Monatsforum Februar Mamis 2012

Fragen zu diesem Bericht über das tote Baby

Fragen zu diesem Bericht über das tote Baby

Kristin_D

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hey mädls, bin noch immer ganz fertig wegen dem Bericht....als ich den das 1.mal am Nachmittag gelesen habe wusste ich gar net was ich dazu schreiben soll... aber seitdem denk ich ständig daran....und hab da auch Fragen dazu...vl kann mir ja wer weiter helfen..... Das Kind ist ja letztendlich wegen der Nabelschnur gestorben oder hab ich das falsch verstanden? Wieso dann das ganze Blut? Ist das denn normal dass man vor der Geburt so arg blutet? Hab ich noch nie gehört....hab bei Dustin auch das erst als Dustin raus kam geblutet und davor kein Tröpfchen! Die im KH bei der Frau können doch nicht alles Trottel gewesen sein oder? Ich mein die machen das ja täglich ....die können sich doch net alle irren oder etwas übersehen oder? Wie verhält man sich denn Anstelle der Frau richtig wenn man so viel blutet? Das mit dem Geburtsstopp hat doch eigentlich mit dem Tod vom Baby nix zum tun gehabt oder? Ich mein klar hätt es gelebt wenn sie es eher geholt hätten....aber im Normalfall würden die Ärzte so lange es dem Baby gut geht (und das war doch Anfangs immer der Fall oder?) ja mit einem KS warten oder? Also bei mir wars so....lag auch 3 Tage und 2 Nächte in den Wehen und nix voran.... Und dann die Frage die mich am meisten beschäftigt.....wie kann man nur ein totes Baby so lange bei sich behalten? Ich mein klar will man sich verabschieden und es sehen und so....aber das schlimmste wäre denk ich für mich wenn ich das tote Baby noch so lange bei mir hätte...das muss doch der Horror sein ....so ein kaltes totes Baby....oh Gott! Seht ihr das anders? Ehrlich gesagt je länger ich drüber nachdenke, desto mehr glaub ich ich würds glaub ich net mal sehen wollen....das würd ich mein Leben lang net mehr vergessen....ein Baby muss für mich rosig und frisch, eben gesund aus sehen ....ich könnte kein totes Baby sehen....auch wenns mein eigenes is....und schon gar net halten ...für Stunden... Tut mir leid....sind sehr viele Fragen ich weiß....aber ich bin echt ziemlich fertig deswegen...sollte mir in Zukunft wohl keine solche Berichte mehr durchlesen.... aber vl habt ihr ja ein paar Antworten für mich Kristin


Annett23

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Antwort auf Beitrag von Kristin_D

hab ich mich auch gefragt was die ärzte da gemacht haben. hätten die eher reagiert, würde das baby noch leben. zu dem thema totes baby so lange bei sich haben. als mein kleiner voriges jahr gestorben ist (er war 20 monate alt) haben sie mich noch mal zu ihm gelassen. er lag in einem kleinen bettchen, wie sie auf der kinderstation sind. zugedeckt bis zur brust. hab ihn noch mal an mich genommen, er war schon fast komplett kalt. hab ihn auf meinem arm gehabt und mit einer decke zugedeckt, das er nicht friert. am liebsten hätte ich ihn mit nach hause genommen, er sah aus als würde er schlafen, hat immer noch leichte säufzer von sich gegeben, obwohl er schon tot war. am ende musste ich ihn aber wieder hin legen und los lassen. es war sehr schwer ihn her zu geben, ich kann mir gut vorstellen wie es den eltern ging, sie hatten keine zeit mit ihrem baby, ich hatte 20 monate mit meinem. das sie so viel zeit wie möglich mit ihrem toten baby verbringen wollten, kann ich nach voll ziehen. das kann aber nur jemand, der sowas selbst schon erlebt hat. es ist leicht zu sagen, würde ich nicht machen, auch wenns meins ist, aber glaub mir, wärst du in der situation, würdest du es anders machen. ich wünsche es niemanden, es ist so schwer. mein kleiner ist jetzt 20 monate tot, genauso lange, wie er alt geworden ist und für mich ist es immer noch wie gestern, als ich ihn das letzte mal im arm genommen hab, als er schon tot war. lg annett hier mal noch ein bildchen vom grab meines babys.

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Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Annett23

@Annett23 Hallo , das ist ja schrecklich was du erlebt hast . Tut mir echt von herzen leid . Warum ist dein Kleiner gestorben ? Wenn ich zu Neugierig bin und du nicht drüber schreiben willst dan versteh ich das .


