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Geschrieben von psb am 18.09.2008, 7:01 Uhrzurück

Re: genau

hallo!

ich geb jetzt auch mal meinen senf dazu.

ja, es ist teilweise hart. aber tatsächlich zu schaffen!

und inzwischen denke ich, dass es mit einem größeren abstand oder mit einem einzelkind so viel einfacher auch nicht ist.
ganz einfach aus dem grund: ALLES hat zwei seiten. teilweise habe ich doppelten stress - zwei bockende kinder sind sicher anstrengender als eines.
aber dann sind da eben auch wieder andere phasen. wir hatten tage, da haben die kinder von morgens bis abends zusammen gespielt - und wollten von mir gar nichts wissen, da habe ich dann umso mehr zeit für anderes gehabt.
mittlerweile hat sich das so eingespielt, dass die beiden jeden tag ihre aufmerksamkeit fordern (und auch bekommen), aber eben doch viel zeit miteinander wollen. dadurch, dass sie so nah zusammen sind, haben sie eben auch extrem viel voneinander. und das bedeutet für mich wiederum entlastung.

am schlimmsten fand ich die ersten wochen mit zweien. aber nicht wegen dem tagesablauf, der hat erstaunlich gut geklappt. die kleine wurde anfangs nachts stündlich wach - und hat dann eine halbe stunde getrunken- eine halbe stunde geschlafen, eine halbe stunde getrunken... tagsüber war das nicht so. nachdem das vorbei war, wurde es schon schlagartig leichter.
so lange die kleine sich nicht großartig fortbewegen konnte, wars auch kein großes thema, ich konnte sie auf die krabbeldecke legen und sie hat sich selbst beschäftigt. ich hatte sie viel im tragetuch - habe mich so mit ihrem großen bruder auf den boden gesetzt und gepielt. oder sie lag einfach dabei, wenn ich mit ihm gespielt habe.
wenn es irgendwo nicht gut läuft, dann muss man umorganisieren, wird erfinderisch. und dann gehts auch wieder besser.

als die kleine dann herumrobben und krabbeln konnte, musste ich da schon mehr hinterher sein - aber da muss die wohnung auch einfach kindersicher sein - und das ist sie vom ersten kind eigentlich ja schon.

und da konnte der große auch schon wieder mehr mit ihr anfangen - sind sie halt zusammen herumgekrabbelt.

und wenn das kleine kind dann anfängt zu laufen, dann gehts erst richtig los.
sicher gibt es durch das laufen auch wieder anstrengendere situationen - mit den beiden in die stadt gehen? nur mit geschwisterwagen, wenn ich alleine bin - und die beiden wissen sehr genau, dass sie da drin stitzen müssen, wenn sie nicht hören, wenn sie weglaufen usw.

jetzt, im nachhinein - in der gleichen situation würde ich es wieder so machen! ich werde keine zwei unter zwei mehr bekommen (ausser es werden zwillinge), weil ich eigentlich nur noch ein kind möchte und eben auch schon zwei habe. aber wenn ich in der gleichen situation stünde - ohne kinder und trotz aller probleme, die wir hatten, trotz unseres umzuges kurz vor der geburt der kleinen und und und - ich würde es wieder machen.
ich war in der schwangerschaft und auch kurz nach der geburt alleine mit den beiden - mein mann hat mich abends und am wochenende unterstützt, ansonsten war ich allein und es ist trotzdem zu schaffen!

eins noch: ich hatte eine phase, da ging ich wirklich auf dem zahnfleisch - ich konnte nicht mehr. da habe ich mir bewusst auszeiten genommen - habe mich im fitnessstudio samt sauna angemeldet und wenn mein mann zu hause war, bin ich eben teilweise los. ich habe mir zeit für mich genommen, habe abgeschaltet und es wurde schlagartig besser. ich hatte und habe im alltag wieder neue energie und meine nerven sind wieder wesentlich stärker.

mach dich nicht im vorfeld verrückt! es gibt stressige tage - so ist das mit kindern. die sind aber mit einem kind und ohne schwangerschaft auch stressig.
organisiert schon jetzt um - geht am wochenende zusammen einkaufen oder geh mal alleine los. finde lösungen für deine stressigen situationen.
jetzt muss dein partner mehr mit anpacken - auch wenn er arbeitet. für die vater-kind-beziehung ist es toll, wenn er sich am wochenende mal ein paar stunden alleine ums kind kümmert - und du hast eine auszeit.
bezieh dein kind möglichst viel ein. unseren beiden hat es in dem alter wahnsinnig spaß gemacht, mir die einzelnen wäschestücke aus dem korb zu geben, wenn ich wäsche aufgehängt habe.

vermeide es, dich viel zu bücken und alles, was dich sehr anstrengt. ich habe den großen zuletzt auf dem boden gewickelt, den wäschekorb auf einen stuhl gestellt usw usw. oft gibt es ganz einfache lösungen, die dir das leben etwas leichter machen.

in welcher schwangerschaftswoche bist du denn?

wegen deinen beschwerden sprech mit deiner hebamme und deinem arzt. vielleicht gibt es ja eine lösung. erkundige dich sonst auch wegen akupunktur und homöopathie.

ich hatte vorzeitige wehen - und da bekam ich durch die krankenkasse eine haushaltshilfe. wäre vielleicht schonmal etwas, was du im hinterkopf behalten kannst. also falls es wirklich probleme geben sollte, wirst du hilfe bekommen! das zu wissen kann ein stück sicherheit geben.
ach ja, die erste zeit nach der geburt kannst du unter umständen auch eine bekommen, wenn dein partner nicht frei bekommt. also ruhig blut, es gibt immer einen weg - und manche sind nicht so steinig, wie sie zunächst scheinen.

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