Monatsforum August Mamis 2026

Schwangerschaft geheim halten - wie macht ihr es?

Schwangerschaft geheim halten - wie macht ihr es?

JuliaWeiß

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Ihr Lieben, ich bin gerade erst in der 5. SSW und würde es am liebsten in die Welt Posaunen.  Bisher weiß es nur mein Mann und meine beste Freundin.  Ich würde mich so gerne austauschen, vor allem mit unseren Familien und zwei Freundinnen die ebenfalls gerade schwanger sind.  Mein Mann würde es lieber noch zur 12. Woche geheim halten, falls was passiert..  Ich bin da einfach optimistisch bzw denke, wenn was passiert, möchte ich mich auch darüber mit meinem engsten Kreis austauschen können und es nicht für mich behalten...   Wie wollt ihr es handhaben und warum?    Liebe Grüße   


Nixenliebe

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Hallo liebe Julia, Ich kann dich so gut verstehen! 🙈 Ich bin aktuell auch ganz frisch schwanger (ET Ende Juli) und habe genau dieselbe innere Zerrissenheit. Einerseits würde ich es am liebsten sofort jedem erzählen, andererseits habe ich auch diesen Gedanken im Hinterkopf: „Was, wenn doch noch etwas passiert?“ Bei einer Schwangerschaften im April habe ich gemerkt, dass ich im Fall eines Verlustes nicht alleine sein möchte. Deshalb habe ich diesmal ein paar Menschen sehr früh eingeweiht. Das fühlt sich für mich richtig an. 💛 Vielleicht ist das auch ein guter Kompromiss: 👉 Nicht allen erzählen, aber den Menschen, die dich sowieso auffangen würden, egal was passiert. So hat mein Mann mehr Sicherheit und ich das Gefühl, nicht still sein zu müssen. Jede Familie ist da anders, aber wichtig ist, dass du dich dabei wohlfühlst. ❤️ Liebe Grüße Nadine


Sonja222

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Liebe Julia, ich bin heute an 4+2, also auch noch ganz frisch schwanger. Im Sommer hatte ich eine traumatische Schwangerschaft, diese endete in der 10. Woche mit einer verhaltenen Fehlgeburt inkl. Ausschabung.  Damals wussten es drei Freundinnen, die mir aber leider nicht zur Seite standen sowie mein Partner. Wir hatten damals beschlossen, es erst nach dem ersten Trimester unseren Familien zu erzählen. Nach der Ausschabung lag ich mit wahnsinnigen Schmerzen im Krankenhaus und wurde vollgepumpt mit Schmerzmitteln, weil es kaum zu ertragen war. Irgendwann trat so ein "High" Gefühl auf, ich war plötzlich ganz unbefangen, ganz ohne Schmerzen oder Trauer. Da lag ich im Krankenhausbett, mir ging es auf einmal ganz gut und ich konnte unbefangen sprechen. Habe meine Mama angerufen und ihr alles erzählt. Sie weinte sehr am Telefon. Sie hatte damals Ähnliches durchgemacht mit ihrer ersten Schwangerschaft. Wir hatten fast am gleichen Schwangerschaftstag unsere Fehlbegurt 💔  Für meine jetzige Schwangerschaft war meinem Partner und mir klar, dass wir es früher erzählen wollen. Zumindest unseren Familien. Wir planen an weihnachten alle mit der schönen Nachricht zu überraschen 🥰 dann wäre ich in der 9. Woche. Ich hoffe sehr, dass alles hält. Aktuell mache ich mir Sorgen, da die Frühtests nicht so richtig dunkler werden. Die KiWu Klinik hat an ES+10 einen Blutwert von 9 gemessen und an ES+14 einen Wert von 32. Also ziemlich am unteren Ende, aber zumindest halbwegs in der Verdopplungszeit.  Ich hänge mal das Bild meiner Tests an.    Also kurzum: wir wollen an Weihnachten alle mit der schönen Nachricht überraschen ❤️ Ich hoffe sehr auf einen positiven Ausgang in dieser Schwangerschaft. Der Sommer war traumatisch genug.    Ich wünsche dir alles alles Gute. Vielleicht bleiben wir ja in Kontakt?   Viele Grüße 

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Nixenliebe

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Antwort auf Beitrag von Sonja222

