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von Herbstsonne30  am 27.09.2013, 23:27 Uhr

Satz auf einer Einladung macht mich stutzig

Unsere Stadtbibliothek hat im Sommer für Grundschulkinder eine Leseaktion durchgeführt. Jedes Kind, was teilgenommen hat, kann etwas gewinnen. Für die Verlosung gab es eine persönliche Einladung per Post.

Nun steht auf der Einladung folgender Absatz:

"Mit der Teilnahme an der Veranstaltung erteilt der Besucher dem Veranstalter das übertragbare Recht, Bildaufnahmen sowie mündliche Statements des Besuchers uneingeschränkt, unbegrenzt und unentgeltlich zu nutzen, zu bearbeiten und davon Aufzeichnungen herzustellen sowie diese selbst oder durch Dritte auszustrahlen und in den Bereichen der audiovisuellen Medien zu nutzen.
Für die Preisverlosung ist der Rechtsweg ausgeschlossen."


In der Schule dürfen meine Kinder für Veröffentlichungen in Zeitung oder Internet nicht fotografiert / gefilmt werden. Die Eltern können detailliert festlegen, was erlaubt ist und was nicht.
Deswegen stellen sich mir bei diesem Absatz der Einladung alle Haare zu Berge.

Leider habe ich versäumt, bei der Stadt nachzufragen, wie es sich verhält, wenn man mit diesem Absatz nicht einverstanden ist. Und die Verlosung ist schon dieses Wochenende.

Was würdet ihr machen?

1. Auf die Veranstaltung verzichten und damit dem Kind die Chance auf einen Gewinn zu nehmen?

ODER

2. Auf der Einladung vermerken, dass man damit nicht einverstanden ist? (Die Einladung muss als Los in die Lostrommel geworfen werden.)

 
13 Antworten:

Re: Satz auf einer Einladung macht mich stutzig

Antwort von Holzkohle am 27.09.2013, 23:46 Uhr

Der Veranstalter hat bereits kommuniziert, dass er anscheinend den Gewinner öffentlich ablichten wird, sei es durch Foto mit dem Preis auf der eigenen HP oder in einer Zeitung... Sprich, sollte Dein Kind gewinnen, taucht es irgendwo auch mit Bild auf. Hier steht ganz klar, dass Ihr Euch mit der Teilnahme an dem Gewinnspiel dazu VERPFLICHTET, Fototerminen usw. zuzustimmen. Wenn Ihr das nicht möchtet, fällt in meinen Augen damit die Teilnahme am Gewinnspiel flach.. zumindest sehe ich das so, wenn es keine Auswahlmöglichkeit gab (ja, nein, weiß nicht... )

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Re: Satz auf einer Einladung macht mich stutzig

Antwort von Berlinga am 28.09.2013, 0:25 Uhr

Find ich jetzt auch nicht schlimm, zudem ist es auch schön für ein Kind mal in der Zeitung abgebildet zu sein. Man kann es auch übertreiben.

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Ich würde dann lieber etwas anderes schönes mit meinem Kind machen, das sagt mir nicht

Antwort von Sonnenkinder22 am 28.09.2013, 0:26 Uhr

Hallo,
sorry - ich würde dann lieber etwas anderes mit meinem Kind machen,
mir pers. sagt das gar nicht zu.
Ganz im Gegenteil.
Da kann man ja alles draus machen, das ist mir nicht übersichtlich genug.
Gruß
Jule

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PS: Zumindest wenn ich es nicht zulasse das es in der schule fotografiert wird....

Antwort von Sonnenkinder22 am 28.09.2013, 0:29 Uhr

... Ich pers. vertraue der Schule mehr und wenn ich es da nicht erlaube, kann ich es da auch nicht erlauben.

Hop oder Top !!!!

Allerdings gebe ich zu, das meine Kinder in der Schule fotografiert werden durften (Grundschule), ich habe das etwas lockerer gehandhabt.

Gruß
Jule

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Re: Satz auf einer Einladung macht mich stutzig

Antwort von binesonnenschein am 28.09.2013, 6:45 Uhr

Offensichtlich will der Veranstalter etwas über die Verlosung berichten mit Foto des Gewinners. Er hält sich danei alle Medien offen. In meiner Jugend wäre das die Lokalseite der Zeitung unseres kleinen Städtchens gewesen und man wäre danach 2 Wochen lang von jedem darauf angesprochen worden weil natürlich die ganze Stadt diese Zeitung liest.

