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Geschrieben von Alhambra am 14.09.2016, 12:14 Uhr

Burkas sind doch problematischer als gedacht

http://www.swr.de/report/dress-to-impress-allah-wer-steckt-hinter-den-shops-fuer-verschleierte-frauen/-/id=233454/did=18105540/nid=233454/7sgnuo/index.html

Unter dem Link kann man einen ca. 10 Minuten Bericht sehen betreffend Burkas und Salafisten-Szene.

Mir persönlich ist in den letzten Wochen aufgefallen, dass hier im Rheinland/Bonn extrem viele Frauen mit Kopftüchern, also diesem Hijab - Gesicht noch zu erkennen - im Auto unterwegs sind. Ich zähle an roten Ampeln immer zum Überbrücken der Wartezeit, wie viele mit Handy am Ohr autofahren. Und dabei ist mir eben aufgefallen, dass es ein Zunahme bei den Kopftüchern gibt.

Vor einiger Zeit wurde in Bonn eine vollverschleierte Frau angehalten; zur Führerschein-Kontrolle musste dann eine Polizistin gerufen werden, weil sie den Schleier logischerweise nicht lüften wollte. Problematisch war, dass es wohl auch kein deutscher Führerschein war. Was letztlich dann daraus wurde, stand leider nicht im Artikel.
http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/stadt-bonn/Polizei-stoppt-Fahrerin-mit-Schleier-article3357080.html

Ich bin nach wie vor für ein Burka-Verbot bzw. eben gegen diese Vollverschleierung. Es schützt die Frauen nicht, es unterdrückt sie, und dank Gehirnwäsche glauben sie, sie hätten ein neue Freiheit erlangt.

 
130 Antworten:

Re: Burkas sind doch problematischer als gedacht

Antwort von 3boys am 14.09.2016, 12:25 Uhr

Mir ist auch aufgefallen, das mehr Frauen mit einem Kopftuch (keine Burka) rumlaufen als sonst. Erst habe ich gedacht, dass mir das nur auffällt, weil man durch die Medien mehr drauf achtet. Aber so ist es nicht. Ich kenne hier viele türkische Frauen und die Hälfte davon trugen sonst keinen Kopftuch.
Eine hat mir erklärt das sie es jetzt deshalb macht um den IS zu zeigen, dass sie muslimisch sei und die IS nicht dulde.

Hier laufen nur ganz wenige mit Burkas rum. Ich bin eigentlich ein tolernater Mensch, aber für mich gehört die Burka auch nirgendswo hin.

Re: Burkas sind doch problematischer als gedacht

Antwort von Alhambra am 14.09.2016, 13:04 Uhr

Die Begründung verstehe ich leider gar nicht. Wie kann man dem IS mittels Kopftuch, das man vorher nicht trug, vermitteln, dass man gegen ihn ist?

Re: Burkas sind doch problematischer als gedacht

Antwort von shinead am 14.09.2016, 13:09 Uhr

Ich habe in meinem Leben bisher 2 vollverschleierte Frauen gesehen. Die eine in der Entbindungsstation (war die Oma eines Neugeboren) und einmal in einem großen Einkaufszentrum. 2 in 10 Jahren finde ich eigentlich ok.

Generell bin ich aber für ein dauerhaftes Vermummungsverbot. Das schließt auch Vollmasken zu Karneval mit ein. Die finde ich nämlich mindestens genauso gruselig.

Re: Burkas sind doch problematischer als gedacht

Antwort von kevome* am 14.09.2016, 13:20 Uhr

Vor wenigen Tagen sah ich beim Einkaufen eine vollverschleierte Frau. Mit ihrem Kind sprach sie tiefstes bayrisch.

Ansonsten sind mir schon seit einigen Jahren hier keine Frauen mit Burka oder Nijab begegnet

Re: Burkas sind doch problematischer als gedacht

Antwort von Alexxandra am 14.09.2016, 13:22 Uhr

Ich war neulich im Bus mit meiner Tochter die einzigen weiblichen Wesen ohne Kopfbedeckung. Ist mir auch am Schulanfang gestern aufgefallen, viel mehr mit Kopftüchern. Vollverschleierte sind es nicht ganz so viele aber seit ca. einem halben Jahr sieht man deutlich mehr.

Shinead, wie schon gesagt, kommt es immer darauf an, wo man wohnt. In

Antwort von peekaboo am 14.09.2016, 13:25 Uhr

"Ballungsgebiete" sind da bestimmt anders wie im ländlichen Bereich.

Bei uns sehe ich sehr, sehr sehr viele dunkelhäutige Männer... weniger Familien

Allerdings die Frauen die ich sehe, sind meist auch verschleiert... Ich finde es "irritierend" wenn es immer so viele auf einmal sind. Also so Grüppchen, die alle aufeinander kommen und man hört kein Deutsch mehr. Nur noch ausländisch und LAUT... meistens verlasse ich dann den Laden, das ist mir einfach zu stressig.

Shinead, wie schon gesagt, kommt es immer darauf an, wo man wohnt. In

Antwort von peekaboo am 14.09.2016, 13:25 Uhr

"Ballungsgebiete" sind da bestimmt anders wie im ländlichen Bereich.

Bei uns sehe ich sehr, sehr sehr viele dunkelhäutige Männer... weniger Familien

Allerdings die Frauen die ich sehe, sind meist auch verschleiert... Ich finde es "irritierend" wenn es immer so viele auf einmal sind. Also so Grüppchen, die alle aufeinander kommen und man hört kein Deutsch mehr. Nur noch ausländisch und LAUT... meistens verlasse ich dann den Laden, das ist mir einfach zu stressig.

Re: Burkas sind doch problematischer als gedacht

Antwort von tonib am 14.09.2016, 13:28 Uhr

Vor einiger Zeit noch - drei Jahre? - habe ich hier nur vereinzelt Kopftücher gesehen und ganz, ganz selten mal ein Gewand.

Heute sehe ich morgens auf dem Weg zur Arbeit mehr Frauen mit Kopftuch als ohne, und jede Menge Gewänder, allerdings fast nie Vollverschleierung. In der Innenstadt sieht man alles, und zwar reichlich: Vollverschleierung, Gewänder, Kopftücher in allen Spielarten. Wenn tatsächlich nur jede 3. Muslima Kopftuch trägt, wie es häufig heißt, ist das mindestens die Mehrheit.

Re: Burkas sind doch problematischer als gedacht

Antwort von tonib am 14.09.2016, 13:30 Uhr

Das geht mir auch so. Sah man früher eher verschleierte oder kopftuchtragende Frauen auf dem Rücksitz in billigen Autos, gerne auch im Uralt-Mercedes, sehe ich immer häufiger verschleierte Frauen am Lenkrad teurer Autos.

Re: Burkas sind doch problematischer als gedacht

Antwort von Alexxandra am 14.09.2016, 13:32 Uhr

ist bei mir auch so, manchmal komme ich mir schon ganz komisch vor, wenn ich so "halbnackt" im Bus sitze. Da kann ich mir schon vorstellen, wie das auf nicht kopftuchtragende muslimische Frauen einen gewissen Druck ausübt. Hier wurden auch schon Väter (die türkisch oder arabisch aussahen) von anderen Fahrgästen angesprochen, warum sie ihre Töchter (alle im Grundschulalter und ohne Kopftuch) so rumlaufen lassen würden. Da hätte es fast mal eine Schlägerei gegeben.

mal ganz ehrlich

Antwort von Nesaja am 14.09.2016, 13:40 Uhr

findet ihr das nicht erschreckend?
Also was einige hier schreiben: die einzigen im Bus ohne Kopftuch, der Druck der empfunden wird, Auseinandersetzungen wegen Mädchen ohne Kopftuch...
Mein lieber man, selig sind die, die sich da noch gechillt zurücklehnen und denken: alles halb so wild.
Also mir läuft's da irgendwie bisschen kalt den Rücken runter.

Re: Burkas sind doch problematischer als gedacht

Antwort von Strudelteigteilchen am 14.09.2016, 13:40 Uhr

http://www.bento.de/politik/burka-in-deutschland-wie-viele-vollverschleierte-frauen-gibt-es-in-deutschland-773270/

Re: Burkas sind doch problematischer als gedacht

Antwort von Blueberry am 14.09.2016, 13:41 Uhr

Ich schrieb es unten in Joplins Terror-Thread schon: Ich war jetzt eine Woche in Tschechien.

Quote in einer Woche: 3 Kopftücher, 0 Burkas und auch keine Grüppchen von "Flüchtlings"männern. Da merkte man sehr deutlich die tschechische Flüchtlingspolitik bzw. die generelle Einstellung zum Islam.

Ich stehe dazu, dass ich es äußerst angenehm fand. Dass ich deswegen jetzt wieder böse bin ist mir klar, ist mir aber egal. :-)

Re: Shinead, wie schon gesagt, kommt es immer darauf an, wo man wohnt. In

Antwort von shinead am 14.09.2016, 13:52 Uhr

Ich wohne in einem Ballungsgebiet (ca. 10 km von Frankfurt).

In München Innenstadt wird man aufgrund der Medizintouristen viel mehr verschleierte Damen als hier.

In fremden Ländern bin ich auch meist ein Gruppentier (Ausflug oder mit der gesamten Familie). Das kann ich ohne weiteres nachvollziehen. Die Lautstärke ist mir so noch nicht aufgefallen...

Re: mal ganz ehrlich

Antwort von Alexxandra am 14.09.2016, 13:52 Uhr

doch mich nervt es - nicht immer, denn ich habe keinerlei schlechte Erfahrung gemacht, aber ich fühle mich mittlerweile oft ganz schön fremd in meiner Stadt.

Ich wohne in einem Stadtviertel, dass Bewohner aus allen Herren Länder hat, es ist nicht so, dass ich nur unter Deutschen gelebt habe. Meine Tochter ist seit der ersten Klasse in der Minderheit in ihrer Klasse, es gibt nur 2 deutsche Kinder (und bevor wieder jemand schreit, ich würde gar nicht wissen, ob diese Kinder nicht auch einen deutschen Pass hätten und vielleicht schon in der 3. oder 4. Generation hier leben - diese Kinder empfinden sich nicht als Deutsche, sind stolz darauf Russen oder Türken zu sein) Auch im Kindergarten war es nicht groß anders.
Wir wohnen hier schon lange, mich hat es nie gestört, aber diese Heerscharen von verschleierten Frauen und junger afrikanischer oder arabischer Männer finde ich doch irgendwie befremdlich.

Im Freizeitpark (Hier Europa Park) da sind mir sehr viele Vollverschleierte

Antwort von peekaboo am 14.09.2016, 14:01 Uhr

aufgefallen... was mich mal ziemlich verwundert hat... im "Bähnle" im EP sassen meinem Mann und mir 2 Vollverschleierte gegenüber... und beide zogen das "Unterteil" herunter, obwohl mein Mann mit im Bähnle sass.. Unterhalten habe ich mit mit Ihnen auf Englisch

2 Diskussionen ....

Antwort von DK-Ursel am 14.09.2016, 14:03 Uhr

mal wieder, seufz.

Den Bericht habe ich auch gesehen und das sind natürlich Argumente, denen man sich nicht verschließen kann und darf.
Wohingegen ich den restlichen Teil der Diskussion hier wieder einmal unter Bauchgefühl abtue, das aus Unkenntnis entsteht.
Keiner, der sich unwohl fühlt, hat gleichzeitig die Begründung zum Artikel geliefert.
Daß sich jeder wohler unter Bekanntem fühlt, daß (fast) jeder Fremdes erstmal mit Mißtrauen betrachtet, ist normal --- kann aber überwunden werden.
Wenn man möchte.
Viele (hier) möchten das gar nicht und halten an ihrem alten Bild von der Welt und Dtld. fest, egal ob es (je) paßte oder nicht.
Das ist keine konstruktive Art, Fremdem zu begegnen - auch nicht da, wo Furcht oder auch nur Mißtrauen sogar berechtigt wären.

Druck, Gruppenzwang, gab es immer schon und nicht nur bei Moslems und Kopftüchern.
Auch viele Ehrenmorde geschehen ja nur mit Blick auf die anderen.
Und kleinere Untaten schaffen auch wir westlichen Menschen mit Blick auf die manchmal bange Frage "Was denkt jetzt der Nachbar, die Schwiegermutter, das Jugendamt?"
Das ist nicht gutzuheißen, aber eben völlig im Bereich des Menschlichen und Normalen, darum gehört es eben auich nicht so erzählt, als sei es nun eine typisch moslemische Angelegenheit.
Man kann dem viel besser begegnen und entgegentreten, wenn man sich das klarmacht statt vorurteilsbehaftet so tut, als sei das ein völlig unbekannter Auswuchs einer bestimmten Menschenart.
Jedes Volk hat seine Sitten, die es ggf. auch mit "Gruppenzwang" durchzusetzen versucht -- ich denke da nur an die Stuttgarter Kehrwoche, die in meinen Studienjahren um Himmels willen nicht ignoriert werden durfte, auch nicht von den wildesten Studenten '101.

