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  Ergotherapeutin Krisin Windisch

Kristin Windisch
Ergotherapie bei Kindern

 

Re: Spiegelverkehrtes Schreiben eines Kleinkinds

Hallo, da haben Sie ja ein lernbegieriges Kind ;) Sie haben recht, in dem Alter ist das noch nicht besorgniserregend und Sie haben die richtige Einstellung ihr da noch Zeit zu lassen und sicher durch ihren Beruf auch ein geschultes Auge darauf. In diesem Alter ist es auch eher ein "Nachmalen"von Buchstaben als ein richtiges Schreiben lernen,sprich das Auge und der Kopf erfassen den Buchstaben als Bild und er wird nachgemalt aber noch nicht immer mit dem buchstäblichen Schreiben in Zusammenhang gebracht. Das einzige was hier gegen ein nicht-korrigieren spricht ist die Automatisierung, sprich je öfter das Kind seinen Namen spiegelverkehrt schreibt, umso öfter wird es das Gehirn als "richtig"abspeichern und es ist später schwerer wieder umzulernen, dies betrifft zb.auch die Richtung eines Buchstaben, ob ein "i" von oben nach unten oder eben andersherum gemalt wird. Ich empfehle immer es gleich richtig beizubringen, weil es sonst eben später wesentlich mühsamer wieder umzulernen ist. Sie können korrigieren, aber nicht im Sinne von "das war falsch", sondern es selbst richtig daneben malen und sie zuschauen lassen und kommentieren, was Sie tun "ich male den Strich beim "i" von oben nach unten. Ich schreibe deinen Namen in diese Richtung, etc. Am Anfang schreiben viele Kinder ihren Namen oder einzelne Buchstaben spiegelverkehrt, es gibt sich aber meist schnell wieder.
Gelobt werden sollte auch immer die Motivation des Kindes/das Interesse am Malen/Schreiben und nicht nur das Ergebnis. Alles Gute


von Kristin Windisch, Ergotherapeutin am 15.09.2017
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