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An die, die mir wegen adhas geantwortet haben

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Hallo! ich bedanke mich ganz herzlich für eure Antworten! Ich habe aber trotzdem noch Fragen: Wie geht ihr damit um, das behauptet wid, das die Kinde ohne Ritalin noch weniger klar kommen. ist das bei euch so, das die Kinder dann extrem aufdrehen? Und massive Schlafstörungen haben? Könntet ihr euch vorstellen, das wenn das Ritalin mal abgesetzt wird, es euren Kindern grottenschlecht gehen wird? ich habe meine Mail hinterlegt, falls ihr hier nicht antworten mögt und bin dankbar für jede Reaktion! Vielen lieben Dank, eure traumwolke


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Hallo, wenn man sich mal im Internet schlau macht, lernt man folgendes: 1.)Die kinder kommen oder medikamentöse Unterstützung nicht "noch schlechter" zurecht,. sondern sie können dann oft sogar selbst ihren zustand mit und ohne Unterstützung unterscheiden und tendieren dazu, noch mehr mit sich selbst zu hadern. Daß sich das in Frust äußert, finde ich verständlich. 2.) AD(H)S-Kinder können, müssen aber nicht "Schlöafstörungen" haben. ich kenne zwei Kinder, die schlafen abends wunderbar ein, ich kenne eines, das findet abends nur schwer in den schlaf... 3.) es gibt einen sog. Rebound-Effekt, d. h. wenn die Wirkung der Medikamente nach einigen Stunden nachlässt, "drehen" manche Kinder erst mal etwas mehr auf / Symprome verschlimmern sich, weil s. 1.) 4.) Rein theoretisch müssen AD(H)S-Kinder lebenslang Medikamente nehmen, wenn man mit der Zeit bis zum Erwachsenenalter nicht Mittel und wege findet, daß sie sich (über die kognitive seite) besser innerlich strukturieren und disziplinieren lernen. Bei manchen klappt das, bei manchen eben nicht... Viele Grüße Désirée


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Hallo, Ich kenne den Rebound-Effekt, den Désirée beschreibt, auch von Fumi. Aber der läßt sich durch eine genaue Dosierung reduzieren. Außerdem tut es Fumi gut, daß sie zwei Mal die Woche nach der Schule noch eineinhalb Stunden Leichtathlethik-Training hat. Da kann sie den Effekt gut "wegsporteln". Ich beobachte bei Fumi keine Schlafstörungen. Allerdings ist das ein durchaus möglicher Nebeneffekt der Medikamente. Aber unser KiA sagt, daß das in den meisten Fällen nach einer Weile nachläßt, es gibt dann wohl einen Gewöhnungseffekt. Auch Appetitlosigkeit kann ich als Nebenwirkung für uns nicht bestätigen. Fumi hatte am Anfang oft Kopfschmerzen von den Tabletten. Sie hat dann eine niedrig dosierte Sprudel-Aspirin genommen (hat uns der KiA empfohlen). Aber auch da gibt es einen Gewöhnungseffekt, heute hat sie das nur noch gaaaaanz selten, maximal 1 mal im Monat, eher seltener. Fumi nimmt am WE und in den Ferien keine Medikamente (in den Ferien nimmt sie die Medis nur, wenn wir eine neue Dosierung ausprobieren). Sie merkt einen Unterschied. Und sie kann inzwischen gut selber entscheiden, wann sie lieber was nimmt und wann nicht. Für sie überwiegt die Erleichterung, daß sie einen Weg gefunden hat, mit ihrer Art besser umzugehen und das zu steuern. Gruß, Elisabeth.


