Mitglied inaktiv
Wie ich einigen hier schon gesagt habe, hatte ich schon seit mein Sohn 2 1/2 ist den Verdacht, dass er ein hyperkinätisches Syndrom hat (ADS). Die Symptome, die er aufweist, sind für mich seit Jahren ziemlich eindeutig. Ich liege unserem Kinderarzt die ganze Zeit in den Ohren, dass DRINGEND etwas passieren muss. Aber es hat bisher kein Gehör gefunden. Der Kindergarten hat gesagt, dass Noah motorisch ungeschickt ist, aber im Moment sticht das immer massiver heraus. Der Arzt will aber erst noch die Untersuchung durch eine Spezialistin für ADS abwarten, dabei hat diese uns bereits im JANUAR und auch letztes Jahr im NOVEMBER gesagt, dass Noah ADS hat. Dennoch lehnt der Kinderarzt ab, eine Ergotherapie zu genehmigen, obwohl auch im Kindergarten schon oft auf motorische Unzulänglichkeiten und grobes tolpatschiges Verhalten hingewiesen wurde. Inzwischen ist mein Sohn 5 Jahre alt, Ende Dezember wird er 6! Er merkt immer mehr, dass er geistig allen Kindern überlegen ist, er ist auch der Größte in der Gruppe, aber ansonsten fühlt er, wie er sein Verhalten nicht mehr kontrollieren kann. Er schlägt z.B. beim Essen 50x mit der Gabel auf den Teller und kann nicht aufhören damit. Im Februar waren wir jetzt bei einer Spezialistin, die auf den ersten Blick sagte, dass mein Sohn HKS hat. Erst Ende Juni gibt es den nächsten Termin, dort soll Noah getestet werden, danach haben wir im Juli irgendwann einen Termin wegen eventueller Medikation. 6 Monaten warten wir jetzt auf einen Termin bei dieser Spezialistin, die ihn auch schon untersucht hat und gesagt hat, dass er unter ADS leidet. Ich merke, wie mein Kind immer frustrierter und unglücklicher wird, weil er sein Verhalten im Kindergarten nicht steuern kann. Ich brauche DRINGEND Hilfe! Ich habe mit der Kindergartenleitung schon gesprochen und die sagte, sie hätte auch den Eindruck, dass Noah eine Medikation brauche und zwar dringend, er könne keine Reize filtern und würde dann irgendwann überdrehen. Die anderen Kinder lachen ihn aus oder schließen ihn zum Teil beim Spielen aus, weil er ungeschickt ist oder in einer Wutattacke das Gebaute der anderen kaputt macht. Im Kindergarten und auch hier zu Hause ist er super ausgeglichen, wenn nur ich mit ihm zusammen bin und maximal die Oma mit ihm spielt. Sobald wir aber mehr als 2 Kinder zu Besuch haben, geht das eine halbe Stunde gut, dann verbarrikadiert sich Noah im Zimmer und hält sich die Ohren zu. Ihm ist dann alles zu viel und er hat mir auch gesagt, er bekommt dann schlimme Kopfschmerzen. Im Kindergarten äußert es sich so, dass mein Sohn sich nur noch verkriechen will und sich in eine Ecke verziehen will, weil er die große Gruppe nicht aushält. Er verträgt keine Reize mehr (Lärm, große Gruppen), ich weiß gar nicht, wie er das so aushält. Er bekommt dann Kopfschmerzen, hält sich die Ohren zu und stört, schlägt oder/und ist zappelig. Leider hat er jetzt schon den Stempel des "Störenfrieds" weg und ist todunglücklich, weil er mir immer sagt: "Mama, ich bemühe mich und kann nicht damit aufhören." Er ist sehr intelligent, baut schon Baukästen usw. Das ist die EINE Seite. Aber die andere Seite von Noah ist, dass er sehr UNGLÜCKLICH ist, weil ihm langsam bewusst wird, egal, wie er sich bemüht, er schafft es einfach nicht, "lieb zu sein". Zu Hause spricht er kaum noch und weint oder will sich verkriechen. Ich habe schon alles versucht, bin aber langsam mit meinem Latein am Ende. Ich sage ihm immer wieder, dass er so toll ist wie er ist und dass ich schon alles in die Wege geleitet habe, damit er Unterstützung bekommt. Aber bei Noah kommt eine massive Reizbarkeit dazu und Frustration, weil er zwar geistig schlauer ist als andere Kinder aber motorisch überhaupt nicht mehr hinterher kommt. Gestern im Turnunterricht wurde das wieder ganz deutlich. Die Kleineren konnten alles und er nicht. Die Turnlehrerin wollte seine Beine koordinieren und in die richtige Richtung drücken, dann fiel wieder der Satz "Jetzt stell dich doch nicht so an und bemüh dich doch mal!" und Noah fing irgendwann nur noch bitterlich an zu weinen. Er fühlt sich überall abgelehnt und in seiner Persönlichkeit nicht angenommen und geliebt - außer von mir. Im Kindergarten gibt es auch immer wieder Elterngespräche. Dort hieß es immer wieder, das Kind sei "böse" bzw. Noah hat das so aufgefasst. Das wurde ihm offensichtlich auch von anderen Kindern eingeredet, das finde ich ganz schlimm. Ich will meinem Kind helfen. Es tut wirklich NOT. Hat jemand ähnliche Erfahrungen oder ist Erzieherin oder hat eine Ahnung, was ich da machen kann? Kann ich mich an eine Kinderklinik hier in Mainz wenden oder an IRGENDJEMANDEN? Ich will nicht, dass Noah weiter so weint und vor sich hin leidet. Jede Minute zählt jetzt, damit er von seinem Leidensdruck erlöst wird.
