Der erste Brei - die Beikost

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Baby will keinen Milchbrei mehr. Welche Alternativen ?

Thema: Baby will keinen Milchbrei mehr. Welche Alternativen ?

Hallo zusammen. Ich habe ein kleines, großes Problem und bin langsam wirklich am verzweifeln. Mein Sohn wird am Fr. 10 Monate alt, er bekommt zur Zeit 3 mal Brei und 2-3 Flaschen Pre. 6 Uhr ca 200ml Pre 9 Uhr ca 200ml Pre 12 Uhr Gemüse Fleisch Brei & Nachtisch Obstbrei 15 Uhr Getreide Obst Brei 17 Uhr Milchbrei & Nachtisch Obstbrei 20 Uhr ca 150ml Pre zum schlafen. Er wollte schon bei Beikost beginn nie selbs gekochten Brei, also gabs immer Gläschen, so auch beim Milchbrei als dieser eingeführt wurde, die Breie zum selbst aufrühren verweigerte er. Die Gläschen hingegen hat er gegessen, ganz egal ob Grießbrei, Milchreis oder was es nicht alles gibt. Vor ca 1 Woche bekam er dann plötzlich einen Ausschlag egal ob bei den Milchbreien, Getreidebreien oder Mittagsessen wo Pasta drin ist. Die Ärztin sagte es ist wohl eine Unverträglichkeit gegen Weizen und Gluten, sollen wir erstmal weg lassen. Jetzt ist es so das er Mittags aufgrund dessen das es nicht so viel Auswahl gibt, selbst gemachten Brei isst, endlich aber auch nur frein püriert. Getreide Obst Brei bekommt er aus dem Gläschen, gibts leider nur 2-3 Sorten mit Reis & Hirse welches er essen darf. Abends haben wir nun das Problem das er nur Hirse oder eben Milchreis essen darf und beides möchte er nicht. Weder im Gläschen noch zum Aufrühren, wir haben so ziemlich alles durch, sei es Reisflocken,Schmelzflocken,Grießbrei, Hirsebrei nichts...egal ob mich Milch oder nur Wasser auch mit der Pre Milch angerührt nicht. Egal wie viel Obst ich rein mache er will es nicht, es wird sofort gewürgt den Kopf weg gedreht und sich geschüttelt. Milch Pur trinken also normale Kuhmilch und Kindermilch will er auch nicht, selbst mit etwas Obstbrei damit es nicht so nach Milch schmeckt, nicht. Brot darf er aufgrund der Unverträglichkeit ja nicht da bekommt er direkt einen Ausschlag. Allgemein von uns (wir essen Abends warm) bekommt er zwar immer sei es Kartoffeln, gemüse etc aber das isst er einfach nicht. Er hat noch keine Zähne und das kauen klappt nicht wirklich. Alles wird in den Mund geschoben aber direkt wieder raus gespuckt oder auf den Boden geworfen. Ich weis langsam nicht mehr was ich ihm noch versuchen soll zu geben. Von der Pre Milch wird er langsam nicht mehr satt und wollte ungerne nun wieder Abends auf diese zurück greifen da er ja mittlerweile schon einige Wochen Abends Brei bekommt. Ich wollte morgen mal diese Milchbreie mit Gemüse versuchen, wenn er das auch nicht isst weis ich auch nicht mehr weiter. Was kann ich ihm denn noch geben ? Vielleicht nochmal einen Obst Getreidebrei ? Wobei ich da angst hab das er sich von den 3 Sorten die es nur gibt, sich schnell satt sieht. Zum aufrühren nimmt er es ebenfalls nicht an. Oder sollte ich vielleicht Joghurt mit Obst versuchen ? Da wäre ja der Milchbedarf auch gedeckt . Was würdet ihr geben oder versuchen ? Bin über jede Erfahrung oder Tipps sehr dankbar.

von poldimaus2211 am 16.07.2018, 19:44



Antwort auf Beitrag von poldimaus2211

Dein Sohn trinkt ca. 550 ml Pre mit 10 Monaten, das ist völlig ausreichend. Mehr Milch braucht es eigentlich gar nicht. Ich würde nicht noch Joghurt oben drauf füttern. Es gibt glutenfreies Brot zumindest hier an jeder Ecke zu kaufen, bei Euch vielleicht als Backmischung? Dann könntest Du ihm einfach Brotstückchen mit dick Butter oder Avokado oder Mandelmus drauf füttern. Essen die meisten Kinder ganz gern. Oder eben abends noch einen Gemüsebrei mit 1 Essl. Hirse untergemischt. Oder Kartoffelscheiben mit Mandelmus, Butter ausprobieren. Oder glutenfreie Nudeln ganz weich kochen und pürieren, mal mit Butter oder Öl ausprobieren. Kommt der Obstbrei auch aus dem Gläschen? Die sind eigentlich nicht empfehlenswert, Obst sollte möglichst roh gerieben oder püriert angeboten werden und eigentlich reicht das nacjmittags im GOB, ist einfach viel Zucker in Obst. Ich würde zumindest abends den Obstbrei weglassen. Wenn eine Zöliakie im Raum steht, würde ich beim Allergologen vorstellig werden. Die Diagnose ist gar nicht so einfach.

von emilie.d. am 17.07.2018, 13:02



Antwort auf Beitrag von emilie.d.

