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Geschrieben von agnes9999 am 19.04.2006, 17:38 Uhr

noch eine frage/ auch unbedingt mit an schwopapa

wie ist die mentalität der bawüler so? ich weiß, dass da auch noch kleine, interne kriege zwischen ba und wü ausgefochten werden. aber zöge ich in eine kleinstadt oder gar in ein dorf. wie könnte man "deren herzen knacken"? Muss dazu sagen, dass wir einen großen, fröhlichen familien- und freundeskreis haben und es mir auch nicht zu blöd wäre, einen herrn zuerst zu grüßen, wenn er meint, dass sich das für ne zugezogene gehört...
gibt es da eher verachtung oder geringschätzung sachsen gegenüber oder zählt einfach auch nur, dass der ton die musik macht?

 
11 Antworten:

Re: noch eine frage/ auch unbedingt mit an schwopapa

Antwort von Svenja02 am 19.04.2006, 18:19 Uhr

Hallo, nochmal !

Ich selber komme zwar nicht aus Sachsen, aber mein Mann ( aus Werdau bei Zwickau ) und hier am Wohnort kenne ich auch einige. Ich wohne auch nicht in BaWü sondern im Ahrtal in RLP, aber hier wohnen viele aus den neuen Bundesländern und im KiGa sind auch einige aus Sachsen. Ich denke, der Ton macht die Musik und die Zeiten, wo man über den sächsischen Dialekt "hergezogen" hat, sind hoffentlich vorbei. Ich glaube allerdings, das man es in Kleinstädten einfacher als Zugezogener hat als in einem 500 Seelen Dorf ( aber das trifft wahrscheinlich auf alle Landstriche in D-Land zu )
Und du hast Recht ( in deinem vorherigen Posting ) - Dresden ist ein Traum und den aufzugeben würde mir auch schwer fallen.

LG Petra

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Re: noch eine frage/ auch unbedingt mit an schwopapa

Antwort von maleja am 19.04.2006, 18:48 Uhr

Hallo Agnes,

hab Dir oben mal meine Addy hinterlegt.

Wir Schwaben sind schon ein eigenes Völkle. *gg. Aber jeder, den es hierher verschlagen hat (habe inzwischen auch eine gute Freundschaft mit einer Familie, die vor 3 jahren berufsbedingt aus Erfurt hierher zog), ist begeistert von "uns". Ichmuss dazu sagen, dass ichin einer größeren Kleinstadt wohne, die wirklich superschön und toll ist. Schreib mir und ich schick Dir nen Link.

Über die Kinderbetreuungsangebote kann man sich streiten. Ich finde sie noch zu dürftig, es wird aber daran gearbeitet, *gg.

Wir sind zuerst ein wenig eigen. Aber wen man uns näher kennt, sieht man, dass wir sehr herzliche liebe Menschen sind. Ohne Flachs. Meine ich voll im Ernst so wie ich es schreibe.

Allerdings würde ich es mir trotzdem überlegen, auf´s Dorf zu ziehen. da ist es nach wie vor noch so, dass man schlecht ZUgang findet. Aber auch da gibt es solche und solche Dörfer.

Wie gesagt, schreib mir und ich werde Dir Näheres schreiben.

Grüßle Silvia (30 km von Stuttgart entfernt)

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Noch was

Antwort von maleja am 19.04.2006, 18:51 Uhr

Falls mein Sohn einen Studiumsplatz in DD bekommen sollte, könnte er ja dann Eure Wohnung nehmen *ggggg
Ich hoffe nämlich, dass er entweder in DD oder L einen Platz bekommt (wird über die ZVS vergeben). Mir gefallen diese Städte so gut und ich denke, sie sind in den Lebenshaltungskosten noch ein wenig günstiger als hier.
Ach ja, da wird Dich wahrscheinlich erst einmal der Schlag treffen, wenn Du das erste Mal einen Kaffee trinken gehst. Aber vielleicht sind die Preise inzwischen in ganz Deutschland gleich.

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Re: noch eine frage/ auch unbedingt mit an schwopapa

Antwort von Gerald am 20.04.2006, 0:10 Uhr

Also ich bin auch nach fast 10 Jahren Exil immer noch nur ein "Neigschmeckter".

Andererseits werde ich mit den Eingeborenen hier eh nicht wirklich Grün und da ich , so ich jemals mal in Rente gehen sollte, noch am selben Tag hier die Segel streichen und aus Schwabistan auf nimmerwiedersehen verschwinden werde stört mich das nicht wirklich.

LG Gerald

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@Gerald - das mit dem "Neigscheckta"

Antwort von Schwoba-Papa am 20.04.2006, 8:28 Uhr

wird sich auch nie ändern ! Aber mal ehrlich : Man wird durch Zuzug auch nicht Sachse, Hanseat, Bayer oder Friese ! Jeder hat seine Wurzeln und deine liegen außerhalb "Schwabistan" !

Grüßle

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Also ich kann nur von meinen "Dunstkreis" berichten

Antwort von Schwoba-Papa am 20.04.2006, 8:39 Uhr

sprich schwäbische Kleinstadt ländlich geprägt ! Begrenzt offen gegenüber Fremden, sofern sie sich durch Eigeninitative integrieren. Viel Vereinsmeierei, viel Traditionen und leichte konservative Tendenzen.

