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  Ergotherapeutin Krisin Windisch

Kristin Windisch
Ergotherapie bei Kindern

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Wie kann ich 6jährigen unterstützen, Schulregeln zu befolgen

Guten Tag Frau Windisch,

ich wende mich an Sie, weil ich hoffe, Sie haben einen Tipp für uns. Unser Sohn ist 6 Jahre alt und wurde letztes Jahr eingeschult, weil er knapp an der "Kann-Kind-Grenze" Geburtstag hat (Ende September - Stichtag war 1.10.)

Er ist für sein Alter sehr groß (1,34 m) und auch stark (nicht dick). Da bei der Schuleingangsuntersuchung keinerlei Bedenken bestanden, stand auch nie zur Diskussion, ihn ggf. zurückstellen zu lassen. Da würde er mit seiner Größe ja noch mehr auffallen...

Schom im Kindergarten war er robust, manchal etwas grob beim Spielen und wir waren 20x zur Ergotherapie. Dort wurde uns gesagt, er solle viel Trampolinspringen (weil er Probleme hatte, gezielt in der Mitte zu springen und einen Punkt zu fixieren), er fuhr immer Rollbrett in Bauchlage, um die Rückenmuskulatur zu stärken und bekam dann mit so einem elektrischen Massagegerät "Massage" - das war die Tankstelle... (er war damals 4). Das machte er gar nicht - er meinte immer, das kitzelt so sehr.

Die ersten 3 Monate der Schulzeit liefen toll. Er gab sich Mühe, arbeitete ordentlich und bekam gute Einträge in sein Hausaufgabenbuch. Bis zu den Herbstferien. Dann veränderte es sich. Dann hieß es oft "heute hast du unkonzentriert gearbeitet" oder "du musst nicht immer erster sein - arbeite sauberer" oder "heute warst du nicht so motiviert". Die Leistungen erbrachte er aber. Diktate, die ab Herbstferien geschrieben wurden waren max. mit 2 Fehlern, Mathearbeiten immer so um die 1-2 Fehler oder auch mal 0. Lesen ging auch recht gut. Nur die Zahlen und Buchstaben sehen nicht so schön "rund" aus, wie vielleicht von anderen Kindern.

Seit ein paar Wochen ist es so, dass er zunehmend (auch zu hause) Regeln missachtet. Ein NEIN sehr schwer bis gar nicht akzeptiert und wir auch nicht begrüßen, dann ständig "Strafen" einzusetzen wie "Fernsehverbot am Abend" "Spielverbot mit Freunden" usw.
Er sucht Aufmerksamkeit mit negativen Situationen - aber er bekommt zu hause Aufmerksamkeit. Wir kuscheln, wir spielen, wir kochen, wir reden...

Er hat zu Hause viele Kinder zum Spielen - die sind zwischen 4 - 9 Jahre in direkter Nachbarschaft. Leider orientiert er sich oftmals an den größeren und guckt sich Dummheiten ab und übernimmt gern deren Wortlaut.
Wir reden mit ihm, fragen, ob er weiß, was das heißt usw. und sagen ihm auch, dass wir das nicht möchten, dass er und wir so reden!

Nun hab ich gestern erfahren, dass er in der Schule ein Kind zu einer kleinen Dummheit angezettelt hat. Nichts großes, nichts schlimmes. Aber es hieß - ER war es. Nach Reden stellte sich raus - er hat gesagt "mach" und das andere Kind machte. Also haben beide Blödsinn gemacht. Die Eltern und wir haben mit beiden Kids geredet und erklärt und unserer hat sich auch bei dem Lehrer entschuldigt...

Nun schreibt die Lehrerin, er hört im Unterricht oftmals nicht zu - er schaut, was die anderen machen (vor allem, wenn er mit einer Aufgabe nicht zurecht kommt) und er macht gern Blödsinn mit den 4.Klässlern mit.

Ich bat nun um ein Elterngespräch, um gemeinsam zu gucken, wie wir da entgegenwirken können.

Dennoch macht es mir Sorge und ich hoffe ein wenig, dass Sie ggf. eine Idee haben wie ich ihn dahingehend fördern oder unterstützen kann, dass er wieder konzentrierter wird, und wieder Freude an der Schule hat.

Ich sorge mich, weil ich a) befürchte, er verliert den Anschluss b) befürchte, dass die Lehrer ihn nun abstempeln "der stört eh nur".
Eigentlich ist er ein total einfühlsamer, fürsorglicher Junge. Der auch super erkennt, wenn es jemandem nicht gut geht, der immer hilfsbereit ist.
Nur eben etwas unreif, wie ich finde,...

Entschuldigen Sie die Länge. Aber so können sie sich ggf. ein Bild machen.
Unsere Kinderärztin sagt, dass er ein ganz "normaler, lebendiger, süßer Bursche ist, der eben auch paar Flausen im Kopf hat".
Sie sieht da keinerlei Problem.

Aber wenn die Lehrer nun täglich irgendwas bemängeln - dann wird es kompliziert,... ich möchte ihm so gern helfen.

Herzlichen Dank
SchöneBlume


von SchöneBlume am 17.08.2017

Frage beantworten
 


*Antwort:

Re: Wie kann ich 6jährigen unterstützen, Schulregeln zu befolgen

Hallo, zunächst einmal das Eltern-Lehrer-gespräch abwarten. Vllt.sind die Einträge der Lehrerin auch als Feedback mit fürs Kind gedacht und nicht nur Handlungsaufforderung für die Eltern?für die Aufmerksamkeit hilft natürlich vorn nah bei der Lehrerin aber mögl.nicht genau am Fenster zu sitzen, vielleicht kann an der Sitzordnung was geändert werden. Die Orientierung an den größeren und deren Wortlaut ist gängig und es klingt schon gut und reflektiert, wie Sie ihm die Kommunikation zurückmelden. Heben Sie Momente positiv hervor, in denen er angemessen redet. Generell gilt es den Augenmerk auf die positiven Dinge zu lenken und dem Kind rückzumelden, wann er probl.Situationen schonmal gut gemeistert hat und wie ihm dies gelungen ist, um eben nicht über neg.zu viel Aufmk.zu erbringen. Es klingt als würde er die Leistungen ja trotzdem gut erbringen. Unterfordert ist er aber nicht,dass er aus Langeweile die Aufmerksamkeit schweifen lässt...? Suchen Sie das Gespräch mit dem Kind zum Thema Schule, was ihn stört,was er sich anders wünscht, dass Sie ihm helfen wollen ob er eine Idee dazu hat. Oft könnne Kinder die typ."warum...(klappt das nicht)?"-Fragen nicht so richtig beantworten. geeigneter wären dann Fragestellungen,die offener sind, z.B."was könnte dir dabei helfen, dich nicht abzulenken". Ansonsten gibt es in der Ergotherapie Konzentrationstrainings. Ob er das braucht kann ich aus der Ferne nicht beurteilen. Versuchen Sie ihn zu loben, Aufmk.zu schenken, zb.auch durch Lächeln, Nähe, wenn er sich gut konzentriert und ihm das rückzumelden. Ist die Motivation da, richtet sich der ganze Körper darauf aus (mit der Aufmk.,Konz.,Sitzhaltung,usw.)-deshalb klappts in Lieblingsfächern oft gut und in den ungeliebten weniger. Alles Gute

Antwort von Kristin Windisch am 17.08.2017
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