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Artikel zum Thema Trennungskinder

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Mitglied inaktiv

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Im Elternforum Rotzlöffel gab es einen interessanten Vortrag über Trennungskinder, der mich immer noch schwer beschäftigt. Ich habe ihn kurz zusammengefasst. Trennungskinder "Positive Aspekte" einer Trennung • Kinder aus Patchworkfamilien haben in der Regel ein größeres Selbstbewusstsein • Eine klare Trennung ist besser für die Kinder als permanenter Streit und Konflikte und gibt ihnen langfristig mehr Sicherheit als dauerhaften Streit und Konfliktsituationen Wie kann man das Kind unterstützen und für es da sein? • Sich in die Situation des Kindes einfühlen und die eigenen Gefühle außer acht lassen • Eine klare Trennung ist besser für Kinder und gibt mehr Sicherheit als dauerhaften Streit und Konfliktsituationen • Nicht vor den Kindern streiten oder handgreiflich werden Reaktionen des Kindes auf die Trennung • Verlustängste • Jungen reagieren oft mit aggressivem Verhalten • Das Hoffen der Kinder auf eine Versöhnung darf nicht immer wieder neu geschürt werden • Kinder versuchen, die Eltern wieder zusammen zu bringen, GEMEINSAME AUSFLÜGE ERZWINGEN • Ablehnung des anderen Elternteils, der gegangen ist Ab dem 5. Lebensjahr: Ablehnung des Elternteils, der gegangen ist // WARUM ? • Das Kind möchte den verlassenen Elternteil schützen und kategorisiert in GUT und BÖSE • Das Kind spürt, dass der Vater die Mutter traurig macht • Das Kind wählt den Rückzug, weil die Konfliktsituation zu schwer auszuhalten ist Was kann der abgelehnte Elternteil tun? • Der abgelehnte Elternteil muß um die Liebe des Kindes verstärkt kämpfen, zum Beispiel, indem er immer wieder anruft, sich um das Kind bemüht und dem Kind schöne Briefe schreibt • Regelmäßige Besuchszeiten sind wichtig, das Kind nicht zwingen, am Wochenende zum Papa zu fahren • Die Mutter kann mit dem Kind reden und auf einfühlsame Art und Weise herausfinden, WARUM das Kind keinen Kontakt zum Papa möchte • Dem Kind klar machen: „Paare trennen sich, aber Eltern nicht.“ Wie kann dem Kind geholfen werden? - Sicherheit und viel Liebe und Geborgenheit geben - Ein gutes soziales Umfeld - Regelmäßige Kontakte zu Menschen, die es liebt und die es lieben - Mit dem Kind offen über die Trennung reden. Es geht den Kindern besser, wenn sie wissen, woran sie sind. Ansonsten leben Kleinkinder in ihrer Phantasiewelt und das macht ihnen viel mehr Angst. - Dem Kind klar machen: „Es ist nicht deine Schuld. Paare trennen sich aus verschiedenen Gründen - aber wir sind und bleiben immer deine Eltern.“ - Kinder fühlen sich ohnmächtig. Es ist wichtig, ihnen zuzuhören und ihre Gefühle ernst zu nehmen. Wo das Kind mit entscheiden kann, ist es wichtig, es entscheiden zu lassen - Werden sie vor den Kindern nicht handgreiflich und halten Sie Kinder aus Konflikten heraus - Dem Kind das Recht einräumen, beide Elternteile lieben zu dürfen (auch wenn man selbst der Meinung ist, der Vater ist ein Arsch) - Reden Sie nicht schlecht über den Vater vor dem Kind - Dem Kind erlauben, dass es beide Eltern lieben darf Ich finde den Beitrag gut und dachte, vielleicht hilft er dem ein oder anderen. Allerdings wirft er bei mir auch Fragen auf: Wie soll man damit umgehen, wenn der Partner sich dem Kind gegenüber blöd verhält? Klar soll man den ehemaligen Partner vor dem Kind nicht schlecht machen, aber wenn er sich doch unzuverlässig verhält und das Kind das selbst merkt, was soll man dann sagen, wenn das Kind schimpft? Soll man dann wie ein Psychologe reagieren und die immer gleiche Formel blubbern: "Ich kann deine Wut und Trauer verstehen, dass der Papa nicht gekommen ist. Sicher gibt es einen Grund dafür." und innerlich kocht man und würde dem Teil, der das Kind am Wochenende einfach stehen lässt, gern mal ordentlich in sein Hinterteil treten? Und dann so ganz pädagogisch wertvoll die eigenen Gefühle außer acht lassen? Geht das überhaupt? Könnt Ihr das? Also, ich bin ein Energiebündel und sehr emotional..... Oder wenn der Partner auf die Idee kommt, den Unterhalt zu kürzen, man finanziell am Rudern ist, wie soll man dann die eigenen Gefühle außer acht lassen???? Ich denke, das Kind spürt ganz genau, dass negative Gefühle gegenüber dem Partner da sind, sonst würde man sich ja schließlich nicht trennen. In dem Artikel steht, man soll dem Kind zugestehen, den anderen Elternteil zu lieben und man soll die eigenen Gefühle außer acht lassen. Wie macht man das? Gibt es da vielleicht auch eine Art "Gebrauchsanweisung" im Internet? Oder auch der Vorschlag, dass der andere Elternteil um die Liebe des Kindes kämpfen soll. Das mit den Briefen hat der Mediator Tom auch schon vorgeschlagen. Noah hat absolut diese Phase der Ablehnung. Er nimmt auch - und das finde ich nicht gut - indirekt eine Art "Beschützerrolle" mir gegenüber ein oder tätschelt mir die Hand und sagt: "Mama, wir packen das schon!" Ich möchte doch schon, dass Noah Kontakt zu Tom hat und bisher klappt ja auch alles wunderbar. Am Sonntag gehen wir 3 in den Zirkus, ich weiß aber nach dem Artikel nicht mehr, ob das überhaupt so toll ist?! Was meint Ihr? Ich bin der Meinung, dass gemeinsame Ausflüge in Zukunft erstmal auf Eis gelegt werden sollten, damit Noah nicht wieder Hoffnung hegt heimlich, dass Tom und ich uns wieder versöhnen. Das Hin und Her der Vergangenheit könnte durchaus Noah so etwas vermuten lassen. Ich könnte mir in den Hintern beißen - in dem Artikel steht auch, dass eine Trennung im Babyalter für das Kind am leichtesten ist.