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Hallo, also rebounds haben wir keine,aber natürlich bemerke ich,das am Abend die Wirkung der Medis nachlässt.Aber es ist nicht sooo extrem,wie ich zuvor befürchtet hatte. Schlafstörungen hatten wir zu Beginn,was sich so äusserte,das er am Abend schlecht einschlafen konnte. Hat sich inzwischen aber auch gelegt. Was nach wie vor ein Problem ist,in Folge der Medikamentengabe,ist die Appetitlosigkeit.Auch nach einem halben Jahr hat sich da leider nichts gebessert. ich sehe zu,das mein Sohn morgens frühstückt ehe er die Tablette nimmt,oder dies zeitgleich tut. Denn wenn die Wirkung eintritt,ists mit Essen aus.naja,sagen wir mal,so gut wie aus. Das Pausenbrot bringt er zurück,ohne auch nur die Dose geöffnet zu haben,und beim Mittagessen isst er wie ein Spatz. Anfangs hat mich das wirklich zum Grübeln gebracht,aber da er am Abend ordentlich reinhaut,tagsüber ich ihn mit Obst versorge (das isst er dann auch),er nichts an Gewicht verloren hat,nehm ich es nun hin,und koche später am Tag. In den Ferien handhabe ich das mal so,mal so. In den Weihnachtsferien hab ich die Medis weitergegeben,wir wollten uns ehrlich gesagt,Weihnachten nicht verderben,er ist halt doch sehr anstrengend,ohne die Medis. In den kommenden Somerferien,wird er auf jeden Fall die ersten beiden Wochen die Medis bekommen,weil er bei den Ferienspielen angemeldet ist,und ich ihn dort den Betreuern so nicht "zumuten" kann.Bei 50 Kindern ist es zuviel verlangt,das sich jemand ausschliesslich auf mein Kind konzentriert,und schaut was er treibt. Ich alleine kann das schon ab,und während den Ferien aushalten,aber da ich AE bin,berufstätig,und auf Fremdbetreuung angewiesen bin,kann ich nicht während der ganzen ferien pausieren. Ansonsten kann ich sagen,das unser Leben um einiges entspannter ist,als es noch letztes Jahr im Oktober war. Es ist nicht perfekt,aber wer hat schon das perfekte Kind ? Was ich noch anmerken wollte.....Ich spreche fast mit niemandem darüber,der davon keine Ahnung hat,bzw. ein solches Kind bei sich hat,und das noch nicht am eigenen Leib erfahren hat,was es heisst einen ADHS´ler zu Hause zu haben. Anfangs hab ich das auch noch getan,und durfte mir überaus wertvolle Tipps abholen,allesamt von Leuten,die "normale" Kinder haben. Das ging von Diäten bis hin zur körperlichen Züchtigung.Mangelnde Konsequenz,sowie Unfähigkeit wurden mir unterstellt. Inzwischen hülle ich mich in Schweigen. Nur die Familie (die,die´s wissen müssen ) und die engste Freundin(hat selbst ein Kind mit ADS ) wissen Bescheid. Und das genügt. Meine Schwiemu ist Heilpraktikerin,und würde mich anzeigen,üsste sie es. Grüßee und alles Gute für Euch Birgit


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... wie alt ist deine Fumi denn? Meine Tochter ist 9 und ich traue ihr schon zu, das sie auch entscheiden kann, ob sie durch Tabletten verändert wird oder nicht. Bei ihr kann ich mir gut vorstellen, das sie freiwillig am Wochenende keine nehmen möchte. ich finde es mitmachend, was du berichtetst! Danke! Liebe Grüße, Anke


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dein Beitrag hört sich an wie das "typische" adhs kind, von dem man so liest und ich kann mir gut vorstellen, wie anstrengend es ist. Meine Tochter hat es allerdings immer wieder geschafft, ihre Krankheit zu überdecken und davon abzulenken. Und wenn wir bei Freunden zu Besuch sind, sind meist die Reize so groß, das sie sich völlig normal benimmt. Deshalb habe ich auch lange nichts unternommen. Sie scheint ja zu können, wenn Sie Will - habe ich gedacht. Sie kann aber nur wenn Sie kann, das habe ich nun auch verstanden. ich werde auch weitestgehends nicht darüber reden. Oder mir angewöhnen zu fragen, aus welchem Fachbuch, denn diese interessante These kommt ;-) wenn wieder jemand alles besser weiß. Ich hoffe, wir werden unseren Weg finden und ich entscheide die richtigen Dinge! Liebe Grüße, Anke


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Danke ;-). Fumi ist letzte Woche 11 geworden. Als sie mit den Tabletten anfing, war sie auch 9. Ich denke, es ist auch immer so eine Frage, welche Form von AD(H)S ein Kind hat. Fumi hat ADS ohne H, sie träumt sich weg, sie geht also anderen nicht auf den Zeiger ;-). Unruhig wird sie nur, wenn sie merkt, daß sie aus einer wichtigen Konzentration rutscht. Da es am WE aber selten etwas gibt, auf das sie sich konzentrieren muß, ist es am WE okay. Sie braucht halt sehr viel Bewegung, aber auch das weiß sie inzwischen. Wenn Leichtathlethik aus irgendeinem Grund mal ausfällt, geht sie freiwillig im Park joggen. Deine Tochter wird selber merken, wie es ihr mit den Tabletten geht. Ich habe Fumi von Anfang an viel in ihre eigene Verantwortung gegeben, weil ich ja nicht drinstecke. Fumi ist es auch sehr wichtig, Verantwortung für sich und ihren Körper zu übernehmen. (Wir hatten kürzlich eine Diskussion über Tattoos. Nicht, weil sie sich welche stechen lassen wollte. Sie hat sich fürchterlich darüber aufgeregt, daß ICH unterschreiben muß, wenn sie eines haben will, daß ihr an der Stelle die Verantwortung für ihren Körper entzogen wird.) Hat Euer Arzt das gut erklärt für Deine Tochter? Oder wird er das noch? Unserer hat das gut gemacht. Ich fand das sehr schwer: Einerseits zu erklären, daß da Botenstoffe in ihrem Gehirn nicht so funktionieren, wie sie sollten, aber andererseits ihr nicht das Gefühl zu geben, daß sie defizitär ist. Unser KiA hat ihr erklärt, daß die Botenstoffe bei ihr nicht falsch funktionieren, sondern nur anders. Und ich habe gemeinsam mit ihr überlegt, was sie wegen ihrer ADS besser kann als andere, und was halt nicht so gut funktioniert. Gruß, Elisabeth.