Patchwork - Familien

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Geschrieben von blue624 am 25.01.2020, 12:54 Uhr

lesbisches Paar und Erzeuger

Ich bin nun Mutter einer wunderschönen kleinen 3 Monate alten Tochter.
Ursprünglich plante ich die Kleine zusammen mit meiner Partnerin (lesbisches Paar) groß zu ziehen. Sie wollte die Kleine adoptieren.
Der Erzeuger lebt im Ausland und sollte die Kleine dann zu wichtigen Anlässen und Feiertagen sehen dürfen. Wir haben uns bewusst für einen bekannten Samenspender aus dem Ausland entschieden. Einerseits soll die Kleine wissen wer ihr Vater ist aber andererseits wollten wir einen ausländischen Spender haben, damit eine gewisse Distanz da sein wird.
Nun kam alles anderes. Meine Partnerin und ich hatten viele Auseinandersetzungen und es ging da überwiegend um den Vertrag/die Adoption.
Ich sagte ihr dann, dass ich vorerst keinen Vertrag/Adoption möchte, weil die Beziehung nicht stabil ist. Sie sagte, dass sie nicht ein Kind groß ziehen möchte, das man ihr eines Tages einfach so wegnehmen kann.
Daraufhin ist sie ausgezogen. Wir sind weiterhin im Kontakt und wollen eine Wochenend-Beziehung führen.

Ich habe meiner Partnerin nicht erzählt, dass ich im Kontakt mit dem Erzeuger bin. Eigentlich möchte ich immer offen und ehrlich sein. Ich habe nur die Erfahrung mit ihr gemacht, dass dann zu viele Diskussionen aufkommen.
Der Erzeuger weiß, dass die Beziehung zwischen mir und meiner Partnerin derzeit ungeklärt ist.

Der Erzeuger will nun die Kleine besuchen kommen. Ich möchte nun umso mehr, dass er Kontakt zur Kleinen haben wird. Er könnte auch eine Vaterrolle übernehmen.
Meine Partnerin wird da aber sehr eifersüchtig sein. Sie wird es so empfinden, dass sie wieder einmal mehr vom Kind entfernt wird.
Ich bin jetzt zwei Mal für drei Wochen zu meiner Mutter gefahren und sie konnte die Kleine nicht sehen.

Ich habe sie wirklich enttäuscht indem ich den Vertrag/Adoption nicht wollte.....ich hatte aber auch sehr gute Gründe die sie nicht akzeptiert hat. Jetzt macht sie mir die ganze Zeit ein schlechtes Gewissen....

Was würdet ihr mir raten?

 
57 Antworten:

Re: lesbisches Paar und Erzeuger

Antwort von Mädelsmama86 am 25.01.2020, 15:06 Uhr

Auch wenn ich mich jetzt vielleicht unbeliebt machen, aber mir tut nur das Kind leid.

Da plant man kinder durch Samen Spende und dann in ein nicht geregeltes Leben.
So nachdem Motto, hab ich jetzt Lust drauf und wird gemacht ohne nachdenken und ohne die Konsequenzen zu bedenken.

Eine Beziehung die nicht auf Ehrlichkeit beruht, kann auf Dauer nicht funktionieren und wird schief gehen.

Wie ein Mann eine vater Rolle übernehmen kann, wenn er im Ausland wohnt, frag ich mich zudem auch. Als wären Wochenend Papas nicht schon doof für Kinder, aber dann gleich ein anderes Land...
Aber Hauptsache der eigenen Bedürfnisse wurde genüge getan und an das Kind denkt keiner jetzt oder vorher...

Wie eine Wochenendbeziehung funktionieren kann mit einem Kind involviert, was angeblich alle Beteiligten wollten ist außerdem fraglich.


Mache reine Sache mit allen Beteiligten und legt alles wahrheitsgemäß am Tisch

Mehr kann man nicht raten

Sorry für meine harten Worte, aber das ist meine Meinung

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Re: lesbisches Paar und Erzeuger

Antwort von blue624 am 25.01.2020, 17:00 Uhr

Es ist einiges schief gelaufen....
Harte Worte helfen mir in meiner Situation ziemlich wenig. Ich benötige Ratschläge.
Ich habe mir bereits selber genügend Vorwürfe gemacht und jetzt suche ich Lösungen.

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Re: lesbisches Paar und Erzeuger

Antwort von Mädelsmama86 am 25.01.2020, 17:30 Uhr

Lösung schrieb ich ja

Rede mit allen Beteiligten, legt die Wahrheit am tisch und einigt euch, wie das kann dir hier keiner sagen, weil wir euch nicht kennen. Dann kennen wir nur das wie du es schilderst..
Alle an einem Tisch, zusammen eine Lösung finden und dran halten, damit die Verhältnisse, der kleinen zu liebe, geklärt sind.

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Re: lesbisches Paar und Erzeuger

Antwort von Mörchen17 am 25.01.2020, 19:24 Uhr

So blöd es klingt, aber (wenn Deine Beziehung davon abhängt, dass Du den Kontakt zwischen Vater und Kind unterbindest) wirst Du Dich entscheiden müssen, ob Dir die Beziehung zu Deiner Partnerin wichtiger ist oder das Entstehen eines (vermutlich begrenzten) Vater-Kind-Verhältnisses.

Rechtlich betrachtet ist Deine Partnerin mit dem Kind nicht verwandt, das weißt Du ja sicherlich. Sie ist also hinsichtlich des Kindes in der schwächeren Position Dir gegenüber und umgekehrt bist Du für das Kind verantwortlich, sie nicht (es sei denn, Du willst ihr Verantwortung abgeben). Vielleicht hilft Dir dieser Gedanke, um in Diskussionen mit ihr souveräner zu sein. Du musst Dich von ihr nicht einschüchtern lassen.

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Re: lesbisches Paar und Erzeuger

Antwort von Leena am 25.01.2020, 20:31 Uhr

"Meine Partnerin wird da aber sehr eifersüchtig sein. Sie wird es so empfinden, dass sie wieder einmal mehr vom Kind entfernt wird. Ich bin jetzt zwei Mal für drei Wochen zu meiner Mutter gefahren und sie konnte die Kleine nicht sehen."

So, wie Du Dich liest, ist es DEINE Tochter, nicht Eure Tochter, emotional, kann das sein..?

Und - ja, ich könnte verstehen, wenn Deine Partnerin jetzt das Gefühl hat, dass Du sie vom Kind, das ja EUER Kind werden sollte, entfernst - und sie durch den Erzeuger in der "2.-Elternteil-Rolle" ersetzt werden soll. Wenn man sich zu zweit für ein gemeinsames Kind entscheidet, und der eine macht dann die Elternschaft von der Qualität der Beziehung abhängig, dann würde mich das auch grundlegend verletzten.

Und bei einem 3 Monate alten Baby sind 6 Wochen schon das halbe Leben, dass Deine Partnerin verpasst hat.

Ganz im Ernst - mach Dir schleunigst klar, wie DU zu dem Ganzen stehst und was Du willst. Und dann sei Deiner Partnerin gegenüber ehrlich. Wenn Du nicht ehrlich bist, wirst Du sie verlieren. Willst Du das?

Ach so - manche Mütter in der ersten Zeit nach der Geburt neigen dazu, andere von ihrem Baby "wegzubeißen", könnte es auch sowas bei Euch sein..? Bei dem Erzeuger könntest Du Dir ja sicher sein, er lebt weit genug weg, dass er Dir als Hauptbezugsperson "gefährlich" werden könnte... Dabei ist es für Kinder grundsätzlich wichtig, viele Bezugspersonen zu haben.

"Um ein Kind aufzuziehen, braucht es ein ganzes Dorf."

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Re: lesbisches Paar und Erzeuger

Antwort von blue624 am 25.01.2020, 21:23 Uhr

Was ich möchte ist, dass ich die Alleinerzieherin des Kindes bin. Ich werde auch alle Kosten tragen und Pflichten übernehmen.
Ich möchte, dass der Vater und die Mutter sowas wie eine ‚Taufpaten-Rolle’ übernehmen.
Der Vater soll in Zukunft das Kind zu wichtigen Anlässen und in den Ferien sehen....oder vielleicht einmal im Monat oder so übers Wochenende zu uns kommen. Er wäre damit auch einverstanden.
Bei meiner Partnerin wird es kompliziert. Anfangs sollte sie das Kind adoptieren aber jetzt sehe ich dass das nicht fair wäre.
Wir hatten viele Auseinandersetzungen, sie hat mich wenig in der Schwangerschaft unterstützt, sie wird nicht in der Lage sein sich finanziell zu beteiligen, usw.
Sie bestand aber lange Zeit weiterhin auf einen Vertrag/Adoption.
Ich sagte ihr, dass sie das Kund genauso lieben und erziehen kann auch wenn wir keinen Vertrag haben. Sie hat Angst, dass ich ihr das Kind jederzeit wegnehmen könnte.
Ich sagte ihr, dass ich nicht ein halbes Kind verschenken möchte. Ich möchte eine Beziehung die stabil ist.
Ich möchte nicht, dass sie sich trennt sowie wir den Vertrag/Adoption unterschrieben haben.
Ich möchte nicht, dass die Kleine irgendwann 4 Mütter und einen Vater hat.

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Re: lesbisches Paar und Erzeuger

Antwort von blue624 am 25.01.2020, 21:24 Uhr

Genau das ist das Problem.
Ich kann mich mit meiner Partnerin nicht einigen. Wir haben ein Kommunikationsproblem.

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Re: lesbisches Paar und Erzeuger

Antwort von blue624 am 25.01.2020, 21:29 Uhr

Ich kann so gesehen machen was ich möchte. Ich möchte meine Partnerin nicht schon wieder verletzen....aber die Vater-Kind Beziehung darf nicht unter meiner Partnerin leiden.

Sie wird leider eifersüchtig sein wenn ich ihr von dem geplanten Besuch erzähle....weil tatsächlich der biologische Vater ihr den Rang abnehmen könnte.

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Re: lesbisches Paar und Erzeuger

Antwort von kunigunde am 25.01.2020, 21:31 Uhr

Was hält dich denn bei deiner Partnerin? Ihr seid relativ rasch von der gemeinsamen Familiengründung zur Wochenendbeziehung gekommen, das Ende ist irgendwie schon greifbar, da stellt sich die Frage, wozu du die Beziehung noch weiterführst?

