So lernen Babys das Einschlafen: Ein
festes Abendritual gibt Sicherheit

schlafendes Baby

© Adobe Stock, olesiabilkei

Abends zur Ruhe kommen und abschalten – das müssen Babys erst mühsam lernen. Ein immer gleiches Abendritual kann dabei helfen und Sicherheit vermitteln.

Wichtig ist, dass äußere Reize, etwa durch Medien, vermieden werden, denn dadurch werden die Kleinen abgelenkt. Ablenkung hält die Kleinen aber vom Einschlafen ab. Dafür ist bei vielen Babys Herumtragen hilfreich. „Das Gesicht des Babys sollte immer zur Trageperson zeigen, um visuelle Reize abzuschirmen“, erklärt Hebamme Susanne Steppat. Natürlich sollten kurz vor dem Schlafengehen alle Aufregung, etwa Streit, und andere Anstrengungen unterbleiben.

Wiegen: Nachahmung der Bewegung im Mutterleib

Es sei sinnvoll, bereits während der Schwangerschaft mit den Kleinen zu sprechen und sie an die eigene Stimme zu gewöhnen, so die Hebamme. „Das stärkt die Bindung zwischen Eltern und Kind schon frühzeitig“, erklärt sie. Auch sanftes Wiegen könne beim Einschlafen wirksam sein, da es die Bewegungen im Mutterbauch nachahmt und das Baby beruhigt. „In den ersten Monaten haben die Kinder noch keinen geregelten Schlaf-Wach-Rhythmus. Daher sind sie anfangs meist zu der Zeit aktiv, zu der sie geboren wurden“, erläutert die Fachfrau. Im Vordergrund stehen anfangs vor allem stabile Rhythmen, insbesondere der Tag-Nacht-Rhythmus, an den das Kind sich gewöhnen muss.

Keine Experimente: Abendritual sollte immer gleich ablaufen

Das Abendritual sollte möglichst immer gleich ablaufen, auch sollten die gleichen Bezugspersonen das Baby beim Einschlafen begleiten. Außerdem sollten sich die Eltern genügend Zeit nehmen, steht Mama oder Papa unter Stress und Zeitnot, überträgt sich das auf das Baby. Wenn das Einschlafen des Nachwuchses partout nicht gelingt, sollte man jemanden um Hilfe fragen und nicht zwanghaft versuchen sich zu entspannen. „Damit ist keinem geholfen“, ist sich Steppat sicher. Dann könne jemand einspringen, der das Baby gut kennt, wie die Großeltern oder enge Freunde.

Mitternachtssnack? Besser nicht!

Vor dem Zubettgehen sollte immer etwas passieren, bei dem das Baby passiv sein kann, etwa indem die Eltern etwas vorlesen oder vorsingen. Weiter raten Experten dazu, dass man eine feste Zeitspanne für das Abendritual einplant, beispielsweise ein festes Zeitfenster von etwa zehn Minuten. Durch ein Ritual, das zu lange dauert, werden die Kleinen eher zum Spielen animiert. Monotone Abläufe sind darüber hinaus wichtig. Ein Mitternachtssnack ist übrigens nicht zu empfehlen, davon werden Babys eher wach, gesunde Kinder müssen nachts nicht unbedingt trinken. Die letzte Mahlzeit sollte auch mindestens 30 Minuten vor dem Zubettgehen beendet sein. Dagegen gibt es gegen das Stillen keine Einwände: Danach sind Babys oft ruhig und zufrieden. Die Babys würden durch das Stillen oft besonders schnell müde, so Susanne Steppat, denn in der Muttermilch sind beruhigende Stoffe enthalten.

Gefühl von Sicherheit – wichtig zum Einschlafen

Das Wichtigste, damit Babys beruhigt einschlafen können, ist Sicherheit. Einerseits vermittelt dies das besagte Ritual, anderseits ein fester Ort, wo das Kind schläft, etwa im Elternbett oder im Kinderzimmer. Das Kleine muss erkennen, je älter es wird, dass es alleine einschlafen kann, nur so wird Selbstständigkeit und eine Abnabelung von den Eltern erreicht. Es kann dagegen später zu Unselbständigkeit führen, wenn der Nachwuchs das Nähebedürfnis der Eltern befriedigen soll.

Weitere Informationen finden Sie hier: Schlaf Kindchen schlaf - Abendrituale helfen beim Einschlafen und auch hier: Schon Babys lieben Einschlafrituale

Zuletzt überarbeitet: Oktober 2022

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