Was mache ich bei wunden Brustwarzen?

Brustwarzen wund

© fotolia, Piotr Marcinski

Bei wunden Brustwarzen ist es hilfreich, die Beschwerden zu lindern und dem erneuten Wundwerden vorzubeugen. 

Aber falls Sie sehr genervt sind oder merken, dass Sie die Lust am Stillen verlieren: Lassen Sie sich von einer Hebamme oder Stillberaterin unterstützen.

Die Haut der Brustwarzen wird beim Stillen stark beansprucht. Wunde Brustwarzen und daraus resultierend starke Schmerzen beim Stillen können die Folge sein. Leider ist dieses Stillproblem ein sehr häufiger Grund für vorzeitiges Abstillen. Schätzungsweise 30 Prozent aller Mütter geben an, dass sie wegen schmerzender Brustwarzen abgestillt haben.

Doch wunde Brustwarzen lassen sich vorbeugen und auch behandeln. Durch eine Korrektur des Anlegens und der Stillposition heilen die Brustwarzen bei den meisten Müttern in kurzer Zeit wieder ab.

Richtig Anlegen

Das sorgfältige Anlegen an der Brust beugt am besten wunden Brustwarzen vor. Denn es sorgt dafür, dass Ihr Baby die Brustwarze samt Warzenvorhof richtig im Mund fassen und halten kann. Liegt Ihr Baby richtig, kann es auch bei wunden Warzen länger trinken. Deshalb öfter mal eine neue Stillposition ausprobieren, um die wunden Warzen zu entlasten. Auch wenn es schmerzt: Mindestens 10 Minuten sollten es pro Seite sein, damit das Kind satt wird.

Legen Sie das Kind erst an der gesünderen Seite an, die weniger weh tut. Das hilft Ihnen, locker zu bleiben. Außerdem fließt die Milch auf der zweiten Seite dann leichter, da das Saugen Ihres Kindes bereits den Milchspendereflex ausgelöst hat.

Öfter Stillen

Häufiges Stillen ist angenehmer - klingt überraschend, denn allein bei dem Gedanken, dass das Baby an der Brust andockt, schmerzt die Brustwarze. Doch es ist von Vorteil, wenn Sie Ihr Kind vorübergehend öfter anlegen: Sein Hunger ist nicht so riesig und Ihr Baby saugt weniger gierig. Auch ist die Brust nicht so voll und Ihr Kind kann sie leichter richtig fassen. Übrigens: Muttermilch ist eine prima Medizin, denn sie fördert die Heilung der Haut. Verstreichen Sie dazu nach dem Stillen die letzten Tropfen Milch auf Ihrer Brustwarze und lassen Sie die Brustwarzen an der Luft trocknen.

Schonung und Ruhe

Ruhe tut Ihnen und dem Baby gut, denn Schmerzen sind belastend und sie können dazu führen, dass Sie sich beim Anlegen Ihres Babys verkrampfen. Wahrscheinlich wird es Ihnen helfen, wenn Sie sich ein wenig verwöhnen. Vermeiden Sie Trubel, Termine oder Besuche soweit wie möglich, um sich auszuruhen. Damit die Milch leichter fließt, können Sie vor dem Anlegen ein paar Tropfen ausstreichen. Es ist auch angenehm, vor dem Stillen warm zu duschen.

Heilung für die Haut

Luft und Sonne wirken heilend: Die Haut an den Brustwarzen mag keine Dauerfeuchtigkeit. Nasse Stilleinlagen und BHs schnell wechseln und vorübergehend vorwiegend dünne, lose sitzende Sachen tragen. Besonders angenehm ist es, zwischendurch oben ohne herumzulaufen. Vielleicht können Sie Ihrer Brust am offenen Fenster ein kurzes Sonnenbad gönnen? Alternativ hilft eine Rotlichtlampe. Die gibt es in manchen Apotheken zum Ausleihen.

Manchmal steckt eine Pilzinfektion (Soor) hinter der Entzündung. Typische Anzeichen sind Juckreiz und/oder schuppige Stellen. Oft zeigen sich auch im Mund des Babys weiße Beläge. Kontrollieren sollte man das vor der Stillmahlzeit, sonst besteht Verwechslungsgefahr mit Milchresten. Bei Verdacht auf Soor sollten Sie zum Kinderarzt gehen. Sie brauchen ein Medikament für Ihre Haut und für Ihr Baby.

Zuletzt überarbeitet: Februar 2019

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