Den Alltag meisterst du allein und dass du sie nicht als Mutter im Leben deiner Tochter haben willst scheint für dich klar zu sein.

Rechtlich hat sie keinen Anspruch auf die Tochter und die Bindung wird bei einem 3 Monate alten Baby nicht intensiv sein, wenn sie sie schon 2 Mal 3 Wochen nicht gesehen hat und sie jetzt auch nur am Wochenende sieht.

Wozu also noch Energie in die Beziehung investieren, die du besser für den Aufbau eines guten Netzes und angenehmen Alltags nutzen könntest?

Off topic: ich finde Erzeuger ein grässliches Wort.

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Re: lesbisches Paar und Erzeuger

Antwort von blue624 am 25.01.2020, 22:24 Uhr

Gute Frage. Ich hänge noch an diesem Traum. Sie ist mir immer noch wichtig und ich möchte sie in meinem Leben haben.

Andererseits hat sie unrealistische Ansprüche. Ich habe das Risiko der Schwangerschaft übernommen, ich habe eine Wohnung für uns gekauft und ich sollte in Zukunft die Hauptverdienerin sein. Da kam wenig von ihrer Seite zurück.

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hmmm....

Antwort von Limayaya am 26.01.2020, 8:39 Uhr

also ich habe jetzt dein Post und alle Antworten gelesen...

Irgendwie lese ich da zwischen den Zeilen heraus:

DU hast das Kind geboren. DU hast die Wohnung gekauft. DU willst die Allein-Verantwortliche fürs Kind sein. DU bringst das Geld heim, also willst auch DU das Sagen haben.

Gleichberechtigte Partnerschaft geht anderst!

Mach dir klar, was du eigentlich von deiner Partnerin willst. Für mich liest sich das alles, als bräuchtest du eigentlch nur jemand, der dir im Alltag ein bisserl unter die Arme greift und dir ab und zu den Abend versüßt, weil alleine ist ja auch doof.

Wenn dem so ist, ist da ja generell noch nichts verkehrtes dran, aber wie gesagt: Gleichberechtigte Partnerschaft ist das dann nicht. Du solltest in dem Fall schleunigst deiner Partnerin reinen Wein einschenken. Ob sie damit zufrieden sein wird, kann ich dir nicht beantworten.

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Emotionen sind vielleicht anders als zuvor geplant...

Antwort von Jorinde17 am 26.01.2020, 11:10 Uhr

Ich glaube, es geht im Moment nicht um den Erzeuger. Es geht nicht einmal allzu sehr um äußere Dinge. Sondern es geht hier um Emotionen. Vielleicht darf ich versuchen, mal aufzudröseln:

Es gibt bei Dir seit der Schwangerschaft und der Entbindung eine Reihe von Gefühlen, die Du so nicht vorhergesehen hast. Zum Beispiel habt Ihr Euch vorher sicherlich ausgemalt, wie schön es sein wird, zu zweit Mutter zu sein, gemeinsam fürs Baby da zu sein. Aber dann bist Du schwanger geworden und Deine Gefühle haben sich verändert. Auf einmal hast Du gemerkt, dass nicht IHR die Mütter seid, sondern dass DU die „richtige“ Mutter bist, dass es DEIN Kind ist und nicht das Deiner Freundin.

Das ist menschlich und nachvollziehbar. Aber es ist natürlich dennoch zugleich auch nicht fair. Denn Ihr habt das Kind unter anderen Voraussetzungen geplant: Es sollte EUER Kind sein, und nicht Deines allein. Jetzt spielt Deine Freundin die zweite Geige, ist zur Bittstellerin geworden, während Du als „echte“ Mutter am längeren Hebel sitzt und sie am ausgestreckten Arm verhungern lassen kannst, wenn sie Deine Erwartungen nicht erfüllt. Das ist eine schlimme Ausgangslage, auf der keine Elternschaft gedeihen kann. Es war daher nicht ganz unkonsequent, dass Deine Freundin enttäuscht ausgezogen ist.

Versteh‘ mich nicht falsch: Du hast keine „Schuld“ oder so etwas. Deine Gefühle sind, wie sie sind. Aber Eure Theorie, Euer Plan hat den Praxistest nicht bestanden. Eine Mutter hat eben doch ganz andere Gefühle, als Du es Dir vorher vorgestellt hast. Du willst Dein Baby nicht „abgeben“. Es gehört sehr viel innere Stärke dazu, diesem Besitzgefühl, diesem Instinkt nicht den ganzen Raum zu geben. Sondern das leibliche Baby zu „teilen“ mit der Frau, die Du liebst. Und diese Stärke und Souveränität bringst Du (im Moment) nicht auf. Man braucht dafür sicher viel Mut und auch wirkliche Selbstüberwindung.

Es gibt Paare, die das schaffen. Auch eine Hetero-Mutter muss ihr Baby letztlich mit ihrem Gefährten teilen. Und auch hier gibt es Mütter, die das nicht schaffen, die dem Vater kaum gestatten, das Baby zu versorgen. Nur dass hier der Vater wenigstens das Gesetz auf seiner Seite hat: Auch eine klammernde Frau darf ihm sein Kind nicht vorenthalten. Bei Dr ist es anders, Deine Freundin hat keine Chance.

Ich denke, Deine Beziehung wäre nur zu retten, wenn Du es schaffst, über Deinen Schatten zu springen. Wenn Du das „Meins und nicht deins“ überwinden kannst. Wenn Du großzügig sein und die Idee von Dir selbst als „Hauptmutter“ und Deiner Freundin als Mutter „von deinen Gnaden“ loslassen kannst. Denn selbst wenn die Adoption geschehen würde - wenn Du Deine innere Einstellung nicht überwinden kannst, würde dieses Gefälle zwischen „echter“ und Adoptivmutter bestehen bleiben und die Elternschaft scheitern lassen.

Es klingt ein wenig so, als ob Du die gemeinsame Elternschaft schon abgehakt hättest. Ich finde das schade. Ich denke, Ihr hättet noch eine Chance, wenn Du Dich innerlich weit machen könntest.

Was den Erzeuger angeht: Ich würde zuerst eine Entscheidung bezüglich Deiner Beziehung treffen. Du kannst Dir nicht alle Optionen offenhalten und von den Menschen in Deiner Umgebung erwarten, dass sie da mitspielen. Ich würde erst einmal selbst einen klaren inneren Kurs finden. Was willst Du wirklich?

Wenn Du alleinerziehend sein willst, darfst Du das, es ist zumindest eine Entscheidung. Steh‘ aber dann auch dazu, dass Du Deine Freundin auf lange Sicht dadurch verlieren wirst. Wenn Du Dein Kind als Paar gemeinsam erziehen willst, dann steh‘ auch dazu - und überwinde Deine Angst vor dem Teilen der Erziehungsarbeit. Die Sache mit dem Erzeuger könnt Ihr dann gemeinsam besprechen, Du und Deine Partnerin.

LG

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Re: lesbisches Paar und Erzeuger

Antwort von Lewanna am 26.01.2020, 11:26 Uhr

Ich kann deine Partnerin schon verstehen.

Wenn sie das Kind mit dir Aufzieht und du es dir in 2 oder 5 oder 10 Jahren überlegst hat sie keine Rechte. Oder wenn dir was passiert.
Natürlich ist sie da vorsichtig eine Beziehung zu einem Kind aufzubauen dass man ihr jederzeit wegnehmen kann.

Ihr wolltet es doch zusammen? Was hat deine Meinung geändert?
Nur weil du der Meinung bist, dass sie dich in der Schwangerschaft zu wenig unterstützt hat?
Ihre finanzielle Lage kanntest du doch bestimmt vorher?
LG

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Re: lesbisches Paar und Erzeuger

Antwort von karla2020 am 26.01.2020, 19:40 Uhr

Ich würde mich von dir trennen. Du willst, dass das Kind dir gehört. Da würde ich keine Beziehungsbasis sehen. Genauso als Mann, wenn meine Frau mir sagen würde 'du darfst Taufpate ohne Rechte sein'

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Re: lesbisches Paar und Erzeuger

Antwort von dana2228 am 26.01.2020, 23:14 Uhr

Naja das es nach der Geburt mal rieselt und generell nicht immer alles grün ist, ist ja keine Seltenheit.
Aber wenn ihr euch wirklich genug Gedanken gemacht und das Kind zusammen geplant habt, wegen einer Krise ein Rückzieher zu machen, wo das Kind da Ist.....

Ganz erlich ich kann deine Partnerin verstehen. Nach der Geburt unseres zweiten Kindes hatten mein Mann und ich auch ne große Kriese.
Wenn ihr mir jetzt vorstelle er währe ein Frau und hätte keine Rechte, sorry schon scheiße für ihn.
Du hast du/ihr habt euch doch sicher was dabei gedacht ein "gemeinsames" Kind zu bekommen.
Wie währe es, währe es umgekehrt, hätte sie das Kind ausgetragen?? Versuche die da zu verstehen. Wenn du wirklich die Beziehung weiter willst. Wenn nicht, mache sofort einen Schlussstrich. Wenn nicht, fände ich es auch nicht fair ein Kind großzuziehen, auf das ich mich sehr gefreut habe, vielleicht mit zu Schwangerschaftskursen war, das Kinderzimmer eingerichtet habe, eca eca..
Und dann kommt es zum Streit und ich verliere es und habe null Change! Ne darauf würde ich mich auch nur schwer einlassen.

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Re: hmmm....

Antwort von blue624 am 27.01.2020, 10:19 Uhr

stimmt, Gleichberechtigung geht anders. Es gibt aber nicht nur Rechte sondern auch Verpflichtungen.
Sie war während der Schwangerschaft sehr hart zu mir und hat mich kaum unterstützt. Wir sind während der Schwangerschaft umgezogen und viel zu viel Arbeit blieb an mir kleben. Ich hatte - aufgrund meines Alters - eine Risikoschwangerschaft und musste viel (alleine) zu Ärzten. Ihr hingegen war am wichtigsten, dass wir diesen Vertrag/Adoption unterschreiben. Sie hat mich diesbezüglich stark unter Druck gesetzt und wenig Rücksicht auf meine Gesundheit (und die des Kindes) genommen.
Ich möchte die Kleine nicht alleine erziehen. Das ist eine sehr große Verantwortung.
All diese schriftlichen Sachen könnten wir aber auch ein paar Monate oder Jahre nach meiner Schwangerschaft regeln. Sie hat mir aber dahingehend nicht vertraut und befürchtet, dass ich meine Meinung ändere.
In dem Vertrag ging es mir viel zu sehr um das Thema 'was passiert wenn wir uns trennen'. Es kam so rüber, dass sie sich (auch finanziell) absichern wollte und nicht die Verpflichtungen am Kind wahrnehmen möchte.