Wichtig ist doch, Hintergründe (wie in dem Bericht) zu hinterfragen.
Wichtig ist auch, die eigene Wahrnmung zu überprüfen.
ich möchte gar nicht bestreiten , daß es in gewissen Gegenden mehr Kopftuch tragende Frauen gibt; wie auch nicht, es gibt ja auch mehr moslemische Flüchtlinge seit 1 Jahr.
Ich möchte aber gleichzeitig auch berhaupten, daß man umso mehr von einer "Sorte" sieht, je mehr man sich mit dem Thema beschäftigt.
Ich sehe kaum noch Schwangere auf der Straße - nicht, weil die Dänen plötzlich kene Kinder mehr bekommen,sondern weil mein Fokus woanders ist --- als ich selbst schwanger war, traf ich an jeder Ecke Schwangere.
Auch das Thema Totgeburt-Fehlgeburt ist mir selten so oft begegnet wie damals, es mir zustieß - heute ???
Wenn ich gerade auf telefonierende Autofahrer fokusiert habe, begegnen sie mir auch zuhauf dann, wenn ich sie nicht mehr zähle usw.
Und fragt mal Zwillingsmütter.

Also --- gut trennen und sortieren. ich weiß, das fällt einigen schwerer als anderen, aber es lohnt sich.
Dann ist man evtl .auch nicht gestreßt, wenn um einen herum eine andere Sprache gesprochen wird (das kann einem im anderen Bundelasand ja auch leicht passieren --- fährt man darum weder ins andere Bundes- noch in sonstige Länder?) und man fühlt sich auch nicht mehr wohler, weil um einen herum keine "Fremden" sind.

Ein bißchen Offenheit neben aller gebotenen Vorsicht wäre wünschenswert -
Ursel, DK

Re: Burkas sind doch problematischer als gedacht

Antwort von stjerne am 14.09.2016, 14:05 Uhr

Ich vermute, wer für den IS ist, wäre vollverschleiert.
So zeigt man, dass man gläubige Muslima ist, aber nichts von Burka hält. Interessante Sicht, darauf wäre ich gar nicht gekommen.

Re: mal ganz ehrlich

Antwort von Nesaja am 14.09.2016, 14:07 Uhr

Versteht mich wie ihr wollt,
aber Alexxandra, da bewundere ich dich, beneiden tue ich dich allerdings nicht. Für mich wäre das kein Leben. Da würde ich auf Dauer nicht leben können.
Schlimm finde ich auch immer diese "stolz sein" und das ist ja meist auch eher negativ behaftet.

Ich habe letztens eine in einem schleswig-holsteinischen Freilichtmuseum gesehen

Antwort von Leewja am 14.09.2016, 14:59 Uhr

schwarzkomplett aber mit freiem gesicht, also keine Vollverschleierung.
Sehr deutscher Dialekt.
ihre kleine(!) vielleicht 8jährige, also sicher noch nicht menstruierende Tochter (wobei es natürlich eine erstaunlich kindlich-zierlicher Fall von Pubertas praecox hätte sein können) mit Kopftuch und bodenlangem kleid.

cih fand diverses davon befremdlich. irgendwie den schleier/das gewand an sich am wenigsten...

Re: 2 Diskussionen ....

Antwort von Kastanie34 am 14.09.2016, 15:07 Uhr

Seh ich genauso. Natürlich ist es angenhmer und man fühlt sich besser wenn man sich mit Dingen befasst die man nunmal von klein auf kennt. Aber dagegen kann man tatsächlich was tun. Wenn ich höre das Leute im Bus sitzen und Angst bekommen wegen den ganzen Flüchtlingen wird mir schlecht. Was soll passieren? Sie stürzen sich auf einen oder explodieren, wie die das halt so machen?

Was an ausländischen Menschen um einen herum ist so angsteinflößend das man sich überall unwohl fühlen muss? Wie wärs mit hingehen und unterhalten. Ist nicht so einfach mit verschiedenen Sprachen, aber es geht. Und spätestens dann wird man fest stellen, das diese Leute wesentlich mehr Angst haben in diesem Land zu sein als wir die wir schon immer hier wohnen.

In Zeiten von Afd und den Menschen die skeptisch durch die Welt laufen und jeden ausländisch aussehenden Menschen von vorneherein verurteilen hätte ich als Fremder auch Angst.

Ich habe mich noch nie fremd gefühlt wenn um mich run eine andere Sprache gesprochen wird. Natürlich versteh ich das dann nicht, aber warum sollte ich auch wissen müssen was jeder redet? Wenn um mich rum von fremden Menschen deutsch gesprochen wird belausch ich die ja auch nicht. Und bei dem was manche Leute von sich geben wär ich manchmal froh ich würde sie nicht verstehen.

Auch mit einem Verschleierungsverbot ändert sich an der Angst und dem Misstrauen einiger gar nichts. Sie werden andere Gründe finden. Das einzige was da hilft ist aufeinander zugehen.

Und zum Thema Tschechien....Boah. Dort wurden über Monate Flüchtlinge in Internierungslagern wie Tiere gehalten und mussten diese "Unterkunft" auch noch bezahlen. Ich bin froh das keine Flüchtlinge mehr dorthin kommen. So darf niemand untergebracht werden. Das ist menschenverachtend. Ich kann das natürlich gut heißen, nur damit ich in meinem Urlaub mal keine Flüchtlinge sehe. Unglaublich.

Ich finde es auf jeden Fall angenehmer 100 Flüchtlinge um mich zu haben, als durch die Stadt zu laufen und jeder Idiot läuft seinem Smartphone nach. Der typische Deutsche an sich wird immer unhöflicher, unaufmerksamer und egoistischer. Das mag auch an der von den Medien verbreiteten Angst liegen, aber man hat seinen Kopf ja um eigenständig zu denken.

Das sollten manche einfach mal tun.

In diesem Sinne seh ich das genauso wie DK-Ursel: "Ein bißchen Offenheit neben aller gebotenen Vorsicht wäre wünschenswert"

Re: mal ganz ehrlich

Antwort von Alexxandra am 14.09.2016, 15:10 Uhr

ich habe hier meine Arbeit, meine Wohnung, meinen Mann, meine Tochter. Wo sollen wir hin? Ich wohne ja auch ein einem normalen Stadtviertel. Wir sind hier kein Problemviertel.

Meine Eltern wohnen in einem kleinen Dorf im ländlichen Bayern, auch dort ist es mittlerweile so, dass viele Muslime dort sind. Natürlich weniger als in der Stadt, aber im Verhältnis zu den Einwohnern sind es viele.

Wo ich wohne, wohnen hauptsächlich Osteuropäer und Russen, dann noch Türken. Bei den Osteuropäern und Russen ist die Integration eigentlich gelungen, obwohl es schon andere Wertvorstellungen gibt. Aber im großen und ganzen klappt es. Da können die Kinder auch schon Deutsch, wenn sie in den Kindergarten kommen. Es heißt zwar immer, Kinder sollen zuerst ihre Muttersprache lernen, im Kindergarten würden sie dann schon Deutsch lernen, aber hier ginge das nicht. Bei einer Handvoll deutscher Kinder würde das nicht gelingen, die Kinder sollten bereits zuhause deutsch lernen, aber fast alle Eltern machen das so, jedenfalls die, dich ich näher kenne.

Hier sind alle Kinder stolz auf ihre Herkunftsländer, das kenne ich so mit deutschen Kindern nicht. Als meine Tochter mit Deutschland-T-Shirt in die Schule gegangen ist, fand es ihre Freundin toll und hat ihr gleich noch die deutsche Flagge auf die Backe gemalt. Da wird sehr viel unverkrampfter mit dem Thema umgegangen und meine Tochter wächst hier eben so auf, dass man auch seine Nationalfarben zeigen darf. Dass das bei Deutschen nicht so gern gesehen wird, lernt sie noch früh genug.

Was ich aber völlig irsinnig finde, sind Leute, die die massive Zuwanderung von Muslimen völlig euphorisch sehen, bei jeder Kritik die Nazikeule auspacken (natürlich pro Verschleierung etc) aber alles tun, damit das eigene Kind in eine rein deutsche Schule, gerne privat, geht. Da kenne ich einige.

Re: 2 Diskussionen ....

Antwort von Alexxandra am 14.09.2016, 15:20 Uhr

Hier hängt auch jeder Flüchtling am Smartphone, von daher klappt doch die Integration.

Wenn hier übrigens einer geschrieben hätte, der typische Syrer wäre unhöflich, unaufmerksam und egoistisch, wäre aber was los. Man darf nur, außer über Deutsche, noch ungestraft über Amerikaner lästern.

Re: 2 Diskussionen ....

Antwort von Blueberry am 14.09.2016, 15:21 Uhr

Genau so ist es.

Re: Ich habe letztens eine in einem schleswig-holsteinischen Freilichtmuseum gesehen

Antwort von Alexxandra am 14.09.2016, 15:29 Uhr

bei Kindern finde ich es so schrecklich.
Das Problem fällt mir immer mehr auf. Kleine Mädchen, mit langen Kleidern und Kopftüchern, die ihren Brüdern beim Toben zusehen müssen. Ich hatte als Kind diverse Türkinnen in der Klasse, da trug niemand ein Kopftuch und schon gar nicht als Grundschulkind.

Ich war neulich bei einem Frauenarzt, der meinen vertreten hat. Ich war dort schon mal vor ungefähr 10 Jahren. Er ist in einem Viertel, in dem hauptsächlich Muslime wohnen, das war auch damals schon so. Nur diesmal waren fast keine Frauen allein dort, die meisten (natürlich mit Kopfbedeckung und Mantel) waren in Begleitung eines Mannes da. Der ging auch zur Untersuchung mit. Das war früher nicht der Fall, nicht so oft.

Hier weiß doch nicht mal die Hälfte der Diskussionsteilnehmer......

Antwort von Strudelteigteilchen am 14.09.2016, 15:46 Uhr

..... was eine Burka ist. Die ganze arabischen Touristinnen tragen KEINE Burka, die tragen einen Niqab.

Wie soll man so eine Diskussion ernst nehmen?

Gesetze sind nicht dazu da, um Menschen zu erziehen. Zumal seriöse Schätzungen von etwa 5.000 Niqab-Trägerinnen in Deutschland ausgehen und die Anzahl der Burka-Trägerinnen sich sogar nur im dreistelligen Bereich bewegt. Muß man für die Handvoll Hanseln wirklich ein Gesetz erlassen? Das dann vom Bundesverfassungsgericht eh gekippt wird? Haben wir Geld, Zeit und Energie für sowas? Dann geht es uns echt zu gut!

Re: 2 Diskussionen ....

Antwort von Blueberry am 14.09.2016, 15:50 Uhr

"Und zum Thema Tschechien....Boah. Dort wurden über Monate Flüchtlinge in Internierungslagern wie Tiere gehalten und mussten diese "Unterkunft" auch noch bezahlen. Ich bin froh das keine Flüchtlinge mehr dorthin kommen. So darf niemand untergebracht werden. Das ist menschenverachtend. Ich kann das natürlich gut heißen, nur damit ich in meinem Urlaub mal keine Flüchtlinge sehe. Unglaublich."

Tschechien positioniert sich (wie alle vier Visegrád-Staaten) ziemlich deutlich hinsichtlich der Flüchtlingsthematik. Sie wollen keine Zustände wie in Deutschland, sie wollen keine massenhafte und unkontrollierte Einwanderung von Migranten. Sie wollen sich nicht aufdiktieren lassen, wen sie aufzunehmen haben. Ich kann das nachvollziehen.
Ja, ich heiße diese Haltung gut. Und ja, ich fand es angenehm, mal keine Scharen von Kopftüchern und sonstigen Verschleierungen und Männergruppen aus dem arabischen Raum zu sehen. Wahnsinnig angenehm.

Re: 2 Diskussionen ....

Antwort von shinead am 14.09.2016, 15:54 Uhr

In den 50ern war Deutschland voll mit Kopftüchern. Frauen haben einfach Kopftuch getragen. Zumindest während sie in Heim und Hof gearbeitet haben.

Kopftuch trug man auch Sonntags in der Kirche.

Ansonsten: https://auswandern-info.com/tschechien.html

Re: Hier weiß doch nicht mal die Hälfte der Diskussionsteilnehmer......

Antwort von Blueberry am 14.09.2016, 15:55 Uhr

Burka, Niqab und wie die ganzen Verschleierungsfetzen heißen, ist völlig wurscht.

Geh mal als Motorradfahrer mit aufgesetztem Helm in eine Bank oder nach dem Tanken in die Tankstelle. Selbst mit hochgeklapptem Visier darfst du das nicht und das zu Recht.

Und ob es nun 100 verschleierte Frauen sind oder 2000, es geht doch ums Prinzip.

Re: Hier weiß doch nicht mal die Hälfte der Diskussionsteilnehmer......

Antwort von shinead am 14.09.2016, 15:57 Uhr

Mit Niqab oder Burka gehst Du in Deutschland auch in keine Tankstelle oder Bank. Das wissen die Trägerinnen auch.

Re: 2 Diskussionen ....

Antwort von Blueberry am 14.09.2016, 15:59 Uhr

Danke für den Link. Ich bin schon informiert. Leider lässt es die familiäre Situation derzeit nicht zu, dass ich auswandere, da ich mit dem Vater meiner Tochter geteiltes Sorgerecht habe und selbst wenn er dem zustimmen würde, ich die beiden nicht trennen wollen würde. Da stelle ich ihr Wohlergehen im Kontext mit dem väterlichen Kontakt über meinen Wunsch.
Aber es wird der Tag kommen, wo sie ihre eigenen Wege geht und dann kann ich mir sehr gut vorstellen, dass mich mein Weg zusammen mit meinem Mann nach Tschechien führt, ja.