Danke für deine Antwort:) Ja Glutenfreies Brot gibt es hier auch. Das normale Brot hat er bevor der Ausschlag und die Unverträglichkeit war, probiert mit Butter drauf, wurde aber noch nicht so wirklich gut angenommen. landete meist auf dem Boden. Glutenfreie Nudeln isst er im Mittagsbrei, wird immer gewechselt mal Reis, mal Nudeln, mal Kartoffeln mal nur Gemüse. Der Obstbrei kommt nicht nur aus dem Gläschen ich versuche ihm auch Obst immer so zu geben zum selbst essen oder eben zerdrückt wie eine Banane. Selbst püriert hab ich es noch nicht versucht, muss man es da auch vorher kochen oder kann ich das einfach so pürieren? Er bekommt meist 1 Gläschen Obstbrei auf den Tag verteilt, halbes nach dem Mittagessen und Abends den Rest, er hatte immer sehr Probleme mit festem Stuhl und durch das Glas auf den Tag verteilt klappt das super bisher. Allergologe hies es das in dem jungen alter noch keine Aussagekräftigen Tests gemacht werden können, es kann sein das er das einfach nur momentan nicht verträgt und man in 1-3 Wochen nichts mehr merkt. Wäre wohl sehr schwer rauszufinden. Habe aber gemerkt das seit ich Weizen und Glutenhaltiges weg lasse auch seine Neurodermitis besser geworden ist im Gesicht.

von poldimaus2211 am 17.07.2018, 13:26



Antwort auf Beitrag von poldimaus2211

Kinderärzte beraten mitunter falsch, insofern würde ich immer zusätzlich zum Allergologen gehen. Ohne jetzt beurteilen zu können, ob Euer KiA da richtig berät oder nicht. Mein Bruder reagiert auch auf irgendwas im Weizen, wobei nicht sicher ist, dass es tätsächlich Gluten ist, scheint es noch andere problematische Proteine zu geben. Scheint aber eher keine Zöliakie zu sein bei ihm. Bei ihm wird aber Neurodermitis etc. auch besser, insofern lässt er es weg. Genau, einfach selbst roh pürieren zum Smoothie sozusagen. Ich habe die Reste immer in der restlichen Familie untergebracht bekommen Im Moment halt ganz viel Melone, Honig, Wassermelone, Cantaloupe... Birne und Banane nehme ich wenig, weil extrem süß, va vollreif. Obst macht 'Stuhlkosmetik'. Wenn ein Kind z.B. Verstopfung hat, weil es die Stärke nicht zu Zucker zerlegt bekommt, dann sorgt das Pektin im Obst dafür, dass Wasser in den Darm fließt und der Stuhl so weniger fest ist. Davon wird die Stärke aber nicht besser verdaut. Die kommt so raus, wie sie oben reinkam. Da ist es eigentlich sinniger, weniger stopfende Lebensmittel zu verfüttern, die das Kind eben schon verdaut bekommt. Z.b. mehr Gemüse und Öl und weniger Getreide im Brei, Brei flüssiger machen. Fleisch stopft, könnte man auch probieren, ob Verdauung mit weniger besser klappt. Bei gekochtem Obst sind viele Sekundärstoffe und Vitamine hin. Dafür hat man in den Gläschen aber wirklich viel Zucker (schau mal hinten drauf) und auf süß will man die Kinder ja eigentlich nicht prägen. Insofern empfiehlt das FKE bei den Kleinen Obst tatsächlich nur im GOB oder eben als Vitamin C Quelle beim vegetarischem Mittagessen, so.man keine andere hat. Noch ein Wort zur Zöliakie. Die Diagnose ist wirklich schwer, neben bestimmten Antikörpern muss letztlich eine Biopsie vom Darm gemacht werden und es wird geschaut, ob die Entzündung weg geht, wenn man Gluten weglässt. Wenn man auf eigene Faust Gluten weglässt, müsste man zur Diagnosestellung theoretisch wieder wochenlang Gluten essen. Das ist ganz prima, wenn man tatsächlich Zöliakie hat, kannst Du Dir vorstellen. Ich habe keine Ahnung, wie das bei so kleinen Kindern gehandhabt wird, ich kenne es nur von meinem (erwachsenem) Bruder. Aber wenn Ihr so einen Verdacht habt, würde ich mich an einen erfahrenen Allergologen wenden, auch im Hinblick darauf, wann man wieder provoziert und wie.

von emilie.d. am 17.07.2018, 16:48