Ich sehe in der jetzigen Situation nur die Möglichkeit, dass wir mündliche Vereinbarungen treffen und uns daran halten. Das Problem ist, dass sie wirklich viele Anforderungen bisher hatte.

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Re: Emotionen sind vielleicht anders als zuvor geplant...

Antwort von blue624 am 27.01.2020, 10:33 Uhr

stimmt. Wir haben alles ursprünglich anders geplant. Deshalb fühle ich mich auch bei allem so schlecht und sie wirft mir das auch sehr oft vor.
Es ist aber in der Zwischenzeit so viel vorgefallen, dass die Pläne angepasst werden sollten.
Ich habe einfach nicht damit gerechnet, dass sie mir so viele Schwierigkeiten machen wird. Sie hat mich wegen dem Vertrag/Adoption während der letzten Wochen meiner Schwangerschaft arg unter Druck gesetzt.
Sie hatte Ansprüche, die nicht realistisch sind.

Es soll hier um das Wohlergehen des Kindes gehen und nicht um Verträge.
Es fühlte sich einfach zu sehr bei dem Vertrag an, dass sie sich (finanziell) absichern möchte aber ich sah nicht welche Verpflichtungen sie im Gegenzug wahrnehmen würde.

Ich bin der Meinung, dass wir nun Zeit benötigen und sich alles einspielen muss.

Die Sache mit dem Erzeuger ist halt so, dass meine Partnerin ihn als Konkurrenz ansieht.
In der jetzigen Situation, wo sie gar keine Rechte am Kind hat, ist das auch tatsächlich so.

Ich weiß genau, dass sie nicht zustimmen wird, dass er uns besuchen wird. Sie will erstmal ihre Situation abklären. Andererseits muss sie es hinnehmen.
...oder soll ich deshalb einen Kontakt zwischen Vater und Kind nicht zulassen?!?
....soll ich ein Besuch mit dem Vater geheim halten damit ich meine Partnerin nicht verletze? Somit gewinne ich nur ein wenig Zeit, weil dieses Problem dann beim übernächsten Besuch wieder auftritt.

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Re: lesbisches Paar und Erzeuger

Antwort von blue624 am 27.01.2020, 12:42 Uhr

sie hat mich sehr stark unter druck gesetzt wegen diesem vertrag/adoption.
sie ist auch der typ, der mich arg unter druck setzt. ihre finanzielle lage war zuvor bereits bekannt...es kommt halt oft vor, dass ein partner finanziell besser dasteht als der andere.
man kann aber diese schieflage durch anderes ausgleichen. beispielsweise der eine arbeitet und verdient mehr. der andere macht dafür mehr im haushalt.
ich sah da nichts was zurück kommt...die seelische unterstützung, die ich am anfang von ihr erhielt, blieb plötzlich aus.

wenn wir uns in ein paar jahren trennen würden, dann hätte sich die kleine an ihre zweite mama gewöhnt und ich würde der kleinen mit sicherheit nicht ihre zweite mutter aus egoismus wegnehmen. egal ob mit oder ohne vertrag.
sollten wir aber heute einen vertrag unterschreiben und meine partnerin würde sich dann morgen von mir trennen, dann hätte dieser vertrag mehr negative konsequenzen für mich und auch meine kleine.

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Re: lesbisches Paar und Erzeuger

Antwort von blue624 am 27.01.2020, 12:45 Uhr

ich kann dich nachvollziehen.
ich würde an ihrer stelle selber ein kind zur welt bringen. so wäre die familie komplett. sie will das aber nicht.

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Re: lesbisches Paar und Erzeuger

Antwort von blue624 am 27.01.2020, 13:22 Uhr

vielen Dank für Eure Kommentare.

Die Situation mit meiner Partnerin ist wirklich kompliziert.
Sicherlich ist es nicht fair, dass ich mich nicht an die ursprüngliche Vereinbarung halte.
Es gab aber so viele Missverständnisse, Diskussionen und Streitigkeiten, dass sich die Lage geändert hat.

Sie ist ausgezogen und hat ihre Freiheit und ich habe den Vertrag abgelehnt.
Wir wollen aber trotzdem irgendwie versuchen, uns langsam anzunähern.
Sie fragt nicht die ganze Zeit mehr nach dem Vertrag. Ich habe ihr zu ihrem Geburtstag eine 10 tägige Reise geschenkt. Ich hoffe, dass wir im Urlaub schöne gemeinsame Stunden miteinander verbringen können, wieder vertrauen zueinander gewinnen und uns ausreden können.

Ursprünglich war vereinbart, dass der Erzeuger die Kleine zu wichtigen Anlässen und in den Ferien sehen wird. Er hat sich bei mir gemeldet und würde die Kleine gerne kennenlernen.
Ich weiß ganz genau, dass meine Partnerin damit ein Problem haben wird. Sie wird ihn als Konkurrent sehen. (Ein Problem, dass ich mit meiner Partnerin habe ist übrigens, dass sie mich von meiner Familie und meinen Freunden distanzieren wollte. Sie mag meine Familie und Freunde nicht. Sie ist sehr introvertiert.)

Klar sollte ich als Erstes das Problem mit meiner Partnerin regen. Derzeit sehe ich es aber als unlösbar. Sie will den Vertrag, weil sie mir nicht vertraut. Ich will den Vertrag nicht, weil ich ihr nicht vertraue. Wir müssen wieder mehr Vertrauen zueinander gewinnen und dies benötigt Zeit. Wenn ich spüre, dass die Beziehung läuft und die Kleine sie braucht, dann würde ich dem Vertrag zustimmen....und wenn wir uns dann irgendwann in ein paar Jahren trennen, dann ist das halt Schicksal.
Derzeit ist unser Beziehung aber sehr instabil. Da macht kein Vertrag Sinn.
Ich habe ihr gesagt, dass sie die Kleine auch weiterhin - sollten wir uns Morgen trennen - sehen kann. Das meine ich auch wirklich so!

Ich stelle mir nun die Fragen:
1) Soll ich das Treffen mit dem Erzeuger - aus Rücksicht zu meiner Partnerin - vorerst ablehnen? Wäre dies dem Vater und meiner Kleinen gegenüber gerecht?
2) Soll ich das Treffen mit dem Erzeuger geheim halten, damit ich keine Diskussionen mit meiner Partnerin habe? Ist dies meiner Partnerin gegenüber gerecht?
3) Soll ich meiner Partnerin von dem Treffen erzählen?
Das bereits übergelaufene Fass könnte damit dann explodieren. Es wird mit Sicherheit viele Diskussionen darüber geben.

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Re: lesbisches Paar und Erzeuger

Antwort von kunigunde am 27.01.2020, 15:38 Uhr

Wenn das Ziel eine Wiederannäherung und Aufbau von gegenseitigem Vertrauen ist, würde ich die Vater-Angelegenheit mit ihr besprechen und mit ihr gemeinsam entscheiden, wann es zu einem Treffen kommt.

Ich muss aber sagen, dass ich nach deinen Schilderungen nicht wirklich daran glaube, dass ihr zu einer gemeinsamen Elternschaft findet, ich orakle, dass ihr noch ein Weilchen so herum tut, bis es entweder eine nicht mehr aushält oder eine jemand anderen hat und die Beziehung beendet.

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Re: lesbisches Paar und Erzeuger

Antwort von Streuselchen am 27.01.2020, 18:54 Uhr

Hallo blue,
ich weiß gar nicht, wie ich es beschreiben soll. Aber irgendwie finde ich das mit dem "Erzeuger" eine ganz seltsame Kiste und habe auch ein ungutes Gefühl dabei.
Da muss die Liebe zwischen dir und einer potentiellen Partnerin sehr groß und stabil sein, dass frau das mitmacht.

Deiner Partnerin ein Treffen zwischen dir, dem sog. "Erzeuger" und dem Kind zu verschweigen, mag zunächst mal der einfachere Weg sein, weil kein Streit und keine Diskussionen drohen.
Aber Lügen kommen meistens irgendwann raus, jemand verplappert sich oder du wirst gesehen.
Wenn solltest du von Anfang an zu deinen Taten stehen, weil dieser Mann soll doch regelmäßig und immer wieder anwesend sein.

LG + alles Gute
Streuselchen

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Re: lesbisches Paar und Erzeuger

Antwort von blue624 am 27.01.2020, 19:13 Uhr

Da hast Du recht.
Erzeuger hört sich wirklich nicht gut an. Vater ist auch nicht passend.
Wir haben uns damals gegen eine Samenbank entschieden, weil das Kind wissen soll wer ihr Vater ist. Irgendwann wird sie mir/uns die Frage stellen.

Ich finde es auch nicht gut, wenn ich meiner Partnerin dieses Treffen verheimliche. Ich fühle mich sogar sehr schlecht schon alleine beim Gedanken daran. Das wäre ein weiterer Vertrauensbruch von meiner Seite.

Ich weiß aber ganz genau, dass Diskussionen aufkommen werden, wenn ich vorschlage, dass der Vater zu Besuch kommen soll.
Sie wird fragen, inwiefern ich Kontakt zum Vater habe.
Dann wird sie mir sagen, dass sie Angst hat, dass der Vater Rechte an dem Kind haben möchte. Dann wird sie das Thema Vertrag/Adoption generell ansprechen.
Danach wird sie mir sagen, dass sie sich in die Ecke gedrängt fühlt und ich ja ehe machen werde worauf ich Lust habe.
...und nach dem Treffen wird sie mich immer Fragen inwiefern ich Kontakt zum Vater habe.

Sie wollte beispielsweise nicht, dass ich dem Vater Bilder von der Kleinen zusende. Sie hatte Angst, dass der Vater sich in die Kleine verlieben würde und es dann Probleme geben könnte.
Irgendwann habe ich ihr dann gesagt, dass ich keinen Kontakt zu ihm habe...(obwohl ich ihm ab und an Bilder zusende)

Es gibt also schon eine Vorgeschichte und deshalb überlege ich das Treffen zu verheimlichen.

