Mitglied inaktiv
...ist wirklich unglaublich. Alles ist eine Geschichte der Gewohnheit. Mein Vater hatte schon Schichtdienst, als ich ein Kind war und mein Mann hat ebenfalls Schichtdienst. D.h. die Männer hatten und haben schon diverse Male an Weihnachten, Geburtstagen, Sylvester etc. pp. usw. Dienst gehabt und zwar nicht bis 17.00 Uhr, sondern 24 Stunden. Für uns Kinder (und jetzt auch für unsere Kinder) war und ist es SELBSTVERSTÄNDLICH, dass Weihnachten dann gefeiert wird, wenn die GANZE Familie Zeit dazu hat. Das kann am 24.12. sein, am 25.12. oder auch am 27.12. Heiligabend haben wir immer nachmittags Beschwerung gemacht (dann konnten die Kinder noch in Ruhe spielen vor dem Zubettgehen), an den anderen Tagen haben wir nach den Diensten ein ausgiebiges Frühstück gemacht und danach Bescherung. Als mein Mann nach ZWÖLF JAHREN sich das ERSTE MAL um seine Tochter bemüht hat, war die Mutter so dankbar darüber, dass er anfängt, sich zu kümmern, dass wir sie SOFORT IM ERSTEN JAHR an Weihnachten hatten. Wenn Ihr mal anfangen würdet, diese Feste als das zu sehen, was sie sind (vom religiösen Hintergrund mal abgesehen), nämlich ein gemütliches Beisammensein mit der Familie, dann sollte klar sein, dass das an JEDEM Tag stattfinden kann, den IHR bestimmt. Einige sagen hier gern: Mein Kind sagt das auch. Oder: Mein Kind will das auch. Es ist für die Kinder eine Zumutung, solche Wünsche äußern zu müssen, denn Kinder KÖNNEN gar nicht ihre eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund bringen und WIRKLICH sagen, was sie wollen. Kinder sind immer in der Zwangslage, das zu sagen, was derjenige hören will, der sie fragt und im Zweifelsfall werden sie immer dem zustimmen, bei dem sie wohnen, eben weil sie von dieser Person abhängig sind bzw. die Enttäuschung der Person direkt und permanent mitbekommen würden. Warum stellt Ihr Euch nicht bei jedem Streitthema die Frage: Was hätte ich als Kind gewollt bzw. Was würde jedes Kind wollen? Weihnachten mit beiden Eltern feiern. Da das wegen Trennung nicht geht, erst (ein oder zwei Tage) in Ruhe mit dem einen, dann in Ruhe mit dem anderen. Den Kontakt zum Vater/zur Mutter nicht verlieren. Mal ehrlich: Welches Kind interessiert sich schon dafür, wie oft der Herr Vater oder die Frau Mutter nicht die Socken weggeräumt hat oder zur falschen Zeit am falschen Ort das Falsche gesagt hat? Für Kinder zählt nur das Hier und Jetzt: JETZT holt Papa mich ab und ich freue mich, ihn zu sehen - egal wie lange das letzte Mal her war/ist. Sauer bin ich nur auf Papa, weil ich merke, dass Mama sauer auf Papa ist und von mir erwartet, dass ich auch sauer auf Papa bin, warum weiss ich eigentlich gar nicht. Warum dürfen die Kinder nicht bei den Großeltern übernachten? Wie soll der Vater denn bei zwei Wochenenden im Monat (was wohl so die Regel ist), sich selbst um seine Kinder kümmern, alle Verwandte abklappern (die die Kinder ja auch gern wieder sehen wollen und ausserhalb der Besuchswochenenden des Vaters oftmals nicht dürfen) und gleichzeitig den Kindern ein Gefühl von Alltag geben können? Immerhin hat auch der Vater die Kinder vor der Trennung in der Regel täglich oder zumindest beliebig oft gesehen. Wie kommen die Mütter (ich sage bewußt die Mütter, denn ich habe hier noch keinen Vater posten sehen, der fragte, ob seine EX das Recht auf dieses oder jenes hätte) darauf, dass bei den Vätern automatisch mit der Trennung auch das BEDÜRFNIS aufhört, seine Kinder sehen zu wollen - und bei allen Verwandten väterlicherseits ebenfalls. Bei all dem Hickhack, was so oft veranstaltet wird, ist es kein Wunder, dass sich viele Väter nur noch sporadisch und irgendwann gar nicht mehr kümmern, frei nach dem Motto "Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende". (Auch wenn ich das nicht gutheisse und sage, die Väter müssen - ihrem Kind zuliebe - trotzdem dran bleiben) Sicher kommen jetzt wieder ganz viele Postings mit "Aber er hat (oder auch nicht)" - interessiert ÜBERHAUPT nicht. Das sind alles Dinge, die die Erwachsenen