Tina (B)
Hallo Mädels,
es sind ja einige hier, die schon ein Beschäftigungsverbot bekommen haben. Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen.
Ich bin nun schon insgesamt 7 Wochen krank gewesen seit Beginn der SS und langsam kommt bei meiner Personalstelle und KK Stress auf, wegen Krankengeld. Die KK ist der Meinung, es würde sich jedesmal um dieselbe Erkrankung handeln, weil das alles irgendwie mit der SS zusammenhängt, obwohl das gar nicht so ist. Jetzt müssen erst wieder ärztliche Erklärungen etc. eingeholt werden. Wie auch immer, meine Personalsachbearbeiterin (AG) legte mir nun nahe, mir ein individuelles BV ausstellen zu lassen.
Auf Nachfrage bei meinem FA sagte mir dieser, er würde das gerne tun, ihm seien hier aber die Hände gebunden. Seit Ende letzten Jahres dürfe er das individuelle BV nur in ganz bestimmten Härtefällen (mehrere FG, drohende FG etc.) aussprechen. Ansonsten dürfe dies nur vom AG kommen und ich müsse mich an den ärztlichen Dienst meines AG wenden. Er würde mich auch dorthin überweisen.
Wie war das bei Euch? Ich meine, wenn das BV nicht im unmittelbaren Zusammenhang mit der "Gefährlichkeit" des Arbeitsplatzes zusammenhängt sondern einfach nur aus dem Stress und der Gesamtsituation resultiert. Mein Immunsystem ist leider völlig am Boden und der Stress führt dann immer wieder zu Erkrankungen.
Sorry fürs Jammern, aber die Umstände jetzt mit der KK (Nachweis, dass nicht dieselbe Krankheit vorliegt, nächsten Monat erstmal Abzug beim Gehalt, weil meine Personalstelle der Ansicht ist, ich hätte schon im April Krankengeld bekommen müssen und sei überzahlt etc.) das nervt echt.
Im Zweifel hat mein FA auch weitere Krankschreibungen mit anderen Gründen angeboten, aber die Umstände hören ja damit nicht auf.
Ach Mensch, das macht alles echt fertig...
LG Tina
Ich arbeite im öffentlichen Dienst > hier geht erstmal keine Gefahr vom Arbeitsplatz an sich aus. Würde ich ein BV erwirken wollen, müsste ich zum "Arbeitsmedizinischen Zentrum" gehen (= ärztlicher Dienst). Ich denke, bei dir wird das auch der Fall sein. Was machst du denn beruflich?
Ja, auch im öffentlichen Dienst. Du meinst, das wäre schon richtig mit dem ärztlichen Dienst?
Hm, würde dir ja gerne helfen. Aber mein BV habe ich bekommen, weil ich mit gefährlichen Stoffen arbeite und niergendwo anders eingesetzt werden konnte... Hoffe für dich, dass sich bald eine Lösung findet...
Hm, kann dir da nicht wirklich weiter helfen, arbeite weiterhin als Erzieherin, kann mich aber erinnern dass eine Kollegin die vor mir schwanger war, sehr oft krank war und das Beschäftigungsverbot dann (soweit ich mich erinnere) vom AG ausgesprochen bekommen hat, denn was nützt einem eine Arbeitskraft die man voll bezahlen muß und eh nie da ist? Da ist es für den AG praktischer diesen Beschäftigen ins BV zu schicken, das Gehalt wird ja von anderer Stelle voll weiter gezahlt und dein AG kann eine Vertretung einstellen ohne Verluste zu machen. Verstehe gar nicht was manche sich so anstellen, anstatt es kurz und schmerzlos zu lösen ... wünsche dir viel Erfolg! P.S. Wenn du verbeamtet bist, schimpft es sich Dienstleistungsverbot http://de.wikipedia.org/wiki/Beschäftigungsverbot http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/bbg_2009/gesamt.pdf Da ist extra ein Absatz für Schwangerschaft LG!
