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Geschrieben von Nr. 3 am 20.10.2005, 16:16 Uhr

Kopftuchdiskussion

Mal ne andere Frage zum Thema:
Wer vor kopftuchtragenden muslimischen Lehrerinnnen und anderen muslimischen Frauen mit Kopftuch angst hat, hat der dann auch Angst vor Christinnen mit Kopftuch? Und hält er sie für unterdrückt, oder sind sie (auch) eine Bedrohung?

Bin mal gespannt...

Stephanie

 
15 Antworten:

Re: Kopftuchdiskussion

Antwort von Moneypenny77* am 20.10.2005, 16:25 Uhr

Die Frage stelle ich mir auch immer. Bei einer kopftuchtragenden Muslimin handelt es sich um ein nicht-tolerierabres religiöses Symbol, bei einer Omi-Christin um einen Kopfschutz.

Was sind denn Baseball-Caps und Piratentücher für Symbole?

Reißen wir den Muslimen diese Kettchen, die einige immer in der Hand tragen aus der Hand?

Ich hätte keine Angst davor, wenn mein Sohn von einer Lehrerin mit Kopftuch unterrichtet wird. Sie wedelt ja nicht automatisch mit dem Koran vor seiner Nase herum oder rollt mitten in der Unterrichtsstunde ihren Teppich aus um gen Mekka zu beten. Und ich denke, daß religiöse Erziehung unsere Aufgabe als Eltern ist. Wenn ich "will", daß mein Sohn katholisch aufwächst ist es meine Aufgabe, ihn in dieser Religion zu festigen und ihn nicht "zugänglich" für irgendwelche "Lehrer" zu machen (ist nicht böse gemeint, aber als Eltern sollte man da doch einfach tieferen Einfluss auf sein Kind haben).

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Re: Kopftuchdiskussion

Antwort von nenna1 am 20.10.2005, 16:31 Uhr

hallo,

habe keinen der beiträge vorher gelesen, hoffe ich wiederhole nicht zuviel.
vorneweg jeder kann ein kopftuch tragen, wenn er das möchte und auch jeden grund anführen, warum er das tut,
solange er das privat macht, sprich in staatlichen einrichtungen hat das nichts zu suchen.
das kopftuch hat mit der religion des islam nichts zu tun. es ist nicht, wie das kreuz der christen, welches in bayern in den schulen hing, ein symbol, das man anbetet.
es ist vielmehr eine überzeugung der trägerin ( oder deren familie), dass die frau, ein sexuelles wesen ist und das kopftuch soll das unterdrücken und somit wird auch die frau unterdrückt. es ist auch ein zeichen dafür, dass der islam, im gegensatz zum christentum keine reformation hinter sich hat, denn vor der reformation und leider auch teilweise heute, wurde die frau auch im christentum unterdrückt.kurz gesagt eine erzieherin und lehrerin sollte das nicht in der schule vermitteln.
das ist nicht intolerant, sondern konsequent, denn politische oder religiöse oder allgemein gesprochen private ansichten haben in der schule nichts zu suchen.

liebe grüsse nenna

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Re: Kopftuchdiskussion

Antwort von 3 mal mami am 20.10.2005, 16:44 Uhr

Hm prinzipiel stimm ich dir zu dass das so nicht vermittelt werden soll , aber du sagst private ansichten haben in der schule nichts zu suchen

aber dann dürfte man sich auch im übrigem nicht kleiden wie man privat gekleidet ist , oder?

Ich denke Kinder sehen hinter dem kopftuch nicht diese unterdrückung , daher kann es doch so auch nicht direkt an die kinder übermittelt werden , wenn man es aber zu hause seinen kindern einredet dass das unterdrückung ist, dann schon

ich weiß "einredet" war unpassend ich wusste es aber nicht anders zu formulieren

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Sehe das wieder einmal wie Moneypenny

Antwort von tinai am 20.10.2005, 16:46 Uhr

Ich bin in dieser Diskussion auch immer eher zurückhaltend.

Solange es sich um einzelne in "Vorbildfunktion" handelt, die Kopftuch tragen, kann mich das nicht stören! Auch nicht als Emanze.

Wenn es allerdings soweit geht, dass sie Männern nicht die Hand geben, weil ihnen das der Koran verbietet, geht mir das zu weit (habe ich schon erlebt), wenn es Lehrerinnen oder Erzieherinnen sind.

Ich bin gespalten!

Baseballkappen haben meines Erachtens in Klassenzimmern auch nichts zu suchen!

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Re: Kopftuchdiskussion

Antwort von nenna1 am 20.10.2005, 16:48 Uhr

private ansichten war wohl auch doof for,formuliertt.
ich meine damit ein lehrer darf ja auch nicht in der schule vermitteln, wenn er kommunist ist oder zeuge jehovas oder so. das meinte ich

liebe grüsse nenna

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wer behauptet das denn immer ?

Antwort von Schwoba-Papa am 20.10.2005, 16:51 Uhr

Und bringt den unmittelbaren Zusammenhang zwischen Kopftuch und Unterdrückung auf den Tisch ?