In den 50 Jahren standen Frauen auch noch ziemlich dämlich da, wenn sie sich scheiden lassen wollten, weil sie mehrheitlich von ihren Männern abhängig waren. Zum Glück hat sich das geändert. Wie so vieles. Wir haben uns halt stellenweise doch weiterentwickelt.

Re: 2 Diskussionen ....

Antwort von Kastanie34 am 14.09.2016, 15:59 Uhr

Du findest es gut, dass Menschen im Dreck leben müssen, wie im Gefängnis gehalten werden und keinerlei Rechte haben, nur damit Du mal keine Kopftücher sehen musst?

Das lass ich so im Raum stehen, das kann ich nicht kommentieren.

Re: 2 Diskussionen ....

Antwort von shinead am 14.09.2016, 16:01 Uhr

Am Sonntag in der Kirche ist die Kopftuchquote immer noch auffällig hoch.

Vielleicht sind die vielen "Fremden" auch nur eine Weiterentwicklung? Die Kopftuchtragenden Damen haben sich früher ja auch immer über die freiheitsliebenden jungen Dingern mit kurzen Röcken aufgeregt.

Wenn's in Bento steht, muss es ja stimmen.

Antwort von Lauch1 am 14.09.2016, 16:05 Uhr

"Im Spätsommer dieses Jahres dachte sich „Spiegel Online“ deshalb, das mit den Swingerclub-Tests, der großzügigen Bebilderung und den großen Überschriften sei eine echt gute Idee, und gründete daraufhin die absolute Trottelplattform „bento“, in Design und Inhalt eine mehr als dürftige „Vice“-Imitation."
Ronja von Rönne

Re: 2 Diskussionen ....

Antwort von Blueberry am 14.09.2016, 16:07 Uhr

Ich sagte, ich finde die grundsätzliche Haltung zu der Flüchtlingsthematik nachvollziehbar, ja.
Ich sagte nicht, dass ich solche Lager gut finde. Lege mir keine Worte in den Mund bitte, die ich nicht geschrieben habe.

Tschechien macht deutlich, dass Migranten nicht willkommen sind. Da werden keine Teddys geworfen. Das halte ich persönlich für legitim. Merkel lädt die ganze Welt ein und will, dass andere Länder diese Einladung mit ausbaden. Tschechien, so wie Polen und Ungarn auch sagt dazu aber Nein und das kann ich verstehen.

Re: 2 Diskussionen ....

Antwort von Blueberry am 14.09.2016, 16:10 Uhr

Ja bestimmt sind sie eine Weiterentwicklung. Du meinst die Männer mit dem mittelalterlichen Frauenbild, die selbst wenn sie hier leben Ehrenmorde noch für völlig legitim halten? Oder Frauen mit kurzen Röcken für Freiwild? Oder FKKler bedrohen? Herrliche Weiterentwicklung. Oder Frauen unter diesen Fetzen, die nur mit ihrem Mann zum Arzt gehen, der dann verweigert, dass ein männlicher Arzt seine Frau anfasst?

Also wenn DAS eine Weiterentwicklung sein soll, dann gute Nacht.

So isses

Antwort von Mohnschnecke99 am 14.09.2016, 16:11 Uhr

.

Re: Wenn's in Bento steht, muss es ja stimmen.

Antwort von Blueberry am 14.09.2016, 16:11 Uhr

Re: 2 Diskussionen ....

Antwort von Kastanie34 am 14.09.2016, 16:13 Uhr

"Tschechien macht deutlich, dass Migranten nicht willkommen sind"

Es gibt für mich keine nachvollziehbaren Gründe warum Migranten nicht willkommen sein sollen. Egal in welchem Land. Ich steh nicht wirklich hinter der Merkel-Politik, aber lieber Menschen mit offenen Armen empfangen als wegzusperren.

Deutschland ist unter anderem mit schuld an dem Krieg in Syrien, da ist es das Mindeste sich um die flüchtenden Menschen zu kümmern.

Und was ist es das Dir Angst macht an den Flüchtlingen? Was genau? Ich kann immer sagen ich hab Angst, mir ist dabei nicht wohl. Aber was sind die Gründe?

Re: Hier weiß doch nicht mal die Hälfte der Diskussionsteilnehmer......

Antwort von Blueberry am 14.09.2016, 16:13 Uhr

Sehr eigenständig. Aber naja, sie haben ja ihren Herrn.

Re: Hier weiß doch nicht mal die Hälfte der Diskussionsteilnehmer......

Antwort von Strudelteigteilchen am 14.09.2016, 16:15 Uhr

Das hatten wir doch vor ein paar Wochen schon mal: Ach heute darf jede Bank und jede Tankstelle verbieten, daß man mit Niqab oder Burka dort aufkreuzt, und die meisten tun das auch. Das braucht der Gesetzgeber nicht zu regeln, und das kann er auch gar nicht, denn Banken und Tankstellen sind kein öffentlicher Raum. Dort herrscht das Weisungsrecht des jeweiligen Besitzers. Wenn Herr Cryan entscheidet, daß man mit Niqab oder Burka in keine Filiale der Deutschen Bank kommen darf, weil das ein Sicherheitsrisiko ist, dann darf er das durchsetzen - und tut es meines Wissens auch schon.

Worum geht es denn jetzt?

Antwort von Strudelteigteilchen am 14.09.2016, 16:17 Uhr

Um Sicherheit? Oder um Erziehung?

Re: Worum geht es denn jetzt?

Antwort von Kastanie34 am 14.09.2016, 16:18 Uhr

Immer um das, dass gerade am praktischsten ist

Re: Hier weiß doch nicht mal die Hälfte der Diskussionsteilnehmer......

Antwort von DecafLofat am 14.09.2016, 16:19 Uhr

adel hat auch leute die sich um kleinkram kümmern.
die frage lautet doch: würde diese diskussion AUCH geführt werden wenn nicht der krieg die menschen in massen hier her getrieben hätte? nein.
daher: wie so oft im leben kommt es einfach auf das timing an, und das ist - was diese diskussion angeht, einfach sehr blöd.
gestern auf 3sat lief ein spannendes filmchen, ab 21.45 uhr. zeigte wie integration/immigration in kanada läuft und was deutschland davon lernen kann.
tenor: das grundgesetz und unsere werte sind indiskutabel.allerdings sind integrationskurse dort auch pflicht udn das angebot straff organisiert (wovon wir hier ja meilenweit entfernt sind...) nur ist ja auch die religionsfreiheit in unserem grundgesetz geregelt. udn das grundgesetz wird man nicht mal so hoppladihopp ändern.

genau

Antwort von DecafLofat am 14.09.2016, 16:21 Uhr

und wenn einem der inhalt nich tpasst, wird halt die quelle zerpflückt (bento).

ein thema das bene dick te neulich ansprac, hatte ich gegoogelt. die ersten links dazu kamen vom koppverlag und ebenfalls war ein verweis auf björ n hö ckes facebookseite dabei. ich hab mich auf die finger gehockt, mir meinen teil gedacht....

Re: genau

Antwort von Kastanie34 am 14.09.2016, 16:27 Uhr

Verschiedene Quellen, verschiedene Inhalte. Das war ja schon immer so. Da wird ein Thema gegoogelt und der erste Eintrag am besten noch kopiert Was haben wir alle nur in Zeiten ohne Internet gemacht?

Aber mein Verhalten gegenüber Ausländern kann ich von keiner Quelle beinflussen lassen. Das setzt sich aus Menschlichkeit und logischem Denken zusammen.

Wenns da schon fehlt, hats halt keinen Zweck mehr.

Re: 2 Diskussionen ....

Antwort von Strudelteigteilchen am 14.09.2016, 16:32 Uhr

Aber genau diese Lager sind doch die Methode, um die "Unwillkommens-Kultur" dem Flüchtling an sich nahe zu bringen. Wie soll man es denn sonst deutlich machen? Steine werfen statt Teddys? Irgendwie auch nicht so der Bringer, menschenrechtstechnisch. Plakate mit "Flüchtling go home" hochhalten? Das tut die AfD, die Wirksamkeit läßt zu wünschen übrig. Alle Flüchtlinge böse anschauen, wenn sie ankommen? Och, nö....

Re: 2 Diskussionen ....

Antwort von Blueberry am 14.09.2016, 16:32 Uhr

"Deutschland ist unter anderem mit schuld an dem Krieg in Syrien, da ist es das Mindeste sich um die flüchtenden Menschen zu kümmern."

Deutschland kümmert sich ja auch, wie wir wissen. Um alles und jeden.

Ich halte den Islam mit den krassen Blüten die er treibt, mit dem Weltbild (Ehrenmorde, Zwangsehen, Kinderehen, Unterdrückung der Frauen, Hass auf "Ungläubige", ....) nicht für kompatibel mit unserer Kultur. So einfach ist das. Und dass es Probleme gibt kann ja wohl keiner leugnen, der die letzten Monate die Medien verfolgt hat. Die ganzen zig "Einzelfälle" von Belästigungen, Vergewaltigungen, Ansbach, Würzburg...
Sowas WILL ich hier nicht. Und vor dem Flüchtlingsstrom gab es das auch nicht in DIESEM Ausmaß. Klar gabs schon immer Vergewaltigungen und Belästigungen...aber eben nicht so, nicht wie Köln und nicht, wie man beinahe täglich von Schwimmbädern, etc. liest. Einiges ist erfunden und gelogen, ja... ok...aber nicht alles. Diese Vorfälle gibt es und es gibt sie, weil das Frauenbild der Migranten absolut NICHT kompatibel ist mit unseren Werten.

Und ich möchte auch nicht jeden Wirtschaftsmigranten mit offenen Armen aufnehmen und an mein Herz drücken. (Aber ich möchte auch ebensowenig die arbeitsscheuen deutschen Hartzler durchfüttern...)

Tschechien möchte das nicht. Und ich verstehe das. Ein Land darf sich doch bitte aussuchen, wen es in seinen Grenzen haben möchte und wen nicht. Aus Tschechien hörst du nichts von Belästigungen, Vergewaltigungen und Axt-Attacken oder untergetauchten IS-Kämpfern. Wieso nur?

Re: 2 Diskussionen ....

Antwort von Strudelteigteilchen am 14.09.2016, 16:36 Uhr

http://orf.at/stories/2356312/

Wenn Frau von Rönne das schreibt, muß es ja stimmen

Antwort von Strudelteigteilchen am 14.09.2016, 16:38 Uhr

o.T.

Re: 2 Diskussionen ....

Antwort von Blueberry am 14.09.2016, 16:40 Uhr

Ok, das hatte ich tatsächlich noch nicht gelesen. Wobei die Gefahr vermutlich in Europa (dank null Grenzkontrollen) überall gegeben ist.

Aber 7 Islamisten auf der Durchreise... wenn ich mir anschaue, wie viele Gefährder wir in Deutschland haben.

520

Antwort von Strudelteigteilchen am 14.09.2016, 16:48 Uhr

Und ich vermute, daß wir vor allem deswegen von mehr Gefährdern wissen, weil unser Verfassungsschutz besser ist.

Null Grenzkontrolle? Dein glückliches Tschechien kontrolliert doch.

Übrigens....

Antwort von Strudelteigteilchen am 14.09.2016, 16:49 Uhr

.....trägt keiner der Gefährder eine Burka.

Deswegen, mal ganz praktisch

Antwort von Strudelteigteilchen am 14.09.2016, 16:55 Uhr

Ich habe nichts dagegen, wenn man das Geld, das ein nutzloses Burka-Verbot kosten würde, in die Hand nimmt, um - zum Beispiel - ein paar Polizisten mehr einzustellen. Oder ein paar Schlapphüte.

Aber ein Burka-Verbot wäre reiner Populismus. Damit macht man ein paar Deppen glücklich und hält sie vielleicht davon ab, die AfD zu wählen - einen wirklichen, meßbaren Sinn hätte es aber nicht. Es würde weder die Sicherheit erhöhen, noch würde es mit einem Schlag alle Burka-Trägerinnen zu befreiten Feministinnen machen.

Re: 520

Antwort von Blueberry am 14.09.2016, 16:58 Uhr

Nein, leider nicht. Jedenfalls nicht an den Grenzen, die ich kürzlich überquert habe. Zwischen Asch und Selb steht hin und wieder der Zoll, ja... aber ich hab jetzt das ganze Land bereist, zwei Mal auch die Grenze zu Polen überquert, da war leider nichts. Ich fänds gut und würde mich davon auch nicht belästigt oder eingeschränkt fühlen.

Re: 2 Diskussionen ....

Antwort von shinead am 14.09.2016, 17:00 Uhr

Du kennst "die" also alle Privat?

Die Muslime die ich kenne gehen ohne ihren Ehepartner zum Arzt, beleidigen keine FKK'ler und sehen Frauen in Kurzen Röcken nicht als Freiwild an. Gerade letzteres sind m.E. eher die Halbstarken am Jugendzentrum. Deren Religion kenne ich aber nicht.

10% der Morde in Deutschland sind Ehrenmorde. Die anderen 90% finde ich ehrlich gesagt keinen Deut besser.

Du bist so voller Angst und Hass, da bekomme ich echt langsam Mitleid.