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Hallo Traumfänger, in dem was du da schreibst steckt so viel was ich schon erlebt habe. Mein Sohn 5 Jahre hat auch diese Beschützerrolle übernommen, als es hies der Papa zieht aus. Jetzt wollen sein Papa und ich es noch mal versuchen, aber ich habe Angst das es wieder in die Brüche geht und das Kind am Ende garnicht mehr weiß was los ist. Mein Sohn hat auch gesagt das er nicht mehr zum Papa gehen würde wenn er eine Neue Frau hat. Ich habe so reagiert wie es in dem Bericht steht, habe ihm gesagt das wir immer seine Eltern bleiben auch dann wenn wir nicht mehr zusammen sind, das das alles nichts mit ihm zu tun hat. Es hat mir fast das Herz gebrochen aber ich habe ihn in keinem Moment meine Gefühle/Emotionen spüren lassen. Es ist verdammt schwer, aber wenn man in dem Moment nur an das Wohl des Kindes denkt, dann schaft man es. Aber ich würde schon wegen des Kindes keine gemeinsamen Unternehmungen nach einer Trennung mehr machen um dem Kind keine falschen hoffnungen zu machen. Aber letzten endes muß das jeder aus seiner eigenen Situation heraus entscheiden. GGLG Mone


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Hi, bin neu hier... Dein Artikel hat mein Interesse geweckt wohl, weil ich in der gleichen Situation bin. Schon eine Antwort auf Letzteres bekommen ?? Wie mache ich es, meiner 6jaehrigen nicht an den Kopf zu werfen, dass alles so ist weil ihr Vater ein A... ist ??? Wo die Kraft hernehmen ? Wuerde mich ueber einen Kontakt mit Dir freuen - Gruss Petra


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Hi Petra, email ist hinterlegt ;-) Schreib mir ruhig mal, ich freue mich! Tanja