Die 37. Schwangerschaftswoche - 37. SSW

babybauch

© fotolia, Subbotina Anna

Die letzten vier Wochen

Je nach Ihrer individuellen Schwangerschaft, Ihrem Ausgangsgewicht vor der Schwangerschaft und nach Veranlagung, werden Sie in etwa 10 bis 14 Kilogramm zugenommen haben.

Kein Frühchen mehr

Ab der 37. Schwangerschaftswoche, also vier Wochen vor dem errechneten Geburts-
termin, bezeichnet man Babys nicht mehr als Frühgeburt. Käme es in der 37. SSW zur Welt, ist die Lunge bereits ausreichend gereift, so dass es in der Regel keine Atemunterstützung mehr benötigt.

Ihr Baby hat in den letzten Schwangerschaftswochen bereits eine komfortable Fettschicht von ungefähr 15% seines Körpergewichtes aufgebaut. Die Schicht dient als Energie- und Wärmespeicher. Es handelt sich um das braune Fettgewebe. Die Zellen enthalten sehr viele Mitochondrien, also Kraftwerke der Zelle, welche die Energie, die im Fettmolekül gespeichert ist, in Wärme umwandeln können.

Das Baby schläft viel und träumt dabei. Wenn es wach ist, kann es sich nicht mehr so ausgiebig bewegen, wie noch vor einigen Wochen. Dafür sind Tritte für Sie nun umso schmerzhafter. Vielleicht haben Sie aber auch ein rücksichtsvolles Baby im Bauch und es streckt sich nur vorsichtig. Vermutlich fühlen sich die Übungs- und Senkwehen für das Kind an wie eine angenehme Massage.

37. Schwangerschaftswoche: Das brauchen Sie in der Klinik

Stimmt schon, bis zum Termin sind es noch rund drei Wochen. Trotzdem ist es nun sinnvoll, die Dinge zu richten, die Sie auf der Entbindungsstation brauchen werden. Es kann ja sein, dass Ihr Kind etwas früher kommt als geplant. Das sollten Sie auf alle Fälle einpacken bzw. bereit legen:

  • Alle nötigen Papiere

    Dazu gehören Ihr Mutterpass, die Versicherungskarte, Ihr Personalausweis, Geburtsurkunde (wenn Sie nicht verheiratet sind), Heiratsurkunde oder Stammbuch (für die offizielle Eintragung des Babys). Notieren Sie die Sachen, die Sie momentan noch brauchen, wie Ausweis und Mutterpass, auf einen Zettel. Den können Sie oben auf Ihre Tasche legen, damit Sie diese Papiere am Ende nicht vergessen.

  • Bequeme Kleidung für die Geburt und das Wochenbett

    Günstig sind lockere Jogginganzüge oder übergroße Leggings und weite T-Shirts. Packen Sie lang- und kurzärmelige Sachen ein. Natürlich brauchen Sie auch Nachthemden oder Schlafanzüge, einen Bademantel, eine Strickjacke sowie Socken und rutschfeste Hausschuhe, in die Sie problemlos hineinschlüpfen können. Packen Sie Slips ein, die groß genug für dicke Binden sind. Alle Teile sollten gut waschbar sein, am besten aus Baumwolle. Achten Sie darauf, dass Sie Nachthemden, Schlafanzugoberteile und T-Shirts weit aufknöpfen oder gut hochschieben können: Das erleichtert Ihnen das Stillen sehr.
  • Zwei Still-BHs

    Lassen Sie sich im Fachgeschäft wegen der Größe beraten. Ihre Brust wird nach dem Milcheinschuss größer und voller sein. Zumindest in der ersten Zeit sollten Sie einen gut sitzenden Still-BH tragen, der die Brust stützt. Bei Still-BHs lassen sich die Körbchen vorne separat öffnen; das ist ideal zum Stillen und Auswechseln der Stilleinlagen. Es ist günstig, wenn Sie mindestens zwei Still-BHs haben. Anfangs läuft meist Milch aus und der BH kann durchweichen. Es ist hygienischer und angenehmer, wenn Sie dann einen zum Wechseln haben.
  • Alles für die Körperpflege

    Bürste, Föhn, Zahnbürste und -creme, Duschgel, Hautcreme, Deo - packen Sie aber nur die Grundausstattung ein. Dazu gehören auch ein paar Waschlappen und Handtücher.
  • Private Dinge

    Etwas zu lesen, Papier und Stift, wichtige Adressen und Telefonnummern, ein CD- oder MP3-Player mit Ihrer Lieblingsmusik, etwas Geld, eine Kamera und das Handy. Überlegen Sie, was Sie im Wochenbett wohl brauchen werden.
  • Eine Babygarnitur inklusive Jäckchen und Mütze für die Heimfahrt

    Dazu eine Babydecke. Diese Dinge kann aber auch Ihr Partner mitbringen, wenn er Sie aus der Klinik abholt. Vergessen Sie nicht, dass Sie bereits für die Heimfahrt unbedingt einen geeigneten Kinderautositz brauchen!

So entwickelt sich Ihre Schwangerschaft:

  • Sie befinden sich jetzt in der 37. Schwangerschaftswoche (37. SSW) nach dem 1. Tag der letzten Periode.
  • Anders gesagt: 36 Schwangerschaftswochen + 1 bis 7 Tage (ärztliche Berechnung). Im Mutterpass steht beispielsweise SSW 36/2 (Woche 36, Tag 2).
  • Sie sind in der 35. Schwangerschaftswoche nach der Befruchtung, d. h. 239.-245. Tag der Entwicklung.
  • Die Scheitel-Fersen-Länge (SFL) ist eine Schätzung der Körperlänge des Kindes beziehungsweise wird aus verschiedenen anderen Messungen errechnet. Am Ende der 37. SSW ist der Fetus ca. 48,6 cm (Scheitel-Fersen-Länge) lang. Der Kopfdurchmesser (BPD) beträgt zwischen 86 und 102 mm und das Baby wiegt zwischen 2271 und 3785 g.

    Bitte beachten Sie, dass sich die Größe und das Gewicht nun immer individueller entwickeln können. Wenn Ihr Baby größer oder kleiner sein sollte, ist das noch kein Grund zur Beunruhigung.

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