Guten Morgen. Das hört sich gar nicht gut an :-( So ähnlich ist es mir mit meinem Sohn auch gegangen. Lange Geschichte deswegen nur mal ein oder zwei Tips. Warst Du mit Ihm schon mal beim Ohrenarzt und hast einen Hörtest machen lassen? Vielleicht müssen auch die Polypen raus (falls sie nich drinne sind) Das mit den Kopfschmerzen hat mich stutzig gemacht denn das hat mein Sohn auch (er hat auditive Wahrnehmungsstörungen) wenn viele Geräusche auf einmal sind dann dreht er auch durch weil er es nicht filtern kann. Auch mit meiner damaligen Kinderärztin habe ich gegen die Wand gesprochen wenn ich sowas wie Ergotherapie angesprochen habe :-( Was hab ich gemacht bin mit meinem Sohn mittlerweile bei meinem Hausarzt und da gab es bis jetzt keine Probleme. Wenn ich für ihn was brauche dann schreibt er gleich die Überweisung. Ich würde einfach noch mal mit einer Erzieherin reden ob sie nicht vielleicht einen guten Arzt kennen, denn Dein Sohn kommt doch auch bald in die Schule und da wird es noch extremer(vor allem mit dem still sitzen bleiben und konzentrieren) Ich finde es immer schlimm das den Kindern nicht geholfen wird und wir als Mütter zusehen müssen wie sich die Kinder quälen :-( Ich drücke Dir feste die Daumen das Du schnell weiter kommst und das Dir geholfen wird. LG Mama
Einer meiner Söhne ist auch Grenzwertig zu einem "Fall" der tendenziell ADS hat. Er ist nicht sooo dramatisch, aber ich habe auch noch VOR der Schule begonnen, mit Ergotherapie. Wechsle zumindest schnell den Kinderarzt, frag die bisherigen Ärzte wen sie empfehlen oder auch die Erzieherinnen. Ich habe eine an sich "normale" Kinderärztin, nix besonders gutes aber auchnicht schlecht (ich brauche sie keum). Aber ich muß nicht wegen jedem Ergotherapie-Rezept rumdiskutieren. DAS ist ihr Vorteil. Viele Grüße Désirée
Guten Morgen Traumfänger!! Schwieriges Thema am frühen Morgen...... *seufz* Adrian hat gestern vom Hausarzt Zappelin bekommen. Musst du mal nach Googeln, ob das was für euch sein könnte. Ist ja homöopathisch und allenfalls hilft es halt nicht. Ich für meinen Teil, bin derweil etwas fix und fertig und am Meisten, beeinträchtigt MICH ehrlich gesagt Adrians verhalten. Wenn ich 100. mal am Tag Mahnen muss und dabei immer nur ein Name fällt und nie der des Zwillingsbruders, dann ist das irgendwann für alle anstrengend. Hät ich vielleicht noch alles wegstecken können und auch so in den Griff bekommen. - Aber jetzt zusätzlich zu meiner Krankheit immerzu im Kindergarten angequatscht zu werden, das ertrag ich grad nicht. Hinzukomemend, das ja permanent mit dem Zwillingsbruder verglichen wird, was es unheimlich anstrengend macht. Tja - was tut er?? Er räumt alles aus -beschäftigt sich dann nicht wirklich damit und mag es nicht wieder aufräumen. Wenn man ihm dann 40 mal sagt, er soll die Sachen zusammen packen, wird er aggressiv und wütend. Motorische Probleme gibt es keine, dass Problem ist eher dahingehend, dass er sich nicht für sich allein beschäftigen kann. Er fängt etwas an und wenn er dabei keine Bezugsperson hat, die dabei sitzt, dann hat er einfach nach spätestens 5 Min. keine Lust mehr, dabei zu bleiben. Sollte die Bezugsperson der Bruder sein und der funktioniert nicht so, wie er will, wird er aggressiv oder