unter sich zu klären haben, die Kinder MÜSSEN da raus gehalten werden. Erstaunlich finde ich auch, dass so viele Mütter behaupten, sie hätten und würden NIE schlecht über den Ex sprechen. Im realen Leben ist es mir bislang AUSSCHLIESSLICH so begegnet, dass gerade die Mütter, die das am meisten betonen, die "schlimmsten" sind, wenn es darum geht, über den EX herzuziehen. Die merken das nicht einmal, selbst wenn man sie direkt danach darauf anspricht. Die einzigen, die darüber kein Wort verlieren sind die, die tatsächlich nicht schlecht sprechen - von denen hat aber komischerweise auch keine einzige Probleme mit dem Unterhalt oder dem Umgang... Ich bin zwar nicht alleinerziehend, aber ich bin ein Scheidungskind, habe mit einem Mann zusammen gelebt, der um das Sorgerecht für sein Kind gekämpft hat, lebe mit einem Mann, der bereits ein Kind in die Beziehung brachte (dessen Mutter absolut kulant ist und wir alle haben noch nie auch nur ein einziges Problem miteinander gehabt und das Kind ist glücklich herangewachsen!), kenne Alleinerziehende in meinem Umfeld, sehe, was bei Trennungen so abläuft etc. pp. (falls jemand der Meinung ist, ich wüßte nicht, wovon ich rede). Sorry, dass ich jetzt noch ein Posting aufgemacht habe, aber irgendwie kommt hier immer nur: Ja, theoretisch weiss ich, was das Beste ist, ABER: ich habe die größeren Rechte / ich WILL nicht, dass das so gemacht wird / der Vater hat aber etc. pp. Ich habe bei manchen Postings wirklich das Gefühl, dass diese Kinder es einmal sehr schwer haben werden, denn nur Kinder, die einen guten Kontakt zu BEIDEN Elternteilen haben (dürfen), wachsen zu selbstbewußten und stabilen Persönlichkeiten heran. Alle Kinder, denen man das vorenthält, enthält man auch ein Stück ihrer eigenen Geschichte und ihrer Persönlichkeit vor und das bleibt garantiert nicht folgenlos. In dem Sinne: Schöne Feiertage, eine gute Entscheidung und vor allem: glückliche Kinder!
Ich werde zwar erst im Februar alleinerziehend aber eines steht für mich heute schon fest: heilig Abend ist mein Sohn bei mir! Gleiches gilt für den Geburtstag... Der Vater kann gerne mit uns zusammen feiern. Das ist seine Entscheidung. Aber ich werde solche "Familienfeiertage" nicht ohne mein Kind feiern. Meine Einstellung mag egoistisch sein. Gut, dann bin ich an dieser Stelle eben auch mal egoistisch! Ich stehe dazu! Derzeit versuchen wir (Vater und ich) eine gute Freundschaft aufzubauen, um später auch als "Familie" einiges unternehmen zu können. Trotzdem bekommt der Vater von mir auch nicht das geteilte Sorgerecht. Und ja, ich lästere auch mal über den Vater. Das muss auch sein um mein Gleichgewicht zu erhalten. Immerhin hat er mir wehgetan wie kein zweiter. Aber das hat nichts damit zu tun, dass ich ihn als Freund schätzen gelernt habe und hoffe, dass wir gute Eltern sind. Er hat allerdings einige "Einschränkungen" zu ertragen. Immerhin war es seine alleinige Entscheidung zu gehen als er von meiner Schwangerschaft erfahren hat. Mit Rache hat diese Einstellung nichts zu tun. Nur warum sollte ich, die ich das Kind bekomme, das er Abtreiben sollte, auf tradionelle Feiern verzichten? Der Vater kann Weihnachten ja auch am 1. Weihnachtstag mit dem Kind feiern. Sollte sich mein Ex als guter Vater beweisen und eine gute Beziehung zu seinem Sohn aufbauen, und eben dieser wünscht bei Papa zu feiern, darf er das. Ansonsten sehe ich keinen Grund dazu. Shinead
Hallo! Genauso sehe ich es auch...!!!Ich bereue es auch SEHR noch vor Isabells Geburt dem geteilten Sorgerecht zugestimmt zu haben (von wegen wir Heiraten doch noch...., dann muss ich die Kleine nicht adoptieren...)Das Ende vom Lied war, nach einem Jahr wollte er schon die Trennung und ich habe herausbekommen, das er schon seit langem eine Beziehung mit einer Angestellten hatte!Ich habe eine lange schlimme Partnerschaft hinter mir in der ich ALLE negativen Dinge erlebt habe, trotzdem versuche ich Kompromiss bereit zu sein und unterstütze die Vater/Kind Beziehung! Viele liebe Grüße von mir!
