Mitglied inaktiv
Heute waren meine Großen Kiddies (5 und 3) das erste Mal nach fast vier Wochen wieder mit ihrem Vater unterwegs, der ja seinen Urlaub bei seiner Freundin verbracht hat. Die beiden haben sich natürlich sehr gefreut, sie waren schwimmen, weshalb die Kleine (1 1/2) hiergeblieben ist. Sowohl beim Abholen als auch beim Bringen war ich heute total ruhig. Ich kann es gar nicht fassen. Als sie zurückkamen habe ich ihn sogar in die Wohnung "gebeten" und gefragt, ob er die Kleine sehen will, die in der Küche im Stühlchen sass. Bin total stolz auf mich. Klar, ich habe ziemlich distanziert, aber das ist ja nicht schlimm. Gift und Galle sind drinnen geblieben ;-)) Findet Ihr das nicht auch toll? Er hat den Kindern ein paar Geschenke vom Urlaub mitgebracht, das war lieb, aber ich konnte mich dazu jetzt nicht überschwänglich äussern. Habe es zur Kenntnis genommen. Traurig gemacht hat mich die Äusserung meiner Tochter: "Ich habe den Papa lieb, weil er mir so viele Sachen mitgebracht hat". Wie gesagt, ich fand's o.k., dass er den Kindern etwas mitgebracht hat, aber ich hoffe ich kann ihnen irgendwann auch einmal vermitteln, dass das eigentlich keine Liebe ist. Versteht ihr, was ich meine? Liebe wäre gewesen, wenn er sich nicht von seiner Familie entfernt hätte. Traurig macht mich auch, dass sich meine Tochter so viele Gedanken macht. Als ich sie heute ins Bett brachte (sie schläft in Papas Bett), wollte sie noch über ihren Papa reden. Sie sagte:"Weißt Du, Mama, Du musst einfach einen Trick anwenden. Du sagst zu Papa, dass Du ihn ganz arg liebst, auch wenn das nicht stimmt, dann kommt er bestimmt zurück". FIndet ihr das nicht auch traurig? Und noch was: Wer kennt sich mit Borderline aus? Ich habe den Verdacht, dass er vielleicht ein Problem hat. Mittlerweile glaube ich, dass er sich mir wiederannnähern würde, wenn ich wollte. Aber ich kann nicht mehr, weil ich weiss, dass es wieder passiert. Er hat sich in zwei festen Beziehungen (eine vor mir) 5 x verliebt und damit seine Partnerinnen ziemlich unter Druck gesetzt. Wer von Euch kennt so etwas? Ich habe ihn heute darauf angesprochen bzw. ihm einen PC-Ausdruck mitgegeben, was ich so recherchiert habe. Bis dann! Guten Start in die neue Woche Schlaflos
Glückwunsch! Das Ruhig bleiben ist nach so kurzer Zeit schon super. Alles andere schaffst du mit der Zeit auch zu erklären und zu vermitteln. Da kannst dir schon vertrauen! Liebe Grüße Becky
Hallo, schlaflos, ich finde es auch toll, wie Du die Situation gemeistert hast, Hut ab!!! Was willst Du denn zum Thema Borderline wissen? Bei amazon gibt es einiges drüber: http://amazon.de/s/ref=nb_ss_w/303-6683206-9248200?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85Z%C3%95%C3%91&url=search-alias%3Daps&field-keywords=borderline Und dann natürlich bei Freundin wikipedia... Liebe Grüße, Ulli
Hallo schlaflos... ich kenne mich mit Borderline aus.Mein"Ex-Freund" hat es, er war in einer Therapie,die er leider nicht weiter gemacht..aus diesen Grund ist auch unsere Beziehung zerbrochen. Wir haben mehrfach einen Neuanfang gewagt, aber immer wieder klappte es nicht.Zur Zeit versuchen wir es auf Distanz (räumlich) und mitunter klappt es ganz gut, bis auf kleine, große Rückschläge. Ich muss dir sagen, es ist sehr schwer mit der Krankheit zu leben und eine Beziehung zu führen.Ich hatte mich in den letzten Monaten bevor er zur Therapie ging selber aufgegeben, weil ich es nicht ertragen konnte mit anzusehen wie sich der Mensch den ich liebe/liebte immer wieder selbst verletzt hat. Wieso kommst du darauf das er ein Border ist? Und was hat er dazu gesagt, als du ihn darauf angesprochen hast? Lg Kathi
Hallo Kathi! Ich bin seit 8 Wochen am Überlegen, woran unsere Beziehung zerbrochen ist. Wie ich auf Borderline gekommen bin, weiß ich auch nicht mehr genau, auf jeden Fall habe ich recherchiert und einige Dinge gefunden, die einfach haarscharf passen. Selbstmordabsichten oder Verletzungen sind kein Thema. Aber folgendes paßt: Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung leben in einem ständigen Dilemma. Sie haben große Schwierigkeiten und Angst, alleine zu sein, wünschen sich schnell intensive Nähe und, daß sie liebevoll umsorgt. Bekommen sie die ersehnte Nähe, wird es ihnen schnell zu eng, sie haben Angst verschlungen zu werden. Zudem fällt es ihnen schwer, andere Menschen und auch sich selbst als jemanden mit gleichzeitig guten und negativen Eigenschaften wahrzunehmen. Ein Freund oder auch der Therapeut kann sehr schnell Retter sein, ein Engel auf Erden mit nur guten Eigenschaften, kurz darauf jedoch der Teufel in Menschengestalt. So haben sie immer wieder sehr intensive Beziehungen, die genauso schnell zu Ende sein können. Oder die Beziehungen halten lange an, sind aber gekennzeichnet von intensiver Nähe und heftigen Auseinandersetzungen