Annett23

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ist schon in ordnung. hab hier schon drüber geschrieben und es macht mir auch nichts aus, darüber zu reden, bzw. zu schreiben, hab damals, da war ich ja im mai 2008 forum über alles geschrieben, hat mir damals wirklich sehr geholfen. mein kleiner war leider von geburt an sehr krank. stoffwechselstörung, die krankheit hieß morbus gaucher. war mir vorher völlig unbekannt. mein kleiner hatte es von anfang an sehr schwer. er wurde 4 tage nach der geburt, an dem tag, als wir eigentlich entlassen werden sollten, wegen schlechter blutwerte und großer milz und leber, in die UNI klinik nach halle geflogen. dort war er 3 wochen, aber da wurde die krankheit noch nicht fest gestellt. ich hatte ihn dann 5 wochen zu hause und da bekam er eine lungenentzündung. also wieder ab in die UNI klinik. dort lag er dann 10,5 wochen am stück. in der zeit haben sie dann die krankheit diagnostiziert. unheilbar, aber behandelbar. aller 2 wochen infusionen im KH, jedes mal wurde ihm eine Flexüle in den kopf geschoben. aber mit der zeit hat er sie immer wieder raus gezogen. das eine mal musste 3 mal neu gestochen werden. hab mich dann entschieden, ihm einen port einsetzen zu lassen. der war dann über der rechten brust und somit wurden ihm die infusionen erheblich erleichtert. leider war er durch die krankheit sehr anfällig und musste auch zwischendurch öfters ins KH. im oktober 2009 bekam er dann wieder eine lungenentzündung, die im KH und auch zu hause mit antibiotika behandelt wurde. es ging ihm zwischenzeitlich wieder besser. mussten auch zweimal am tag inhalieren, haben extra von der KK ein inhaliergerät bekommen, was ich heute noch habe, weil wir es ja behalten konnten. so kann ich es für meinen großen und auch gegebenenfalls fürs baby benutzen. im januar lag er dann noch mal in der UNI klinik und wurde am 04.02. entlassen. es ging ihm so gut, für seine verhältnisse. er konnte ja weder sitzen, noch krabbeln, noch laufen, essen alleine, schon gar nicht. aber nachdem er aus dem KH entlassen wurde, hat er es das erste mal geschafft, sich den löffel alleine in den mund zu stecken. ich war so stolz auf ihn. aber dann bekam er wieder fieber. hab es in den griff bekommen. aber irgendwas war anders. er wollte die ganze zeit mit mir schmusen, wenn er woanders war hat er gequängelt, wollte nur zu mir. wenn er im bett war, wo er sonst alleine eingeschlafen ist, wollte er nicht mehr. am letzten abend bzw. nacht, war er gegen 22 uhr noch mal munter, dachte er wollte was essen. er hat am liebsten fruchtzwerge gegessen. hab versucht ihm einen zu geben, aber er hat alles wieder ausgespuckt. hab ihn dann wieder ins bett gelegt und bin dann auch ins bett. ich konnte nicht einschlafen, hab in der nacht dran gedacht, wie ich wohl sein grab einrichten werde. weiß auch nicht warum ich das gerade da gedacht hab. ich hab den gedanken schnell verworfen, wollte nicht dran denken. am nächsten morgen hab ich ihn dann noch gehört, die geräusche die er immer machte im schlaf. bin aber nicht aufgestanden, weil ich wusste das es nur geräusche waren, die er im schlaf machte. so gegen dreiviertel 8 bin ich dann aufgestanden, hab das essen warm gemacht, hab immer grießbrei auf vorrat gekocht und hab mich angezogen. danach bin ich in sein zimmer, hab die vorhänge aufgezogen und gesagt, morgen mein schatz. aber als ich in sein bett gesehen hab, stimmte etwas ganz und gar nicht. er hatte seine augen total verdreht, er war schon etwas kalt. er hat kaum geatmet, aller 15 sekunden kam mal ein kleiner atmer, das herz war ganz schwach. haben sofort den notarzt gerufen. die kamen dann und der arzt hat mir kaum noch hoffnung gemacht. im KH dann wurde mir mitgeteilt, das sie versucht haben ihn eine stunde zu reanimieren, aber es war sinnlos. hätten sie es geschafft, hätte er wahrscheinlich einen hirnschaden gehabt, oder hätte im wachkoma gelegen. wir haben ihn dann obduzieren lassen, da es nicht klar war, ob es an der krankheit gelegen hat, oder was anderes. im bericht stand dann, er ist an der lungenentzündung gestorben, obwohl es doch wieder aufwärts ging. es ist heute noch immer sehr schwer. schwer sich bilder an zuschauen, schwer sich zu erinnern, wie schön er immer gelächelt hat, schwer ans grab zu gehen. deswegen verstehe ich die eltern voll und ganz. ist jetzt etwas lang geworden, aber mir hilft es immer wieder darüber zu sprechen. lg annett

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Kann grad nicht viel dazu schreiben bin grad geschockt . Du tust mir ja sooo sehr leid ...