Der Schwabe ansich ist aber schon offen, auch eher interessiert, nicht oberflächlich (Ein Schwabe als Freund ist ein Freund fürs Leben) aber auch oft maulfaul !
Es gibt bei uns Redewendungen die viel Wahrheit beinhalten wie "Nicht geschimpft ist genug gelobt" und so ist der gemeine Schwabe gern :-)

In unserer Stadt würdest Du die Herzen knacken indem Du dich integrierst : Im Sportverein mitmachst oder bei einer Faschingsgruppe als Hästräger z.B.
Das ist Tür und Tor zu einem sozialen Umfeld und einem Freundeskreis.

Freunden von uns sind aus beruflichen Gründen vor ein paar Jahren hierhergezogen (kommen auch aus Sachsen, Nähe Zwickau) und sind sehr zufrieden hier. Vorallem gefällt ihnen die Umgebung sehr. Es geht also :-)

Grüßle

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Re: noch eine frage/ auch unbedingt mit an schwopapa

Antwort von wassermann63 am 20.04.2006, 8:40 Uhr

HAllole,

wie du am -le unschwer erkennen kannst, komme ich auch aus Bawü (also in einer Großstadt in Wü geboren und jetzt in einem Dorf (also Vorort einer Kleinstadt) in Ba lebend) und kann dir so viel sagen:

In Ba und Wü und sonst auch macht der Ton die Musik. Und hier wie dort wie überall gilt: wo ich laut und womöglich falsch auf die Pauke schlagend hinkomme, bekomme ich eine ähnliche Resonanz zurück ;-) So ganz nach dem Motto: wie's in den Wald hinein ruft...

Oder wo man - ganz im Gegenteil - gaanz kleinlaut und unhörbar auf seiner Flöte säuselnd hinkommt, wird man auch nicht viel Resonanz zurück erhalten. Ich denke da z.B. an so manche Mütter, die - egal, wo sie herkommen - nur flüsternd mit ihren Kindern sprechen und furchtsam und verschlossen um sich schauen.. Da fällt es einem natürlich schwer, offen und freundlich auf selbige zuzugehen.

Oder wenn wahrscheinlich hier geborene "Ausländerinnen" (z.B. Kroatinnen oder so) lautstarkst in perfekt badischem Dialekt rumgrölen, dann rollen sich mir hier auch die Zehennägel hoch.

Es gilt, wie immer: der goldene Mittelweg ist der richtige. Sei wie du bist und wenn du nicht grade ein Menschenfeind bist, wirst du nirgends Probleme haben.

Auch nicht bei den etwas verschlossenen *schmunzel* Schwoba.

LG
Jacky

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Danke @all

Antwort von agnes9999 am 20.04.2006, 13:08 Uhr

...für die freundlichen postings. befass mich heute schon den ganzen tag u.a mit einem glaube 36-seitigem amtsblatt einer bw-stadt. ja, vereinsmeierei ist eigentlich gerade nicht unser ding, weil uns manches etwas dekadent erscheint. wir sind uns aber einig, dass es für manches einfach auch nur aus einsicht ein muss gibt. mein mann würde den schützenverein (war mir eigentlich klar: den festumzug vielleicht absagen, aber sonst bissel in der gegend rumballern) und den radfahrklub nehmen. ich gehe mit in den fahrradklub und such mir noch ein "mädelprogramm" wie nen kochkurs "backen ohne mehl". ich glaube schon, dass das in kleineren städten und gar noch auf dörfern gang und gebe ist. in sachsen ist es auch nicht anders. nichts geht ohne freiwillige feuerwehr z.b., wobei: ich las vorhin, dass die dieselbe rufnummer hat wie unsere in dresden ;)

letzte frage (für heute vielleicht): was ist HOCKETSE oder so ähnlich? dem erklärenden sage ich dann auch, was man mit nem Hader machen muss, wenn man mit der Bäbe in der hand von der Hitsche gefallen ist...
danke noch mal und lg Agnes

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Re: Danke @all

Antwort von Schwoba-Papa am 20.04.2006, 13:28 Uhr

eine Hocketse ist eine öffentliche Veranstaltung kleineren Formates , einfach ausgedrückt: Ein gemütliches Beisammen sein bei Speis und Trank, meist unter freiem Himmel oft in Verbindung mit Weinfest oder Stadt- bzw. Dorffest oder auf Vereinsbasis :-)

Grüßle

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@Schwoba-Papa

Antwort von agnes9999 am 20.04.2006, 13:37 Uhr

danke dir! klingt gemütlich, bissel wie sächsisches weinfest oder in einem der dresdner biergärten. ich freu mich auf so ne hocketse...
falls es dich interessiert: ein hader ist ein wischlappen für die böden, eine bäbe ist ein rührkuchen und ein hitsche ist ein kleines fußbänkchen. also aufwischen oder wegwischen müsstest du bei oben genannter konstellation.

ich fragte aber oben (mit hochgezogenem thread) noch mal nach einem konfessionellen muss. erfreut nahm ich beim lesen der i-net-seiten schon zur kenntnis, dass die welt nicht bei röm./kath. aufhört. kannst du bitte noch mal lesen?
lg agnes

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*lach*

Antwort von Schwoba-Papa am 20.04.2006, 13:51 Uhr

obwohl mein Städtchen zu 90% katholisch ist, werden weder Anderstgläubige gesteinigt, noch Zwangskommuniziert :-)

Bin selbst kein Mitglied mehr und lebe damit recht angenehm, außer einmal als meine Tante ihre Taufe ihres Kindes (meines Cousins) anmeldete, da wurde ausdrücklich darauf hingewiesen das ich als Pate ausfalle :-)

Es werden aber sämtliche traditionellen kath. Feiertage im Ort ausgiebig mit allem Klimmborium begangen.

Grüßle

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