Tinchen79
Da Caitlin schon immer in Beckenendlage in meinem Bauch lag, haben wir uns nach langem Überlegen und jeder Menge Versuche sie zum drehen zu bewegen, wie moxen, indische Brücke und Purzelbaumöl, zum einem Kaiserschnitt entschieden. Der Termin wurde für den 15.11. festgelegt. Nur widerwillig wollten wir Caitlins Geburtstag bestimmen. Am Montag den 15.11. um 8 Uhr sollten wir im Krankenhaus sein, für 10 Uhr war der Kaiserschnitt geplant. Nachts um 3 Uhr ist mir tatsächlich noch die Fruchtblase geplatzt, aber als ich dann die Bettdecke anhob, war alles voller Blut. Wir also gleich Marcos Mutter als Babysitter und dann den Krankenwagen angerufen. Zu unserer Überraschung kam dann als Sanitäter unser früherer Nachbar aus. Marcos Mutter sagte noch, dass er die Nacht Dienst hätte und evtl. käme. Ich wurde dann auf einem Tragetuch die Treppe runter getragen und mit Blaulicht ins KH gefahren. Unterwegs erzählte Ulf mir dann, dass er heute Geburtstag habe und es ein guter Tag für eine Geburt wäre. *g* Marco fuhr mit seinem Auto hinter. Im Krankenhaus kamen wir um 3:33 Uhr an. (C: Hier wurde dann gleich ein CTG geschrieben und mir auch erklärt, dass es öfter vorkommt, dass mit dem Fruchtwasser auch Blut abgeht. Ich hatte das noch nie gehört. Um 10 Uhr hätte ich den Termin zum Kaiserschnitt gehabt und es hieß, dass der vorverlegt werden würde, wenn ich Wehen bekäme. Die kamen dann auch, erst nicht sonderlich schmerzhaft, dann aber doch zunehmend. Mir wurde erklärt, was ich auch schon wusste, dass es für die Kinder ganz gut wäre, wenn sie die Wehen miterlebten und dass noch abgewartet werden würde, solange ich es gut aushalten kann. Mir war das sehr recht, denn so hatte ich wenigstens teilweise das Gefühl eine spontane Entbindung zu bekommen. Die Wehen wurden dann doch ziemlich schmerzhaft und ich war froh, dass ich wusste, dass diese Schmerzen bald ein Ende nehmen würden. Um halb sechs wurde sich dann aber doch für einen früheren Kaiserschnitt entschieden, da die Wehen schon recht schmerzhaft waren und sie wohl auch Angst hatten, dass Caitlin zu weit nach unten rutscht. Der Muttermund war allerdings erst 2 cm offen. Ich wurde also in den OP geschoben und die spinale Anästhesie wurde gespritzt, was entgegen meiner großen Angst gar nicht schlimm war und total schnell ging. Klar hatte ich große Angst vor allem was mir bevorstand, aber ich hatte mich gut unter Kontrolle. Ich wurde dann auf den OP-Tisch gelegt und meine untere Körperhälfte wurde abgedeckt und alle möglichen Überwachungsgeräte an mir angeschlossen. Als Marco dann nach unendlich langer Zeit endlich auch reinkommen durfte, war ich schon den Tränen nahe, vor Aufregung, Angst vor dem Ungewissen. Ich wurde gefragt, ob meine Beine taub bzw. warm würden. Nur das rechte Bein war warm, so wurde der OP-Tisch auf links angekippt und auch mein linkes Bein wurde warm. Dann wurde ich gefragt, ob ich das Spray auf Rippenhöhe als kalt spüren würde. Meine Antwort: "Ja!" Dann wurde tiefer am Bauch nochmal gesprüht, da habe ich nicht gemerkt ob es kalt oder warm ist, aber dass das Spray auf mich gesprüht wurde. Später wurde mir noch in den Bauch gepikt, gefragt ob ich das merken würde. Ich habe nicht den Piekser selber gemerkt, aber dass etwas gemacht wurde. Keine Ahnung, ob das so sein sollte oder nicht. Jedenfalls hieß es dann, sie würde die letzten Vorbereitungen jetzt machen und da merkte ich schon den Schnitt. Nicht als vollkommenen Schmerz, also dachte ich beruhig dich, es wurde ja gesagt, man würde etwas merken. Je mehr jedoch gemacht wurde (ich denke mal die Gebärmutter eröffnet) desto größer wurden die Schmerzen. Ich habe erst gewimmert dann gejammert, dann geschrien vor Schmerzen. Ich glaube die Ärzte waren ratlos oder haben nicht geglaubt, dass ich wirklich was merke. Es hat unendlich lange gedauert, bis Caitlin raus war, es wurde hin und her geschoben, gezogen, gerüttelt und gewackelt. Geschrieen habe ich, sie aber nicht, weil sie zuviel Fruchtwasser geschluckt hatte, also musste sie gleich zum Kinderarzt, um abgesaugt und massiert zu werden. Gefühlt war sie ganz lange dort und ich konnte sie nicht sehen. Marco sagt es war nicht lange, aber das lag daran, dass er sie durch eine Glasscheibe sehen konnte und wusste, dass alles soweit okay sein musste. Keiner war dort sehr hektisch. Meine Schmerzen wurden immer unerträglicher und ich weiß auch nicht, was die da noch solange gemacht haben. Ich hatte das Gefühl es dauert endlos lange. Irgendwann bin ich dann fast