Ich kann es nicht mehr haben

Antwort von Tai am 14.09.2016, 17:14 Uhr

Offensichtlich leben die Verschleierungstolerierer hier vorwiegend in einer abgeschotteten Insel der Glückseligketi, oder sie blenden aus, wie sich die rückwärts gewandte Richtung des Islams hier entwickelt

Wenn man in zehn Jahren nur zwei Vollverschleierte gesehen hat, kann es das gar nicht geben, und diejenigen, die ein Verbot möchten, sollten an ihrer Toleranz arbeiten.

Hier in unserer Gegend ihat die Verschleierung in den letzten Jahren so unglaublich zugenommen, dass es immer wieder vorkommt, dass man die einzig unverschleierte Frau ist.

Im Frühsommer musste ich mal samstags ungeplant eine halbe Stunde warten und habe mangels Lektüre in der Fußgängerzone verhüllte Frauen gezählt.
Es waren über 50 Kopftuchträgerinnen, 12 Frauen im Tschador und 6 mit Niqab.
Auffallend bei den Kopftuchträgerinnen finde ich, dass immer mehr Frauen auch ihre Körperkonturen in langen Röcken, Mänteln oder zumindest knielangen weiten Säcken verbergen. Auch nimmt das schulterverbergende Kopftuch zu.
Über die ständig größer werdende Zahl kleiner verhüllter muslimischer Mädchen, sei es Kopftuch oder pastellefarbiges Ganzkörpergewand, werde ich nur noch wütend.

Sicher sind die Frauen mit Niqab, die zum Straßenbild der Stadt gehören, teils Medizintouristinnen. Es ist nicht angenehm. im Supermarkt vor den Regalen (arabische Beschriftung) von vier oder fünf schwarzen Wesen umkreist zu sein und die mindesten Mittel der Kommunikation, Mimik und Augenkontakt, fehlen. Aber sie reisen wieder ab.

Unangenehm wird es, wenn einen im Wartezimmer (Praxisgemeinschaft mit arabischer Ärztin) zwei Augenpaare aus Schlitzen fixieren. Und die beiden leben offensichtlich hier, denn wo kommt sonst der kleine Junge mit Schulranzen her?
Auch die Frau mit Niqab, die mit ihrem kurzbehosten perfekt deutsch sprechenden Mann und drei kleinen Kindern beim Aldi war, aber offensichtlich kein Deutsch verstand, lebt sicher hier.

Kurz, in unserer Wohngegend, in der schon immer viele Muslime lebten, entwickelt sich die Integration offensichtlich zurück.
Immer mehr Muslima verhüllen sich, immer mehr hier aufgewachsene Männer holen eine Frau aus ihrer Heimat. Glaubt ihr, dass so Integration gelingen kann?
Das ist Separation vom Feinsten, was hier gerade abläuft!

Was ich überhaupt nicht verstehe, ist, dass das mit Verhüllung einhergehende Weltbild so unwichtig zu sein scheint.

Trägt die Muslima ihre Verhihr Verhüllung. weil der Koran es vorschreibt? - Zweifelhaft, ob das so auslegbar ist.
Trägt sie es, weil es ihr Vater, Mann, Bruder, Cousin von ihr verlangen? Nein, offiziell ist es natürlich ihre eigene Entscheidung....

Für mich transportiert jede verschleierte Frau auch die Botschaft, dass sie ihre Reize verhüllen muss. Wer das nicht tut, ist nicht ehrenhaft.. Die Wahrnehmung der männlichen Mjuslime geht audh in die Richtung, die freizügig gekleideten Mädchen sind Schlampen..

Und genaju das möchte ich nicht haben. Ich möchte, dass meine Töchter herumlaufen können, wie es ihnen gefällt, ohne von anderen abgeurteilt zu werden.
Diskriminierung geht nämlich auch andersrum.

Und glaubt denn wirklilch jemand, eine verschleierte Muslima hat unbeschwerten und ungehemmten Kontakt zu anderen?
Auf dem Schulhof bleiben die Kopftuchträgerinnen untereinander,.Denkt denn jemand, sie gehen mit den nichtmuslimischen Mitschülern abends raus? Sie daten unbeschwert den blonden Kevin?

Absolut lächerlich finde ich, dass es jetzt auch noch wichtig ist, die muslimischen Verhüllungen mit Fachbegriffen zu kennen.
Aber vielleicht kann jemand von den Fachleuten mir sagen, wie es heißt, wenn vor dem Sehschlitz noch ein goldenes Metallgitter ist? Ich muss doch wissen, was ich sehe auf unseren Straßen.

Und noch eins. Ich freue mich immer, wenn ich mal in Frankreich oderr Belgien bin und keine Frau mit Burka oder Niqab sehen muss wie sonst jeden Tag.

Re: 2 Diskussionen ....

Antwort von Blueberry am 14.09.2016, 17:28 Uhr

Schön für die Muslime, die du kennst. Die anderen gibts also nicht`?

Du brauchst kein Mitleid mit mir zu haben, danke. :-)

Re: Deswegen, mal ganz praktisch

Antwort von kevome* am 14.09.2016, 17:29 Uhr

Mit ist gerade ein Artikel aus dem BLOG "Blicktausch", den ich während meines Urlaubs gelesen habe zum Thema Verschleierung eingefallen. Mit gefällt dieser Artikel, wie auch der gesamte BLOG sehr gut:

http://blicktausch.com/2016/08/26/von-tunesien-nach-frankreich-zwischen-unterdrueckung-und-erniedrigung/

Von Tunesien nach Frankreich, zwischen Unterdrückung und Erniedrigung

26. August 2016 von Karim Hamed

Einen Teil meiner Kindheit verbrachte ich in Tunesien. In dieser Zeit war Zine-El-Abidine Ben Ali an der Macht. Er beherrschte das Land mit eiserner Hand und führte einen erbitterten Kampf gegen die moderat islamische Opposition, deren wachsende Popularität ihm schon zu Zeiten von Burgiba, seinem Vorgänger ein Dorn im Auge war. Er verbot die Partei dieser Opposition (Ennahdha) und versuchte über Jahre den Islam als Religion immer weiter aus der Öffentlichkeit zu verbannen. Es wurden Hochschulen für islamische Theologie geschlossen, Moscheen überwacht und beliebte Imame ihrer Ämter enthoben. Doch in all den Jahren galt sein Prominentester Kampf dem Bart der Männer und dem Kopftuch der Frauen. Man nannte diese Politik die Politik der „Austrocknung der Quellen“. Indem die Religiosität der Menschen durch Verbote und Schikane zurückgedrängt wurde, sollten die Quellen der Beliebtheit der Opposition zum Versiegen gebracht werden.

Doch die Rechnung ging nicht auf. Denn in einem Land mit mehreren Jahrhunderten islamischer Geschichte kann man das Bedürfnis nach Religiosität nicht einfach auslöschen. Und weil die Menschen ein Ventil zum Ausleben ihre Religion benötigten, gab es auf der einen Seite diejenigen, die sich für den politisch tolerierten und folkloristisch angehauchten Sufismus interessierten und auf der anderen diejenigen, die über Satellitenschüsseln Vorträge salafistischer Prediger aus den Golfstaaten verfolgten. Die in Tunesien ursprünglich vorherrschende moderate sunnitische Rechtsschule der Malikiten geriet dabei immer weiter in den Hintergrund. Doch das ist ein anderes Thema.

Ein paar Tage nachdem Ben Ali das Land verlassen hatte, flog ich nach Tunesien. Dort nahm ich an einer Demonstration an der Kasbah, dem Sitz der Übergangsregierung in Tunis, teil (Siehe Beitragsbild). Die Revolution war noch im Gange und viele Menschen, jung und alt, mit und ohne Bart, mit und ohne Kopftuch, protestierten für ihre Freiheit. Während der Proteste wurden die Menschen durch die noch immer regimetreuen Sicherheitskräfte mit Gummigeschossen und Tränengas beschossen. Tunesien ZTDie Menschen drängten die Polizei zurück und erstürmten eine Polizeistation. Dort erbeuteten sie kleine Karteikarten auf denen jeweils das Bild einer Frau klebte. Auf den meisten dieser Karten stand „Z.T.“ was für „Zai Taifi“ (religiöse Kleidung) stand. Diese Karten waren ein Zeugnis der polizeilichen Praktiken zu Ben Alis Zeiten. Damals wurden Frauen, die trotz aller Schikane weiter das Kopftuch trugen, dazu verdonnert, sich täglich in einer Polizeistation zu melden, wo sie schikaniert wurden und ihnen auch mal das Kopftuch vom Kopf gerissen wurde. Die meisten betroffenen Frauen waren übrigens Studentinnen.

Es mag für europäische Ohren befremdlich klingen, aber nach der Revolution war einer der Aspekte der neuen Freiheit, die eigene Religion frei auszuleben, was eben auch die Freiheit einen Bart oder ein Kopftuch zu tragen bedeutete.

Natürlich ging es während der Revolution nicht um die Befreiung von Bart und Kopftuch, sondern richtete sie sich primär gegen Korruption, Vetternwirtschaft und Willkürherrschaft. Dass ich hier dennoch den Fokus auf das Kopftuch richte, liegt an der Entwicklung auf der anderen Seite des Mittelmeeres, wo diese Freiheit im Land der Menschenrechtserklärung immer weiter eingeschränkt wird.

Schon lange ist in Frankreich das Kopftuch in Schulen verboten und ich rede hier nicht von einem gesichtverschleiernden Niqab. Begründet wird dieses Verbot mit der Trennung von Staat und Religion. Einige Mädchen versuchten vor Jahren das Verbot mit Bandanas zu umgehen, doch auch dies wurde verboten. Und verboten wurde es erst nachdem Muslimas anfingen es zu tragen, vorher hatte es niemanden gestört. Mädchen die trotz allem weiter ein Kopftuch trugen, wurden sogar von öffentlichen Schulen ausgeschlossen. Hatten sie Glück, konnten sie in private Schulen oder in katholischen Einrichtungen auf eigenen Kosten weiter lernen.

Jungen Männern sollte irgendwann der „islamische“ Bart in einigen Schulen verboten werden. Auch hier wurde es mit der Trennung von Staat und Religion begründet. Dass der kommunistische Politiker Robert Hue Jahrelang mit seinem Bart in der Nationalversammlung saß, störte dagegen niemanden. Aber das war ja auch ein marxistischer Bart. Und falls sich jemand die Frage stellt, was denn nun einen islamischen Bart von einem marxistischen Bart unterscheidet, dem sei gesagt: der Glaube des Trägers, mehr nicht.

Irgendwann kam sogar ein Bürgermeister auf die Idee, Frauen mit Kopftuch den Zugang zum Rathaus an ihrer eigenen Hochzeit zu verwehren; wieder mit der Begründung, Religion und Staat müssen im laizistischen Frankreich getrennt werden.

Mehrere muslimische Mädchen wurden 2014 sogar wegen „zu langen Röcken“ aus dem Unterricht ausgeschlossen.

Und zur Abwechslung versuchte vor kurzem eine Kommune einen Halal-Laden dazu zu zwingen, Schweinefleisch und Alkohol zu verkaufen.

Und nun verbieten immer mehr Kommunen das Tragen des sogenannten Burkinis am Strand. Ein Name der übrigens irreführend ist, da er nichts mit einer Burka zu tun hat. Während eine Burka das Gesicht und sogar die Augen durch ein Gitter verdeckt, ist das Gesicht beim Burkini frei. Dieser ähnelt eher einem langärmligen Surfanzug mit integrierter Badehaube. Dieses Verbot führte nun zu der absurden und erniedrigen Situation, dass vier voll bekleidete Polizisten eine Frau zwingen sich am Strand zu entkleiden.

Was würde wohl passieren, wenn sich jemand mit Hut und Hemd an den Strand setzen würde? Was würde passieren, wenn jemand eine Sonnenallergie hat? Wie sieht es mit Surfer- oder Taucheranzügen aus? Würde man diese Menschen mit Staatsgewalt dazu zwingen mehr haut zu zeigen? Würde es darüber eine Debatte geben? Nein, denn es geht, wie in all den Jahren nur darum Muslime im Land zu schikanieren, um den antimuslimischen Hass im Lande zu stillen und von den eigentlichen Problemen abzulenken. Und auch wenn sich dieses letzte Verbot in eine Reihe von stigmatisierenden Regelungen einzureihen scheint, stellt sie dennoch eine neue Stufe der Eskalation dar, denn zur Begründung des Verbots heißt es: „Es geht nicht darum, das Tragen religiöser Symbole am Strand zu verbieten, sondern ostentative Kleidung, die auf eine Zugehörigkeit zu terroristischen Bewegungen hinweist, die gegen uns Krieg führen“. Mit dieser Begründung werden alle muslimische Frauen, die ein Kopftuch tragen, des Terrorismus bezichtigt. Außerdem wird der Gleichheitssatz mit den Füßen getreten, denn es werden Muslime für etwas bestraft, das bei anderen nicht geahndet wird. Wurde damals noch behauptet, dass es allgemein um religiöse Zeichen ging, so zielt dieses Verbot unverhohlen und speziell auf Muslime ab und gibt all denen recht, die seit Jahren behaupten, dass in Frankreich der antimuslimische Rassismus zur Staatspolitik geworden ist.

Dieser Rassismus geht weit über die Politik hinaus, denn er ist in allen gesellschaftlichen Schichten stark vertreten. Laut Meinungsumfragen steht die Mehrheit der Bevölkerung hinter diesen Gesetzten und Regelungen und das nicht erst seit den Anschlägen und der Gewalt der letzten Jahre, die nun als Begründung des Verbots herhalten muss. Und diese Gewalt erreicht in Frankreich immer wieder neue Höhepunkte nur, weil das Land durch seinen Rassismus und seine erniedrigende Politik den passenden Nährboden dafür bietet.