Liebe Sonja, deine Zeilen haben mich sehr berührt. 💔 Es tut mir so leid, was du im Sommer durchmachen musstest, sowohl körperlich als auch emotional.  Wie schön, dass du diesmal einen anderen Weg für dich gefunden hast. Dieses bewusste „nicht alleine sein wollen“ kann so heilsam sein... ich verstehe das total. Ein Weihnachts-Überraschungsmoment klingt nach etwas ganz Liebevollem und Hoffnungsvollen 🥰 Und ja, natürlich wünscht man sich einfach nur, dass dieses kleine Wunder bleibt. Deine Werte liegen zwar tatsächlich eher am unteren Rand, aber sie steigen, und das ist erstmal das Wichtigste. Und es gibt so viele Geschichten, in denen anfangs alles „zu niedrig“ wirkt, und am Ende kommt ein kleines, kräftiges Baby zur Welt. Vielleicht will sich dein kleines Wunder einfach besonders langsam zeigen. 💛 Dass dich die Tests so verunsichern, kann ich aber sehr gut nachvollziehen. Man schaut auf jede Linie, als würde sie einem die Zukunft verraten wollen. Ich drücke dir wirklich von Herzen die Daumen, dass dieser Dezember für euch der Beginn von etwas richtig Schönem wird. Und ich würde mich auch sehr freuen, wenn wir in Kontakt bleiben. Es tut gut, Menschen zu haben, mit denen man all diese Gedanken teilen kann, die Hoffnungen, aber auch die Ängste. 🌷 Ganz viel Kraft und Hoffnung für deinen kleinen Weihnachtswunsch ⭐️ Liebe Grüße Nadine


Sonja222

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Antwort auf Beitrag von Nixenliebe

Liebe Nadine,   vielen Dank für deine liebe Nachricht. Ich habe mich da gerade wirklich drüber gefreut 🥰 Bei uns steht nächsten Freitag der erste Ultraschall in der KiWu Klinik an. Einerseits freue ich mich total, andererseits kommt die Angst aus dem Sommer hoch. Ich hatte damals an 6+1 meinen ersten Ultraschall beim Gynäkologen. Damals hieß es "ich muss jetzt einen Embryo mit Herzschlag sehen". Doch alles, was zu sehen war, war eine zeitgerecht entwickelte, aber leere Fruchthöhle. Es wurde dann Blut abgenommen. Zwei Tage später erneut. Dann der Anruf: das HCG ist nur von 20.000 auf 22.000 gestiegen. Diagnose: Windei. Unsere Herzen waren gebrochen. So schmerzlich haben wir beide noch nie geweint. Ich habe einen Termin in der Uniklinik zur Ausschabung ausgemacht. Ein paar Tage später erneut zu meiner Gynäkologin. Sie hatte es mir angeboten, damit ich wirklich nochmal sehe, dass "nichts" da ist. Doch an dem Termin war plötzlich alles da. Embryo mit ganz starkem Herzschlag!!! Die Gynäkologin sagte, sowas hätte sie noch nie erlebt. Alles war auf einmal zeitgerecht entwickelt und zu sehen. Der Termin zur Ausschabung wurde also abgesagt. Zwei Wochen später bin ich an zur erneuten Kontrolle. Doch es schlug nichts mehr 💔 Das Herzchen von unserem Baby hatte einen Tag zuvor aufgehört zu schlagen. Anhand der Größe vom Baby konnte man das erkennen. Ich konnte das alles nicht mehr glauben und zulassen. Wie ein Roboter liefen die Tage darauf ab. Ich war nicht mehr in meinem Körper vor Schock. Habe erneut in der Uniklinik angerufen und den Termin zur Ausschabung erneut ausgemacht. Ich musste mir das Zimmer mit einer Hochschwangeren teilen, die mehrfach am Tag die Herztöne ihres Babys abgehört bekommen hat. So auch, als wir morgens um 7 Uhr das Zweibettzimmer betraten. Es war kaum auszuhalten. Unser Baby hatte keinen Herzschlag mehr und doch musste ich dauerhaft den Herzschlag ihres Babys ertragen.. auch alles andere, was an dem Tag ablief, war mehr als grenzwertig. Meine OP wurde auch auf den späten Nachmittag verschoben. Zwischenzeitlich hieß es sogar, sie wüssten nicht, ob ich überhaupt heute drankomme. Obwohl man mir schon Zytotec gegeben hatte und ich schon blutetet. Auch die Ärztin und das Personal waren sehr abgestumpft und grob zu mir. Ich muss sagen, das, was im Sommer passiert ist, hat mich für mein ganzes Leben lang traumatisiert.    Ich hoffe sehr, dass ich diese Schwangerschaft gut durchstehe. Ich glaube, dass der Test von heute Morgen schon etwas stärker geworden ist. Damals im Sommer waren sie schon an Eisprung plus 14 ganz knalle pink. Aber selbst das ist kein Zeichen für einen positiven Ausgang der Schwangerschaft, wie man an mir leider sieht.    Viele Grüsse Sonja ❤️