Ich wünsche mir eine offene und ehrliche Beziehung und ich bin davon überzeugt, dass Lügen kurze Beine haben.

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Re: lesbisches Paar und Erzeuger

Antwort von blue624 am 27.01.2020, 19:21 Uhr

Ich spiele mit dem Gedanken dieses Treffen zu verheimlichen. Das nächste wird dann in einigen Monaten sein und bis dahin könnten die Wunden verheilt sein.
So kann ich dann auch dem Vater die Situation persönlich erklären und ihn bitten Rücksicht zu nehmen.

Es fühlt sich aber für mich falsch an, zu lügen.

Derzeit ist unsere Beziehung sehr chaotisch. Wir schreiben uns täglich und wollen uns wieder öfter sehen sowie ich zurück aus dem Urlaub bin. Ich weiß wirklich nicht in welche Richtung es mit mir und ihr gehen wird.

Tatsächlich ist es so, dass ich hier im Forum über alle Probleme und Sorgen mit ihr schreibe.
Wir hatten aber auch verdammt gute Zeiten in denen wir uns so wunderbar verstanden haben und alles funktionierte. Die Erinnerungen hält mich an ihr und ich hoffe, dass diese Zeiten zurückkommen.
Schließlich durchleben viele Paare bei ihrem ersten Kind eine schwere Zeit.

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Re: lesbisches Paar und Erzeuger

Antwort von zweizwerge am 27.01.2020, 19:47 Uhr

Huhu,

also, zuallererst möchte ich - wieso hat das noch niemand geschrieben? - darauf hinweisen, dass das Kind das Recht hat, seinen Vater zu kennen. Natürlich ist dafür ein Treffen jetzt nicht so wichtig, aber dafür, dass der Vater Interesse behält, spielt es eben doch eine Rolle.

Betrachte es vom Kindswohl her: was ist falsch an einer Mama, einer Mutti (oder so) und einem Vater? Gar nichts. Deutlich besser, als wenn nur zwei davon da sind, jedenfalls, wenn es nicht andauernd Streß gibt.

Ich verstehe, dass ihr wollt, dass der Vater keine wichtige Rolle spielt, aber ist einmal besuchen nach 3 Monaten etwa eine wichtige Rolle? Er will sein Kind sehen, das ist doch gut! Ihr habt einen Samenspender mit menschlichen Gefühlen ausgewählt und keinen Deppen, dem alles egal ist. Spricht doch für Euch. Wer sagt denn, dass er danach bei dir einziehen will?

Was ich nicht verstehe, ist deine Erwähnung finanzieller Aspekte. Führt eine Adoption dazu, dass Du im Falle einer Trennung Betreuungsunterhalt zahlen musst? Wenn ja, das müsste man doch ausschließen können. Vielleicht ist das naiv, aber wieso könnt Ihr nicht regeln, dass Du im Falle einer Trennung das Kind behältst (Aufenthaltsbestimmungsrecht) und die Adoptivmutter ggf. Sorgerecht, auf jeden Fall aber Umgangsrecht hat?

Alles Gute Euch!

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Re: lesbisches Paar und Erzeuger

Antwort von blue624 am 27.01.2020, 21:03 Uhr

also ich möchte unbedingt, dass der Vater eine Rolle im Leben der Kleinen spielt.
Meine Partnerin könnte da nur eifersüchtig werden.

Im Falle einer Trennung nach einer Adoption stünde ich miserabel da. Dazu sollte ich erwähnen, dass ich im Ausland lebe und die Gesetze hier anders sind.
Bei einer Adoption hätte sie genau die gleichen Rechte und Pflichten wie ich am Kind. Es wäre egal, dass ich die Last der Schwangerschaft hatte. Wir vereinbarten ursprünglich, dass ich Vollzeit arbeiten werde (und die Vater oder Ernährer-Rolle) übernehmen würde, da ich besser verdiene. Bei einer Trennung könnten dann die Richter es so sehen, dass sie die Mutterrolle übernahm und sie somit mehr Rechte am Kind haben soll während ich die Alimente zahlen darf. Sie hätte auch Anrechte an der Wohnung, da wir dort gemeinsam gelebt haben. Darüber hinaus müsste ich sie dann um Genehmigung bitten, wenn ich zusammen mit der Kleinen meine Eltern in Deutschland besuchen möchte. Ich wäre ruiniert.

Mittlerweile bittet sie nur noch um eine schriftliche Vereinbarung. Im Falle einer Trennung möchte sie das Kind jedes zweite Wochenende und einmal unter der Woche sehen wollen.
Ich sagte ihr, dass sie meine mündliche Zusage hat. Ich möchte aber nichts Schriftliches vereinbaren, weil unsere Beziehung zu arg instabil ist.

Der Kleinen ist derzeit egal, wer ihr die Milch gibt. In 1-2 Jahren wird sie sich an meine Partnerin gewöhnt haben und dann wäre meiner Meinung nach auch der richtige Zeitpunkt für eine schriftliche Vereinbarung.

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Re: lesbisches Paar und Erzeuger

Antwort von Summer80 am 27.01.2020, 21:13 Uhr

"Danach wird sie mir sagen, dass sie sich in die Ecke gedrängt fühlt und ich ja ehe machen werde worauf ich Lust habe."

Das machst du doch gerade auch? Du hast die "Macht" und sie soll sich deinem Willen fügen. Du behältst alle Fäden in der Hand und willst die Entscheidungsgewalt ganz für dich allein.

Wie soll sie dir denn vertrauen, was die Zukunft betrifft, wenn du bereits jetzt eure vorgeburtliche mündliche Vereinbarung gebrochen hast???? Sorry, es ist jetzt wahrscheinlich hart für dich, aber ich würde in ihrer Situation auch keinen Pfennig mehr auf deine Versprechen für die Zukunft geben. Du hast es ihr doch schon bewiesen, dass auf deine Versprechen kein Verlass ist. Du behauptest, jetzt einen triftigen Grund zu haben, dich nicht an dein Versprechen zu halten. Und in 10 Jahren hast du dann einen anderen triftigen Grund, dich nicht an dein Versprechen zu halten.

Ich denke, ihr seid an einem Punkt, wo es nur noch ganz oder garnicht gibt. Wobei es für mich in einer solchen Situation (Partner bricht sein Wort, auf dem eine Lebensentscheidung aufbaut) definitiv kein "uns" mehr geben würde.

Dein Kind hat das Recht, in stabilen Verhältnissen aufzuwachsen. In der aktuellen Konstellation wird deine Partnerin ständig Angst haben müssen, dass sie "bestraft" wird, wenn es schwierig wird.

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Re: lesbisches Paar und Erzeuger

Antwort von kunigunde am 27.01.2020, 21:45 Uhr

Unter diesen Umständen würde ich einer Adoption auch nicht zustimmen, ich denke deine Alarmglocken haben zurecht geläutet!

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Re: lesbisches Paar und Erzeuger

Antwort von zweizwerge am 27.01.2020, 23:11 Uhr

"Mittlerweile bittet sie nur noch um eine schriftliche Vereinbarung. Im Falle einer Trennung möchte sie das Kind jedes zweite Wochenende und einmal unter der Woche sehen wollen.
Ich sagte ihr, dass sie meine mündliche Zusage hat. Ich möchte aber nichts Schriftliches vereinbaren, weil unsere Beziehung zu arg instabil ist. "

Hmm, auf so eine mündliche Zusage würde ich dann auch nichts geben, ... Schreib doch eine Bedingung rein in die Vereinbarung, dass dies nur gilt, wenn ihr mindestens 1 Jahr zusammen faktisch die Eltern-Rolle übernommen habt.
Von ihr zu verlangen, dass sie 1-2 Jahre emotional und zeitlich sowie finanziell (evtl. durch Betreuung und Verzicht auf Arbeit) in das Kind investiert, während Du die Macht hast zu entscheiden, ob sie das Kind weiter sehen darf, finde ich nicht sinnvoll.

Übrigens, auf Dauer freut man sich manchmal durchaus, wenn man nicht immer das Kind alleine betreut...

Das Du eine Adoption im Moment nicht willst, kann ich allerdings auch verstehen.

In Bezug auf die Eifersucht auf den Vater sollte Deine Freundin vielleicht erwachsener reagieren.

Aber evtl. ist sie gar nicht so sehr auf den Vater eifersüchtig, sondern wütend über Dich, weil sie den Eindruck hat, dass Du nun willst, dass er nun die eigentlich für sie geplante Rolle übernehmen soll? Oder weil Du ihn plötzlich wichtiger findest als sie: er soll auf jeden Fall eine Rolle spielen, sie nicht oder nur bei Wohlverhalten über 1-2 Jahre? Na, da wäre ich als Partnerin aber auch sauer, aber nicht wegen des Vaters...

Ich glaube, dem ganzen mit dem Vater musst Du Dich stellen. Hinter ihrem Rücken zu agieren kann nur eine Folge haben, nämlich eine Trennung, da es sich um einen Vertrauensbruch handelt. Dann kannst Du genauso gut gleich ehrlich sein, dann hat sie wenigstens eine Chance, Dich weiter zu respektieren.

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Re: Widersprüchliches Verhalten...

Antwort von Lillimax am 28.01.2020, 10:42 Uhr

Kurz vorab: Zwar finde ich Dein Verhalten gegenüber Deiner Partnerin unfair, weil Du ihr etwas anderes zugesagt hattest früher. Andererseits muss ich gestehen, dass auch ich das Gefühl hätte, als leibliche Mutter meines Kindes mehr Rechte zu haben. Ich verstehe Dich also durchaus.

Was ich aber nicht so gut finde: Du entscheidest Dich nicht klar. Du hältst alle hin, hältst Dir alle warm, Vater, Freundin. Und Du handelst wider besseres Wissen.

Denn Du schreibst zum Beispiel mehrfach, dass Du verstehst, dass Deine Freundin sich verraten und unterlegen fühlt, änderst aber nichts und gehst trotzdem nicht auf ihre Bedürfnisse und Wünsche ein. Denn sie hatte ja nicht "die Mühe der Schwangerschaft", wie Du schreibst, also hat sie auch nichts zu melden.