Als ich als IT-Berater dort arbeitete, sagte mir ein Vertriebler meines damaligen Arbeitgebers geradeheraus, dass er Kunden mein Profil nur mit Initialen vorlegte, da viele es sonst schon zur Seite legen würden, sobald sie auch nur meinen Namen lesen würden. Ein anderer erzählte mir, dass viele Unternehmen unverhohlen sagten, dass sie keinen „Beur“ (Araber) vorgestellt haben wollen. Und dabei konnte ich mich noch glücklich schätzen, überhaupt einen Job zu haben. Viele junge Menschen aus, den mehrheitlich von Arabern bewohnten Vorstädten, hatten nicht dieses Glück.

In diesen trostlosen Vorstädten, den Ghettos Frankreichs, herrscht deshalb auch tiefsitzender Frust. Frust der immer wieder in Hass umschlägt. Schon 2001 als ich in Frankreich lebte, sang die erfolgreiche Rapgruppe „Sniper“: „Frankreich ist ein Biest, und wir wurden verraten.“ („La France est une garce et on s’est fait trahir“). Auch wenn dieses Lied für Empörung sorgte und der damalige Innenminister Sarkozy es sogar verbieten wollte, so sprach es vielen Jugendlichen aus der Seele. Die Klage scheiterte vor Gericht.

Das nun erniedrigende Bild der Frau, die nebenbei bemerkt, nicht mal in einem Burkini sondern nur mit einem dreiviertel Oberteil und einem turbanartigen Tuch gezwungen wird sich auszuziehen, wird auf der einen Seite den Rassismus und auf der anderen den Hass weiter schüren. Dieser Hass wird zu neuen und sich immer weiter häufenden Gewalttaten führen. Die meisten dieser Gewalttaten werden sich in den Vorstädten entladen, einige andere werden im Namen Allahs ausgeführt und in das Gewand des IS oder anderer Gruppierungen gekleidet. Und doch wird bei allen die Quelle in der immer wiederkehrenden Marginalisierung und Erniedrigung von fast 5 Millionen Muslimen in Frankreich zu finden sein.

Ich habe weder die Erniedrigung noch den Hass ertragen und kehrte 2008 dem Land den Rücken zu und wohne seitdem mit meiner französischen Frau in Deutschland.

In Tunesien trägt heute jeder was er will, in der Stadt und auch am Strand. Dort liegt oft eine Frau im Burkini nicht weit von einer Frau im knappen Bikini. Das gleiche geht auch in Marokko, Ägypten, der Türkei, Jordanien und vielen anderen islamischen Ländern.

Bevor es also heißt: In Saudi-Arabien kann man sich auch nicht im Bikini an den Strand legen, sollte man sich überlegen, ob Frankreich sich wirklich ausgerechnet mit Saudi-Arabien vergleichen möchte.

Re: Hier weiß doch nicht mal die Hälfte der Diskussionsteilnehmer......

Antwort von Lauch1 am 14.09.2016, 17:30 Uhr

Wenn man über Gesichtsverschleierung diskutiert, und darum gehts wohl, verwenden eben viele den Überbegriff Burka, obwohl es mehrere Verschleierungstechniken gibt.
Religiös begründet ist keine davon. Der Spiegel und Herr Augstein meinen Trägerinnen wären selbstbestimmt, wer sich diese Quälerei bei hohen Temperaturen ansieht, ahnt das Gegenteil.
Seriöse Literatur dazu gibts etliche, z Bsp in der Emma oder von E. Badinter.

Wer hier hatte denn schon mal ein wirklich negatives Erlebnis mit einer Burka-Trägerin?

Antwort von 3wildehühner am 14.09.2016, 17:31 Uhr

Ich frage mich gerade, wer hier schon ein negatives Erlebnis mit einer Burkaträgerin hatte bzw. inwieweit eine Burkaträgerin irgendjemanden in irgendeiner Art und Weise geschadet hätte?
Mir persönlich ist es ziemlich egal, wer was anzieht. Nonnen laufen auch in langen Gewändern mit verdecktem Haar herum. Und hier in der Diskussion wird ja auch das Kopftuch so gar nicht gut geheißen. Dabei hat hier auf dem Dorf beim Straße kehren jede 4.ältere Dame so ein Teil auf dem Kopf.

Ich lag letztlich in einer großen Uniklinik-da habe ich auch sehr viele Frauen gesehen, die Niqab oder Burka trugen. Mit einigen bin ich auch Aufzug gefahren. Es waren sehr höfliche, freundliche Frauen. Sie haben sogar alle gegrüßt-das war bei den Deutschen nicht selbstverständlich.

Ich persönlich hatte noch NIE irgendeinen Nachteil durch sich verhüllende Frauen.
Allerdings auch noch keinen durch einen Flüchtling oder Migranten oder "Medizintouristen"

Ich kann es nicht mehr haben - ich auch nicht

Antwort von tonib am 14.09.2016, 17:32 Uhr

Ich hatte es schon vor einiger Zeit mal geschrieben - es gibt eine ganze Reihe von Ländern mit Vollverschleierungs-Verbot, teils aus religiösen, teils aus Sicherheitsgründen. Aktuelle Erfahrungen im Tessin sind positive. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat sich an einem Verbot nicht gestört. Zum religiösen, geschützten Kernbereich gehört das Tragen nicht.

Ich finde, wir könnten ruhig mal etwas mutiger unseren Gestaltungswillen durchsetzen statt immer zu beklagen, dass uns ja leider die Hände gebunden seien. Wenn man denn politisch will, natürlich.

Re: 2 Diskussionen ....

Antwort von shinead am 14.09.2016, 17:49 Uhr

Doch, die anderen gibt es. Aber ich konzentriere mich nicht so sehr auf diese Gruppe wie Du.

Re: Ich kann es nicht mehr haben

Antwort von shinead am 14.09.2016, 17:53 Uhr

>>Wenn man in zehn Jahren nur zwei Vollverschleierte gesehen hat, kann es das gar nicht geben, und diejenigen, die ein Verbot möchten, sollten an ihrer Toleranz arbeiten.

Die Kombination meiner Erfahrung mit dieser Quintessenz ist nicht das, was ich geschrieben habe.

Ich bin eher wenig tolerant gegenüber der Vollverschleierung. Ein Verbot würde ich aber nicht auf religiöse Bekleidung, sondern eben auch auf Verkleidungen erweitern.

Re: 2 Diskussionen ....

Antwort von Blueberry am 14.09.2016, 17:57 Uhr

Ich konzentriere mich nicht darauf, aber ich verschließe davor eben auch nicht die Augen und stelle schlicht und ergreifend fest, dass andere Länder, die sich dieser "alle reinkommen"-Flüchtlingspolitik nicht anschließen, gewisse Probleme/Vorfälle eben nicht haben.

Und ich stelle fest, dass MIR das eben besser gefällt, nicht an jeder Ecke Kopftuchgeschwader und arabische Männergruppen zu sehen.

Re: Wer hier hatte denn schon mal ein wirklich negatives Erlebnis mit einer Burka-Trägerin?

Antwort von Lauch1 am 14.09.2016, 17:57 Uhr

Nein hatte ich nicht, trotzdem finde ich den Anblick einer völlig verhüllten Frau samt Handschuhe befremdlich und bedrohend.
Nonnen sind nicht so verhüllt, die Ganzkörperverhüllung hat auch keinen theologischen Hintergrund, und wo immer sie eingeführt wurde, Iran 1979, Taliban, gab es Proteste der betroffenen Frauen und massive Gewalt. Von Freiwilligkeit keine Spur.

Ja

Antwort von Tai am 14.09.2016, 17:58 Uhr

Ja, ich würde mir auch wünschen, dass es ein Verhüllungsverbot gibt.

Auch der ständige Verweis auf das Grundgesetz und die Religionsfreiheit (was ja eh fraglich ist) ist in meinen Augen nicht haltbar.
Es ist doch wohl ein Abwägen der verschiedenen Grundrechte, und Menschenwürde und Gleichberechtigung werden mit der Vollverschleierung verletzt.

Aber es wird bei uns kein Gericht geben, das diese Entscheidung trifft. Auch Richter wollen Karriere machen...

Wünschenswert, aber sicher utopisch, wäre ein komplettes Verhüllungsverbot der Mädchen bis zur Volljährigkeit.

Der Vergleich des Tragens eines Gesichtsschleiers mit einer Karnevalsmaske ist übrigens höchst albern. ebenso der Vergleich mit kopftuchtragenden putzenden Frauen.
Wer erkennt den Unterschied???

@shinead

Antwort von Petra28 am 14.09.2016, 18:07 Uhr

"Ein Verbot würde ich aber nicht auf religiöse Bekleidung, sondern eben auch auf Verkleidungen erweitern."

==>Das wäre aber schade...

https://www.youtube.com/watch?v=y3yRv5Jg5TI

Re: Wer hier hatte denn schon mal ein wirklich negatives Erlebnis mit einer Burka-Trägerin?

Antwort von 3wildehühner am 14.09.2016, 18:10 Uhr

"befremdlich" finde ich auch stark übergewichtige Damen in knappen Hot-Pants und Bauchfreiem Oberteil. Trotzdem würde ich das niemandem verbieten.
Und ich persönlich empfinde rechtsgelagerte Mitmenschen in Bomberjacke und Springerstiefeln mit weißen Schnürsenkeln sehr,sehr bedrohlich und extrem befremdlich! Aber in unserem Land darf sich nun mal JEDER Mensch sich so kleiden, wie er möchte.
Und ich finde es anmaßend, direkt allen Burka und Niqab tragenden Frauen zu unterstellen, sie täten dies nicht freiwillig.
Natürlich gibt es das auch. Aber da hilft kein Verbot, sondern Aufklärung. Verbote führen erst recht zur Isolation!!!! und verhindern Integration!

Re: Wer hier hatte denn schon mal ein wirklich negatives Erlebnis mit einer Burka-Trägerin?

Antwort von 3wildehühner am 14.09.2016, 18:10 Uhr

"befremdlich" finde ich auch stark übergewichtige Damen in knappen Hot-Pants und Bauchfreiem Oberteil. Trotzdem würde ich das niemandem verbieten.
Und ich persönlich empfinde rechtsgelagerte Mitmenschen in Bomberjacke und Springerstiefeln mit weißen Schnürsenkeln sehr,sehr bedrohlich und extrem befremdlich! Aber in unserem Land darf sich nun mal JEDER Mensch sich so kleiden, wie er möchte.
Und ich finde es anmaßend, direkt allen Burka und Niqab tragenden Frauen zu unterstellen, sie täten dies nicht freiwillig.
Natürlich gibt es das auch. Aber da hilft kein Verbot, sondern Aufklärung. Verbote führen erst recht zur Isolation!!!! und verhindern Integration!

Re: Wer hier hatte denn schon mal ein wirklich negatives Erlebnis mit einer Burka-Trägerin?

Antwort von Lauch1 am 14.09.2016, 18:21 Uhr

Das ist doch eine reine Behauptung. Im Tessin sind Gesichtsverhüllungen verboten und die arabischen Touristinnen sind ebenso zahlreiche vor Ort wie zuvor.

Und den Vergleich mit Hot Pants finde ich daneben. Unter Kombinieren, unter den Taliban wurden Frauen, die sich weigerten die Gesichtsverhüllungen anzulegen, mit Säure überschûttet. In Syrien verbrennen in den vom IS befreiten Gebieten Frauen ihre Gesichtsverhüllungen.

Re: 2 Diskussionen ....

Antwort von Danyshope am 14.09.2016, 18:22 Uhr

Noch menschenverachtender ist eigentlich nur Australien. Die stecken die Flüchtlinge in Lager wo Frauen und Kinder zur Prostitution gezwungen werden. Aber solche Länder sollen wir uns ja als Vorbild nehmen....

Ich weiß auch nicht warum man vor Kleidung Angst haben muss. Mir ist es egal ob wer verschleiert ist oder nicht. Selbst dann wenn ich alleine unverschleiert im Bus sitzen würden. Wobei ich mich immer frage wo das genau sein soll. Hier bei uns jedenfalls hält sich das im Grenzen. OWL (Großraum Bielefeld) scheint da kein ausreichend großes Ballungszentrum zu sein. Klar, es gibt ein paar verschleierte mehr und viel mehr ausländisch sprechende Kinder im KiGa - na

Vielleicht ist das eher ein Probleme der Groß-Städter - nämlich das die eh schon so anonymisiert leben, das sie derartig Panik schieben wenn da wer "andersartiger" um die Ecke kommt.

Re: Wer hier hatte denn schon mal ein wirklich negatives Erlebnis mit einer Burka-Trägerin?

Antwort von Joplin am 14.09.2016, 18:22 Uhr

Ich bin auch gegen ein Verbot. Denn man kann niemandem vorschreiben, wie er sich zu kleiden hat. Ich denke aber dass Burka und Nikab durchaus die Integration behindern. Denn die Frauen grenzen sich dadurch meiner Meinung nach komplett ab. Was natürlich der Nazi in der Bomberjacke auch tut.