Ja, das hört sich einleuchtend an... Hatte grad noch mal versucht, meine Personalsachbearbeiterin anzurufen, aber die hat schon Feierabend. Nein, verbeamtet bin ich nicht. Dann hätte ich, glaube ich, auch nicht die Probleme mit dem Krankengeld. Ich denke, bei Beamten gibt es keine 6-Wochen-Frist...(?)
Da kenne ich mich absolut nicht aus. Versuch einfach verständnisvoll mit deinem AG zu sprechen, dass du dich auch fair gegenüber deinen Kollegen verhalten möchtest und sie nicht deine ganze Arbeit mit leisten müssen, und es die bessere Lösung für beide Parteien wäre. Und wenn alle Stricke reißen - auch wenn es vielleicht eine moralisch verwerfliche Lösung ist - den FA wechseln (was natürlich doof ist, wenn du sonst mit ihr/ihm zufrieden bist) und hoffen dass der etwas liberaler zu BV eingestellt ist, die FÄ hier bei uns verteilen das manchmal scheinbar wie Werbezettelchen.
Naja, das ist ja das Problem. Der FA ist ja der Ansicht, ich sollte schon ein BV bekommen, aber er selbst könne das hier in diesem Fall nicht aussprechen, weil er dafür aufgrund neuer Regelungen nicht mehr zuständig sei. Er möchte ja auch, dass ich zu dem ärztl. Dienst gehe... Keine Ahnung, vielleicht ist das auch bloß eine Ausrede?
Ich weiß nicht wie die rechtlichen Regelungen sind, also was ein FA nachweisen o.ä. muß, dass seine Patientin ein BV "verdient" hat - vielleicht sprichst du mit ihm noch mal wo das Problem liegt? Vielleicht will er sich einfach von jeder Verantwortung lossagen und das dem Betriebsarzt überlassen.
Ich arbeite als Erzieherin in einer Gruppe von Kids, die da wohnen und es kommen häufig Kids dazu (evtl auch jünger als 3J). Habe keinen ausreichenden Immunschutz gegen ein paar Infektionskrankheiten. Das und die Tatsache, dass das Klientel teilweise auch psychisch krank ist und ziemlich unberechenbar sein kann, reicht meiner Chefin, um mich zum Betriebsarzt zu schicken. Der sprach mir jetzt schon zum 2. Mal ein BV aus. Meine Tochter kam im April letzten Jahres zur Welt. Meine FÄ würde mir kein BV aussprechen, da keine medizinischen Probleme vorliegen, die mein Leben und das des Babys gefährden würden. Ich denke aber, wenn deine Infektionen wegen deiner Arbeit, also stressbedingt sind, kann das doch dein FA ausreichend begründen oder? Ein Betriebsarzt checkt da die Arbeitsplatzbedingungen. Wenn die für dich nicht stimmen, kann er dich in ein BV schicken. Hab bei dir das Gefühl, dass dein Fa sich davor "drückt", dir ein BV zu geben. Mansche FA`s stellen sehr schnell eins aus, manche schieben`s von sich. warum das so ist, kann man nur mutmaßen. Ich denke, das ist wohl eine Menge Schreibkram und die Argumente müssen halt stimmen. Macht nicht jeder gern und gut. Darf ich fragen, was du arbeitest?
Hi Tina,
ich hab auch ein BV und bin im öffenltichen Dienst. Hab mein BV vom Arzt bekommen. Der kann das auch dieses Jahr noch machen. Es muss aber eine Risikoschwangerschaft, laut meinem Arzt sein, die Leben von Mutter und Kind bei weiterarbeit bedroht. Dein Arzt kann das schon noch machen es zählen ja jetzt schon viele Dinge zu Risikokonstellationen. Außerdem schreitet ja die Schwangerschaft auch schon voran und es wird nicht leichter.
Ich würde es nochmal über den normalen Arzt versuchen. Krankengeld ist ja nach 6 Wochen schwierig wie du mitbekommen hast.
Viel Glück noch ![]()