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Geschrieben von Vanessa1805 am 23.01.2023, 17:55 Uhr

Verzweiflung - Wann wird Stillen einfacher?

Hallo ihr Lieben,
ich bin aktuell echt am Verzweifeln was das Stillen angeht. Der Start beim Stillen ist schon alles andere als optimal verlaufen und ich habe nur noch das Gefühl, dass ich eine Baustelle behandelt bekomme und dann die nächste entsteht.

Aktuell habe ich pralle, auslaufende Brüste, die entzündet sind und immer mal wieder Fieber. Teilweise habe ich so Schmerzen, dass ich die Kleine nicht auf dem Arm nehmen will.

Unsere Kleine wird Morgen 7 Wochen alt. Letzte Woche hatte ich einen Termin mit meiner Hebamme bezüglich der Stillprobleme und heute war ich beim Frauenarzt mit dem Ziel abzustillen. Mein Frauenarzt meinte aber ich soll dem Ganzen nochmal eine Chance geben, weil es gibt schlimmere Fälle. Mittwoch habe ich einen Termin bei der Stillambulanz meines Krankenhauses (Stillberatung).

Überall lese ich, dass es mit der Zeit besser wird mit dem Stillen. Wann war es bei euch soweit?

Erhoffe mir hier auf diesem Weg noch einen kleinen Motivationsschub zu erhalten.

Liebe Grüße & einen schönen Abend.

 
5 Antworten:

Re: Verzweiflung - Wann wird Stillen einfacher?

Antwort von Kaffeemami am 23.01.2023, 20:31 Uhr

Hallo Liebe Mami,
fühl dich erstmal gedrückt! Ich denke, deine Situation haben leider ganz viele Mamis. Was du da beschreibst, hört sich nach einem Milchstau an? Hat der Arzt da was gesagt?
Falls nein: Fühlst du knoten die dazu noch rot und schmerzhaft sind?
Falls ja, dringen das Kind in Richtung Milchstau anlegen (mit dem Kinn) nach dem stillen kühlen (Bei Fieber vorher nicht wärmen!) ab
und an immer mal massieren die Stelle und ich hatte mir Quark wickel gemacht.
Die Brust muss sich erstmal mit dieser enormen Milchmenge auseinandersetzen. Wenn sich das erstmal eingependelt hat, dann wird sich die Milchmenge deinem Baby anpassen.
Ein Arzt und eine Hebamme können einfach keine Stillberatung ersetzten! Die Beraterin wird dir mit Sicherheit helfen
Gerade fühlt sich das stillen für dich schrecklich an und du denkst wieso habe ich mich dafür entschieden ABER glaube mir wenn das überwunden wird ist es einfach nur toll für dein Kind und dich Ich wünsche euch alles gute

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Re: Verzweiflung - Wann wird Stillen einfacher?

Antwort von Windpferdchen am 24.01.2023, 7:56 Uhr

Hallo,

ich hatte auch einen schlechten Stillstart, sei erstmal feste gedrückt!

Du hast es sicher schonmal gehört und es - genau wie ich - nicht sehr ernst genommen, aber: Milchstaus und Brustentzündungen mit Fieber haben fast immer Stress als Ursache. Ich weiß, Du glaubst das nicht, das ging mir auch so. Was für Stress sollte das schon sein, Du kommst doch mit allem gut klar. Aber Stress meint in diesem Fall nicht nur viel Arbeit, sondern auch Ängste.

Angst macht nicht nur Milchstaus. Sondern sie drückt die Abwehr wirklich runter und ermöglicht es Staphylokokken (die Brustentzündung und Fieber auslösen) leichter einzudringen.

Ich selbst musste erst lernen, dass das Wochenbett wirklich acht Wochen dauert, auch wenn man das körperlich kaum noch zu merken scheint. Ich musste lernen, Dinge liegenzulassen oder nur ein Minimalprogramm zu machen. Mich einfach mal mit dem Baby hinzulegen, ein bisschen zu gammeln, mit dem Baby zu schmusen, Musik zu hören. Wenn man denkt, man könnte alles schon wieder wuppen wie früher, dann sagt einem der Körper knallhart: Mädel, das funktioniert so nicht. Und dann wird man krank.

Die gute Nachricht ist: Ja, das Stillen wird irgendwann schön. Das war bei mir auch so, nachdem ich ein paar Gänge runtergefahren habe (was mir sehr schwerfiel, aber nötig war). Ich habe letztlich langzeit-gestillt, weil es das Bequemste und Praktischste von der Welt war: T-Shirt hoch und fertig ist die Mahlzeit. Aber auch, weil es etwas Inniges und Wunderbares ist, sobald nix mehr weh tut.