mit kurzzeitigen Trennungen und ebsnso schneller Wiederannäherung. Den jeweiligen gesunden Partnern oder Freunden ist das oft schwer nachvollziehbar. Entweder sie reagieren enttäuscht und ziehen sich zurück, oder sie verhalten sich übertrieben rücksichtsvoll (Ingrid Sender, 2000, S. 14). Menschen mit einer Borderline-Störung gelingt es immer wieder, andere Menschen für sich zu gewinnen und Beziehungen einzugehen. Es sprechen viele Indizien dafür: er kann z. B. nie alleine sein; in seiner vorigen Ehe wurde er angeblich nicht genug umsorgt, ich habe das jetzt getan, aber es war ihm auch nicht recht. Er meint immer, ich habe ihn nicht wahrgenommen, dabei habe ich ihm immer beteuert, DASS ich ihn wahrnehme, aber er hat alles ausgeblendet. Ich konnte tun, was ich wollte, es hat ihm nicht gereicht. Mal ganz abgesehen davon, dass wir 3 kleine Kinder haben (1 1/2, 3 und 5). Es hat wirklich alles geklappt, aber er war nicht zufrieden. Stattdessen hat er mich abgewertet, seinen Internet-Freundinnen und der neuen Freundin viel Unwahres (Schlechtes?) über mich erzählt. Auf der Site steht dazu: "Zur Spaltung zugehörig ist die primitive Idealisierung, bei der Menschen als ausschließlich nur gut erlebt und wahrgenommen werden, egal wieviele Flecken der jenige auf seiner weißen Weste hat. Oder wie wenig der Patient ihn überhaupt kennt". Wir haben so einen großen Bekannten- und Freundeskreis. Es hätte bestimmt jemanden gegeben, dem er sich hätte anvertrauen können. Ja, ich bin jetzt hier auch im Forum, aber das hat für mich eine ganz andere Dimension, es ist ein anderes Milieu und meine Absichten sind ganz andere. Und weiter heißt es: "Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung können trotz ihres Bedürfrnisses nach völliger Versorgung und Lösung ihrer Probleme durch andere Menschen Abhängigkeit von Menschen nicht ertragen, die sie, wenn sie sich in Abhängigkeit zu ihnen begäben, verlassen könnten. So ziehen sie sich zurück in eine Welt der Größenphantasien, in der sie trotz zu erwartender erheblicher Probleme diese ignorieren und alles ohne Schwierigkeiten lösen können. Sie erleben sich als omnipotent und entwerten andere Menschen, die es ihnen als nicht wert erscheinen, mit ihnen in Kontakt zu treten. Das wird besonders auch bei der Lösung alltäglicher Schwierigkeiten deutlich. Der Absturz in die völlige Selbstentwertung ist absehbar, denn erstens haben sie für die jeweilige völlig unterschätzte Situation keine angemessenen Problemlösungsstrategien entwickelt und zudem macht letztenendes nicht selten ihre aktive Passivität ihnen einen Strich durch die Rechnung. Denn sie können zwar kompetent erscheinen, lösen jedoch ihre Probleme nicht aktiv selbst, sondern erwarten dies von anderen Menschen". Zur Welt der Größenphantasien zähle ich u.a. auch sein Tun im Internet, wenngleich die Beiträge relativ harmlos und zahlenmässig begrenzt waren. Aber dort hat er Kontakte aufgebaut, die er über ein Jahr gepflegt hat. Er hat sich keinerlei Gedanken gemacht, was passiert, wenn es herauskommt. Dort war er der King. Und seit 2 Jahren, nach seiner ersten Beichte, habe ich versucht, so vieles umzusetzen von dem, was er mir gesagt hat. Im Nachhinein habe ich wirklich den Eindruck, er hat mir die Lösung unserer Probleme allein überlassen. Vom Gefühl her würde ich sagen, dass er sich mir wieder annähern würde. Wir haben nicht darüber gesprochen, aber ich spüre dies, genau wie ich den Betrug gespürt habe. Ich habe viele seiner Sachen zusammengeräumt und er hat mich gestern ganz fragend angeschaut, als ich ihm sagte, ob er wirklich geglaubt habe, er könne so ohne weiteres wieder einziehen. Ich glaube mittlerweile, dass er tatsächlich so gedacht hat. In zwei festen Beziehungen (eine vor mir und bei mir) hat er sich zusätzlich 5 x verliebt. Bis auf dieses Mal kam es danach immer wieder zur Wiederannäherung. Seine Ex-Frau ist daran fast zerbrochen. Ich habe mit ihr telefoniert (erst jetzt) und sie sagte, sie sie mehrfach vor der Einweisung gestanden. Das will ich nicht, zumal ich 3 Kinder habe. Und ich habe Angst, dass, wenn wir wieder zusammenkommen, ich wieder für die Beziehung rackere und es zu einem erneuten Knall kommt. Meine Schmerzgrenze ist erreicht. Jemine und sorry Kathi für dieses lange Posting. Ich hab' ihm ja den Ausdruck gestern gegeben und er hat noch nicht reagiert. Wird er erst einmal auch nicht. Aber es war mir wichtig, ihm dies mitzuteilen. Und weißt Du, seither geht es mir sogar besser und ich habe die Hoffnung, dass wir als Eltern wieder normal miteinander umgehen können. Ich wäre froh, wenn er dies einmal psychotherapeutisch testen lassen würde. Denn wir werden die nächsten Jahrzehnte unweigerlich miteinander zu tun haben. LG und trotzdem eine gute Nacht! Schlaflos
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