Du schreibst außerdem einige Male, dass Du weißt, dass Deine Unehrlichkeit (Treffen leiblicher Vater) Deine Freundin noch mehr enttäuschen würde, sagst ihr aber trotzdem nicht die Wahrheit.

Was die rechtliche Lage angeht, die Du anführst: Du hast Dich vermutlich noch nicht wirklich von einem Anwalt für Familienrecht beraten lassen, oder? Es ist also vielleicht eher eine Theorie oder eine selbst ergoogelte Annahme, was Du in Sachen Adoption und Rechten Deiner Freundin vermutest. Auch hier habe ich den Verdacht, dass Du es gar nicht so genau wissen möchtest, sondern die Sache lieber vorschiebst, um Deiner Freundin keinerlei Rechte einzuräumen.

Ich sehe bei alledem keine Chance für Eure Beziehung. Das ist nicht böse gemeint, es ist einfach realistisch. Dein lauwarmer Plan, dass Euer Kind sich eh in den nächsten Jahren an Deine Freundin gewöhnt, weil es ja "egal ist, von wem es die Milch bekommt", wird nicht aufgehen. Denn Du willst alles für Dich allein, und so wirst Du letztlich auch allein bleiben.

Ich glaube, Du weißt das längst und nimmst es in Kauf, dass Du auf Dauer alleinerziehend sein wirst - und dann ist es auch okay so. Du wirfst aber Deiner Freundin vor, sie sei nicht verantwortungsvoll genug für ein Kind. Aber Dein Hü und Hott, Deine Unehrlichkeit - das ist ja auch das Gegenteil von reif und verantwortungsvoll, oder?

Sei endlich ehrlich! Gegenüber Dir selbst. Und gegenüber Deiner Freundin. Hampele nicht herum, eiere nicht länger herum, sag', was Sache ist, erzähle das mit dem Vater. Und halte die Reaktion, auf die Deine Freundin ein Recht hat, dann auch aus. DAS ist erwachsen, ehrlich und verantwortungsvoll.

LG

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Re: Widersprüchliches Verhalten...

Antwort von blue624 am 28.01.2020, 13:10 Uhr

Danke für Deinen Beitrag.
Ich befasse mich bereits seit Monaten mit dem Thema. Wir waren bereits auch zusammen bei einem Anwalt, der eine Vorlage für so einen Vertrag/Adoption erstellt hat.
Diese Vorlage habe ich einem zweiten Anwalt gezeigt und er meinte, dass ich den Vertrag bloß nicht unterschreiben solle. Er wäre zu stark zu meinen Ungunsten.

Wir waren auch in der Paar-Beratung um die Konstellation von psychologischer Ebene und nicht rein juristisch, zu betrachten. Es war erfolglos.

Ich weiß, dass die Situation meiner Partnerin gegenüber aktuell nicht fair ist. Aber wie könnte alles denn fair gemacht werden? Ich möchte keine Fairness auf Kosten des Kindes.

Ein faires Szenario meiner Meinung nach wäre, dass wir erstmal ein paar Monate alles laufen lassen und schauen wie sich alles entwickelt. (Wir haben in diesem Vertrag viel zu viel über theoretisches gesprochen. Die Kleine war noch nicht da und da sagte sie mir, dass das Kind nicht mehr als drei Mal im Jahr für eine Woche ins Ausland reisen soll.
Vielleicht ist das viel, vielleicht ist das wenig. Wir haben darüber diskutiert und es war nur pure Theorie.)

Wenn sich alles gut entwickelt, dann können wir eine schriftliche Vereinbarung treffen, dass sie die Kleine im Falle einer Trennung jedes zweite Wochenende und unter der Woche sehen darf. Ihr geht es nämlich bei der Sache Vereinbarung/Adoption hauptsächlich darum, dass sie das Kind nach einer Trennung weiterhin sehen darf. Ich habe ihr das übrigens bereits schon mündlich zugesagt.

Sie weiß auch, dass ich mich bisher immer von meinen Ex-Partnern in Frieden und Freundschaft getrennt habe. Es gibt andere, die wollen ihren Ex nie mehr sehen. Ich bin der Meinung, dass wenn man Jemanden mal liebte, dann kann man weiterhin ein gutes freundschaftliches Verhältnis aufrecht erhalten. Da meine Ex alle im Ausland leben, sehe ich sie nicht sondern wir telefonieren nur.

Und in die schriftliche Vereinbarung würde ich dann auch schreiben, dass der Vater das Kind regelmäßig (vllt einmal im Monat) besuchen darf.

Sie soll im Alltag genauso die Mutter des Kindes sein wie ich. Das habe ich ihr übrigens immer gesagt.

Ich wäre bereit die meisten Kosten/Ausgaben für das Kind zu übernehmen. Dafür möchte ich aber auch bestimmen dürfen, zb auf welche Schule das Kind gehen wird. Selbstverständlich werde ich mich mit meiner Partnerin in allem abstimmen.


Du hast leider recht. Bisher hatte ich keine klare Linie. Ich hatte aber auch wenig Ahnung von den Ausmaßen. Ich lebe im Ausland und weiß, dass alles kompliziert ist wenn es mal hier zum Rechtsstreit kommt. Ich habe mich bisher auf meine Karriere und während der Schwangerschaft auf den Wohnungskauf fokussiert. Meine Familie ist klein und ich hatte bisher keine Erfahrungen mit Babys/Kindern und deren Erziehung. (Habe vor meiner Tochter noch nie zuvor Windeln gewechselt.)

Meine Partnerin hingegen hat mir ganz klar gesagt was sie will und zwar die Adoption.
Sie kommt aus einer großen Familie und hat bei der Erziehung diverser Neffen/Nichten geholfen. Sie ist hier aufgewachsen und kennt sich aus.


Was wäre Deiner Meinung nach nun fair?

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Re: Widersprüchliches Verhalten...

Antwort von Inena am 28.01.2020, 15:04 Uhr

Also was mir jetzt hier in deinen Ausführungen mehrfach auffiel und auch unangenehm aufstieß ist dieses abwägen deinerseits.
DU bezahlst, also möchtest Du bestimmen. Bei einem Auto sehe ich das teilweise ja sogar ein, aber bei einem Kind? Bei uns ist einer der verdiener, der andere zu Hause. Darf dann nur einer sagen wo es lang geht? Weil ja das Geld nur von einer Seite kommt? Das ist wirklich keine Beziehung auf Augenhöhe und diese Schieflage betonst du ja auch immer und immer wieder. Ähnliches gilt für die Mühen der Schwangerschaft. Die hat auch in heterobeziehungen nur einer. Und trotzdem darf der Mann mitreden. Unabhängig von den Geschlechtern der Eltern funktioniert so keine gesunde Familie.

Außerdem erwartest du, dass deine Freundin die Pflichten einer Mutter mit übernimmt, ohne ihr die entsprechenden Rechte einzuräumen. Da würde ich auch nicht mitmachen. Zu sehr klingt das nach Druckmittel für gutes benehmen ihrerseits. Und nach Familie auf Probe und das ist ja nun gar nicht anzustreben.

Also mal völlig vom rechtlichen Standpunkt losgelöst, da kann ich dir nicht helfen.
Du suchst halt nach Gründen, warum das jetzt alles nicht mehr so sein soll wie gedacht und das ja alles überhaupt nicht geht. Fehlende finanzielle und emotionale Unterstützung deiner Partnerin.... Ja mei, da müssen andere auch durch, da sind aber meist beide schon juristisch gesehen die Eltern und keiner kann den anderen aus der Familie werfen. Bei euch ist es jetzt anders und du spielst diese Karte, dass nur du alleine rechte hast gnadenlos aus. Das ist nicht fair deiner Partnerin gegenüber.
Wenn du das alles nicht willst, ist das okay, dann sag ihr das aber auch und bleib dabei. Diese halbherzigen mündlichen Vereinbarungen helfen da jetzt auch nicht weiter.

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Wie wohl die Antworten aussehen würden, wenn es ein hetero-Paar waere?

Antwort von Carow am 28.01.2020, 18:34 Uhr

Mal rein rational betrachtet: Du hast ein Kind von einem " fremden" Mann bekommen. Er ist aber trotzdem der Vater, mit all seinen Rechten aufs Kind ( und ungekehrt). Ausserdem lebst du ( nicht mehr?) In einer Partnerschaft die vermutlich am Ende ist. Warum solltest du dann deine fast-ex das Kind adoptieren lassen? Welchen Vorteil bringt es dir oder dem Kind?? M.e. nach nur Nachteile. Bei einem Ex-Mann (der nicht der Vater ist) käme doch auch keiner auf diese Idee. Sei ehrlich zu allen und lebe damit. Den Vater hast du auf ewig im Leben deines Kindes ( und in deinem auch), andere Partner kommen ( und gehen).

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Re: Wie wohl die Antworten aussehen würden, wenn es ein hetero-Paar waere?

Antwort von Inena am 28.01.2020, 19:17 Uhr

Wenn das ganze bei einem hetero paar wäre, bei de der Mann zeugungsunfähig ist und sich gemeinsam für ein kind mittels samenspende entschieden worden wäre, wären die Antworten exakt die gleichen. Weil auch hier ein potentieller ex die vaterrolle übernehmen sollte, mit allen daraus resultierenden Rechten und Pflichten (wodurch der spender seine dann eben abgegeben hat).
Wenn dem vielleicht bald ex dann gesagt würde, nö, hab ich jetzt keine Lust mehr drauf, weil Gründe, wäre der zu Recht auch unglücklich.
Insofern ist es glaube ich wurscht ob hetero oder nicht, es geht um die Konstellation der 3 Eltern, die sich da jetzt finden müssen

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Re: Wie wohl die Antworten aussehen würden, wenn es ein hetero-Paar waere?

Antwort von blue624 am 28.01.2020, 20:28 Uhr

Wahre Worte!
Ich sehe es auch so, dass der Vater immer eine starke Bindung zum Kind haben wird. Er war zwar nur als Samenspender ursprünglich vorgesehen, aber er zeigt durchaus Interesse an dem Kind. (Er wäre auch zu co-parenting bereit gewesen.)

