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Geschrieben von EarlyBird am 29.06.2017, 19:38 Uhr

Das sehe ich total anders

Hi, naja beim Tod scheiden sich die Geister. Aber in Punkto "mit Kindern über den Tod sprechen" sind sich mW alle Experten einig: man sollte Kindern nicht erklären das man selber als Elternteil nicht (ver-)sterben könnte. Und wenn dein Kind im Alter von 5 Jhren explizit danach fragt, sollte man bei der Wahrheit bleiben. In diesem Alter erschließt sich für Kinder zunehmend die Welt, sie fangen an zu hinterfragen und Gedanken zu Ende zu denken. Es gilt die Regel: ein Kind ist dann so weit darüber sprechen und die Wahrheit auszuhalten wenn es von selbst danach fragt.
Ich habe unserem älteren Kind auf die Frage ob ich oder Papa sterben könnten geantwortet, das wir auch nur Menschen sind und auch - sowie jeder andere - einen Unfall oder schwere Krankheit haben bzw bekommen könnten. Das wir aber versuchen gut auf uns aufzupassen und wir "normalerweise" schon alt werden und wir erst richtig alt sind wenn er längst Erwachsen ist.
Natürlich hätte er lieber gehört: Nein wir sind unverwundbar! Das entspricht aber nicht der Wahrheit, auch wir bluten wenn wir uns z.B. schneiden.

Wir können schließlich gar nicht wissen wie lange wir leben. Wir können nicht voraussehen ob wir morgen einen tödlichen Unfall haben oder nicht. Wenn dieser Fall eintreten sollte, dann sollte mein Kind gestärkt damit konfrontiert werden und diesen Transitionsprozess durchstehen, indem es wußte dass das passieren kann aber auch - von mir als Mama - weiß das Liebe niemals vergeht, auch wenn unser Körper - unsere Hülle - nicht mehr da ist. Verleugnung, Unwahrheiten und Verdrängung helfen dem Kind überhaupt nicht, denn der Tod ist unumgänglich und gehört zum Leben ebenso wie die Geburt dazu.
Ursel hatte das unten schon ganz schön beschrieben: Kinder nehmen idR keinen nachhaltigen psychischen Schaden allein vom Erleben (natürlich gibt es Ausnahmen!) eines "normalen" Todesfalles, sondern vielmehr von der Art wie damit umgegangen wird. Kinder müssen stark gemacht werden, ernst genommen und mit einbezogen werden.
Flunkerst du dein Kind (auch wenn du es nur gut meinst) an, das du und der Papa unverwundbar seid, wird es schon bald selbst drauf kommen dass das nicht stimmen kann und diese Notlüge bei einem solch sensiblen Thema kann noch mehr Angst machen. Und Gott bewahre - im Fall der Fälle - das gesamte Weltbild des Kindes in Mißtrauen stimmen und das Kind "geschwächt" (Mama hatte mich belogen und jetzt kann ich sie nicht mehr fragen) in diese ohnehin ohnmächtige Situation katapultieren.
Besser das Vertrauen mit der Wahrheit stärken, als das Kind durch Unwahrheiten - welche es früher oder später ohnehin durchschauen wird - in seinem Vertrauen zu schwächen.
Ich habe meinem Kind z.B. auch erklärt das man nie wirklich stirbt solange es Menschen gibt welche an einen denken. Und sollte ich irgendwann mal sterben, dann ist er dennoch nie alleine weil wir Familie sind und auch haben, und ich immer da sein werde => in seinem Kopf wenn er an mich denkt und er wissen muss das es auch mir sicher gut geht, er keine Angst zu haben braucht.
Ich habe ihm auf Nachfragen auch erklärt, das ich persönlich daran glaube, das man nach dem Tod zu seiner Familie (der Verstorbene Teil) kommt und ich dann auch sehr gerne bei derUroma und dem Uropa wäre.

Lg

 
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