little-lion
Jetzt hast du mich aber neugierig gemacht. Was bedeutet denn unkonventionelle Beziehung?
nichts Schlimmes! Ich habe mich im vergangenen Jahr von meinem Ehemann getrennt, nachdem er mein Verhalten nach meiner einen Fehlgeburt nicht verstehen könnte und mir während einer Kinderwunschbehandlung gesteckt hat, dass er ganz zufrieden ohne Kind ist und keins brauch. Mit ihm habe ich sozusagen eine konventionelle Ehe geführt. Nun habe ich zwar einen Freund, der auch der Papa vom Murmelinchen ist, wir haben aber beschlossen erst einmal nicht zusammen zu ziehen, sondern uns erstmal an das Elternsein zu gewöhnen (sozusagen mit Rückzugsbereich für jeden) und dann entscheiden, ob wir ob wir doch vielleicht zusammen ziehen oder gar nicht miteinander klarkommen und uns trennen oder oder oder. Eltern sind wir natürlich beide, meine Scheidung läuft und mein Freund erkennt die Vaterschaft an, gibt der kleinen seinen Familiennamen und bekommt das halbe Sorgerecht. Nebenaspekte sind auch, dass er aus den tiefsten Süd-Westen Berlins und ich aus dem Osten, mittlerweile östliche Mitte kommen und wir abgesehen vom Ort einer möglichen gemeinsamen Wohnung auch den Berliner Wohnungsmarkt gegen uns haben. und, schockiert?
Nein, überhaupt nicht schockiert. Klingt doch prima! Vor allem unkompliziert und glücklich. Und wenn man sich quasi "verabreden" muss, dass macht doch eine Beziehung auch spannend.