Hallo, ich versuche mal, mit Zitaten auf Dein Posting zu antworten: ***Der Vater kann gerne mit uns zusammen feiern. Das ist seine Entscheidung. Aber ich werde solche "Familienfeiertage" nicht ohne mein Kind feiern.*** Du schreibst, Du bist noch nicht alleinerziehend, also gehe ich davon aus, dass Ihr als Familie zusammenlebt. Warum glaubst Du, dass das Kind und der Vater keine Familie mehr ist - nur weil Ihr Euch als PAAR trennt? Dein Vorschlag, zusammen zu feiern, passt 1. meist nur, solange keiner einen neuen Partner hat 2. halte ich so etwas immer für einen schwierigen Blanceakt, denn Eltern, die eigentlich getrennt sind und doch noch viel "als Familie" zusammen machen, wecken in dem Kind (die immer vorhandene) Hoffnung, die Eltern könnten wieder zusammen kommen. Es ist doch auch sein Kind, oder? Hast Du ihn denn schon gefragt, ob er Dir erlaubt, SEIN Kind an Weihnachten und Geburtstagen zu haben? Warum glaubt Ihr, die Kinder würden Euch GEHÖREN? Ihr beide seid die Eltern des Kindes, Ihr seid verpflichtet, für das körperliche und seelische Wohl des Kindes zu sorgen und es dabei zu unterstützen, glücklich heranzuwachsen. Nirgendwo steht, dass Ihr mit der Tatsache, dass Ihr Eltern geworden seid, irgendwelche BESITZrechte überschrieben bekommen habt. ***Meine Einstellung mag egoistisch sein. Gut, dann bin ich an dieser Stelle eben auch mal egoistisch! Ich stehe dazu!*** Darum geht es überhaupt nicht. Es geht darum, ob Dein Kind glücklich ist, wenn es - wegen Dir und wegen der Trennung der Eltern, die es sicher nicht gewollt hat und für die es auch nichts kann - NIE WIEDER Geburtstag und Weihnachten mit dem Vater feiern darf, allein und ausschließlich aus dem Grund heraus, dass DU das nicht willst. Noch einmal: Niemanden interessiert es, was die Mutter / der Vater will. Wichtig ist allein: Was will das Kind? Und keiner kann mir erzählen, dass das Kind nicht gern bei beiden Elternteilen Geburtstag und Weihnachten feiern will. ***Derzeit versuchen wir (Vater und ich) eine gute Freundschaft aufzubauen, um später auch als "Familie" einiges unternehmen zu können.*** Das ist löblich, bei gemeinsamen Unternehmungen habe ich allerdings die o.g. Bedenken, aber das mag jeder selbst entscheiden. ***Trotzdem bekommt der Vater von mir auch nicht das geteilte Sorgerecht.*** Warum nicht? Ist er weniger Elternteil als Du? Stammt das Kind mehr von Dir, als von ihm ab? Hättest Du das Kind, wenn Du ihn nicht gehabt hättest? Falls Du Probleme anführen willst, die Ihr möglicherweise miteinander haben könntet: Wie sagt Ralf so schön: Andere Baustelle, hat nichts mit dem Kind zu tun. Er ist der Vater und damit die Hälfte der "Eltern". Punkt. ***Und ja, ich lästere auch mal über den Vater. Das muss auch sein um mein Gleichgewicht zu erhalten. Immerhin hat er mir wehgetan wie kein zweiter.*** Ich meinte damit auch die Lästerei vor dem Kind, nicht das Lästern an sich (was ich verstehen und nachvollziehen kann und was sicher auch manchmal nötig ist). Viele vergessen nur leider, während sie mit Freunden über den Vater lästern, dass das Kind in Hörweite steht und das sollte auf jeden Fall vermieden werden! ***Er hat allerdings einige "Einschränkungen" zu ertragen.