bessere"... Die Sache ist nur: Wir sind ja erst im August schonmal umgezogen... gut, das hat Jona prima weggesteckt. Jona und mein neuer Freund lernen gerade (sehr erfolgreich) miteinander auszukommen und umzugehen. Jona ist in einer KiTa, erste Freundschaften bilden sich langsam, er scheint sich hier wohl zu fühlen. Würde es ihm nicht schaden, ihn wieder rauszureißen? Wie verkraftet ein 4jähriger so einen "Komplettwechsel" - Papa statt Mama, andere KiTa, andere Kinder, anderes Umfeld? Er hat noch Bekannte in Bonn, darunter ein Kind, mit dem er bisher immer sehr gerne gespielt hat - aber reicht das? Ich meinte, es wäre vielleicht besser, den Umzug (wenn überhaupt) auf die Zeit zwischen Kindergarten und Schulbeginn zu legen... aber Georg meinte, dann habe Jona ja schon 3 Jahre lang in Düsseldorf gewohnt, dann seien die Wurzeln ja schon einiges fester als jetzt bzw in einem Jahr... Puh, ich habe echt Angst, eine falsche Entscheidung zu treffen... Naja, ich wollte einfach mal eure Meinung hören, besonders natürlich von Müttern (und Vätern), die ähnliches erlebt haben. Wie kommt ihr klar? Wie kommen die Kinder klar? Verwirrte Grüße, Silke P.S. Mein Vorschlag, auch eine Familienberatungsstelle aufzusuchen wurde angenommen - also das werden wir auf jeden Fall machen.
Ich finds prima das Du so gründlich überlegst was das beste für Dein Kind wäre!!!!! Aber mal eine Frage zu Dir: Wie würdest Du damit klar kommen, Dein Kind abzugeben? Wie fühlst Du Dich bei dem Gedanken daran? Ich könnte mein Kind NIEMALS abgeben deswegen kann ich mich nicht vernünftig dazu äußern....
ich könnte mein Kind auch nicht hergeben. Wie begründet er das eigentlich? Bzw. warum denkst du eigentlich so gründlich drüber nach (soll jetzt kein Vorwurf sein, nur ne Frage)? Warum würde es Jona beim Papa besser gehen als bei dir? Nein, ich könnte das nicht, für mich käme das nie und nimmer in Frage. lg max
Das weiss ich selber nicht. Nüchtern betrachtet wäre es sogar besser für mich, da ich noch studiere. Mir fehlt zur Zeit oft die Zeit und die Kraft, genug dafür zu tun. Das ist auch nicht gut für den Kleinen. Im Moment bin ich irgendwie alles nur halb: Mutter - Hausfrau - Studentin Emotional betrachtet würde er mir sicher fehlen. Ich habe schon einen Kloß im Magen, wenn ich daran denke, ihn nur jedes zweite Wochenende hier zu haben. Auf der anderen Seite ist Bonn von Düsseldorf aus nicht aus der Welt. Wenn mir danach wäre, könnte ich ihn problemlos jederzeit sehen. Aber ich stelle meine Gefühle jetzt erstmal hintenan und schaue, was das beste für Jona wäre. Das ist viel wichtiger.
Ich verstehe den Wunsch des Vaters danach einfach. Deswegen denke ich darüber nach. Ich bin nicht der Typ, der sagt "ich hab ihn geboren, also gehört er mir". Und weiteres: s. meine andere Antwort
Ich kann schon verstehen das der Papa da benachteiligt ist, aber ich finde das Kind gehört zur Mama!!!
Ich finde das toll, dass du dir darüber Gedanken machst und nicht von vornherein sagst, dass dein Kind nur zu dir gehört, wie ja die Meinung von vielen hier wohl ist, Hut ab! Eigentlich sollte das ja selbstverständlich sein, dass man überlegt, was ist für das Kind das Beste und warum soll euer Kind nicht auch beim Vater aufwachsen, scheinbar habt ihr ja ein gutes Verhältnis. Bei mir ist es im Moment so, dass meine Kinder bei mir leben und sehr oft und regelmäßig bei ihrem Vater sind, aber es ist wohl nur eine Frage der Zeit, wann sie den Wunsch äußern, auch bei ihrem Vater zu leben. Ganz leicht wird mir das auch nicht fallen, aber natürlich werde ich sie lassen, wenn es soweit ist, sie sind doch nicht mein Eigentum. Vielleicht könnt ihr ja auch eine Lösung finden, wo ihr euch die Erziehung teilen könnt, einer zieht wieder in die andere Stadt? Alles Gute für dich mona
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