Elternforum Alleinerziehend, na und?

Große Leere

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Hallo zusammen, ich bin vollkommen neu hier, habe einen Sohn von 5 Jahren. Seit heute bin ich nun Alleinerziehend, gestern abend endlich der Auszug meines Mannes. Wir haben schon vor ein paar Wochen einvernehmlich die Trennung vereinbart, die Zeit des noch zusammenleben-müssens war für mich einfach nur belastend, auch wenn noch eine Art freundschaftlicher Umgang bestand. Ich fühle mich heute so seltsam, empfinde einfach nicht ausser einer gaaaanz tiefen Leere. Eigentlich habe ich schon geplant, aufzuräumen, Sachen wegzuschmeissen etc. aber nix geht. In diesem Forum zu stöbern tut irgendwie gut, zu mehr bin ich heute auch nicht fähig. Habe Urlaub und Klein-Sohnemann ist im Kiga. Habe auch in andere AE-Foren reingeschaut, ich muß sagen, daß es bei Euch meilenweit freundlicher und einfach viel netter zugeht. Wie ging es Euch denn nach der (räumlichen) Trennung. Wie seid ihr damit umgegangen? Sicherlich gibt es kein Patentrezept, würde mich einfach gerne mit Euch austauschen. Der Kleine weiß es noch nicht (wenn auch vielleicht intuitiv). Das steht heute nachmittag an, so weh es mir auch tut. Das einzig "tröstliche" Ist, daß er zu seinem Vater nie einen sehr engen Draht aufgebaut hat, da seine Vorstellungen von Erziehung sich derart von meinen und von seiner Umwelt (Kiga etc.) unterscheiden. Ich wünsche allen einen schönen Tag und bis bald!


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hallo matahari und erstmal winke winke. ICh weiß wie es dir geht :-( Ich konnte mich nach der Trennung nicht in geschlossenen Räumen aufhalten es wurde mir einfach alles zu eng. Ich fühlte mich so leer und egal wo ich hin bin fühlte ich mich einsam. Trotz lieber Menschen um mich rum. Damals glaubte ich keiner könnte mich verstehen. So ist es abe rnicht, weil irgendwo jeder mal da durch muss(te). Versteck dich nicht. Such Kontakt zu Gleichgesinnten und bleib am Ball bei allem. Auch wenns schwer fällt. Versinke nicht in Depressionen, das leben geht weiter auch wenns jetzt nicht so scheint. du wirst mit der Zeit sehen, es wird besser. lg annika


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Danke Annika für Deine Antwort. Klingt ja erstaunlich ähnlich. Ich hätte nur nicht mit dieser lähmenden Leere gerechnet. Eher Aber das gehört wohl dazu. Bislang konnte ich es nicht erwarten, bis er endlich auszieht und jetzt hänge ich nur noch durch. Dabei trauere ich IHM nicht nach (nur in manchen momenten, wenn wir mal wieder liegengebliebene Sachen von ihm in die Finger geraten), wohl eher dem vergangenen Lebensabschnitt. Mit "Rausgehen" hast Du mich auf eine Idee gebracht. IKEA und meinem Kleinen diesen blauben Mammut-Kleiderschrank besorgen, denn mein nun EX immer so blöd fand :-) Wie geht es Dir inzwischen und wie lange bist du schon Single? Schöner Gruß!


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also insgesamt alleine bin ich seit fast 4 jahren. allerdings hatte ich bis vor 2 wochen eine 3 1/2 andauernde +nennen wir es mal Affäre+ die ich aber beendet habe. Also bin ich mal wieder Single, aber gewollt und es geht mir gut! Ich habe viel falsch gemacht in den letzten 4 Jahren und mich nur ausnutzen lassen. Deshalb, gehe deinen Weg und lass die Scherben von gestern liegen. Die sind Vergangenheit. Und ja, geh mal schön den Schrank kaufen. Meine Ex-Affäre wollte immer, daß meine Haare schwarz bleiben. Rat mal wo ich war: Beim Frisör. Jetzt sind Strähnen drin *gg* annika


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Hallo Annika mit den Sonnenstränen;-) Da ist mir doch heute tatsächlich noch ein Grinsen entwischt. Ja, ich hoffe dann mal, daß die Kraft bald da ist um die Scherben Scherben sein zu lassen und weiterzugehen. Was Männer angeht, da kann ich mir momentan nicht mal ne Affaire vorstellen, ausser vielleicht es kommt ein Keanu Reeves mit einem Charakter von Albert Schweizer oder so ähnlich. Höchst unwahrscheinlich also. 4 Jahre bist Du AE, dann war ja Dein Sohn noch ganz klein. Einen sehr schönen Namen hat er übrigens. So, jetzt werde ich endlich Kind abholen und ab zu IKEA... Ihr habt mir mit Euren netten Antworten heute sehr über das größte mithinweggeholfen. Dankeschön!