eingeschlafen von einem Schmerz/Beruhigungsmittel, was mir gegeben wurde. Caitlin wurde dann auch gebracht und Marco hat sie im Arm gehalten und mir ganz nah ans Gesicht. Ich konnte mich gar nicht richtig über sie freuen, weil ich völlig benebelt war und im Hintergrund immer noch die Schmerzen hatte. Als endlich alles vorbei war, wurde ich mit Caitlin in den Kreißsaal geschoben und Marco kam hinterher, nachdem er die OP-Kleidung abgelegt hatte. Danach war alles schön. Caitlin lag zufrieden in meinem Arm, Marco war da und wir haben uns nur noch gefreut, dass alles überstanden ist. Die Hebamme hat uns dann noch die Plazenta und die Nabelschnur gezeigt, weil ich die gern sehen wollte. Caitlins Nabelschnur war besonders lang und dünn und sie hatte sie mehrfach um den Körper geschlungen, konnte sich also überhaupt nicht drehen in meinem Bauch. Eine spontane Entbindung hätte also niemals geklappt und es wäre auch mit einem Kaiserschnitt ausgegangen, insofern war die Entscheidung richtig. Am nächsten Tag hat die Ärztin noch mal mit mir gesprochen. Sie können nicht richtig verstehen, warum die Anästhesie nicht gewirkt hat, der Anästhesist hat zu Marco gesagt, dass ein Teil des Betäubungsmittels wohl ins Gewebe statt in den Rückenmarkraum gespritzt wurde. Gruß Tine
Das muß ja furchtbar gewesen sein! Schade für Dich! Ich hatte die Spinale auch und bei mir hatte sie auch nicht sofort richtig gesessen, ich hatte links im Rücken neben der Einstichstelle Schmerzen, aber das wurde korrigiert und danach war alles tot ab den Rippen. Ich habe diesen KS bewußt erlebt und fand es gut so. Das Team im OP war super nett und lustig, wir haben die ganze Zeit geredet. Mein Mann mußte zu Anfang raus wo aufgeschnitten wurde, dann nachdem Emilia draußen war, wurde sie zu ihm in den Nachbarraum gebracht und da warm verpackt, dann kamen beide zu mir und ab da saß er mit Emilia im Arm neben mir. Nach der Op mußte er aber mit der kleinen auf die Kinderstation und ich lag "gefühlt ewig" waren aber 2 Stunden allein auf der Intensiv zur Nachüberwachung, dann kam mein Mann mit der kleinen und einem Kinderarzt zu mir und wir sind auf Station gefahren wurden. Gemerkt hatte ich während der Op das war gemacht wurde, aber ich hatte keine Schmerzen. Nur das Rauszerren war unangenehm und ich hatte davon auch blaue Strimen auf den Rippen danach. Die OP Ärztin hat immer auch gesagt was sie gerade tut. Das fand ich sehr beruhigend. Nach dem ersten "schlimmen" KS war der jetzt super. Bei meinem ersten war auch in der Nacht zuvor die Fruchtblase geplatzt. Da das öfter vorkommt ( ist nervl. bedingt wurde mir gesagt), ist es hier so üblich, das man am Tag zuvor schon da im KH bleiben muß. LG Conny
Ach du liebe Zeit, du Arme, das hört sich ja schrecklich an! Das ist genau das, wo ich totale Angst vor hatte, dass ich doch Schmerzen verspüre unter der Spinalen.....Boah, das ist heftig. Meine Spinale war auch nicht ohne....aber letztendlich war alles supi, muss meinen Bericht mal in Ruhe schreiben..... Da hast du ja echt was mitgemacht *tröst*
Deshalb habe ich auch noch etwas gewartet und den Bericht erst jetzt reingesetzt, wo (fast) alle ausgekugelt haben. Ich weiß, dass auch Kugeln aus dem Dezember-Forum bei uns die Berichte lesen, aber es wird immer auch Horror-Geburtsberichte zu finden geben... Ich hatte es mir auch anders vorgestellt, zwar auch nicht schön, aber ich habe nie im Leben damit gerechnet, dass die Narkose versagen würde. Meine Ängste waren ganz andere... Hätte ich es nicht selber erlebt, würde ich auch nicht glauben, dass es so laufen kann. Bin immer eher skeptisch, wenn jemand solche Geschichten erzählt. Dass jemand sich einen Kaiserschnitt wünscht, kann ich jedenfalls überhaupt nicht nachvollziehen. Gruß TINE
oh gott.. das stelle ich mir einfach nur schrecklich vor!
normalerweise merkt man vom ks alles, nur eben keine schmerzen.
dein erlebnis ist ja wirklich grausam!
zum glück ist jetzt alles vorbei und euch geht´s gut.
lg
du meine güte, das liest sich ja schlimm... bei uns war es das komplette gegenteil. ich hoffe, du erholst dich gut von diesem erlebnis.
Zuerst hatte ich wirklich jede Nacht Alpträume, aber inzwischen habe ich es wohl ganz gut verarbeitet. Schade finde ich nur wirklich, dass ich bei beiden Kindern eine schreckliche Geburt hatte. Ich hätte mir dieses Mal wirklich gewünscht, dass es eine schöne Geburt wird... Noch ein Kind werden wir wohl nicht bekommen, somit steht mir zumindest nie wieder ein Kaiserschnitt bevor, zum Glück! TINE