Aber ehrlich, eine Frau mit Burka ist für den Arbeitsmarkt nicht zugänglich. Was für eine Art Vorstellungsgespräch soll man denn mit ihr führen? Wenn man sein Gegenüber nicht sehen kann? Wenn man nicht weiß, wer sich unter dem Stoff verbirgt?

Vor Allem schreibt die Religion das nicht vor!

Ich kann jetzt auch im Froschkostüm durch die Gegend rennen , meine Sache. Bloß in der Gesellschaft anerkannt werde ich damit halt nicht. Das muss mir dann klar sein.

Wenn ich mit Springerstiefeln und Bomberjacke herum renne, darf ich wahrscheinlich bei der Kindergartenfeier keinen Kuchen verkaufen und Kinderbelustigung machen. Das ist dann halt so. Das habe ich dann selbst gewählt und muss mit den Konsequenzen leben. Wenn es unter Zwang geschieht, ist es noch schlimmer und auch traurig.

Aber der Staat darf da m.M.nach keine Vorschriften machen.

Re: Wer hier hatte denn schon mal ein wirklich negatives Erlebnis mit einer Burka-Trägerin?

Antwort von Lauch1 am 14.09.2016, 18:31 Uhr

Sollte Chomeini heißen, blöde Autokorrektur.

Re: 2 Diskussionen ....

Antwort von Danyshope am 14.09.2016, 18:33 Uhr

Weiterentwickelt?????

Ich würde eher sagen, ein großer Teil entwickelt sich eher wieder rückwärts. Wer zB AfD und Co gut findet eindeutig. Wer sich mal deren Wahlprogramm durchgelesen hat kann da nichts entdecken was wirklich "Weiterentwicklung" bedeutete - im Gegenteil. Aber Hauptsache Frau bleibt dann daheim, ist eh mit Pflege der Angehörigen und der Kinderbetreuung bestens versorgt - dann ist das mit der Selbstständigkeit auch bald hinüber. Mal schauen wann wir dann wieder alle Kopftuch tragen.

Und wenn Tschechen so klasse ist, warum kommen dann so viele Tschechen nach Deutschland? Laut der Seite wo ich gerade drüber gestolpert bin, sind auch 2/3 aller Deutschen wohl wieder zurück nach Deutschland - scheint also doch nicht sooo der Hit zu sein dort. https://auswandern-info.com/tschechien.html

Zumal ich mal stark bezweifel das die bei deren Ausländerpolitik jubeln wenn da dann deutsche Flüchtlinge auftauchen - denn nichts anderes ist man dann ja auch wo in vieler Menschen Augen. Ist dann mal die andere Seite, selbst im eigene Land über die Flüchtlinge schimpfen und dann selbst als Flüchtling in ein anderes Land gehen wollen.

Re: Wer hier hatte denn schon mal ein wirklich negatives Erlebnis mit einer Burka-Trägerin?

Antwort von Lauch1 am 14.09.2016, 18:34 Uhr

Und wenn jemand auf die Idee kommt Kukluksklan Kutten zu tragen, oder NS Uniform?'

Re: genau

Antwort von Einstein-Mama am 14.09.2016, 18:38 Uhr

Bene dick de meint und nimmt das ernst! Oder meinst du die ist echt so doof liest da versehentlich?

Was ist schon negativ?

Antwort von Shanalou am 14.09.2016, 18:41 Uhr

Ich habe vor Ewigkeiten mal in Neukölln gearbeitet. Auch damals gab es schon ziemlich verhüllte Frauen ( keine Gesichtsverhüllung). Wenn ich eine solche Patientin hatte (bin Physio), war es immer ein furchtbares Theater, da immer der Mann dabei war und ja geschaut hat, dass niemand durch den Vorhang spickt. Ich hatte eine recht junge Frau in Behandlung und mein Chef kam zu mir in den Therapieraum um mir etwas mitzuteilen. Das Theater war furchtbar. Nicht mein Chef wurde angebrüllt sondern die junge Frau, die übrigens vollständig bekleidet war, nur eben keinen Walleumhang.
Warum sollten diese Frauen nicht nett sein? Aber das Frauenbild, das sie nach außen tragen ist nicht nett! Ich finde es auch sehr unhöflich so in Deutschland herum zu laufen, da es hier absolut nicht üblich ist. Eine Nonne damit zu vergleichen ist doch doof, bei ihr sehe ich das als Berufskleidung. Und Kopftücher bei alten Frauen, die nicht jeden zweiten Tag die Haare waschen und sich gegen Dreck schützen, ist doch was völlig anderes.
Warum tragen denn muslimische Männer keinen Niqab, oder ähnliches?
Bei einem Verbot bin ich zwiegespalten. Es ändert erst mal nichts an der Einstellung und die ist ja eigentlich das Problem, aber richtig abgeneigt bin ich auch nicht. Das Tragen solcher Symbole sollte in öffentlichen Einrichtungen verboten werden und zwar auch das Kopftuch, das fände ich auf jeden Fall nicht schlecht.

Re: Wer hier hatte denn schon mal ein wirklich negatives Erlebnis mit einer Burka-Trägerin?

Antwort von Joplin am 14.09.2016, 18:45 Uhr

Dann wird er gesellschaftlich auch keinen Fuß auf den Boden bekommen. Wobei Ss Uniform verboten ist. Aus gutem Grund. Das ist aber meine Meinung nicht mit Burka vergleichbar.NS Uniform steht für ein großes Verbrechen. Für Massenmord, für Krieg. Der Vergleich hinkt. Anderes Beispiel :ich komme auf die Idee Krishna anzubeten und trage nur noch wallende gelbe Gewänder. Darf ich machen. Kann ich so aber ganz normal integriert in der Gesellschaft leben? Wohl kaum.

Mein Chef würde mich fragen ob ich einen an der Waffel habe und Freunde würden sich mit mir nicht mehr in Offentlichkeit trauen. Ich hätte mich selber Stigmatisiert. Das ist einfach so. Oder sieht das jemand anders?

Und nochmal :der Islam schreibt den Frauen nicht vor nur mit Sehschlitz und ansonsten komplett verhüllt durch die Gegend zu rennen. Nirgends steht dass es verboten ist sein Gesicht zu zeigen.

Kopftücher sind etwas anderes, da sieht man das Gesicht. In unserer Gesellschaft ist es einfach üblich und wichtig, Gesicht zu zeigen. Alles andere grenzt aus. Dessen müssen sich die Frauen bewusst sein.

Re: Wer hier hatte denn schon mal ein wirklich negatives Erlebnis mit einer Burka-Trägerin?

Antwort von Danyshope am 14.09.2016, 18:55 Uhr

Ich unterschreibe hier mal voll.

Für mich ist es absolut intolerant einem anderen Menschen vorzuschreiben was dieser anziehen darf oder nicht. Wenn wer meint verschleiert auf die Strasse gehen zu wollen, dann darf er das genauso wie jemand der im Mini auf die Strasse geht. Wenn es ein Mann ist würde ich zwar komisch schauen, ebenso wenn es eher vom Umfang nicht passt, aber sei es drum. Ich würde sicherlich nicht hingehen und fordern, in Zukunft dürfen nur noch Frauen mit Kleidergröße 34 mit ausreichend langen Beinen und gut gebräunt Minis anziehen - selbst wenn wohl jeder weiß das viele das in erster Linie machen weil sie Aufsehen haben wollen. was eh die Frage aufkommen lässt, warum dieser Diätenwahn, dieses dem anderen gefallen wollen - wenn nicht aus dem Grund heraus das wir das alles oft in erster Linie für andere machen. Und eben nicht immer für uns. Wenn wir kein weißes Kleid auf der Hochzeit tragen - dann der Braut zuliebe, wenn wir schwarz oder dunkel anziehen auf Beerdigung - dann der Trauenden zuliebe, wenn wir nicht in Fetzenjeans und Glitzertop zum Arbeitsessen gehen - dann wohl dem Chef oder den Auftragsgebern wegen. Auch das sind wo "Kleiderzwänge" - aber die scheinen OK zu sein. Dabei "erniedrigt" sich jeder von uns dabei auch wo - wenn man wirklich mal ehrlich sich gegenüber wo ist.

Ich bleibe dabei, nicht die Kleidung ist das Problem, sondern das was einige Menschen mit dieser assozieren - das ist dann aber Problem dieser Menschen. Man kann damit versuchen umzugehen oder aber man macht sich selbst klein und läßt einfach wen höheren das "Problem" lösen. Indem man es zB einfach per Gesetz verbietet, dann muss man sich selbst der eignen Probleme und Ängste nicht mehr stellen. Hörigkeitsdenken läßt grüßen.

Re: Wer hier hatte denn schon mal ein wirklich negatives Erlebnis mit einer Burka-Trägerin?

Antwort von Lauch1 am 14.09.2016, 19:01 Uhr

Die Gesichtsverhüllung ist genauso ein politisches Symbol, ohne religiösen Hintergrund, wie du völlig richtig schreibst.
Warum so getan wird, als handle es sich um ein Wohlfühloutfit, dessen genaue Bezeichnung extrem wichtig ist, ist mir schleierhaft.

Re: Wer hier hatte denn schon mal ein wirklich negatives Erlebnis mit einer Burka-Trägerin?

Antwort von Joplin am 14.09.2016, 19:03 Uhr

Die Frauen verbrennen sie, weil sie froh sind dieses Symbol der Unterdrückung nicht mehr tragen zu müssen. Unr hier kämpfen selbsternannte Feministinnen für das Recht, sich unterdrücken zu lassen. So ist das. Seltsame Welt.

Re: Wer hier hatte denn schon mal ein wirklich negatives Erlebnis mit einer Burka-Trägerin?

Antwort von Joplin am 14.09.2016, 19:07 Uhr

Ich verstehe es auch nicht und ich bin glücklich, dass ich nicht gezwungen bin, es zu tragen. Ich darf mich zeigen. Das ist etwas selbstverständliches für uns. Dafür können wir dankbar sein. Wir sind nicht gezwungen, uns zu verstecken. Das ist Freiheit.

Die Freiheit zur Unfreiheit muss aber jedem auch gegeben sein. Sonst ist es keine Freiheit mehr, sondern eine andere Art von Zwang. Das ist das Dilemma.

Wir müssen die Toleranz aufbringen, Intoleranz zu akzeptieren. Wir müssen die Freiheit bieten, unfrei sein zu dürfen. Schräg.

Re: Was ist schon negativ?

Antwort von Kastanie34 am 14.09.2016, 19:20 Uhr

Was ist daran schlimm wenn eine Verhüllung ein politisches Symbol ist? Man darf ja wohl noch seine Religion zeigen. Andere tragen Kreuze, da weiß ich auch welcher Religion sie angehören.

Wie jemand seine Religion ausdrückt bleibt immer noch ihm überlassen. Ob uns diese Art Religion passt oder nicht ist unser Problem. Wir können niemand aufzwingen was wir glauben.

Und als Sicherheitsmaßnahme ein Verhüllungsverbot aussprechen ist auch absoluter Quatsch. Damit man ja jeden über Kameras erkennen kann. Ich bin sowieso dagegen das überall Kameras hängen sollen. Ich möchte meine Privatsphäre haben egal wo ich bin.

Und wenn ich z.Bsp. beim Arzt sitze und gegenüber ist jemand verhüllt und ich habe Angst ist das mein Problem. ICH hab die Angst. Und dagegen muss ICH was unternehmen.

Re: Ich kann es nicht mehr haben

Antwort von Nesaja am 14.09.2016, 19:21 Uhr

Ach tai das hast du schön geschrieben. Da fühl ich mich gleich wohl.

Re: Wer hier hatte denn schon mal ein wirklich negatives Erlebnis mit einer Burka-Trägerin?

Antwort von stjerne am 14.09.2016, 19:25 Uhr

Du gehst davon aus, dass jede Frau die Burka oder den Niqab freiwillig trägt. Ist das so? Ich weiß es nicht. Teilweise bestimmt, da bin ich sicher. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass Leute genau deshalb nach Deutschland fliehen, weil sie so etwas hinter sich lassen möchten. Und dann empfangen sie hier die gleichen Strukturen und Menschen, die vehement dafür eintreten, dass der Zwang erlaubt bleiben muss.
Die haben dann wirklich Pech.

Re: 2 Diskussionen ....

Antwort von Blueberry am 14.09.2016, 19:27 Uhr

Ich bin also ein Flüchtling, wenn ich in ein Land gehe, die Sprache beherrsche (was bei mir der Fall ist) und dort eine Arbeit habe? Aha... Merkwürdiger Ansatzpunkt, der war mir nun neu. Ich hatte nicht vor, in das Land zu gehen, dort Asyl zu beantragen und den Tschechen auf der Tasche zu liegen, sondern (wenn dann) mein Leben dort aus eigener Kraft zu gestalten. Das ist ein winziger Unterschied, nicht?!

Du musst mir das nicht verlinken. Mir sind die Zahlen bekannt. Na und? Kennst du die Gründe, weswegen die Deutschen wieder zurück kehren? Ich kenne sie nicht, kenne aber dafür einige Deutsche, die dort leben und sich dort wohl fühlen.

Re: Was ist schon negativ?

Antwort von Joplin am 14.09.2016, 19:45 Uhr

Was hat es mit der Religion zu tun wenn man sein Gesicht nicht zeigen darf? Bitte erläutere mir warum ein Gott etwas gegen ein Gesicht hat und sage mir wo das geschrieben steht.

Re: Wer hier hatte denn schon mal ein wirklich negatives Erlebnis mit einer Burka-Trägerin?

