Bajuli
Vielen lieben Dank für die vielen gedrückten Daumen. Unser kleiner Mann war die Nacht über so einigermaßen stabil. Er hat gestern noch eine arterielle Kanüle und einen ZVK bekommen, weil er weitere kreislaufstützende Medikamente braucht. Vorhin konnte ich das erste Mal zu ihm. Er sah eigentlich ganz friedlich aus. Vom Kuscheln sind wir zwar noch meilenweit entfernt, ich soll ihn nicht mal richtig streicheln, sondern nur ganz sanft am Kopf fassen, weil er einfach noch zu instabil ist, aber immerhin darf ich ihn berühren. Das hat so gut getan. Seit ich ihn gesehen habe geht es auch mir wieder besser. Als Mutter hilflos im Bett zu liegen und nichts für sein Kind tun zu können ist einfach grauenhaft. GLG Barbara
Ja das glaub ich dir, leicht fällt es einem nicht, aber wir drücken weiterhin die Daumen, das es dem kleinen bald besser geht und du richtig kuscheln darfst
Glg
Marina & Bauchzwerg
ohje ihr armen... das muss schon sehr hart sein wünsche euch weiterhin viel kraft und geduld und das es bald schnell besser geht alles liebe und däumchen sind weiter gedrückt.. alles liebe
das gefühl zerreißt einen, wenn man seinem kind nicht helfen kann... ich drücke weiter fest die daumen und - liebe barbara - ich hoffe, du hast neben all der sorge um euer kind auch jemanden, mit dem du sprechen kannst, der sich um dich kümmert. alles liebe für euch!
Das muss echt alles schlimm für Euch sein, ich drück weiter hin die Daumen und auch wenn er nur kleine Fortschritte macht, so sind das auch Fortschritte.
Sonja
Ich habe gerade durch Zufall von eurem blöden Start ins Leben gelesen. Vor einem Jahr ist unser Jonathan genauso blöd auf die Welt gekommen. Erst war er bei uns, dann wurde er plötzlich blau und irgendwie wußten wir dann am nächsten Tag, das ein Lungenriss schuld an allem war. Auch er mußte künstlich beatmet werden und hatte diese Drainage. Es war eine harte Zeit für uns, ich verstehe dich also gut. Noch oft denken wir an diese Zeit zurück. Es macht so viel mit einem. Es gibt halt nichts schlimmeres, als am Bett des eigenen, so kranken Kindes zu sitzen. Ich wollte dir mit auf den Weg geben, das du dich nicht fernhalten sollst, von deinem Kleinen. Wir haben immer an Jonathans Bett gesessen und ihn berührt und gestreichelt. Auch Jonathan war in seinen ersten Tagen alles andere als stabil, aber berührt haben wir ihn immer. Man muß auf der ITS wohl sehr um sein Kind kämpfen, ist mein Eindruck. Man muß schon klarmachen, das man als Eltern dort steht und auch mit entscheiden möchte, was gut und was schlecht ist für den Kleinen. Medizinisch können das nur die Ärzte, aber emotional können das die Eltern. Ich habe immer wieder nachgefragt, wann ich Jonathan denn nun endlich auf die Brust bekomme. Die eine Schwester hat gelacht, die andere mitleidig geguckt. Ich kam mir echt doof dabei vor, aber letztenlich habe ich gewonnen, denn wir durften kängeruhen und wir waren die Einzigen, die das zu der Zeit regelmäßig gedurft haben. Auch das stillen durften wir nicht. Jonathan war zu schwach. Also sollte er weiter sondiert werden und aus der Flasche trinken. Das hat er aber nicht, er hat immer erbrochen. Durch Zufall habe ich ihn angelegt und er hat getrunken, als hätte er nie was anderes getan. Höre auf deinen Bauch, du bist die Mama, du machst das schon. Auch am Bett deines kranken Kindes. Sei da und berühre den kleinen Mann, er braucht dich so sehr und er dankt es dir, davon sind wir mittlerweile wirklich überzeugt. Alles, alles gute Euch. Andrea und Familie