Ich würde also jetzt nicht sagen: Halte durch. Denn das hieße: Mach weiter wie bisher. Sondern ich sage: Tu, was du noch nie getan hast: Lass Dinge liegen, feiere Dich und Dein Baby, ruht Euch zusammen aus, faulenzt in den Tag hinein, auch wenn das eine innere Barriere bei Dir auslöst, weil das in unserer Gesellschaft eigentlich nicht „erlaubt“ ist. Tu‘s für Dein Baby. Und für Deine Gesundheit.

Sobald das Stillen dann fluppt, darfst Du wieder durchstarten.

LG

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Re: Verzweiflung - Wann wird Stillen einfacher?

Antwort von Mirabella23 am 27.01.2023, 15:55 Uhr

Noch etwas, auf keinen Fall Milch abpumpen, höchstens etwas Milch ausstreichen. Sonst wird die Milchproduktion noch mehr angeregt. Keinen Stilltee trinken versteht sich glaube ich von selbst. Meine Hebamme hat auch gesagt ich kann abends eine Tasse Pfefferminztee oder Salbeitee trinken nur nicht übertreiben. Ich lag nachts manchmal im Milchsee.
Alles andere wurde schon geschrieben. Es wird besser und irgendwann ist es das einfachste auf der Welt.

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Re: Verzweiflung - Wann wird Stillen einfacher?

Antwort von Keksii.Luv am 28.01.2023, 13:33 Uhr

Alles ist eine Phase, Hase.
Die Kleinen Dinger sind noch so zerbrechlich und du gibst ihnen die Chance das Leben zu entdecken, mit dir zusammen und dein Körper kann sogar dafür sorgen, daß es mit Essen und Getränken ausgestattet ist, ohne viel dafür zu tun.
Du bist ihr Anker, ihr Hafen, du bist der Kapitän auf ihrem noch unerfahrenen Weg selbst einmal Kapitän zu werden.
Schlaft gemeinsam, macht es euch gemütlich, genießt eure Kuschelzeit und auch das stillen.. es gibt nichts schöneres und nichts günstigers als das. < 3
Es ist: zermürbend, nervenaufreibend, Stress, Liebe, Geborgenheit, Sicherheit, gegen Ängste und so vieles mehr und dein Baby wird es dir danken, wenn du es schaffst mindestens 180Tage voll zu stillen.
Bei mir waren die ersten 3 Monate super, dann kam die Brustschimpfphase, viele Tränen auf beiden Seiten, aber immer im Hinterkopf, nur das Beste für mein Kind .. und siehe da, absoluter Milchjunkie mit heute 14Monaten. ;) Es ist absolut mit Höhen und Tiefen verbunden und wenn du es soweit geschafft hast, lass dich nicht einschüchtern, sondern mach weiter.
< 3
..Brustentzündungen sind unschön, lassen sich aber schnell beheben, bspw. durch Quarkwickel (Quark fingerdick auf Küchenrollempapier auftragen und auf die gerötete Stelle legen, bis er quasi trocken ist und krümelt, das ganze 3x am Tag) und wenn man natürlich Fieber hat, Mittel dagegen nehmen uuuund wenn es ganz schlimm ist, ein Antibiotikum nehmen und nicht vergessen, anlegen, anlegen, anlegen. (:

Stillen tut manchmal weh, aber wirklich zieh weiter durch.
Ich hoffe das hat motiviert. :p

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Re: Verzweiflung - Wann wird Stillen einfacher?

Antwort von SugarFree94 am 21.02.2023, 19:50 Uhr

Oje, das hört sich aber nicht gut an… also einen richtigen Milchstau hatte ich zum Glück nie, aber es hat locker 10 Wochen gedauert, bis ich nicht mehr jede Nacht in einer riesigen Milchlache aufgewacht bin und nochmal ein paar Wochen mehr, bis ich die Stilleinlagen weg lassen konnte.
Ich muss aber meiner Vorschreiberin recht geben: Milchstau und Entzündung kommen meistens vom Stress. Als ich mal die ersten Schmerzen und den ersten Knoten gespürt hab, wollte ich grad sehnlichst einen Spaziergang machen, um endlich mal raus zu kommen. Bin sofort umgedreht, erst warm geduscht und dann mit Baby ins Bett..
Baby mit dem Kinn zur harten Stelle angelegt und ein paar Stunden später war der beginnende Milchstau Geschichte.

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