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annika


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Hallo, erstmal herzlich Willkommen in unserer Runde! :-) Die letzten Minuten der gemeinsamen Zeit in der gemeinsamen ehelichen Wohnung waren sehrn beklemmend. Ein paar Minuten, bevor sie ging, bat ich sie um ihre Schlüssel für unsere Wohnung. Sie : Warum?" Ich: "Weil Dein Lebensmittelpunkt ab jetzt nicht mehr hier ist!" Sie hat dann wortlos ihre beiden Schlüssel vom Schlüsselring getrennt und mir gegeben. Dann ist sie runter, ohne Verabschiedung von den Kindern. Ich werde nie vergessen, wie vor allem unser Sohn, damals 9 Jahre alt, die Treppen runter raste und nur noch die roten Rücklichter des kleinen Umzugsfahrzeugs sah. Sie zog zwar nur ein paar hundert Meter weiter, aber die Geste hat mich damals umgehauen. Tja, ich bin dann ins Bad, hab mir selbst in den Spiegel gesehen und gesagt. "Nun bist Du alleinerziehend...!" Ich muß dazu sagen, daß unsere Kinder nach der Trennung bei mir verblieben sind. Die anschließende Zeit nach der Trennung war eine Mischung aus Wut über die eigene Unfähigkeit, die guten Vorsätze bei Ehebeginn bzw. Geburt der Kinder eindeutig nicht umgesetzt zu haben, Trauer darüber, daß irgendwie soviel Zeit vergeudet wurde und darüber, daß die Ehe in Scherben lag, allerdings auch eine gewisse Neugier auf die neue Situation, auf das neue Leben. Ich habe mit den Kindern Pläne für unsere neue Situation gemacht, allerdings waren sie schon größer, damals 9 un 13 Jahre, was das Ganze aber nur schein bar leichter macht. Kinder sind dann auf anderen Ebenen sensibler und reichlich anfälliger als kleinere. Die Kinder waren ein viertel Jahr später an Weihnachten bei mir, so richtig bewußt, wie anders die Situation ist, wurde es mir deshalb erst ein Jahr später, als ICH den ersten Heilig abend ohne Kinder erlebte... da ging es mir eine ganze Weile sauschlecht. :o(( Das hat sich dann aber eingespielt. :-) Ich habe nicht lange gebraucht, um mich in der neuen Rolle zurechtzufinden. Ich denke auch, daß es da entscheidend darauf ankommt, wie Eltern nach der Trennung miteinander umgehen. Je mehr Rosenkrieg es gibt, desto zermürbender wird alles. Bleibt es einigermaßen fair von beiden Seiten, hat man schneller die Chance, sich neu zu orientieren, zu verarbeiten und Entscheidungen zu treffen. Ein Tipp zum Schluß: Sieh zu, daß der Vater nach Möglichkeit weitestgehend erhalten bleibt. Ich weiß, daß es schwer ist, aber das Beziehungsende bedeutet nun einmal nichtt das Ende der Elternebene, das wird auch hier immer wieder verwechselt und miteinander vermengt. Versuche dies zu trennen. Auch wenn es derzeit nicht realisierbar erscheint, es ist möglich. :-) Alles Gute und viele Grüße Ralph/Snoopy


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Hallo Ralph, auch Dir herzlichen Dank für's herzlich Willkommen heißen:-) Und danke auch Dir für die Schilderung Deiner Erfahrung hinsichtlich Trennung. Und für Deine Tip's. Eure Trennung verlief ja nicht gerade schön, darunter haben auch Deine Kinder bestimmt sehr gelitten (u.a. daß Sie ohne eine Verabschiedung ging). Der Auszug gestern verlief ziemlich nüchtern und sachlich, und das war gut so. Der Kleine schlief schon. Wir führen zum Glück keinen Rosenkrieg. Problematisch war eher, daß er voll und ganz davon überzeugt war und mich auch immer wieder überzeugen wollte, daß wir es nochmal versuchen und schaffen könnten. Nur war bei mir leider schon längst der Zug abgefahren und ich bin wahrlich keine Person, die leichtfertig eine 5-jährige Beziehung beendet. Die Leidensgrenze war vielmehr überschritten. Er kann den Kleinen jederzeit sehen. Mal sehen wie das in Zukunft läuft, wir haben dabei (noch) keine strikte Vereinbarung z.B. jedes zweite Wochenende. Ich hoffe es für den Kleinen sehr, daß ihm der Vater erhalten bleibt, mein grünes Licht hat er, hängt also mehr oder weniger vom Vater ab, ob er sich weiterhin auf der Elternebene bewegt.