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Geschrieben von DK-Ursel am 14.10.2016, 11:43 Uhr zurück

Re: Telefonieren - eine Anekdote aus meiner Jugend

Hej allesammen!

Meinen Kursisten erzähle ich immer wieder,d aß oft die Aussprache, der Wortakzent, wichtiger sind als 100% richtige Grammatik - je besser die ist, umso schöner, aber ohne gute aussprache wird das auch nichts.

Ich erinnere mich an die dt. Anfänge meines Mannes, der mit seinem - fast vergessenen und daher eher rudimentären - Schuldeutsch zu mir nach Dtld. zog.
Wir hatten damals einen Freund aus Chile, der schon länger in Dtld. lebte und die dt. Sprache grammatikalisch gut beherrschte, aber eben mit spanischer Betonung und Akzent sprach.
Eine meiner kolleginnen in der Bibliothek meinte dann hatte deutlich mehr probleme, den von der Grammatik her gut sprechenden Chilenen als meinen Mann mit vielen Grammatikfehlern zu verstehen, einfach weil eben der Akzent und die germanischen Wortakzente besser in ihr Ohr gingen.

In einem meiner jetzigen Kurse ist auch eine sehr tüchtige Vietnamesin, die mit der Grammatik - i mgegensatz zu den meisten Dänen - nicht die geringsten Probleme hat, die aber heftig mit der Aussprache kämpft und oft nur sehr schwer zu verstehen.
Und die Dänen, die meistens kein ordentliches dt. AAAA, sondern eine Mischung zum Ä hin sprechen (wie es im Dänischen auch oft möglich ist und eben KEIN ä bzw. æ ist), die sind auch schon enorm schwer zu verstehen, wenn sich im deutschen Satz die ä-s häufen.

Von daher: Ich verstehe Deine Erklärung sehr, trini, genauso erfahre ich es beinahe täglich!

Gruß Ursel, DK

 

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