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Jobangebot - ja oder nein?

Jobangebot - ja oder nein?

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Hallo ihr Lieben, zusätzlich zu meiner Selbstständigkeit habe ich einen Beratervertrag angeboten bekommen, wo ich mindestens einen halben Tag pro Woche arbeiten kann. Das Angebot ist reizvoll weil es mir ca. 450 Euro im Monat sozusagen als Festgeld sichert. Meine Selbstständigkeit läuft so gut, ich habe genug zu tun und meinen Kleinen der im Februar 2 wird an zwei Tagen in der Woche untergebacht, einmal bei seinem Papa und einmal bei einer Freundin. Wenn Not am Mann ist, dann springt Oma mal ein. Wenn ich diesen Job zusätzlich annehme, dann müßte ich aber meinen Sohn jeden Tag vormittags bei einer Tagesmustter unterbringen, weil ich ihn ja nicht noch einen Tag in der Woche irgendwo parken will. Das wird einfach zuviel hin und her. Eine Tagesmutter vormittags gibt uns freie Nachmittage und für meinen Kleinen einen regelmäßigen Ablauf. Der Schritt würde mir sehr schwer fallen, aber der wäre dann nötig. Nun zweifele ich hin und her, langfristig wäre dieses Angebot prima für meine Zukunft in der Selbstständigkeit. Die Arbeit dort wäre anstrengend und ich hätte nur mit reinen Geschäftsfrauen zu tun, die kein Verständnis für beruftätige Mütter haben - damit fühle ich mich äußerst unwohl. Es fällt mir schwer meinen Kleinen "abzugeben", ich hätte mir gewünscht das Jahr bis zum Kindergarten noch so ruhig laufen lassen zu können, die Kinder hatten schon so viele Wechsel in ihrem Leben und das Leben, wie wir es jetzt haben tut uns gut so wie es ist. Andererseits bietet mir der Job die Möglichkeit bis zum Kindergarten eine Tamu zu finanzieren und dafür nachmittags für die Kinder da zu sein, statt das sie einen Tag hier hin und den anderen Tag dahin müssen und das für die beiden bestimmt auch nicht einfach ist. Nun weiß ich nicht, was ich tun soll. Vom Verstand her würde ich den Job annehmen, auch wenn mir die damit verbundene Veränderung nicht so gut gefällt. Vom Gefühl her, würde ich mir dieses Jahr Frieden für mich und die Kinder wünschen, empfinde das aber als egoistisch! Und nicht schimpfen bitte, ich habe bei beiden Kindern zwar nicht voll aber jeweils kurz nach der Geburt weitergearbeitet. Alg2 bekomme ich nur, wenn ich mal zu wenig verdient habe, also nicht dauerhaft. Mit diesem Job wäre ich aber komplett unabhängig vom Arbeitsamt. Allerdings würde ich von den 450 Euro 350 für die Tagesmutter abgeben ... grübel, grübel ... Kommen so kleine Mäuse schon mit der täglichen Betreuung klar? Oder seht ihr Nachteile dadurch? Und habt ihr vielleicht noch einen Aspekt für mich, den ich mit in meine Überlegung einbeziehen kann? Liebe Grüße, anke


