Mitglied inaktiv
Hallo, ich habe mich am 15. von meinem mann getrennt und unsere drei Kinder mitgenommen. Er hat ein starkes Alkoholproblem und uns, wenn er was getrunken hat, sehr schlecht behandelt. Auch wenn er nichts getrunken hat, was sehr selten war, waren wir eigentlich mehr selbstverständlich als irgentwas sonst. Dauernt waren andere Dinge wichtiger als wir. Die letzten Wochen waren dann aber extrem schlimm und als meine Kinder mich angefleht haben endlich etwas zu tun damit Papa aufhört mit ihnne zu schimpfen, bin ich zwei Tage später zu meinen Eltern gezogen. Die leben zum Glück nicht in der gleichen Stadt und so ist der Abstand auf jeden Fall da. Ich hatte meinem Mann gesagt das ich eine Auszeit brauche, aber er hat das gar nicht kapiert. Wir hatten in der zwischenzeit zwei Gespräche, ich hatte auch meinen Vater dabei weil ich solche Angst vor ihm habe. Die Gespräche liefen sehr ruhig ab aber verstanden hat mein Mann wohl gar nichts dauernt fing er mit den gleichen Sachen wieder an und als er jetzt das schreiben vom Anwalt bekommen hat hat er erst begriffen das es mir ernst ist. Seitdem kommen dauernt Anrufe, ich will dich zurück ich ändere mich ich liebe euch doch. Ich habe sowas in den letzten zwei Jahren schon oft gehört, habe ihm auch oft gesagt wie es uns geht und das der Alkohol ein Problem ist. Er hat dann immer versprochen sich zu ändern und es nie gehalten. Die Kinder (5,4,1) glauben ihm das auch nicht mehr. Gestern abend rief er an weil er mit mir wegen dem Unterhalt reden will. meine Anwältin hat für alle drei Kinder 597 Euro pro Monat festgelegt und das finde ich nicht zuviel. Er hat Angst das er das Haus nicht halten kann, wobei das wirklich albern ist denn sein Verdienst ist nur gering und auch als ich noch zu Hause war hatten wir schon Probleme alles zu bezahlen. ich habe im Monat für 5 Personen, darunter ein Säugling, 150-max.200 Euro für Lebensmittel, pampers, neue Kleidung gehabt und ich weiß echt nicht wie ich das geschafft habe. das Haus war sein Traum, das verstehe ich ja auch das es darum jetzt bitter ist, aber mich macht es wütend das es nur ums Geld geht. Er meint ich bekomme ja die 462 Euro Kindergeld und bis Nov noch 300 Euro Erziehungsgeld. Das müsste lt. ihm doch reichen. Ich weiß echt nicht wie er sich das vorstellt..... Das beste war dann noch, das wenn ich die Trennung trotz seiner Änderung ( wo er noch nichtmals überlegt was er ändern müsste, etc.) will, dann könnten wir das ja machen aber er will das ich dann auf eine Scheidung verzichte, wegen der Steuerklasse etc. Ich finde das so frech..... Nach den letzten Gesprächen habe ich ihn einmal in den Arm genommen und er hat mich geküsst , aber ich habe das nicht erwiedert sondern vor Angst nur zugelassen. Sicher sind da irgentwo noch gefühle 7 Jahre Ehe schmeisst man ja nicht von heut auf morgen übern Haufen, aber ich kann nicht mehr. ich kann mir doch mein leben nicht kaputt machen lasse. Er hat mich immer mit allem alleine gelassen und war nie für uns da. Wenn ich hier bleibe habe ich meine Familie und Freund die mir helfen wenn ich sie brauche nd die mir das Gefühl geben etwas wert zu sein. Zu Hause bei ihm ist niemand, sein Vater verachtet mich weil er mich einfach nicht mag, er behandelt die Kinder wie aussätzige und mein mann läd die ganze Arbeit und den ganzen anderen Kram auf mir ab. Zudem habe ich dort keinen Anschluß da mein mann immer stinksauer war wenn ich mal weg wollte und es mir fast schon verboten hat.Bin ich egoistisch nur weil ich jetzt mein Leben anders leben möchte und nicht will das die Kinder leiden? Manchmal habe ich ein schlechtes Gewissen weil ich weiß das mein Mann niemanden hat, den seine Familie hält überhaupt nicht zusammen und selbst zu seinem Vater ist das verhältnis beschissen. Ich weiß das ich ihm den letzten Strohhalm wegnehme aber ich kann einfach nicht mehr. den Kinder geht es endlich besser und auch mir. Meine Eltern bemühen sich nach Kräften und nächste Woche kann ich mir eine Wohnung hier in der nachbarschaft ansehen. Das wäre ideal für uns....... Ich habe zwar keine Ahnung wo ich alles hinmuss um Gelder zu beantragen aber das finde ich auch noch raus, brauchte erstmal die letzten Tage um mich zu sammeln und um für die Kinder da zu sein. Gibt es jemanden der mireinen Tipp geben kann wo ich mich hinwenden muss und gibt es jemandem der ähnliches erlebt hat. Danke Euch!!