JuliaWeiß

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Antwort auf Beitrag von Sonja222

Liebe Sonja,  fühl dich gedrückt - das klingt nach einer wirklich langwierigen, schmerzhaften Reise. Was ein Auf und Ab der Gefühle und wie traurig, dass man es nicht schafft, menschlicher, rücksichtsvoller und liebevoller in einer Klinik damit umzugehen. Ich hoffe sehr, dass sich euer Regenbogenbaby ganz arg festklammert und wächst und gedeiht.  Alles gute dir - ich hoffe auf weiterhin regen Austausch mit dir hier in unserem August-Bus :-) Julia


Sonja222

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Antwort auf Beitrag von JuliaWeiß

Liebe Julia, ich melde mich mit einer traurigen Nachricht. Ich habe es mir leider schon gedacht und seit gestern auch keinerlei Symptome mehr. Heute wurde der Test dann schwächer.  Ich bin auf eigene Kosten zur HCG Kontrolle. Die Ärztin bestätigte vorhin am Telefon meinen Verdacht. Es handelt sich um eine biochemische Schwangerschaft 💔  Ich soll das Utrogest absetzen und auf die Blutung warten. Die letzten Tage waren nur schwer zu verkraften. Das schlechte Gefühl war ja von Anfang an da. Nun trifft es mich ein zweites Mal in Folge. Dieses Mal glücklicherweise viel früher und hoffentlich nicht so traumatisch wie im Sommer.    Ich wünsche allen hier eine schöne Schwangerschaft mit gutem Ausgang!    Mein Weihnachtswunder wird dieses Jahr leider nicht wahr 💔 Mal schauen, wie es im nächsten Jahr weiter geht. Eine dritte Fehlgeburt in Folge würde ich nicht verkraften. Das Kapitel Schwangerschaft ist für mich so wahnsinnig negativ behaftet.   Viel Erfolg allen. Ich denke im August an euch!! Und auch nächstes Jahr im Februar, wo eigentlich mein erstes Baby auf die Welt kommen sollte.    


Nixenliebe

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Antwort auf Beitrag von Sonja222

Liebe Sonja, ich habe deine Nachricht jetzt erst gelesen. Es tut mir leid, dass ich erst so spät antworte. Und doch wollte ich dir unbedingt noch schreiben, weil mich deine Worte wirklich tief berührt haben. 💔 Es tut mir so unendlich leid, was du in den letzten Tagen durchmachen musstest. Die erneute Schwangerschaft war für dich Hoffnung, ein Lichtblick, ein kleiner Anfang. Dass dir das nun zum zweiten Mal hintereinander genommen wurde, ist einfach unfassbar unfair und so unglaublich schmerzhaft.   Dass du früh ein schlechtes Gefühl hattest und es sich nun bestätigt hat, reißt einem innerlich den Boden weg. Und trotzdem hast du die Stärke gehabt, dir Klarheit zu holen. Dafür habe ich tiefen Respekt. ❤️   Ich hoffe so sehr, dass dein Körper dir diesmal eine sanftere Erfahrung schenkt, ohne die traumatischen Schmerzen, die du im Sommer erleben musstest. Du hast wirklich genug mitgemacht. Es ist vollkommen verständlich, dass dich die Angst vor einer dritten Fehlgeburt lähmt und dass sich das ganze Thema Schwangerschaft für dich inzwischen schwer und negativ anfühlt. Niemand sollte das so oft erleben müssen. Dein Schmerz, deine Traurigkeit und deine Erschöpfung haben absolut ihren Raum. Bitte sei jetzt besonders liebevoll zu dir. Du musst gar nichts leisten, nichts „wegstecken“, nichts positiv sehen. Du darfst traurig sein. Du darfst enttäuscht sein. Du darfst dir Zeit nehmen, so viel du brauchst.🖤 Ich werde im August an dich denken und auch im Februar, wenn der Tag kommt, an dem dein erstes Baby eigentlich hätte geboren werden sollen. Du trägst so viel mit dir, und du bist damit nicht allein. 🌷 Wenn du irgendwann wieder Kraft findest und vielleicht wieder Hoffnung zulässt, dann bitte nur in deinem Tempo und zu deinen Bedingungen. Egal wie du weitermachst, ich denke an dich und wünsche dir von Herzen, dass wieder Licht in dieses Thema kommen darf. Ich umarme dich in Gedanken ganz fest. Nadine