An Stelle meiner Partnerin, hätte ich zum jetzigen Zeitpunkt (die Kleine ist nur 3 Monate alt) kein großes Interesse, auf Rechte oder mich auf Verpflichtungen/Verträge für das Kind einzulassen. Sollten wir uns trennen, dann wäre die Kleine halt nur das Kind meiner Ex-Partnerin. Ich würde mich sicherlich freuen, die Kleine auch weiterhin zu sehen und Fotos von der Kleinen zu erhalten....ich würde mir aber lieber dann ein eigenes und neues Leben - ohne Verpflichtungen - aufbauen.
Wenn aber die Kleine dann etwas Älter ist und ich bereits lange Zeit mit ihr gelebt hätte, dann würde ich sehr wohl sowas wie Umgangsrecht einfordern.
Leider schaut es aber auch so aus, dass meine Partnerin nur die Rechte möchte aber nicht die Verpflichtungen/Ausgaben.

Meine Partnerin stammt aus einer großen Familie und alle ihre Geschwister haben Kinder. Ihre Mutter hat ihr früher immer gesagt, dass sie auch Kinder bekommen soll.
Sie wollte aber nie selber schwanger werden, weil sie Angst davor hat.
Ich glaube, dass sie auch deshalb so sehr an der Kleinen hängt. Sie möchte ihrer Mutter/Familie ihr Kind präsentieren.


Ich schreibe wirklich sehr negativ über unsere Beziehung. Andererseits muss ich schon sagen, dass sie sich schon Mühe gibt, seitdem wir nicht zusammen wohnen.
Deshalb habe ich sie zu einem gemeinsamen Urlaub eingeladen....damit wir wieder zueinander finden können.

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Re: Wie wohl die Antworten aussehen würden, wenn es ein hetero-Paar waere?

Antwort von kunigunde am 28.01.2020, 20:31 Uhr

Also ich würde einem Heteromann, mit dem ich eine unsichere Beziehung führe, der nicht der leibliche Vater ist, der von mir erwartet, dass ich das Familieneinkommen bestreite und dem ich dann im Falle der Trennung möglicherweise das Kind sowie die von mir gekaufte Wohnung überlassen müsste, auch keine Adoption ermöglichen. Was hätte das für einen Sinn?

Man hat als Alleinerzieherin ja sowieso nicht grad einen Jackpot gezogen, wenn man sich trotzdem lieber dafür als für eine Beziehung entscheidet, hat es gute Gründe.

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Re: Wie wohl die Antworten aussehen würden, wenn es ein hetero-Paar waere?

Antwort von Inena am 28.01.2020, 21:22 Uhr

Erstmal steht ja nirgends, dass die Partnerin erwartet,dass sie das Einkommen bestreitet. Manchmal ergibt es sich halt so.
Woie gesagt, ich hab das jetzt nur mal losgelöst vom rechtlichen mit der Wohnung und Aufenthalt des Kindes betrachtet.

Es geht mir rein um die Sicht der Partnerin. Die AP erwartet jetzt von ihr, dass die sich mit uns Kind kümmert. Prinzipiell völlig in Ordnung. Aber wer A sagt muss dann auch B sagen. Das Kind war ja eine gemeinsame Entscheidung. Mit Adoption. Dieser Plan wurde jetzt einseitig aufgekündigt. Darum geht es mir.
Ich sage nicht, dass die Beziehung Vorrang haben sollte oder so.

Aber selbst als alleinerziehende gibt es ja sonst noch einen Vater (möge der auch wenig Engagement zeigen). Und das ist jetzt in diesem Fall der spender und eben nicht die Partnerin, mit der man sich gemeinsam für ein kind entschieden hat. Insofern kann ich die Unsicherheit der Partnerin sehr verstehen.
Da fehlt einfach ganz viel Vertrauen auf beiden Seiten. Und solange keiner von beiden bereit ist für einen Vertrauensvorschuss bleibt die Situation halt sehr festgefahren.

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Re: lesbisches Paar und Erzeuger

Antwort von tonib am 29.01.2020, 11:45 Uhr

Du möchtest Deine Noch-Partnerin eigentlich als unbezahlte Kinderfrau mit Kost und Logis ohne Rechte am Kind. Das ist keine Partnerschaft auf Augenhöhe.

Ich kann gut verstehen, dass das für sie wenig attraktiv ist, und würde mich wohl auch davor hüten, mich emotional zu stark zu verstricken und zu investieren, nur um am Ende ohne alles da zu stehen. Der Vertrag ist ja nicht bloß ein Stück Papier, sondern gibt ihr Sicherheit, dass ihre Investition in Zeit und Liebe am Ende nicht verschenkt ist. Das finde ich mehr als fair. Es muss ja vielleicht keine Adoption sein, aber ein Vertrag, der bestimmte Besuchsrechte und ggfs. eine finanzielle Abfindung vorsieht.

Ich kann aber auch Dich verstehen, ich gebe auch nicht gerne Macht (Geld noch eher, aber natürlich auch nicht wahnsinnig gerne) aus der Hand, schon gar nicht in unsicheren Verhältnissen.

Dann sei aber so ehrlich und mache ihr keine Hoffnung auf mehr. Vermutlich ist es am besten, wenn Ihr Euch trennt - eine Lösung gibt es nur, wenn beide (aber wenigstens eine) ein Risiko eingehen, und dazu seid Ihr ja beide nicht bereit.

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Re: lesbisches Paar und Erzeuger

Antwort von blue624 am 29.01.2020, 16:23 Uhr

Ich habe ihr ganz klar gesagt, dass ich keine Adoption/Vertrag unterschreiben möchte. Eine schriftliche Vereinbarung könnten wir machen, wenn wir ein wenig mehr Routine haben.
Ich habe ihr aber mündlich zugesagt, dass sie das Kind nach einer Trennung auch sehen kann.

In den letzten Monaten haben wir viel über das Thema Adoption/Vertrag gesprochen. Sechs Wochen vor der Geburt schickte uns die Anwältin ihren Entwurf zu. Der war sehr stark zu meinen Ungunsten. Ich sagte meiner Partnerin, dass ich eine schwere Schwangerschaft habe und wollte so einen Vertrag nicht in so einem hormonellen Stadium unterschreiben. Sie machte aber trotzdem die ganze Zeit Druck. Eine Woche nach der Geburt - Ich fühlte mich noch sehr schwach - waren wir bei einer Paarberatung wegen der ganzen Sache. Ich sagte allen, dass ich so früh nach der Geburt nichts unterschreiben möchte. Die Beraterin konnte das nachvollziehen.
Es dauerte noch ein paar Tage/Wochen, bis ich wieder bei Kräften war und dann habe ich ihr auch gesagt dass ich in dieser instabilen Situation keinen Vertrag unterschreiben werde.

Meine Familie war in der Zeit bei mir und sehr entsetzt über ihr Verhalten. Es kam so rüber als ob sie sich finanziell absichern wollte.

Ich bin aktuell zu Besuch bei meiner Familie und täglich im Kontakt mit meiner Partnerin. Wir sprechen nicht über den Vertrag und sie sagt, dass sie die Kleine und mich vermisst.
Ich weiß wirklich nicht in welche Richtung es geht. Sollte alles gut gehen, dann können wir gerne eine Vereinbarung treffen....aber dafür brauche ich erstmal ein paar Monate Zeit....es kann gut sein, dass in ein paar Wochen wieder alles von vorne los geht

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Würde der Vertrag den in dem wo ihr lebt zählen?

Antwort von misses-cat am 29.01.2020, 16:38 Uhr

In Deutschland wäre so ein Vertrag nix wert, hier würde nur eine Adoption zählen

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Re: Würde der Vertrag den in dem wo ihr lebt zählen?

Antwort von blue624 am 29.01.2020, 18:33 Uhr

Der Vertrag würde von der Anwältin bei Gericht (oder Notar?) vorgelegt werden und wäre dann rechtskräftig.
Es könnte natürlich sein, dass man den eines Tages anfechten kann.

Eine Vereinbarung wäre nur zwischen mir und ihr. Angeblich soll diese auch rechtskräftig sein.

Wenn sie Beweise für eine mündliche Vereinbarung hat, dann ist die wohl auch rechtskräftig.

Vereinbarungen sind aber wohl besser anfechtbar.

Mich stört es, dass sie ganz klar zuvor wollte, dass sie das Kind jedes zweite Wochenende und unter der Woche sieht. Mir ist das zu star. Was ist wenn das Kind am Wochenende was anderes machen will aber dafür unter der Woche zwei Mal Zeit hat? Was ist wenn das Kind überhaupt nicht will?
Sie wäre auch nicht bereit oder in der Lage, sich finanziell an den Kosten für das Kind dann zu beteiligen.
Sie fordert also Rechte aber wird keine Verpflichtungen (Ausgaben) übernehmen

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Re: lesbisches Paar und Erzeuger

Antwort von tonib am 29.01.2020, 18:52 Uhr

Was spricht denn dagegen, dass sie sich finanziell absichern möchte, wenn sie sich um das Kind kümmert? Wenn Du sie jetzt rein als Kinderfrau anstellen würdest, müsstest Du ja auch etwas bezahlen. Dass sie das alles nicht gratis machen möchte (ohne jegliche Rechte), kann ich gut verstehen.

Ich glaube, ich habe noch nicht verstanden, welche Rolle Du ihr eigentlich zubilligen möchtest. Du schriebst, Ihr wärt dann beide Mütter, aber Du entscheidest in wichtigen Fragen, Du kannst sie jederzeit rausschmeißen, sie hat keinerlei Rechte am Kind. Ehrlich gesagt - so eine Rolle hat meine Kinderfrau. Die liebt die Kinder auch und hat keine eigenen Rechte am Kind, wird aber dafür bezahlt. Die Kinder hängen an ihr und natürlich wird sie (freiweillig und wenn ICH es will) auch besucht oder eingeladen.

Den finanziellen Aspekt (Partnerin kann finanziell wenig beitragen) würde ich nicht zu hoch bewerten. Kinderbetreuung ist eigentlich das Teuerste am kleinen Kind.

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Re: lesbisches Paar und Erzeuger

Antwort von blue624 am 29.01.2020, 19:02 Uhr

Da ist was dran.
Ich bin sie gerne bereit zu unterstützen, wenn wir ein Paar sind. Das habe ich bereits getan.