Hallöchen! Geh am besten erstmal zum Jungendamt. Die beraten dich auch sehr gut. Vorallem kannst du vielleicht das alleinige Sorgerecht beantragen, wenn du schilderst wie es mit seinem Alkoholproblem aussieht. Die kümmern sich auch um den Unterhalt. Beim Arbeitsamt bekommst du zusätzlich Unterstützung, wegen Miete usw. Ich war nie verheiratet und habe nur ein Kind, aber ich kann es trotzdem nachempfinden, wie du dich fühlst. Hatte auch angst vor meinem Ex (heute verstehen wir uns wieder gut...solange ich immer schön ja und amen sage....) und bin zu meiner Mutter geflüchtet, die zum Glück ein Haus hat und wir nun oben wohnen (Babysitter inklusive :-). Ich durfte auch nie weg. Am besten von der Arbeit nach Hause und morgens wieder zur Arbeit und zurück. Nein, so hatte ich mir das auch nicht vorgestellt und die Trennung war ähnlich wie der "Rosenkrieg". Aber wie sagt man immer so schön...nach jedem Regen kommt irgendwann wieder Sonnenschein :-) Alles GUte für Euch!! Carmen
Hallo du, erstmal "Lange Kurzfassungen" gibt es meiner Meinung nach nicht,oder? :-)) Deine Entscheidung war bestimmt richtig! Das Wohl deiner Kinder geht vor, ein massives Alkoholproblem gegen das er nichts tut, ist wahrlich ein Grund zur Trennung finde ich. Zumindest weiß ich, wie schlimm das Leben an der Seite eines Alkoholikers ist. Mach dir keine Vorwürfe dass er jetzt einsam ist; sollen du und die Kinder leiden, damit ihm nicht der letzte Stohalm genommen wird!? Sein Terror den er jetzt auf dich ausübt, ist auch typisch und viele hier haben das ja selbst durchgemacht. Wenn Mann merkt dass Frau es ernst meint, dreht er erstmal durch. Aber ich glaube, die meisten fangen sich wieder, wenn das unabänderliche begriffen ist. Vielleicht ist es auch für ihn eine neue Chance, sein Leben wieder auf Vordermann zu bekommen, seine Probleme anzugehen, neues zu wagen. Seine Sorge um das Haus ist sicher begründet und traurig, aber wenn ihr jetzt schon so knapp gelebt habt (200 Euro für 5 Leute???) wäre es früher oder später wohl eh so gekommen. Ich wünsche dir ganz viel Kraft dass du alles gut auf die Reihe kriegst. Das schaffst du schon! Lieber Gruß, Melanie
Hallo und auch herzlich Willkommen hier:) Da habt ihr ja schon ganz schön viel mitgemacht und ich denke, daß Du da auch nur durch eine Trennung rauskommst, denn bei Alkoholsucht ist das schon so, daß er sich nicht ändern wird...nur kurz vielleicht um dann wieder zum Alltag zurückzukehren:( Du brauchst mit Sicherheit kein schlechtes Gewissen zu haben bzgl. letzter Strohalm...es ist vielleicht seine einzige Chance jemals vom Alk wegzukommen, wenn er ganz unten ist - klingt hart, aber er muß aufwachen. Solange alles wieder für ihn ins Lot kommt, wird sich da nix ändern. Ich hatte auch mal einen Ex, der mit Drogen angefangen hat...ich habe mich schließlich auch getrennt und ein halbes Jahr später dann wollte er auch weg von den Drogen...es gibt ja auch die Co-Abhängigkeit - vielleicht liest Du da mal rein oder suchst eine Gruppe auf - ich denke dann wird es für Dich auch offensichtlicher, daß Du mit Sicherheit kein schlechtes Gewissen haben mußt!!! Ich nenne das nicht egoistisch, sonder normal und nur gut, wenn Du da endlich raus willst!!! Zu dem Thema Haus - Traum hin oder her...Dein Mann muß mal aufwachen! Wahrscheinlich ist das für ihn auch eher das Streuben gegen Veränderung überhaupt...Was will er alleine denn mit einem Haus? Und Du sollst schauen, wie Du alle satt kriegst und was Du den Kids anziehst...wie das mit knapp 200 Euro funktioniert, finde ich allerdings auch erstaunlich!?! Daß Du bein einer Anwältin bist, ist ja schon einmal der erste Schritt. Ich würde recht schnell noch zum Sozialamt gehen bzw. mich wegen Wohnung schlau machen, was da evtl. übernommen wird usw. LG vorerst und laß Dich auf keinen Fall wieder belabern von wegen ändern usw.! Du siehst ja schon nach kurzer Zeit, daß es Dir und den Kids besser geht - auch wenn mal Downs kommen, geh´den Weg weiter - du schaffst das...wir sind ja auch noch da:) LG Heike
