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Freizeitpapa? Wie handhabt ihr das?

Freizeitpapa? Wie handhabt ihr das?

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Hallo, eben hat mein Mann die Kinder abgeholt und wir haben uns schön gestritten. Er hat die Kinder am Wochenende sonst auch gebadet oder geduscht und laut meiner Tochter finden die beiden das voll spaßig mit ihm. Jetzt macht er das nicht mehr und weigert sich auch, das Lina bei ihm Hausaufgaben macht. Er will die wenige Zeit, die er mit den Kindern hat nicht mit so unwichtigem Kram verplempern, sondern mit Ihnen (der neuen Freundin und deren zwei Kindern) was unternehmen. Nun habe ich abe eine andere Meinung. Ich denke, das die Kinder keinen Freizeitprogrammpapa brauchen, sonder auch Normalität. Dazu gehören auch diese Dinge, die ja auch den Kindern das Gefühl geben, das er sich kümmert. Außerdem finde ich es eine Zumutung von Lina zu erwarten, das sie am Sonntag Abend, wenn sie völlig durch den Wind ist von dem PapaFreundinWochenende, auch noch Schularbeiten und Duschen soll. Und ich ärgere mich, weil es bei mir so ankommt, das er sich einfach mal wieder vor ihm unbequemen Sachen drücken will. Wie er sich ja auch aus allem anderen herausgezogen hat. Liege ich jetzt falsch? Reagiere ich über? Wie handhabt ihr das? Also, wenn die Kinder bei seinen Eltern sind, dann gibt es kein Programm sondern einen Besuch, wo die Kinder sich dort mit spielen, kümmern oder mal spazieren gehen äußerst wohl fühlen. Und ruhig und ausgeglichen sind. Und bei ihm ist immer nur Programm mit Freundin und Kindern angesagt. Was haben meine beiden denn dann von ihm? Sie haben ih ja kaum alleine und können ja gar keinen Alltag mit ihm entwickeln ... Ich würde mich sehr über Anregungen und Argumente freuen ... vielleicht sehe ich das ja auch nur falsch ... Liebe Grüße, Anke


Mitglied inaktiv

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hallo anke, auch wenn es schwer ist, auch wenn du es gut meinst. im übrigen ist das gegenteil von gut - gut gemeint. wie der partner den umgang gestaltet geht dich - mit verlaub - nichts an. hier rede ich vom ganz normalen umgang - also keine gefährlichen sachen. wenn er dir in deinen alltag reinreden würde? was dann? auch wenn es dich juckt. es ist seine sache und sache der kinder. auf hausaufgaben würde ich allerdings bestehen. sonst muss sie am freitag später abgeholt werden. greetz anahid


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Hmmh... du hast bestimmt Recht, aaaaber wir waren 14 Jahre zusammen, Lina hat ihre ganzen 8 Jahre einen richtigen Papa gehabt, der jeden Tag Vollzeit zuhause war. Der sich nun als immer sehr verantwortungsvoller, liebevoller Papa immer mehr aus dem Staub macht und sich vor immer mehr "normalen" Vaterpflichten drückt. Muß ich gerade für Lina akzeptieren, das nicht nur unsere Ehe sondern auch die Vaterrolle aufgegeben wird? Ich denke da auch weiter, wie will er ihr das alles mal erklären? Ich meine, ich bin alt genug und verstehe diese wundersame Wandlung nicht. Wie soll ich ihr oder er ihr das jemals begreiflich machen? mag sein, das ich immer noch nicht kapiert habe, das mich das nichts mehr angeht oder wenigstens die Verbindung als Eltern, die an einem Strang ziehen gerne erhalten möchte ... ich weiß es nicht. Es fällt mir jedenfalls schwer. Aber was sein muß, muß sein. Dann werde ich halt lernen müssen, das es ganz alleine sein Ding ist, was er da verbockt. Die Psychologin von Lina ist jedenfalls nicht begeistert von seinem Benehmen. Aber vielleicht will ich ja auch nur wieder meine Kinder schützen, ihnen wenigstens das erhalten. Und ihn ja auch ... ich merke schließlich auch, das die Kinder sich immer mehr von ihm abwenden und er im Alltag völlig abgeschrieben ist. Lina hat letztens voller Stolz ihr Seepferdchen gemacht und hat ihn noch nicht mal angerufen, um ihm das zu erzählen. Das ist doch traurig für ihn, oder? Liebe Grüße, eine nun recht nachdenkliche Anke


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darf ich fragen warum du sie nicht gefragt hast oder erinnert hast den papa anzurufen. ich denke nicht, das alles eine holschuld ist. ja beziehungen verändern sich. menschen verändern sich und du kannst lina nicht davor schützen. er gibt die vaterrolle nicht auf- er *verändert* sie. nicht gerade toll für lina aber du kannst ihn nicht ersetzen. nicht mutter und vater sein. manche dinge kann frau einfach nur annehmen. sonst entwickelt sich ein don quichote syndrom. greetz anahid