Sie ist nicht sonderlich flexibel. Eine Babysitterin kann ich dann bestellen, wenn ich sie benötige. Das ist dann eine Entlastung für mich, die ich auch benötige. Wenn das Kind krank ist, dann rufe ich ein Babysitter an und kann so zur Arbeit gehen.
Meine Partnerin würde aber das Kind nehmen, wenn es ihr passt....zb an Feiertagen, wenn ich auch Zeit hätte

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Re: lesbisches Paar und Erzeuger

Antwort von tonib am 29.01.2020, 19:08 Uhr

Achso, ich hatte verstanden, sie kümmert sich tagsüber und Du gehst dann arbeiten. Wenn sie nur gelegentlich hilft und dann auch nicht verbindlich, dann ist das natürlich wenig.

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Re: lesbisches Paar und Erzeuger

Antwort von blue624 am 29.01.2020, 20:47 Uhr

genau...ich sehe da leider keinerlei Vorteile.
Sollten wir uns trennen, dann möchte sie das Kind für die Zeiten reservieren zu denen es ihr passt. Es ist auch unklar, was sie dann mit dem Kind unternehmen möchte. Woher soll man auch wissen, was man in 5, 7 oder 10 Jahren unternehmen will.

Und dann liegt der Fokus in der Vereinbarung auf einer Trennung. Der Fokus sollte auf der Beziehung sein.
Zum Beispiel wäre mir sehr wichtig, dass das Kind Baby schwimmen macht. Davon hält sie nichts. Sie würde weder das Kind zum schwimmen bringen noch sich finanziell beteiligen. Ihr hingegen ist wichtig, dass das Kind oft genug zu ihren Eltern geht. Das ist auch schön.....Ich denke aber, dass die Großeltern mehr vom Kind haben als umgekehrt.

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Re: lesbisches Paar und Erzeuger

Antwort von zweizwerge am 29.01.2020, 21:59 Uhr

Huhu,

also, so eine Vereinbarung würde ich auch nicht unterschreiben. Stell Dir vor, Dein Kind wird allergisch gegen Katzen, muss aber wegen des Vertrags später 2x pro Woche in die Wohnung der Großeltern, obwohl es da 5 Katzen gibt. Ne, im Ernst, solche Sachen regeln andere Eltern doch auch ganz normal, wenn es halt anfällt.

Du warst vorher nicht so spezifisch, das einzige, was mir da aufgefallen war, war die Geschichte mit dem Ausland - auch da würde ich nie jetzt festlegen, dass das Kind nur 3 Wochen/Jahr im Ausland sein darf - vielleicht möchte es auch mal einen Schüleraustausch machen? Und ihr wollt Urlaub machen, und vielleicht zusätzlich noch Deine Eltern besuchen? Oder es will eine Ausbildung in Land Deiner Eltern machen, bevor es 18 ist, weil es diese Ausbildung nur dort gibt...

Noch nicht mal ein Gericht legt so etwas wie Babyschwimmen ja oder nein bei der Trennung fest. Dafür gibt es dann z.B. ein gemeinsames Sorgerecht, und die Berechtigten müssen sich dann zusammenraufen, wenn konktrete Probleme anstehen. Nur wenn das nicht geht, gibt's eine konkrete Entscheidung (im Sinne des Kindes). Und auch da können z.B. Entscheidungen über den Umgang sich nach einiger Zeit auch wieder ändern, wenn die Voraussetzungen sich ändern. Das hat seinen Sinn.

Sowas regelt man meiner Meinung nach, wenn es anfällt.

Zumindest ich hatte dich auch so verstanden, dass Deine Partnerin die Kinderbetreuung maßgeblich übernehmen soll und dafür ihren Job aufgibt, während Du voll arbeitest. In diesem Fall hätte ich eine Absicherung für die Partnerin (aber auch eher finanziell (und durchaus auch mit Woirkung für die Zukunft) als mit detaillierten Regelungen für das Leben des Kindes) für fair gehalten.

Macht gemeinsam Urlaub, seid ehrlich zueinander, und schaut, ob Ihr Euch wieder vertrauen könnt...

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Re: lesbisches Paar und Erzeuger

Antwort von blue624 am 29.01.2020, 22:40 Uhr

Danke, Du versteht mich!
Man muss wirklich erst schauen wenn es soweit ist! Ich möchte keine konkrete Vereinbarung jetzt machen, wo es noch keine Routinen gibt.
Deshalb habe ich meiner Partnerin gesagt, dass ich ihr Zusage, dass sie die Kleine auch nach einer Trennung sehen kann.

Ich bin schon seit Monaten total hin und her gerissen und richtig fertig wegen diesen ewigen Stress/Diskussionen.

Die letzten Tage haben wir nur telefoniert, da ich im Urlaub bei meiner Familie bin. Wir hatten keine Streitigkeiten....trotzdem habe ich immer noch Angst, dass das Thema Vereinbarung oder irgendwelche andere unrealistische Forderungen aufkommen.
Da ist etwas kaputt gegangen und ich bin mir nicht sicher ob wir es reparieren können.

Ich würde mir sehr wünschen, wenn sie eine Wohnung in ihrem Lieblingsdorf finden würde und wir lediglich eine Wochenend-Beziehung führen würden. Nur so sehe ich eine Chance für uns.

Sie ist ein Typ, der viele Probleme sieht und kompliziert ist. Ich möchte nicht jedes Mal mit ihr verhandeln müssen, wenn/ob die Kleine schwimmen, turnen geht oder Klavier spielt oder ihren Vater sehen kann.

Als wir in die neue Wohnung eingezogen sind, hatten wir viele Diskussionen über wie wir die Wohnung gestalten. Ich habe mir da viele Gedanken gemacht und wollte alles gemütlich einrichten und dann kam sie am Ende mit irgendwelchen anderen Vorstellungen...Sie hat dann sogar bei Lampen rum gemeckert die ich gekauft habe. Bei der Wohnungseinrichtung gebe ich gerne nach....aber nicht bei einem Kind.

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Re: lesbisches Paar und Erzeuger

Antwort von tonib am 30.01.2020, 10:16 Uhr

Ich habe den Eindruck, dass Du gerne für Dich planst und ungern Kompromisse eingehst (und Deine Partnerin auch).

Bei uns ist es auch ein bisschen so, deshalb sind wir auch mit zwei Wohnungen sehr glücklich! Bei den Kindern klappt es aber meistenteils sehr gut, Einigungen zu finden, da muss man pragmatisch sein, hilft alles nichts, auch kein detaillierter Vertrag. In nicht allzu ferner Zukunft wird das Kind auch nicht nur Verfügungsmasse sein, sondern eigene Vorstellungen entwickeln.

Ich glaube übrigens, dass Großeltern viel wichtiger sind als Babyschwimmen, aber das nur am Rande... eigentlich geht es da ja auch mehr um Macht.

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Re: lesbisches Paar und Erzeuger

Antwort von tonib am 30.01.2020, 10:16 Uhr

Ich habe den Eindruck, dass Du gerne für Dich planst und ungern Kompromisse eingehst (und Deine Partnerin auch).

Bei uns ist es auch ein bisschen so, deshalb sind wir auch mit zwei Wohnungen sehr glücklich! Bei den Kindern klappt es aber meistenteils sehr gut, Einigungen zu finden, da muss man pragmatisch sein, hilft alles nichts, auch kein detaillierter Vertrag. In nicht allzu ferner Zukunft wird das Kind auch nicht nur Verfügungsmasse sein, sondern eigene Vorstellungen entwickeln.

Ich glaube übrigens, dass Großeltern viel wichtiger sind als Babyschwimmen, aber das nur am Rande... eigentlich geht es da ja auch mehr um Macht.

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Re: lesbisches Paar und Erzeuger

Antwort von blue624 am 30.01.2020, 15:25 Uhr

Am Anfang habe ich alles für sie gemacht und war kompromissbereit m. Ich war mit der Adoption einverstanden. Ich war damit einverstanden, dass ich das Risiko der Schwangerschaft übernehme, die Wohnung kaufe und dann die Geldverdienerin sein werde. Wir waren jedes Wochenende bei ihrer Familie. Ich bin zu ihr gefahren, habe die Rechnungen bezahlt, usw.
Dann kam die Schwangerschaft und es ging mir nicht gut und mir fehlte Ihre Unterstützung. Im Gegenteil sogar: sie setzte mich unter Druck in einer Zeit in der es mir schlecht ging. Sie meckerte über meine Familie.
Dann hat sich alles bei mir geändert.

Und trotz allem möchte ich mit ihr zusammen bleiben..

Ich möchte aber neue Konditionen haben: Wir wohnen getrennt und sehen uns an Wochenenden und machen keine komplizierten Verträge sondern genießen einfach die Zeit miteinander. Wir können gerne ihre Eltern besuchen und eine schöne Zeit haben.

Ich schaue wirklich nicht aufs Geld bei Menschen die mir wichtig sind. Ich lade gerne ein und bin großzügig.
Ich wurde aber von Menschen in meinem Umfeld gewarnt, dass es bei den ‘Rechten am Kind’ eher um Geld, bzw. ihre finanzielle Absicherung geht.
Ich bin gerne bereit mehr zu zahlen für die Zeit in unserer Partnerschaft....und wenn sie nach einer Trennung die Kleine sehen möchte, dann geht das auch. Ich wäre auch nach einer Partnerschaft dazu bereit sie zu unterstützen. Ich lass mich aber nicht abzocken und will keinen Kampf um die Kleine eines Tages haben.

Selbstverständlich ist das alles nicht auf Augenhöhe. Sie hatte aber viele Gelegenheiten verpasst, auf Augenhöhe zu steigen. Ich hätte sie dabei unterstützt. Sie lehnt sich aber lieber zurück und lässt mich machen....und dann meckert oder fordert sie.

Alles eine schwierige Situation. Bitte denkt daran, dass ich im Ausland lebe. Die Mentalität ist hier anders und man geniert sich hier nicht zu nehmen. Ich werde manchmal als reiche Europäerin angesehen, die halt zahlen soll.


Du wohnst also getrennt von Deiner Frau und habt Kinder? Gab es einen bestimmten Grund warum ihr euch dafür entschieden habt? Habt ihr mal zusammen gelebt? Wie schaut das für euch finanziell aus?