Antwort von Danyshope am 14.09.2016, 20:00 Uhr

Nein, ich gehe nicht davon aus. ich bin aber dafür das eben jeder selbst entscheiden darf ob er könnte wenn er denn dann wollte.

Und die welche dazu gezwungen werden, da setze ich weit eher auf Aufklärung. Als eben auf irgendwelche Verbote. Die bringen nämlich gar nichts. Durch Aufklärung kann ich jemanden stärken - was bedeutet das die Frauen selbst irgendwann evtl dagegen aufbegehren werden wenn sie es wirklich dazu gezwungen werden. Aufklären kann ich aber nur wenn ich ungezwungen auf menschen zugehe - und das betrifft eben alle Parteien. Wenn ich aus Angst vor etwas oder jemanden anfange ihm etwas zu verbieten, dann grenze ich denjenigen wirklich aus und erreiche in der regel nur Gegenwehr. IMO erleben wir genau das gerade jetzt - teils tragen einige die Verschleierung nur deshalb, weil es eben so verpönnt ist, wäre es etwas "normales" würde es keinen wirklich interessieren. Jede Wette.

Mir geht Freiheit über alles, und Freiheit bedeutet eben auch, das niemand, wirklich niemand mir vorzuschreiben hat was ich anziehen darf. Und niemand bedeutete eben auch das es nicht der Staat darf. ich sehe die Notwenigkeit von Schutzkleidung ein - das ist dann aber eben begrenzt auf die entsprechende Tätigkeit. Aber ansonsten wie gesagt will ich selbst entscheiden dürfen. Wenn wir anfangen uns diese Rechte nehmen zu lassen - dann frage ich mich wo wollen wir aufhören?

Re: Was ist schon negativ?

Antwort von Shanalou am 14.09.2016, 20:01 Uhr

Eine Burka/Niqap zeigt in meinen Augen nicht die Religion, sondern das Frauenbild und die Moralvorstellungen der Religion. Kreuze tragen sowohl Männern wie auch Frauen, sie symbolisieren keine Geschlechterrollen. Natürlich kann man niemanden einen Glauben aufzwingen, aber Glaube ist das was im Kopf hat, nicht das was obendrauf ist.
Das Verhüllungsverbot ( wie gesagt, ich bin sehr gespalten) als Sicherheitsmaßnahme halte ich auch für absoluten Quatsch.
Aber muss man sich dieses Frauenbild jeden Tag vor Augen führen lassen? Müssen sich Muslimas, die kein Kopftuch, etc. tragen, indirekt oder direkt unter Druck setzen lassen dies auch zu tun?
Ich finde es wirklich sehr schwierig, aber ein solches Frauenbild, welches diese ganzen Kleidungsstücke symbolisieren, kann ich eigentlich nicht tolerieren, da meine Lebensweise von dieser Auslegung des Islam eigentlich auch nicht toleriert werden kann.

Re: Was ist schon negativ?

Antwort von Joplin am 14.09.2016, 20:05 Uhr

Im Christentum ist es nicht vorgeschrieben ein Kreuz zu tragen. Im Islam ist es nicht verboten sein Gesicht zu zeigen. Das ist doch alles Quatsch. Ich bin Christ. Ich werde nicht bestraft weil ich kein Kreuz habe. Ich gelte trotzdem als Christ. Mich hat noch nie ein Pastor angesprochen "wo ist dein Kreuzanhanger?"

Denn ich kann den tragen. Ich kann es auch ganz einfach sein lassen.

Offenbar geht das bei der Burka nicht. Da wird ja drum gekämpft als würde das Leben davon abhängen dass man sich verstecken darf.......

Re: Was ist schon negativ?

Antwort von Joplin am 14.09.2016, 20:09 Uhr

Ach so, gab es damals hier im Forum eigentlich auch so erbitterte Diskussionen darüber wie schlimm und unzumutbar es für die Christen ist, dass Kreuze aus öffentlichen Gebäuden verbannt wurden? Nur aus Interesse. Das war ja sicher für einige Christen enorm bitter und diskriminierend..... Gab es da Stimmen gegen das Verbot? Oder gab es da das aktuell noch gar nicht? Ist ja schon länger her.....

Re: Wer hier hatte denn schon mal ein wirklich negatives Erlebnis mit einer Burka-Träger

Antwort von kevome* am 14.09.2016, 20:14 Uhr

Niemand tritt dafür ein, dass der Zwang erlaubt sein soll. Freiwillig darf aber m. E. jeder tragen was er will. Und nur für die Freiheit sich so zu kleiden wie man es selber möchte, wird hier eingetreten.

Leider ist mein Beitrag dazu, den ein Tunesier verfasst hat, durch eine falsche Verlinkung untergegangen. Er bezieht sich zwar auf Frankreich trotzdem finde ich diesen Teil wichtig:
-Zitat Anfang- "Ich habe weder die Erniedrigung noch den Hass ertragen und kehrte 2008 dem Land den Rücken zu und wohne seitdem mit meiner französischen Frau in Deutschland.

In Tunesien trägt heute jeder was er will, in der Stadt und auch am Strand. Dort liegt oft eine Frau im Burkini nicht weit von einer Frau im knappen Bikini. Das gleiche geht auch in Marokko, Ägypten, der Türkei, Jordanien und vielen anderen islamischen Ländern.

Bevor es also heißt: In Saudi-Arabien kann man sich auch nicht im Bikini an den Strand legen, sollte man sich überlegen, ob Frankreich sich wirklich ausgerechnet mit Saudi-Arabien vergleichen möchte." -Zitat Ende-

Und hier der link zum ganzen Beitrag: http://www.rund-ums-baby.de/aktuell/Deswegen-mal-ganz-praktisch_710938.htm

wenn mir nur alles so wurscht wäre....

Antwort von kravallie am 14.09.2016, 20:16 Uhr

...wie das

Iran 1979, Zwangsverschleierung, Massenproteste von Frauen, Afghanistan

Antwort von Lauch1 am 14.09.2016, 20:17 Uhr

Talibanherrschaft, Zwangsverschleierung, Syrien, IS Zwangsverschleierung, Bahrain, Saudi Arabien, ...
Wo haben denn deiner Meinung nach Frauen so freiwillig ihr Gesicht verhüllt, wie man bei uns einen Minirock trägt?
Natürlich assoziiert man dieses Kleidungsstück mit der Erniedrigung von Frauen. Womit denn sonst?

Wieso ist das diskriminierend?

Antwort von Petra28 am 14.09.2016, 20:18 Uhr

Wieso sollten bei Trennung von Religion und Staat in öffentlichen Gebäuden religiöse Symbole hängen? Noch dazu Hinrichtungssymbole, was ich ja sowieso absurd finde, aber ernsthaft, das vergleichst Du mit der persönlichen Kleidungswahl?

Re: Wieso ist das diskriminierend?

Antwort von Joplin am 14.09.2016, 20:21 Uhr

Naja, hier behaupten einige es seien religiöse Symbole. Was ich nicht so sehe. Was isses jetzt? Frei gewählter Kleidergeschmack? Das ist dann ja gut. Oder Symbol für die Minderwertigkeit der Frau im Islam? Dann gehört diese Kleidung in öffentlichen Räumen selbstverständlich verboten, denn religiöse Symbole haben in einem Staat der für Trennung von Religion und Staat eintritt ja nichts verloren.

Re: Shinead, wie schon gesagt, kommt es immer darauf an, wo man wohnt. In

Antwort von Leena am 14.09.2016, 20:22 Uhr

Bei uns hier im Ballungsgebiet habe ich bewusst einmal (ist aber schon was her) eine Frau mit Niqab (nicht Burka) gesehen - sie wirkt sehr jung, die Augen, die man sah, sehr geschminkt, sie bewegte sich ganz offensichtlich wirklich elegant und geschmeidig, hatte offenbar eine sehr gut Figur und lief sehr sicher auf sehr hohen Stöckelschuhen herum. Dazu ein "typisch arabisch aussehender" Mann und eine Ladung Kinder, vielleicht auch Geschwister der Frau, vom Alter her, keine Ahnung. Ich fand es ausgesprochen ungewohnt, gestresst oder gar bedroht fühlte ich mich von ihr definitiv nicht.

Ansonsten sehe ich im Alltag in der Regel "verhüllte" Frauen nur mit Hidschab, und da ist das Gesicht gut sichtbar und keine Einschränkungen im Sichtfeld o.ä. Und auch da fühle ich mich nicht bedroht. Wovon auch?

Ich kann ja nachvollziehen, dass es schwierig ist, sich einem "Gegenüber" gegenüber zu sehen, der komplett verhüllt ist, man weder Körperformen, Größe, Geschlecht etc. abschätzen kann, allenfalls ein Paar Augen. Da "fehlen" dann quasi viele nonverbale Signale, das verunsichert mich auch. Ja. Aber mir hat definitiv noch nie ein verhüllter Mensch irgendetwas getan.

Meine Tochter hatte übrigens als Kind panische Angst vor Nonnen. Ich weiß noch, als wir einmal meinen Schwiegervater in einem katholischen Krankenhaus voller Nonnen besucht haben... was man nicht kennt und was "anders" ist, das verunsichert, okay. Aber als erwachsener Mensch kann man doch in gewissem Rahmen zwischen persönlichem Kopfkino und den Realitäten unterscheiden.

Re: Iran 1979, Zwangsverschleierung, Massenproteste von Frauen, Afghanistan

Antwort von Danyshope am 14.09.2016, 20:25 Uhr

Willst Du es nicht verstehen oder kannst Du es nicht verstehen?

Es geht nicht darum das die Frauen gezwungen werden sich so zu kleinen wenn sie es denn dann nicht möchten, sondern es geht darum das jeder die wahl haben soll sich so zu kleiden wie er mag.

Wenn ich jemanden dazu zwingen etwas nicht zu tragen was er will, dann bin ich keinen Deut besser wie die welche andere zwingen etwas zu tragen was sie nicht wollen. bei beiden steht Zwang dahinter - und da ist es egal warum und weshalb. Denk einfach mal darüber nach.

Wenn die Frauen selbst von sich aus nicht verschleiert sein wollen, dann haben sie hier in Deutschland alle Chancen sich da so weit zu stärken das sie sich gegen einen zwang wehren können. dadurch eben das man ihnen die Wahl läßt und nicht indem man ihnen per Zwang den eigenen Willen aufzwingt.

Und DU assozierst damit Erniedrigung, andere eben nicht. Das ist DEINE Meinung. Und diese Meinung zwingst Du diesen Frauen auf - selbst denen welche ein Burka wirklich freiwillig tragen.

Ernsthaft jetzt?

Antwort von Petra28 am 14.09.2016, 20:27 Uhr

Wieso sollte ein Gott etwas gegen Homosexuelle haben? Oder etwas dagegen, dass man sich die Haare schneidet? Oder dass man Wurzelgemüse isst? Oder dass man Fleisch und Milchspeise zusammen isst? So etwas willst Du ernsthaft erläutert haben?

Re: Wieso ist das diskriminierend?

Antwort von Joplin am 14.09.2016, 20:28 Uhr

Wenn ich genau nachdenke, frei gewählter Kleidergeschmack kann es eigentlich auch nicht sein. Denn welche Frau sagt sich :ich finde es total chic mich komplett zu verstecken und ein schwarzes Tuch ist angenehm auf der Haut bei 33Grad im Schatten. Ich fühle mich da richtig wohl drin! "

Also doch religiöses Symbol das man nicht wie ein Kreuz im öffentlichen Räumen behandeln darf weil.......?

Symbol oder kein Symbol, das ist hier die große Frage!

Hinrichtungssymnol,versus Ubterdruckungs und Minderwertigkeitssymbol. Schwierig.......

Man könnte fast meine alle religiösen Menschen sind komplett gestört. Irre, krank und komplett bescheuert. Aber ich bin selber gläubig, komme aber ganz problemlos ohne Symbole über die Runden.

Re: Burkas sind doch problematischer als gedacht

Antwort von Muts am 14.09.2016, 20:31 Uhr

Ich würde ein Burkaverbot auch begrüßen- Kopftuch ist ok, aber man sollte das Gesicht gut erkennen können.

Wenn wir die Burkas hier dulden, müsste man doch in im Gegenzug in muslimischen Ländern dulden, dass "Ausländer" sich den Gepflogenheiten dort auch nicht anpassen- also mit Hotpants und knappen Top in Gotteshäuser schauen......

Re: Ernsthaft jetzt?

Antwort von Joplin am 14.09.2016, 20:37 Uhr

Im Koran zumindest steht nichts darüber dass eine Frau ihr Gesicht nicht zeigen darf. Deswegen frage ich wie man dazu kommt zu behaupten Gott habe ein Problem mit Gesichtern.

Re: Wieso ist das diskriminierend?

Antwort von Shanalou am 14.09.2016, 20:37 Uhr

Naja, da könnte man aber jetzt argumentieren, dass Deutschland eben kein säkularer Staat ist, trotz Kreuzverbot.

Re: Wieso ist das diskriminierend?

Antwort von Danyshope am 14.09.2016, 20:37 Uhr

Ja aber es wird ja gerade gefordert das der Staat einschreitet um eine religöse Sache zu verbieten - widerspricht ja auch wo der Trennung von Staat und Religion.