Vielen Dank, die lieben Worte tun mir sehr gut und ich sehe schon das ich wohl nicht die einzigste bin die erfahrungen machen musste die den Alkohol betreffen. Ja das leben mit 200 Euro geht, es ist nicht besonders lustig, aber es geht. Die Kinder hatten schon essen dafür habe ich auf meines verzichtet und dafür abends dann ne Tütensuppe ( Heisser Becher ) getrunken das war nicht viel aber ich habe es überlebt. Pamopers habe ich über eine Freundin bekommen die in einem geschäft arbeitet und das zum einkaufspreis besorgt hat. Oftmals habe ich auch über sie eingekauft das war günstiger. Nur leider ging das nur max 2x im Monat da sonst ihr Chef was gesagt hätte. Na ja und sonst weiß ich selbst nicht mehr so genau wie ich das gemacht habe, fakt ist das es hart war . Wir waren im November auch bei der Schuldnerberatung und der Berater hat auch gefragt wie wir das anstellen und hat sich meinen Mann beiseite genommen weil er das auch nicht in Ordnung fand, - geholfen hat es nichts.... Na ja ich werde mit den Kinder eine gute Zukunft aufbauen das weiß ich, es ist halt am Anfang sehr schwer. habe heute nachmittag einen termin mit einem Psychologen der Anonymen Alkoholiker, der will sich mit mir darüber unterhalten (Co-Abhängigkeit, etc.) denke das das auch meinen ältesten Sohn betrifft, der hat Papa immer schon ne Flasche Bier geholt wenn der Kleine merkte das Papa schlechte Laune hatt oder anfing mit Mama wegen irgentwas zu schimpfen. Oft hat er sie auch geholt wenn er nur das Auto vorfahren hörte. gesagt hat er dann immer," damit Papa nicht böse ist weil ich mein Zimmer noch nicht aufgeräumt hat, " oder sonst sowas....... Danke Euch nochmals und ich melde mich bald wieder! Tina
Du bist nicht egoistisch, Du denkst an Deine Kinder, und das ist das Beste, was Du tun kannst. Was würde denn aus Kindern werden, die jetzt schon Papa die Pulle holen???? Da wird mir ja ganz angst und bang :-(. Es gibt übrigens auch Gruppen von Kindern von Alkoholabhängigen. Google mal, ich hatte die gesucht (und gefunden), weil eine Freundin von mir Alkoholikerin ist und eine Kind hat. Möglicherweise sind Deine für sowas noch zu klein, aber die können Dir sicher Tipps geben, wie Du mit den Kindern darüber reden kannst. Was Deinen Ex angeht: Ohne Therapie geht da gar nichts, und für die Therapie braucht er eine Krankheitseinsicht. Und für die widerum braucht er die Gewissheit, daß er nicht nur knietief, sondern bis über die Ohren in der Sch.... steckt, anders wird das nix. Insofern tust Du ihm damit, daß Du ihn verläßt und finanziell endlich in die Verantwortung nimmst (ja, auch damit!!!! er hat verdammt noch mal eine Verantwortung für Dich und die Kinder!!!!) einen Gefallen. Wenn er Glück hat, findet er jetzt den Ausstieg. Wenn nicht, dann hättest Du es in den nächsten 20 Jahren mit bemuttern, schützen und unterstützen auch nicht geschafft, ihn "zu retten". Es wird schwer, das muß ich dir sagen, aber es geht bergauf. Zumindest hast Du jetzt einen Menschen weniger, der an Deinen Kräften zehrt. Gut, daß Deine Eltern Dich jetzt unterstützen. Viel Kraft, Elisabeth.
Die letzten 10 Beiträge
- Vater will keinen Kontakt
- Plötzlich teilzeit allein mit 2 jungs
- Trennung vom Kindsvater
- Hilfe - Scheidung, neuer Job, neue Wohnung, neue Kita
- Wunsch nach papa
- Änderung der Umgangstage
- Umzug zu neuer Partnerin ohne Kinder
- Umzug mit Kind
- Mein narzistischer Ex treibt mich noch in den Wahnsinn
- Alleinerziehend und mit Kindern auf‘s Schiff