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hallo anke, wenn diese tätigkeit nicht zusätzlichen stress/druck für dich bedeutet, sondern etwas ist, was du gerne tun würdest, nimm die stelle an. zumal du ja selber sagst, dass es ein stück weitere berufliche absicherung für dich sein würde. da du ja selbständig bist, brauche ich dir ja nicht zu sagen, mit wie vielen unsicherheiten und risiken eine selbständige tätigkeit verbunden ist. davon kann ganz sicher meine *älteste* freundin ein lied singen. ich glaube, sie habe ich schon öfters als "musterbeispiel" für eine funktionierende ehe hier zitiert. leute halt, bei denen im leben immer alles gerade und aufwärts läuft/lief, und wo man meint, die haben das glück gepachtet. sie ist verheiratet, 2 kinder, haus, 2 autos, ein netter, attraktiver, ambitionierter ehemann, sie selber sehr attraktiv, wo man halt denkt, wow, eine bilderbuchfamilie. ihr mann hat nach der banklehre den bankfachwirt gemacht, und sich anschliessend mit einem freien versicherungsmaklerbüro selbständig gemacht. in seiner freizeit ist er politisch aktiv, ist stadtratmitglied (was natürlich auch eine gute basis für beruflichen erfolg bildet). leider sehen wir uns nicht sehr oft, mailen oder telefonieren gelegentlich. letzte woche hat sie mir eine email geschrieben, dass ihr mann schon seit oktober (!) krank geschrieben ist, da er an depressionen leidet. es ist für mich einerseits schwer vorstellbar, der immer lustige, selbstbewusste, zielstrebige *heinz* leidet an depressionen... und dann sehe ich natürlich, dass von seiner fähigkeit, seine firma leiten, auch das wohlergehen seiner ganzen familie abhängt, und auch das seines angestellten. der krankheitsverlauf ist ja auch schlecht vorhersehbar... schon unter dem eindruck dieser geschichte würde ich dir zu dem job raten, ich denke auch nicht, dass dein sohn schwer traumatisiert wird, wenn du ihn zu einer tagesmutter steckst, lach. andererseits ist die frage, ob nicht auch in deinem fall dann ein au pair die bessere und günstigere lösung wäre (hach ja, ich bin einfach ein fan von au pairs)? das wäre ja auch vorerst mal nur für die zeit, die du überbrücken willst, bis der knirps in den kindergarten kommt (1 jahr)? ich selber hatte ja auch 2005 ein gewerbe angemeldet, hab mich aber nicht wirklich motiviert gefühlt, da irgendwas zu machen, also hab ich es nach einem halben jahr wieder abgemeldet. da ist mir eine festanstellung doch irgendwo lieber und sicherer und mit meinem job hatte ich wirklich glück - das klappt mit au pair auch wirklich gut bisher. aber jetzt schweife ich vom ursprünglichen thema ab. lg und schönen sonntag wünscht martina p.s. was genau machst du eigentlich?


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Ich denke, wenn du es willst und dich wohl fühlst und eine TaMu findest, die dir zusagt: wieso nicht? Ich fing wieder an zu arbeiten, als meine Tochter 8 Monate alt war (das liebe Geld :( ), aber da konnte ich sie zu meiner Mutter bringen. Trotzdem war da zuerst die Frage, ob es die richtige Entscheidung ist: Wenn du dich dabei wohlfühlst, ist es auch für dein Kind die richtige, denn eine zufriedene Mutter hat auch ein zufriedenes Kind und wie du haben wir die meisten Nachmittage für uns (sie ist jetzt seit 3 Jahren im KiGa) und sind dabei meist sehr zufrieden. Alles LIebe, dass du die richtige Entscheidung triffst Gisi


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Wenn du eine liebevolle Tamu findest, sehe ich von daher kein groesseres Problem. Fuer 100 Euro im Monat wuerde ich allerdings keinen Job anfangen, der sehr stressig ist und ein unangenehmes Betriebsklima hat (oder vermutest du das nur). Was anderes waere es, wenn du durch die Vormittagsbetreuung auch noch mehr Zeit fuer die Selbstaendigkeit haettest und letztlich mehr verdienst. LG Berit


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Danke für eure Antworten ... also der Job ist mit Steß verbunden und anstrengend, aber er würde mir halt eine monatliche sicherheit bieten, durch die ich eine Tagesmutter finanzieren kann. Mir macht meine Arbeit als Selbstständige Grafikerin und Werbeberaterin so wie er im Moment ist, viel Spaß und er paßt so gut zu unserem Leben. So wie es aussieht, würde ich auch so finanziell über die Runden kommen. AAAAber ich überlege halt, ob ein regelmäßiger Halbtagsjob und Donnerstags wenn die Kinder beim Papa sind nicht besser für uns alle wäre, weil Jannik dann nicht dauernd woanders ist, sondern eine feste Anlaufstelle. Und ich hätte mehr Ruhe und Zeit für meine Arbeit von zuhause aus. Dafür müßte ich ein schlechtes Betriebsklima in Kauf nehmen, in dem ich mich unwohl fühle. Gott sei Dank habe ich bis Mittwoch Zeit und werde morgen erst mal eine Tagesmutter hier im Ort anrufen und sehen, wie das so aussieht! Liebe Grüße, Anke


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Du wirst ganz sicher die richtige Entscheidung für dich finden. P.S. Du hast Post...