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Ich gebe zu, ich kann nicht mit Erfahrungswerten dienen, da ich ein anderes Leben

Antwort von Schru am 31.01.2020, 19:45 Uhr

als Du führe. Aber ich glaube, ich würde an Deiner Stelle weder einer Adoption zustimmen noch mich mit Verträgen festnageln lassen.
Eure (Nicht-) Beziehung steht ja auf wackligen Beinen, sie hat, sowie ich es verstanden habe, auch wenig Bezug zu Deiner Tochter.
Mir persönlich würde es am meisten "Bauchweh" bereiten, dass sich Alles im Ausland abspielt. Wenn sie die gleichen Rechte hat, bist Du an dieses Land gebunden, auch wenn Du. zB zurück in Deine Heimat wolltest und sie der Ausreise nicht zustimmt. Ich denkemsl, das Land hat das Hager Übereinkommen unterzeichnet. Das mag egoistisch sein, aber ich würde mir diesen (Rück-)weg offen halten wollen.
Auch für ihre Bedingung, dass das Kind nur 3x für eine Woche jns Ausland darf, würde ich ihr den Vogel zeigen. Was ist, wenn Du mal einen längeren Heimaturlaub planst ?Oder ihr zusätzlich noch den Vater des Kindes besuchen willst ? Musst Du dann um längere Urlaubszeiten betteln?
Meine Cousine folgte ihrem ausl. Mann in seine Heimat. Sie war immer im Sommer für vier Wochen mit den Kindern in Deutschland, ihr Mann war davon für 10 Tage dabei. Als es nach 10 Jahren zur Scheidung kam, nahm er die Pässe der Kinder an sich und untersagte ihnen, nach Dtl zu reisen. Das Ganze ging dann vor Gericht, dort wollte er nur eine Woche Urlaub zugestehen, da er es angeblich nicht länger ohne die Kinder aushalten könne. Zum Glück hat sich das Gericht an den 10 vorherigen Jahren orientiert, so dass sie wie immer 4 Wochen kommen konnte.
Auch die Tatsache, dass sich Deiner Partnerin hauptsächlich um das Kind kümmern soll,während Du arbeitest , würde mich beunruhigen, falls es zur Trennung kommt. Wer bekommt dann das Aufenthaltsrecht oder gar Sorgerecht? Hättest Du dann evt sogar die schlechteren Karten?
Wie gesagt, das ist von mir sicherlich egoistisch gedacht, aber wenn ich an Deiner Stelle wäre, würde ich als erstes an meine Rolle in dieser Lebenskonstellation denken mit dem festen Vorsatz, Entscheidungen zwar unabhängig, aber immer zum Wohle des Kindes zu treffen.
LG Schru

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Re: Ich gebe zu, ich kann nicht mit Erfahrungswerten dienen, da ich ein anderes Leben

Antwort von blue624 am 31.01.2020, 20:28 Uhr

Ich kann nichts Schriftliches derzeit vereinbaren.
Wir hatten kurz vor und kurz nach der Schwangerschaft heftige Auseinandersetzungen deswegen. Mir ging es in der Zeit miserabel. Einmal die schwere Schwangerschaft an sich und dann ihr Druck. Hinzu kam noch dieses schlechte Gewissen, dass ich mein Wort nicht halte.
Jetzt habe ich wieder Kräfte gesammelt und ihr auch ganz klar gesagt, dass ich vorerst nichts Schriftliches vereinbaren werde. Deshalb ist sie ja auch dann ausgezogen.
Ich bin jetzt im Urlaub in Deutschland und sie bei sich zu Hause. Wir kommunizieren täglich miteinander und sie hat sich beruhigt was das Thema Vertrag angeht.

Meine Befürchtung ist halt, dass das Thema bald wieder aufkommen kann.
Wenn sie mir einige Gefälligkeiten tun wird (wie beispielsweise mal auf das Kind aufpassen wenn ich Sachen erledigen muss oder so)....dann könnten auch wieder Forderungen kommen....auch deshalb möchte ich nicht auf sie bauen.

Vielleicht sehe ich jetzt alles ein wenig zu negativ....vielleicht sieht sie es ein, dass sie durchaus die Kleine sehen kann und wir Zeit zu Dritt verbringen können....und vielleicht sieht sie auch, dass sie Vorteile hat, wenn sie keine 'Rechte und Pflichten' am Kind hat.

Anfangs wollte ich wirklich mein Leben im Ausland verbringen. Ich habe da Verwandte und jetzt auch eine Wohnung.
Mit dem Kind und der ungeklärten Beziehung hat sich alles verändert. Ich werde nicht in der Lage sein, die Kleine ohne Unterstützung vernünftig zu erziehen.
Ihre Großeltern leben in Deutschland. Entweder kehre ich nach Deutschland zurück oder sie kommen hierher.

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Re: lesbisches Paar und Erzeuger

Antwort von tonib am 02.02.2020, 15:21 Uhr

Ich habe keine Frau, sondern einen Mann, aber ja, wir haben jeder unseren eigenen Wohnsitz, in unterschiedlichen Städten, aber wir verbringen natürlich auch gerne Zeit zusammen. Meistens kommt er hierher, weil die Kinder bei mir wohnen und er dadurch flexibler ist. Wir fahren aber auch durchaus mal am Wochenende an seinen Wohnort., dort leben auch die großen Geschwister und einige gute Freundinnen von mir, außerdem ist es eine interessante Stadt, in der ich auch früher gewohnt habe. Er kommt auch (meist), wenn ich Geschäftsreisen habe und über Nacht die Kinder betreut werden müssen. Die sind aber auch schon Teenies, so dass sich der Betreuungsbedarf in Grenzen hält. Früher hatte ich allerdings auch eine Kinderfrau.

Finanziell sind wir beide unabhängig, jeder zahlt sein Haus bzw. seine Wohnung und die Einkäufe vor Ort. Wir haben früher zusammen gewohnt, das ist uns aber beiden nicht so gut bekommen - so ist es viel friedlicher und wir haben diese Machtkämpfe nicht mehr. Hier bin eben ich der Chef, dort er.

Also, am Zusammenleben würde ich das Glück nicht festmachen wollen. (Na gut, andere hier brauchen sogar gemeinsame Konten).

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Re: lesbisches Paar und Erzeuger

Antwort von blue624 am 02.02.2020, 21:41 Uhr

das freut mich zu lesen.
Wie ist denn die Situation für die Kinder?

Die letzten zwei Wochen war ich bei meinen Eltern zu Besuch und hatte Zeit abzuschalten und mir Gedanken über meine Zukunft zu machen.
Es wird mir immer klarer, dass meine Partnerin mir im Alltag nicht nützt. Sie ist nicht der Typ der anpackt und Lösungen findet. Sie zählt eher alle Probleme auf und vergrößert die auch noch.
Ich brauche jetzt Kraft um der Kleinen all meine Liebe und Fürsorge zu geben.
Deshalb sehe ich nur als Möglichkeit, dass meine Partnerin und ich getrennt leben aber weiterhin als Paar zusammen bleiben.
Ich habe damals den Vertrag/Adoption versprochen, aber manchmal kommen Dinge anders.
Ich würde mich freuen, wenn sie mich verstehen wird. Mit der Zeit kommen Lösungen.
Ich kann nur nicht absehen, wie die Konstellation mit der Kleinen sein wird. Meine Partnerin schrieb mir, dass sie die Kleine vermisst. Es kann sein, dass sie sich weiterhin als Mutter fühlen möchte. Ich vermute aber, dass die Kleine nur mich als Mutter sehen wird. Meine Partnerin könnte für die Kleine nur eine wichtige Bezugsperson sein.

Alles ist so kompliziert. Bisher konnte ich mein Leben immer gut regeln und bin immer beruflich aufgestiegen. Jetzt bin ich zwar überglücklich, Mutter zu sein....aber ich habe schon eine Tiefphase.

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Re: lesbisches Paar und Erzeuger

Antwort von tonib am 03.02.2020, 16:34 Uhr

Gerade für Menschen, die sonst immer alles kontrollieren konnten, ist Mutterschaft eine Herausforderung - denn da ist man einfach auf Hilfe angewiesen, und es ist nicht immer so, wie man sich das vorstellt; man muss da Kompromisse machen und auch mal fünfe gerade sein lassen, sonst fällt man tot um.

Meine Kinder haben sich prächtig entwickelt, es gibt gewisse Themen zwischen Vater und Tochter, aber die liegen nicht an der verbrachten Zeit (glaube ich), sondern an seinem 50er Jahre Erziehungsstil. Wir hatten über 14 Jahre nur zwei Kinderfrauen mit viel, viel Zeit, Liebe und mit deutlich mehr Spiel- und Kümmergenen als ich, so dass dort auch eine Konstanz gegeben war.

Aber vielleicht erzählen sie später ihrem Therapeuten auch etwas anderes...

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Re: lesbisches Paar und Erzeuger

Antwort von kirshinka am 22.02.2020, 14:58 Uhr

Ach Mädelsmama - wenn alles immer so einfach und schwarz weiß wäre wie in deiner Rama-Welt....

Ich habe unterschiedliche Freundinnen, die unterschiedliche Modelle leben (und ja - darunter auch eine, die 2 Kinder durch Samenspende alleine groß zieht) - und es zieht sich eins durch:
Der Familienstand ist vollkommen egal, solange das Kind geliebt und angenommen ist und geborgen aufwächst!
Ein Kind braucht Hauptbezugspersonen, die es lieben - welchen geschlechts diese sind oder in welchem Blutsverwandschaftsgrad sie zu dem Kind stehen, ist vollkommen egal. Auch ob diese im selben Haushalt wohnen ist egal - Hauptsache ist die Qualität der Beziehung! Und diese kann wunderbar sein, auch wenn ein Elter dafür jedes zweite Wochenende quer durch die Republik fährt....

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Re: lesbisches Paar und Erzeuger

Antwort von HeyDu! am 06.03.2020, 15:03 Uhr

"Risiko der Schwangerschaft übernommen"
Mir scheint nicht ganz uneigennützig .

Ich bin noch nie auf die Idee gekommen gegenüber meinem Mann das Schwangerschaftsrisiko in die Waagschale zu legen .

Ganz ehrlich. Ja, ruder zurück. Die Beziehung scheint ja keinerlei Zukunft zu haben. Du hast das Glück bist die leibliche Mutter und sie hat Pech. In Ordnung ist es trotzdem nicht.

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