Heutzutage kann das Medium aber auch das Internet sein, wahrscheinlich die "Aktuell-Seite" der Bibliothek oder evtl. Die Lokalnachrichten der Stadt. Das ist eben die heutige Situation. Das muss man nicht gut finden und man kann sein Kind davor schützen, aber ich denke auch, dass man dem Kind auf der anderen Seite einiges schöne verwehrt. Ich denke an meine Kindheit zurück, wo ich es in einer Sportart zu einer überregionalen Größe brachte und daher mindestens 10x im Jahr in irgendeiner Zeitung oder speziellen Zeitschrift erwähnt wurde. Oft mit Bild. Einmal kam sogar ein Interview und Bericht. Meine Eltern haben alles ausgeschnitten und aufgehoben. Es wäre schwierig geworden, das zu vermeiden.

Muss ja jeder selber entscheiden, aber ich finde Paranoia ist nicht angebracht und frage mich was mit einem Foto, auf dem Bibliotheksangestellte plus ein grinsendes Kind mit Buch in der Hand geschehen sollte.

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Ich verstehe es nicht

Antwort von Strudelteigteilchen am 28.09.2013, 7:30 Uhr

Was glaubst Du eigentlich, warum irgendein Veranstalter - egal, ob das die Stadtbibliothek oder eine Firma ist - sowas macht? Denkst Du wirklich, die machen das aus reiner Nettigkeit? Oder als Selbstzweck?

Natürlich will man mit sowas Werbung machen. Auch die Stadtbibliothek lebt letztendlich davon, daß die Menschen auf sie aufmerksam werden und sie mit solch positiven Aktionen verbinden. Also hat sie nix davon, wenn sie die Preisverleihung im stillen Kämmerlein macht. Sie will, daß die Aktion öffentlich wird. Und dafür braucht man Medien jeder Art - und wenn es nur die Dorfzeitung mit ihrem winzigen Internetauftritt ist.

Insofern finde ich es etwas naiv, sich erst jetzt daran zu stören. Mir ist bei JEDEM Preisausschreiben, bei JEDEM Wettbewerb bewußt, daß das Öffentlichkeit bedeuten kann - und ich überlege mir vorher, welchen Umfang das in dem speziellen Fall annehmen könnte, und ob es mir das Wert ist.

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Re: Satz auf einer Einladung macht mich stutzig

Antwort von Ebba am 28.09.2013, 10:25 Uhr

Auf der Einladung zu vermerken, dass du nicht einwilligst in Übertragung der Bildrechte pp macht wenig Sinn, denn sobald du den Vereanstaltungsraum betrittst erklärst du dich damit einverstanden, dass Fotos und Interviews veröffentlicht werden dürfen. "Mit der Teilnahme an der Veranstaltung ..." Es können ja durchaus schon im Vorfeld der Verlosung Bilder gemacht werden. Sollte das Los deines Kindes dann gezogen werden hat der Veranstalter vmtl zwei Moglichkeiten: er akzeptiert deine Nichteinwilligung und macht kein Foto oder der schmeisst das Los zurück in die Trommel.
Wenn du vermeiden willst, dass Fotos veröffentlicht werden, dann solltet ihr IMHO nicht teilnehmen. Alles andere wäre auch dem Veranstalter ggü nicht fair, der ja mit der Aktion werben will u. nicht aus reiner Menschenliebe Bücher etc. verschenkt. Die Erteilung der Einwilligung ist eben der Preis. Wiel las ich kürzlich sinngemäß:

Wenn dich etwas nichts kostet,
dann bist du nicht der Kunde, sondern die Ware.

Allerdings fände ich es, trotz einer gewissen Paranoia, nicht bedenklich der Stadt bzw. der Stadtbibliothek als Veranstalter eine solche, zugegeben ziemlich umfassende, Einwilligung zu erteilen, ginge ich davon aus, dass hier mit den Bildern kein Schindluder getrieben würde.

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ich versteh das so:

Antwort von Christine70 am 28.09.2013, 10:58 Uhr

Wenn z. b. dein kind gewinnt, dann wird es fotographiert und kommt in die zeitung, vielleicht auch zusammen mit den ersten drei gewinnern. so ist das üblich. sie werden dann als bildunterschrift auch namentlich genannt.

und es kann durchaus auch sein, daß z. b. ein anderes medium, wie das Regionalfernsehen einen bericht zeigt, und da kann es sein daß dein kind gefilmt und interviewt wird und dies dann im regionalfernsehen gesendet wird. auch logisch.

oder eben auch die homepage der zeitung im internet. bei uns werden solche berichte auch online gestellt. also wieder ein anderes medium.

DAS ist damit gemeint. man kann aber schon auch sagen, daß man z. b. nicht möchte, daß der vorname oder nachname ausgeschrieben wird. dann steht da eben nur: 1. Platz Detlev S.

meine kinder waren auch schon in der zeitung, schon alleine wegen der feuerwehrtätigkeit, und ich hab da kein problem damit

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Re: ich versteh das so:

Antwort von DK-Ursel am 28.09.2013, 11:30 Uhr

Hej allesammen!