Annett23

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danke dir. es geht vielen so, das sie nicht wissen was sie sagen sollen. ich wünsche wirklich niemanden so etwas, es ist das schlimmste sein eigenes kind zu verlieren. für die mutter noch schlimmer als für alle anderen. weil man es 9 monate unterm herzen getragen hat und man eine ganz andere bindung zu ihm hat, als andere familienmitglieder. ich versuche immer an die schönen zeiten zu denken, die wir trotz schwerer krankheit zusammen hatten, auch wenn einem das immer wieder die tränen in die augen drückt. aber man kann es leider nicht ändern, man muss es akzeptieren. auch wenns noch so schwer fällt. lg annett


Farasha

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Ein Kind zu verlieren ist das grausamste was einen passieren kann . Annett ich finde auch kaum die richtigen Worte um auszudrücken was ich fühle und denke. Zu dem Bericht : Ich denke das viele Blut war durchaus normal , der kleine hatte sich verwickelt in der Nabelschnur wobei seine Versorgung gekappt wurde. Dann weiß man nicht wie lange die Versorgung schon unterbrochen war , also kann es schon sowas wie eine eingetretene Fehlgeburt gewesen sein. Und wenn der Körper das Kind abstösst , dann löst sich die Wand wieder und blutet ab. Mein Neffe heute 14 Jahre war ein Frühchen weil seine Mama gefallen ist und die Nabelschnur gekappt wurde.


Angelbaby1202

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Hey Süße, das ist sehr sehr schlimm soetwas - ich weiß wie es einem da geht. Hab zwar Gott sei Dank noch kein eigenes Kind verloren ( möchte es auch nicht ) aber meine Schwester ist vor 20 Jahren mit 2 Jahren gestorben, weil Sie auch von Geburt an krank war. Ich weiß wie sehr meine Mutter und die ganze Familie gelitten hat. Die Wunden heilen zwar doch auch nach so langer Zeit tut es immer noch weh. Ein Mutterherz vergisst niemals. Tut mir so unendlich leid, dass Euch solch ein Schicksal zu Teil wurde. Ich wünsche Euch für die Zukunft alles erdenklich Gute und dass Ihr es gemeinsam schafft Eure Trauer zu bewältigen. Und alles alles erdenklich Gute für die weitere Schwangerschaft und das es dem Baby richtig gut gehen wird. VLG. Annabelle und Zwergi

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Ich hab mir den Bericht auch durch gelesen. Und ich fand es auch ein wenig merkwürdig wie die Ärzte und Hebammen gehandelt haben. Am Tag zuvor war das Kind schließlich viel aktiver als sonst, was ja zum einen ein Zeichen für die bevorstehende Geburt sein kann, andererseits ist mir irgendwie in den Sinn gekommen, dass die Frau gemerkt haben muss, wie ihr Baby um sein Leben gekämpft hat... Ich weiß nicht, ob es tatsächlich so war, aber irgendwie war das das erste was ich gedacht habe. Also wenn ich an die Geburt meiner "Großen" denke, sie lag auch öfter so, dass man Schwierigkeiten hatte den Herzschlag zu finden, auch noch am Tag der Geburt. Und die Hebammen wurden irgendwie immer direkt hektisch. Jetzt nicht offensichtlich, aber man hat schon gemerkt wie die sich verkrampft haben, ein bisschen fester auf den Bauch gedrückt haben und sowas. Mit dem Blut, das kenn ich aber auch. Bei meiner "Großen" hat es auch geblutet. Aber nicht so doll wie die Frau das beschrieben hat. Bei mir meinten die Ärzte, dass es von der Verkrampfung kommen würde und das ich mich so anstrengen würde, das ein paar Blutgefäße am MuMu geplatzt sind, also nichts schlimmes. Und was das angeht mit dem Baby bei sich halten, ich kann das auch nachvollziehen. Ich weiß gar nicht mehr wie lange ich meine Kleine bei mir hatte, aber auf jeden Fall länger als 10 Minuten. Ich hab auch gesagt, dass ich das Kind nicht sehen wollen würde, ja und dann kamen die Wehen und mir wurde immer bewusster, dass ich da MEIN Kind gebäre und das es zu MIR gehört. Und als sie dann da war wusste ich sofort, dass ich sie halten wollte. Liebe Grüße Kristin


kriistin

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Bei Luca damals gabs auch immer mal Probleme die Herztöne zu finden, da sind die Hebis auch immer alle gleich hektisch geworden und haben, wie du schon sagtest, auch immer fester gedrückt oder haben sofort einen Arzt geholt. Falls der dann immernoch keine fand, haben sie sofort 4D-US gemacht um auf Nummer Sicher zu gehen. Verstehe das also auch nicht wie die Ärzte da gehandelt haben. Für mich völlig unverständlich, auch wenn jeder mal Fehler machen kann. Denn dieser "Fehler" ist für mich absolut das Letzte, sowas sollte und DARF NICHT vorkommen! Und an der Stelle von der Frau hätte ich auch wesentlich mehr Druck gemacht oder letztendlich vielleicht sogar auch das KH gewechselt.... Auch wenn ich mir vorstellen kann, das man in solchen Tagen sehr hilflos und aufgewühlt ist.