Der erste Brei - die Beikost

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Geschrieben von kim1110 am 02.08.2006, 13:47 Uhr

10 Monate und kein Brei

Hallo,
meine kleine maus wird nächste Woche 10 Monate. Sie wird von anfang an gestillt. Seit sie 5 1/2 Monate ist versuche ich ihr Mittags einen Brei zu geben. Mehr wie ein viertel Glas isst sie nicht, manchmal sogar gar nix. Sie schimpft und bäumt sich auf. Hab alles probiert: Karotte, Kartoffel, Kürbis, mit Fleisch, Banane, Apfel, Griessbrei, auf meinem Schoss, im Stuhl, im Autositz, Papa füttert. Nichts. Hab schon zweimal ein paar Wochen aufgehört mit Brei füttern.
Im Hebammenforum wurde mir unteranderem empfohlen ihr den Brei zu geben und die Brust zum Mittag nicht anbieten. Hab es gestern das erste mal probiert. Ein Geschrei. Zwei Stunden habe ich es ausgehalten. Mehr hat sie deswegen auch nicht gegessen. Und heute war es noch schlimmer.
Soll ich das wirklich so machen, sie dazu zwingen? Sie tut mir so leid. Sie schreit. Haut zu. Riesengrosse Krokodilstränen.
Was soll ich machen? Bin am Ende. Soll ich sie wirklich entscheiden lassen? Ist sie noch nicht so weit? Was wird aber wenn ich sie in 2 Monaten in die Grippe geb?
Vielen Dank für eure Hilfe und liebe grüsse

 
5 Antworten:

Expertenrat (lang)

Antwort von Sphynxie am 02.08.2006, 15:04 Uhr

gibt es im Buch "Babyernährung gesund und richtig" von Gabi Eugster - du wirst sehen: die wenigsten Babys sind so 08/15 um schön brav mit 4 Monaten alles in sich reinstopfen zu lassen.

Den "tollen" Rat der Hebamme kannste vergessen, Essen soll eine lustvolle Erfahrung sein, und kein Zwang - so zieht man sich Essstörungen bei seinen Kids ran. Hast du schon mal versucht ihr Sachen zu geben, die sie allein aus der Hand essen kann (Fingerfood)? Manche Babys hassen es gefüttert zu werden, und mögen auch keinen Brei.

Ich lese grad nochmal: seit fast 5 Monaten erlebt deine Tochter Essen als Stress pur. Auch wenn es schwerfällt: biete immer wieder an, lass sie essen WIEVIEL sie will, und wenn sie nach dem 3. Löffel den Mund zumacht, dann AKZEPTIERE das. Ich könnte bei meiner auch manchmal böse werden, weil sie es genauso handhabt (seit gestern 10 Monate alt und auch ein Stillkind) und ich das Essen dann wegschmeissen darf. Aber da muss ICH durch, wenn ich keinen Stress machen will. Das lustige: sie verschmäht den Brei, aber 10 min. später "kloppt" sie sich mit mir um eine oder zwei Spaghetti von meinem Teller (geb ich ihr dann ohne Sosse), die sie genüsslich aus der Hand schmatzt.

Kauf dir das Buch, es lohnt sich, denn dadurch habe ich gelernt, wesentlich gelassener mit dem Thema umzugehen.

LG Sphynx

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Re: 10 Monate und kein Brei

Antwort von nappy am 02.08.2006, 15:06 Uhr

Hallo,
habe vor zwei Tagen im Forum ein ähnliches Problem geschildert: mein Kleiner ist auch 10 Monate alt und hat nie mit sonderlicher Begeisterung Brei gegessen. Ich hab mit dem Zufüttern erst im siebten Monat begonnen und es ging alles nur sehr langsam. Den Möhrenbrei ass er manchmal gerner, am besten ging´s noch mit dem Obst-Getreide-Brei. Seit Tagen aber nur riesiges Geschrei, wenn man mit dem Löffel in seine Nähe kommt. Allerdings habe ich ihn nach vier Monaten abgestillt, nachdem ich keine Milch mehr hatte und Fläschen gegeben. Mittlerweile bin ich bei der Folgemilch 3 angelangt. Möglicherweise hat die Folgemilch auch etwas mit seinem mangelnden Appetit auf Brei zu tun und deshalb habe ich mir wieder dir Pre-Milch besorgt, in der Hoffnung, dass es wieder besser wird. Fingerfood ist für mich auch keine richtige Lösung, da er es auch nicht richtig isst.
Ich kann dir jetzt auch nicht wirklich helfen, aber vielleicht tröstet es dich, dass ich ein ähnliches Problem habe. Mein Mann sieht das alles nicht so eng, er sagt, der Kleine wird schon wieder essen, wenn er richtig Hunger hat. Er ist aber auch nicht den ganzen Tag mit dem Kind allein und muss sich darüber Gedanken machen.
Vielleicht brauchen unsere Kinder einfach noch etwas Zeit und wir etwas mehr Geduld.