wütend. Daheim ist das kein Problem - der Junge kann bis unendliche zählen und sehr sicher plus und minus rechnen und wenn ich mit am Tisch sitze, dann bleibt er da auch bis 2 1/2 Stunden am Stück an einem Heftchen dran und macht und tut. Wie auch immer, ich wusst mir jetzt auch keinen Rat mehr, weil ich keine Lust mehr auf das KiGa-Angelabere hatte und hab unseren Hausarzt hinzu gezogen. Auch wenn er die Problematik so nicht erkennen konnte, so hat er mir aber zugestanden, dass das derweil ein unheimlicher Druck ist, der dann auf MIR lastet. Also fragte er mich auch, was WIR tun wollen?? Ergotherapie schied erst mal aus - ich weis nicht, wie ich insbesondere Adrian da dann hin befördern sollte - darf/kann ja nur bis Mittwoch noch aufstehen und muss nach der Op. Ewigkeiten liegen. Habe auch reichlich eigene Arzttermine, die Kinder gehen zur Sprachtherapie (wegen dem "Sch"). Es bleibt einfach keine Zeit und kein Raum für weitere Termine derweil - und ich finde eigentlich auch, man sollte mehr "Ruheinseln" schaffen, statt immer noch mehr "Input" ins Kind rein zu stopfen. Das muss aber jeder selbst wissen, was dem Kind guttun könnte, was machbar ist und was nicht. Mir grausts aber grad arg vor der Erstverschlimmerung bei homöopathischen Mitteln *seufz* da muss ich aber wohl 4-5 Tage durch und ich hoff einfach mal, dass das Zeug was bei uns bringt. Lukas hatte letztes Jahr eine "schwierige Phase" - er hat 2 Wochen Zappelin genommen, dann hatten beide Polypen-Op. und Trommelfellschnitt und danach war er das lammfrommste und friedlichste Kind von Welt. (Wobei ich nicht den Zusammenhang mit den Polypen sehen kann??? - Eher in der Ruhe, die wir nach der Op. hatten und der uneingeschränkten Aufmerksamkeit???) Dazu muss ich aber sagen, dass Adrian nach der Narkose Adrian die ganze Klinik zusammengeschrieen hat, als er aufwachte und aus dem Erwachen aus der Narkose heraus plötzlich auch unheimlich aggressiv war. So hat ich ihn zuvor nie erlebt. Die Ärzte doof zu mir: "Ja, warum macht er das, was hat er denn???" Ich noch doofer glotz: "Weis ich doch nicht, ich bin zwar die Mutter, aber ich hab ihm ja nicht die Narkose verabreicht und zuvor hatte er ja niemals eine??????" *grrrrrrr* So, das war nun exzessiv lang und ausufernd, aber bei Adrian mach ich mir jetzt halt auch Sorgen wegen dem Schulbeginn, der bei uns auch nächstes Jahr an steht (werden im Januar 6 die beiden). Aber vielleicht hilfts dir ja, zu wissen, dass du nicht allein da stehst. LG Nina
Unser 7-jähriger hat das wahrscheinlich auch und die Uni Köln z.B. ht eine ADS Ambulanz in der Kinder- und Jugendpsychatrie. Dort finden dann die Therapien statt, wenn nötig. Haben nächste Woche dort den ersten Termin,um eine dritte Meinung einzuholen. Die letzten beiden war leider uneins... LG, Meike
Was sind auditive Wahrnehmungsstörungen? Ich war mit Noah schon bei zig Ärzten wegen Hörtest uvm. Sein Gehör ist in Ordnung.
Das hört sich ähnlich an wie bei uns. Hab meine Email hinterlegt. Wir können uns ja mal austauschen?
Gibt es bei Euch ein SPZ (Sozialpädiarisches Zentrum) oder eine Kinder-Fachklinik, evtl. eine Uniklink? Die haben oft schneller einen Termin frei und helfen sehr gut. Gruß, Elisabeth.
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