Sonja222

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Antwort auf Beitrag von Nixenliebe

Liebe Nadine, ich habe mich sehr über deine Nachricht gefreut. Es ist erstaunlich, wie viel Verständnis man von fremden Menschen erhalten kann. Vielen vielen Dank dir hierfür!! Das tut mir sehr gut. Ich wünschte, ich hätte jemanden wie dich in meinem Umfeld.  Gestern an 5+1 hat meine Blutung gestartet. Mir ging es psychisch sehr schlecht. Ich hatte auch ganz seltsam quälende Kopfschmerzen, die ich so nicht kenne. Vermutlich von starken Hormonschwankungen. Generell reagiere ich auf Hormone, auch körpereigene, sehr empfindlich. Da ist ja jeder individuell. Für manche ist es die schönste Zeit im Leben, für andere aber die mit Abstand schwerste. Bei beiden Schwangerschaften (auch wenn diese nun sehr kurz war) hatte ich eine Schwangerschaftsdepression. Ganz stark. Sobald die Schwangerschaftshormone weg sind gehts mir viel besser. Ich kann endlich durchatmen und der dunkle Schleier ist wie weggeblasen. Das merke ich jetzt und auch im Sommer war es nach der Ausschabung schnell besser psychsich. Es war einfach anders traurig und schlecht. Aber aushaltbarer. Heute hat die Blutung sehr stark zugenommen, doch psychisch geht es mir viel besser wieder. Ich habe wieder Zuversicht meinen Alltag bald wieder starten zu können. Die KiWu Klinik möchte gar keine HCG Kontrolle machen und meint, ich könnte direkt wieder mit Letrozol starten und dann zum Eisprung auslösen kommen. Ich muss mir aber nochmal ganz genau überlegen, ob ich mir eine dritte Schwangerschaft zutraue. Einerseits wegen der ziemlich sicher kommenden Depression währenddessen, andererseits wegen dem Risiko einer erneuten Fehlgeburt. Die Klinik klärt leider erst nach der dritten Fehlgeburt ab. Ich habe das Gefühl, dass etwas nicht stimmt und würde das gerne abklären lassen. Es gibt ja durchaus Gerinnungsstörungen oder ähnliches, die man gut behandeln kann. Doch leider lässt man mich ohne Unterstützung in die dritte Fehlgeburt laufen. Ich habe nämlich leider das Gefühl, dass die nächste Schwangerschaft wieder so enden wird. Ich habe ja jetzt die Erfahrung einer natürlich abgehenden Fehlgeburt in der 6. Woche sowie einer verhaltenen Fehlgeburt mit Ausschabung in der 10. Woche. Ich muss ganz klar sagen, dass die jetzige Fehlgeburt um Welten besser zu ertragen ist. Ich habe große Angst, dass es nochmal später enden wird. Und leider auch die Befürchtung, dass etwas nicht stimmt, was man aber behandeln könnte. Privat ist es nur sehr kostenintensiv..  Ich bin sehr zwiegespalten. Der Kinderwunsch ist seit Jahren sehr groß. Doch bisher ist der Weg sehr schmerzhaft. Ich weiß nicht genau, ob ich mir eine erneute Schwangerschaft zutraue. Am meisten würde mir eine Abklärung helfen. Jedoch müsste ich vorher eine dritte Fehlgeburt ertragen. Ob ich das schaffe?     Ich wünsche dir und allen, die das hier lesen, eine unbeschwerte Schwangerschaft.    Viele Grüße Sonja


SunnyMoonflower

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Antwort auf Beitrag von JuliaWeiß

Ich finde das mit den 12 Wochen warten eine zu starre Regeln, es kann immer gutgehen oder was passieren und es gehört leider auch zum Leben dazu, dass nicht jede Schwangerschaft mit einem Kind endet..Ich finde, man kann es auf jeden Fall seinen Vertrauten erzählen wenn man es gerne mit jemandem teilen möchte, dass man man schwanger ist. Ich bin jetzt in der 5. SSW und werde nur darauf achten, es nicht so vielen zu erzählen, dass ich im Fall dass es doch nix wird dann plötzlich überlegen muss wem ich denn jz den Negativ Bescheid geben sollte...also das wäre natürlich echt unangenehm, aber 2-3 Leuten, die mitfiebern würde ich es schon bald mal sagen...