Ich drück dir die Daumen!!

Liebe Grüße Ute.

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Re: Expertenrat (lang)

Antwort von kim1110 am 02.08.2006, 15:25 Uhr

Danke für deine Hilfe. Das Buch werde ich mir auf jeden Fall kaufen.
Wenn ich ihr eine Kartoffel oder Banane oder Gurke in die Hand gebe knabbert sie dran rum.
Nochmal danke

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Re: 10 Monate und kein Brei

Antwort von kim1110 am 02.08.2006, 15:27 Uhr

Mein Mann ist genauso. Er sieht sie ja nur abends zum spielen und hat den stress nicht. Er versteht es nicht. Aber ich mach mir halt sorgen das es ihr auch gut geht, nicht hungern muss und genug bekommt.
Ich hoffe es wird bald besser
Liebe Grüsse

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Keine Panik - mir ging es ganz genauso!

Antwort von Birgit32 am 02.08.2006, 16:31 Uhr

Halli hallo,

ich hatte zwei Kinder mit genau denselben Problemen. Hier mal die Geschichte von meinem Kleinen:

Mein kleiner Julian ass wenn ich Glueck hatte ein Loeffelchen am Tag, dann war Sendepause, meist ass er gar nicht und verweigerte total.
Ganz gross war er aber beim Stillen, Tag und Nacht alle 2 Stunden.
Ich hab alles moeglich durchprobiert, was es so an Speisen gab, nix half.

Resultat 1: er mochte fade sachen ueberhaupt nicht, ich musst ein bisserl salzen, auch wenn das alle verteufeln. Allerdings half das nur dazu, dass er dieses eine Loeffelchen ass, mehr nicht (und ich trotzdem weiter am verzweifeln gewesen waer, waer ich mit meinem ersten Sohn nicht durch eine weitaus haertere Zeit gegangen!)

Resultat 2: solange ich ihn nach Bedarf stillte, ging trotz salzen nicht viel.

Mein Prozedere war dann das folgende:

Als er 12 Monate alt war, liess ich immer wieder mal eine Stillmahlzeit ausfallen, und sagte ihm, jetzt gibts Brei, und wenn du das nicht magst, ist das total o.k. Aber stillen gibts nicht.
Die ersten paar Tage fand er das gar nicht toll, entweder dachte er sich, na gut dann gar nix, oder er jammerte herum, bis es endlich wieder Stillzeit war.

Schlussendlich fuehrte das dann doch langsam dazu, dass ich, als er ca. 14 MOnate alt war, nur noch 3x am Tag stillte, dazwischen ass er ein bisschen mehr. Aber nachts immer noch alle 2 Stunden.
(nicht vergessen, mein Sohn war da schon ein Stueckchen aelter, das macht unglaublich viel aus!! Ausserdem machte ich den Uebergang seeehr langsam, und machte NIEMALS Druck: es war einfach so - entweder magst den Brei, aber wenn ihn nicht magst, dann ist das total in Ordnung!)

Als er 17 Monate alt war, hatte ich dann aber doch genug. Ich befand, er war jetzt endgueltig gross genug mehr als 2-3 Loeffelchen pro Mahlzeit zu essen.
Als er in der Nacht aufwachte, hab ich ihn herumgetragen bis er wieder einschlief, aber kein stillen mehr. Den darauffolgenden Tag ass er wie verrueckt, und die darauffolgende Nacht schlief er durch, huurraaa! :o) Aber er war natuerlich auch alt genug, sofort zu erkennen was da los war. Es war ihm voll bewusst, dass ich mich entschieden hatte, und da gabs kein Ruetteln mehr, auch wenn ich es sehr liebevoll gemacht hab (ich hab ihn nicht schreien lassen, sondern wieder in den Schlaf gewiegt)

Bei meinem ersten Sohn war das eine andere Geschichte. Ich will dich damit eigentlich nicht erschrecken, denn es ist sehr zweifelhaft, dass es bei dir so ein Problem gibt... unter der Voraussetzung, dass dein Kind als Baby nie im Krankenhaus auf der Intensivstation war, nie intubiert wurde oder aehnliches (???)
Wenn deine Antwort darauf doch ja lauten sollte, dann schreib mir dringend ein email, denn dann brauchst du mehr als die durchschnittliche Hilfe...
dopfer@gmx.at

Liebe Gruesse und ich drueck dir die Daumen!
Birgit

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