Ich kann zwar verstehen, daß man vorsichtig mit Bildern und Privatem im Internet ist, heutzutage.
Aber ich denke gerade an meine in dieser Beziehung anscheinend extrem dänische Tochter, die meine Empörung über die Snowdon-Enthüllungen absolut nicht versteht und mit "Itypisch deutsch! hr Deutschen seid aber auch sehr paranoid" kommentierte.

Ich glaube, z.T. hat sie Recht, bes. wenn ich das dann mit einer Veranstaltugn wie dieser lese.

Natürlich ist die Zeitung früher nach 3 Tagen Altpapier und nicht mehr auffindbar gewesen, trotzdem:
Ein Pädaophiler oder sonstwer (wer?) sucht sich im Netz dann dch wohl eher die Bilder, die ihn mehr "ansprechen", als die Ablichtung bei einer Preisverleihung.
Ich gehe mal davon aus:
Selbst wenn abrufbar, ist das Bild bald vergessen in der Flut - immerhin seid Ihr ja nicht die einzigen Angebildeten an diesem Tag.


Viel schlimmer finde ich, was ich hieru nd anderswo (auf FB bin ich u.a. auch deshalb schon gar nicht) lese.
und in der Tat hat mein Mann jemandem, der sich absolut sicher kaschiert fühlte, bereits bewiesen,daß sogar er ohne böse Absicht und viele techn. Mittel herausfinden kann, wer er ist.
Die privaten Probleme und Ärgernisse, die hier und anderswo oft gepostet werden, finde ich viel gefährlicher und intimer als ein Preisverleihungsphoto der Stadtbücherei oder ein Sportphoto der Schule.
Damit habe ich absolut kein Problem, wohl aber, wenn jemand die Windelprobleme, Liebeskummersorgen oder eigene Ehekrisen und sexuelle Vorlieben postet.
Denn DAS kann durchaus zurückverfolgt werden, ohne Problem - und ist viel aussagekräftiger als das fröhliche Lachen meines Kindes auf dem Photo.

Paraoia - und man kann es auch - an falscher Stelle - übertreiben.

Ein Widerspruch, ein Nicht-Gewähren der Einwilligung bringt Dir gar nichts.
Die Stadt hat sich gegen Klagen abgesichert und jeder, der mitmacht, akzeptiert die Teilnahembedingungen - es steht Dir da nicht zu, die Bedingungen zu ändern und der Stadt(bücherei) zu diktieren.

Ich wünsche Deinem Kind viel Spaß und Glück!
Gruß Ursel, DK

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Preisausschreiben sind IMMER Werbeveranstaltungen

Antwort von und am 28.09.2013, 12:38 Uhr

Normalerweise wird aber auch gleich zu Beginn der Teilnahme darauf hingewiesen und nicht erst kurz vor der Preisverleihung.

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Re: Preisausschreiben sind IMMER Werbeveranstaltungen

Antwort von DK-Ursel am 28.09.2013, 13:24 Uhr

Hej!

ich dekne, die Ausgangsposterin schreibt selbst, sie habe es versäumt, sich rechtzueitig zu kümmen - also hat die Stadt doch keine Schuld.
WANN jemand die Bedingungen liest, ist sein problem und nicht das des Aussenders.

Gruß Ursel, dK

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Ich seh das wie Ursel...

Antwort von MM am 28.09.2013, 14:48 Uhr

... - Gruss, M.

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Danke für Eure Antworten

Antwort von Herbstsonne30 am 28.09.2013, 22:22 Uhr

Ob man das eigene Kind (mit Name / ohne Name) in Printmedien, im Internet oder auf Datenträgern wiederfinden möchte, wollte ich hier nicht diskutieren. Es kann diverse Gründe geben, warum das jemand nicht möchte.

Dass jeder Veranstalter mit einem Gewinnspiel einen bestimmten Zweck verfolgt, ist mir auch klar.
Aber die Leseaktion war nicht von Beginn an als Gewinnspiel ausgelegt. Kind wurde in den Sommerferien in der Bibliothek gefragt, ob es mitmachen möchte und hat zugestimmt. Es ging darum, eine bestimmte Anzahl Bücher zu lesen und Fragen dazu zu beantworten.
Ich habe dazu nichts Schriftliches, keine Teilnahmebedingungen, auch nichts unterschreiben müssen. Erst nach den Ferien kam die persönliche Einladung zur Preisverlosung mit diesem Satz am Briefende.

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