Kopftuch ist Symbol für Unterdrückung !
Wirklich ?

Also ich denke eine Frau türkischer Abstammung oder Islam-konvertiert die bei uns in der Schule unterrichtet oder im Kindergarten betreut ist so helle und zumindest teilemanzipiert das sie sich nicht mit Unterdrückungssymbolen schmückt.

Auf der anderen Seite sieht man immer weniger Frauen mit Kopftuch, ist das nun ein Zeichen das die Unterdrückung bzw. das Partriarchat sich dem Ende neigt ?

Ich halte das Kopftuch als Zeichen der weiblichen Unterdrückung immer noch für Wunschdenken von Emanzen !

Grüßle

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Re: wer behauptet das denn immer ?

Antwort von nenna1 am 20.10.2005, 16:56 Uhr

also dann lass uns das doch mal aufschlüsseln.
eine frau trägt kopftuch verschleiert ihre haare. was für gründe gibt es die haare zu verschleiern?
haare sind das symbol für weiblichkeit. wenn ich diese verschleiere, unterdrücke ich doch meine weiblichkeit. oder nicht?n und vermittel doch damit auch, ganz naiv gesagt, dass es nicht in ordnung ist eine frau zu sein.

liebe grüsse nenna

grüsse

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Re: wer behauptet das denn immer ?

Antwort von 3 mal mami am 20.10.2005, 17:03 Uhr

Ob Unterdrückung mit dem kopftuch zusammen hängt??
Hm also interessant finde ich das selbst moslems sehr unterschiedliche Gründe nennen warum es getragen wird.

Fakt ist aber auch , dass auch frauen ohne Kopftuch durchaus unterdrückt werden.
Egal ob mit oder ohne was hinter geschlossenen Türen abgeht weiß niemand!

Jeder hat da auch seine eigene Schmerzgrenze.So haben Frauen die gerne ihr Kopftuch tragen sicher nicht das Gefühl unterdrückt zu sein! Vll weil ihnen falsche tatsachen von kind auf eingeredet wurden oder weil sie es nicht merkt dass sie unterdrückt wird??

Fakt ist: eine frau die gerne und mit stolz ein kopftuch trägt , kann gar nicht den eindruck erwecken dass sie unterdrückt wird.

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Interessante Seite!

Antwort von Frosch am 20.10.2005, 17:23 Uhr

http://www.jur-abc.de/de/30105005.htm

LG Antje

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Häh ???????

Antwort von Schwoba-Papa am 20.10.2005, 17:28 Uhr

Dann schämen sich also alle kopftuchtragende Frauen ihres Geschlechts ? Hey, das glaubst Du doch selbst nicht !

Wäre echt schön mal wirklich zu hören welche Gründe die kopftuchtragenden Frauen haben !

Grüßle

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wer hat das wort schämen geschrieben?

Antwort von nenna1 am 20.10.2005, 17:34 Uhr

Welche Folge ergibt sich denn ganz naiv gedacht daraus, wenn man seine Haare mit einem Kopfttuch verdeckt.
Man verschleiert ein Symbol für die Weiblichkeit, neutral ausgedrückt.

negativ ausgedrückt, man unterdrückt seine Weiblichkeit.

positiv ausgedrückt, man möchte ernst genommen werden als mensch, nicht als frau

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Danke Antje ! Interessant !

Antwort von Schwoba-Papa am 20.10.2005, 17:36 Uhr

also hat das Kopftuch für die Muslime was, wie die Doc Martens für den Punk ?

Als Bekenntnis zu einer Sache/Einstellung/Religion ?

Ich hab langsam den Verdacht das diese s.g. feminime Unterdrückung auf dem Mist von liberalen westl. Frauen gewachsen ist, die zwar Hosen tragen aber deswegen zuhause noch lange nicht selbige anhaben !

Grüßle

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Meinst Du die muslimischen oder christlichen?

Antwort von Nr. 3 am 20.10.2005, 17:46 Uhr

Ich könnte Dir nicht "Die" Gründe aller Kopftuchtragenden Christinnen nennen, das ist wahrscheinlich nicht unbed. einheitlich, aber zumindest meine, habe nur Angst, hier dann völlig falsch verstanden zu werden. (Ich werde definitiv NICHT unterdrückt ;-) )

Stephanie

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Nachtrag

Antwort von Schwoba-Papa am 20.10.2005, 17:54 Uhr

es war zur Zeit der Atatürkschen Reformen bei uns in den Kirchen durchaus noch üblich für die Frauen Kopftuch zu tragen. Ebenso saßen bei den Katholiken die Männer und Frauen in unterschiedlichen Reihen. Also meine Oma kannte es zumindest noch so !

Grüßle

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Re: Nachtrag

Antwort von Moneypenny77* am 20.10.2005, 18:13 Uhr

Und der Knigge sieht vor, daß "Lady" als die Kirchen mindestens kniebedeckt und nicht zu offen betritt sowie das bei Festlichkeiten wie Hochzeiten und Taufen ein Hut getragen wird.

Ich halte mich daran und fühle mich nicht unterdrückt.

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