*** Warum? Mit welchem Recht? Möchte das Kind diese Einschränkungen? ***Immerhin war es seine alleinige Entscheidung zu gehen als er von meiner Schwangerschaft erfahren hat.*** Das mag für Dich sicher sehr schmerzlich gewesen sein, hat aber auch nichts damit zu tun, dass jedes Kind einen guten Kontakt zu beiden Elternteilen braucht. ***Mit Rache hat diese Einstellung nichts zu tun. Nur warum sollte ich, die ich das Kind bekomme, das er Abtreiben sollte, auf tradionelle Feiern verzichten? Der Vater kann Weihnachten ja auch am 1. Weihnachtstag mit dem Kind feiern.*** Warum kannst Du nicht Weihnachten am 1. Weihnachtstag mit dem Kind feiern? Ihr bekommt das Kind, nicht nur Du allein, denn ob gewollt oder nicht, Ihr seid beide die Eltern. Wer vorher was wollte, spielt da überhaupt keine Rolle. ***Sollte sich mein Ex als guter Vater beweisen und eine gute Beziehung zu seinem Sohn aufbauen, und eben dieser wünscht bei Papa zu feiern, darf er das. Ansonsten sehe ich keinen Grund dazu.*** Warum muss Dein Ex sich erst als guter Vater beweisen, während Du automatisch davon ausgehst, eine gute Mutter zu sein? Glaubst Du, Dein Kind wird sagen, es möchte beim Vater feiern, wenn Du das jahrelang unterbindest und das Kind genau weiss, dass Du es nicht wünschst? Es gilt eines zu unterscheiden: Die Trennung als Paar. Das Bestehen der Eltern. Trennungen sind naturgemäß sehr schmerzlich und meist ist es so, dass einer die Trennung gar nicht möchte und sehr verletzt ist. Das ist aber rein und ausschließlich die PAAR-Ebene und hat nichts, aber auch gar nichts mit dem Kind zu tun. Als Eltern muss man sich zusammen reißen und vergessen, was der PARTNER einem angetan (oder auch nicht angetan) hat. Es gilt immer nur: Was macht meinem Kind Freude?
Mal was Anderes. Zum Vatersein gehört mehr als der sexuelle Akt vorher. Und an den Müttern bleibt Alles hängen. Die wenigsten 14-Tage-Papis machen mehr als das Nötigste. Und dann möchten sie sich die Rosinen rauspicken. Ein Vater, der sich wirklich so verhält, und zwar trotz Getrenntleben am Alltag des Kindes teilhat, sich interessiert und die Mutter weiss, er kümmert sich auch wirklich und gestaltet Weihnachten z.B. wirklich kindgerecht schön, hätte zumindest ich nichts dagegen. Aber ich habe was dagegen, nur das Nötigste zu tun, aber immer schreien zu müssen, ich bin auch ein Elternteil, ich habe auch Rechte. Erstmal sollten die Pflichten erfüllt werden, dann kann man auch Rechte erfüllt bekommen. Und sorry, mein Sohn möchte definitiv bei mir sein an Weihnachten und er weiss warum. Und ich entscheide im Sinne meines Kindes. Ohne weitere Worte Pat
Ich kann dich total verstehen ich denke fast genauso wie du. Ich würde meine Tochter niemals an solchen Tagen abgeben ich finde die stehen mir und meiner Tochter eher zu als dem Kinds Vater. Wir müssen schließlich auch die schlechten Tage überstehen also stehen uns die besonders schönen in erster linie zu. Das ist meine Meinung dazu
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