Wenn ich Frauen verbiete sich religiös zu kleiden, dann muss ich Nonnen auch die Tracht verbieten, der Priester/Pfarrer darf es ebenso nicht mehr und natürlich sind bei den Männern auch Kippas verboten und bei einigen christlichen Christlichen Kirchen die Kopftücher bei der Frauen. Gerade viele Baptisten tragen die hier nämlich. Wie gesagt, entweder ganz oder gar nicht - alles andere kann man nur als diskriminierend ansehen.

Re: Iran 1979, Zwangsverschleierung, Massenproteste von Frauen, Afghanistan

Antwort von Lauch1 am 14.09.2016, 20:39 Uhr

Du willst nicht verstehen. Die Gesichtsverhüllung hat nichts mit dem Islam zu tun, sie ist ein Symbol des politischen Islamismus.

Re: Wieso ist das diskriminierend?

Antwort von Joplin am 14.09.2016, 20:39 Uhr

Aber der deutsche Staat will keine religiösen Symbole in öffentlichen Gebäuden. Sakular ist er nicht, das stimmt.

Es geht um Symbole in öffentlichen Gebäuden. Ist die Burka nun ein religiöses Symbol? Oder hat sie mit dem Islam nichts zu tun? Viele Gelehrte sagen letzteres stimmt. Auch Imame, geistliche......

Re: Burkas sind doch problematischer als gedacht

Antwort von Danyshope am 14.09.2016, 20:41 Uhr

Welchen Christ kennst Du der in eine katholische Kirche geht in HotPants und knappen Top?

Ich kenne da keinen, weil die Menschen in der Regel so viel Anstand und Respekt haben solche Dinge eben zu beachten.

Re: Wieso ist das diskriminierend?

Antwort von Petra28 am 14.09.2016, 20:45 Uhr

Rein vom Hitzeaspekt betrachtet: http://www.general-anzeiger-bonn.de/besser-leben/familie/gary/Lange-Kleidung-bei-Hitze-article1107417.html

Re: Wieso ist das diskriminierend?

Antwort von Shanalou am 14.09.2016, 20:45 Uhr

Ich sehe das auch so, also kann das Argument für das Tragen auch nicht die Religion sein, aber wahrscheinlich auch nicht für das Verbot. Somit haben alle Burkaträgerinnen eigentlich nur einen furchtbar schlechten Geschmack? Oder sie sind irgendwie masochistisch veranlagt. Ich finde es auch erstaunlich, dass viele gläubige Menschen tatsächlich ohne Symbole klar kommen und nicht Angst haben in der Hölle zu landen.

Re: Iran 1979, Zwangsverschleierung, Massenproteste von Frauen, Afghanistan

Antwort von Danyshope am 14.09.2016, 20:47 Uhr

Du magst sie dafür sehen und machst sie deshalb als Symbol dafür. Für einige andere ist es etwas was sie eben tragen WOLLEN - weil einfach ihr Ausdruck für ihre eigene Überzeugung.

Wie gesagt, in meinen Augen ist ein Verbot genauso Zwang wie das was ihr dahinter seht - und beides kann ich nur verachten. ich puhle aber auch keinem SM-Anhänger aus seinem Latex-Anzug weil er den als Zeichen seiner Erniedrigung freiwillig trägt. Wenn er es mag, kann er das gerne machen. Und wenn nicht, sehe ich ihn als mündig genug an sich selbst dagegen aufzulehnen.

Re: Wieso ist das diskriminierend?

Antwort von Shanalou am 14.09.2016, 20:51 Uhr

Priester und Pfarrer tragen ihre Tracht nur zu Gottesdiensten, das fällt unter Berufskleidung. Bei Nonnen und Mönchen sehe ich das ähnlich. Bei den anderen Beispielen kann ich dir zustimmen.

Re: Iran 1979, Zwangsverschleierung, Massenproteste von Frauen, Afghanistan

Antwort von Lauch1 am 14.09.2016, 20:54 Uhr

Welcher Überzeugung? Die Gesichtsverschleierung hat keinen religösen Hintergrund.

Re: Wieso ist das diskriminierend?

Antwort von Lauch1 am 14.09.2016, 20:57 Uhr

Gesichtsverschleierung ist keine religiöse Kleidung. Es geht nicht um das Kopftuch!
Weder Nonnen noch Mönche verbergen ihr Gesicht.
Wie kann man das vergleichen?

Re: Wieso ist das diskriminierend?

Antwort von Joplin am 14.09.2016, 21:27 Uhr

Ich will ja gar nichts verbieten. Und -es ist keine religiöse Kleidung. Der Islam verlangt nicht dass man sein Gedicht nicht zeigen darf.

Das hat eher etwas mit der Machokultur zu tun und damit, dass die Frau Eigentum des Mannes ist. Im Koran steht nichts von Gesicht verdecken. Kopftuch ja, Körperformen verhüllen auch. Von Gesicht ist keine Rede.

Re: Wer hier hatte denn schon mal ein wirklich negatives Erlebnis mit einer Burka-Träger

Antwort von stjerne am 14.09.2016, 21:31 Uhr

Du, mir geht's nicht um ein Verbot. Ich finde es nur seltsam, dass man gegen Menschen wettert, die das Tragen der Burka einschränken wollen, aber diejenigen, die Frauen zwingen, sowas zu tragen, unbehelligt lässt.

Re: Burkas sind doch problematischer als gedacht

Antwort von stjerne am 14.09.2016, 21:51 Uhr

Also unsere evangelische Kirche ist bei diesen Temperaturen voller Leute in Hot Pants und Spaghetti-Trägern.

Re: Iran 1979, Zwangsverschleierung, Massenproteste von Frauen, Afghanistan

Antwort von stjerne am 14.09.2016, 22:00 Uhr

***Wenn die Frauen selbst von sich aus nicht verschleiert sein wollen, dann haben sie hier in Deutschland alle Chancen sich da so weit zu stärken das sie sich gegen einen zwang wehren können.***

Haben sie das? Das beschäftigt mich nämlich sehr. Die kommen hier an, können die Sprache nicht. Können durch den Sack auf ihrem Kopf keine nonverbale Kommunikation betreiben. Den Männern wird bestätigt, dass man ihre Burka-Rechte nicht antasten wird. Ist das wirklich so easy für die Frauen?

Wohlgemerkt, ich habe da auch keine Patentlösung. Ich sehe die auch nicht in einem Verbot. Ich sehe aber große Schwierigkeiten für Frauen, die zu sowas gezwungen werden. Ich hätte gerne, dass man die nicht aus dem Blick verliert. Auch wenn es nur wenige sind, brauchen die auch Toleranz und Hilfe.

Re: Burkas sind doch problematischer als gedacht

Antwort von Joplin am 14.09.2016, 23:03 Uhr

Unsere katholische Kirche auch. Ich ging neulich auch in kurzer Hose und Top zum Gottesdienst. Ich bin der Auffassung dass Gott sich mit Kleidungsfragen absolut nicht beschäftigt. Mein Gottesbild ist nicht das eines wütenden Richters der sich über Klamotten aufregt oder über das Liebesleben der Menschen.
Oder über sonstigen Käse. Ich glaube eher dass Gott Unfreiheit und Unterdrückung ablehnt. Hass, Intoleranz, solche Dinge. Aber jeder hat ja sein persönliches Gottesbild. Bei manchen ist er der wütende, böse Richter.

Also bete ich in kurzen Hosen, ohne Kreuz und mit meinem unverhüllten Gesicht. Ich muss mich weder vor Gott verstecken noch vor sonst jemandem..

Mit einem anderen Gottesbild käme ich auch nicht klar. Was uralte Priester evtl denken ist mir da relativ egal.

Aber etwas anderes als der wütende Richter...

Antwort von Petra28 am 15.09.2016, 8:11 Uhr

macht doch nun überhaupt keinen Sinn, es sei denn man macht bei der Allmacht und dem Allwissen Abstriche...

Re: Aber etwas anderes als der wütende Richter...

Antwort von Joplin am 15.09.2016, 9:01 Uhr

Mein Gott ist kein wütender Richter.

Jeder Mensch hat sein persönliches Gottesbild. Ich bin davon überzeugt dass Gott für das Schöne und Gute steht. Garantiert nicht für Hass und Gewalt, auch wenn das viele Islamisten wohl abstreiten werden.

Jedenfalls :wie logisch ist es denn dass ein Gott, der Schöpfer, keine anderen Probleme hat als den Menschen vorzuschreiben welche Kleider sie anzuziehen haben?

Wie logisch ist es dass der Allmächtige an Homophobie leidet?

Wie logisch ist es, dass der Allmächtige nicht will, dass Frauen ihr Gesicht zeigen?

Die Bücher wurden von Menschen geschrieben. Und sie zeigen das Gottesbild wie es vor 4000Jahren war. Vielleicht ist das Verhältnis zu Gott auch ein Prozess.

Wir sollten davon weg kommen Gott als brutalen Rächer und Mörder zu sehen, der die Menschen unterdrückt, denn das hat sehr viel Leid über die Welt gebracht.

Und Gott gab uns den freien Willen und ein gewisses Maß an Intelligenz. Vielleicht gehört es auch zum Sinn des Lebens selber herauszufinden, was richtig und was falsch ist.

Ein Schopfergott, ein Gott der Liebe, der anordnet Frauen zu foltern weil sie ihren Körper nicht verdecken, sorry, das geht nicht in meinen Kopf, ganz egal was wo geschrieben steht und was behauptet wird.

Und ich glaube an Gott. Aber nicht an so einen Gott.

Re: Aber etwas anderes als der wütende Richter...

Antwort von Petra28 am 15.09.2016, 9:29 Uhr

Dann glaubst Du an einen Gott der Liebe, der wegsieht...

Re: Aber etwas anderes als der wütende Richter...

Antwort von Joplin am 15.09.2016, 9:39 Uhr

Nein. Ich glaube dass uns Gott ganz bewusst die Freiheit gegeben hat selber zu entscheiden was gut und was böse ist. Gott gab uns den freien Willen.

Ich glaube das ist auch der Sinn des Lebens, dies heraus zu finden.

Gott ist für mich nicht der, der uns alles vorschreibt und bestraft.wir sind keine Kinder und wir sind keine Marionetten. Wir sind frei.

Das, was wir daraus machen, ist nicht schön. Das verbocken wir aber ganz alleine. Denn wir haben alle tief in uns eine Ahnung vom Guten, vom Schönen, von Frieden und von Liebe.

Warum können wir das nicht umsetzen und warum mißbrauchen wir Gott als Rechtfertigung dafür, zu foltern, zu unterdrücken und zu morden? Das ist in meinen Augen die größte Sünde.

Die Entscheidung liegt aber bei uns. Denn er hat uns den Willen gegeben. Und gleichzeitig hat er uns ein Gewissen gegeben. Und eine Ahnung was Vollkommenheit, Schönheit und Liebe ist. Das hat uns Gott geschenkt. Es steht uns frei, das umzusetzen. Wir tun es aber nicht. Wir zerstören seine Schöpfung. Wir fuhren Krieg.

Wir wurden in diese Welt hinein geworfen. Unsere große Aufgabe ist es, in dieser Welt zu versuchen gut zu sein.

Es ist nicht unsere Aufgabe uns gegenseitig zu unterdrücken.

Es ist nicht die Aufgabe Gott als Rechtfertigung dafür zu nutzen dass wir Menschen versklaven und unterdrücken. Soweit sind wir aber leider noch nicht.

Re: Aber etwas anderes als der wütende Richter...

Antwort von Petra28 am 15.09.2016, 10:35 Uhr

Das hilft dem verhungerten oder gequältem Kind aber nicht wirklich, dass es einen freien Willen hat, darüber zu entscheiden, was gut und was böse ist.

Re: Aber etwas anderes als der wütende Richter...

Antwort von Joplin am 16.09.2016, 9:18 Uhr

Du wünschst dir einen Gott, der wieder ein Papa Alles regelt?

Den gibt es nicht.

Re: Aber etwas anderes als der wütende Richter...

Antwort von stjerne am 16.09.2016, 9:46 Uhr

Der wäre in Zeiten der Not natürlich toll. Danach würde man sich allerdings gegängelt fühlen und sich auflehnen.

Warum sollte es denn den nicht geben können?

Antwort von Petra28 am 16.09.2016, 10:54 Uhr

Diese Vorstellung ist doch genauso berechtigt, wie Deine Vorstellung.

Bedecke deinen Himmel, Zeus...

Antwort von Petra28 am 16.09.2016, 10:58 Uhr

fiel mir gerade dazu ein. Lernen die Kinder das heute noch in der Schule? Meine lernen gerade zum zweiten Mal Herr Ribbeck von Ribbeck...

Re: Warum sollte es denn den nicht geben können?

Antwort von stjerne am 16.09.2016, 11:31 Uhr

Wenn Gott hier permanent alles zum besten regeln würde, wäre uns das ja wohl kaum entgangen. Dann würden wir in einer perfekten Welt, bzw. in einem goldenen Käfig leben
Also entweder regelt er alles und seine Vorstellungen einer bestens geregelten Welt entsprechen nicht meinen oder er respektiert unsere Selbständigkeit und regelt die Dinge nicht. Da muss sich nun jeder positionieren, der an Gott glauben möchte.
Wer das nicht möchte, lässt es.

Re: Bedecke deinen Himmel, Zeus...

Antwort von stjerne am 16.09.2016, 11:32 Uhr

Ich gehe davon aus, aber das ist Stoff der 10. oder 11. Klasse, da sind meine noch nicht.

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