Monatsforum August Mamis 2015

bin mal wieder schockiert

bin mal wieder schockiert

Kirby90

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schau mir grad ne Reportage über nen 13 jährigen Jungen an der 230!!! kg wiegt, anfangs hab ich mich gefragt wie man als Eltern zuschauen kann wie sich das Kind zu Tode frisst und dann zeigen die die Mutter und man merkt wie sies genießt das ihr Sohn restlos von ihr abhängig ist, wie sie ihm die Füße jeden Tag cremt und die Sachen anzieht und ihn wäscht.....man könnte ihn zu all diesen Dingen motivieren das er sie selbst macht und meine Mutter hätte mir beim kleinsten Anzeichen von Übergewicht jeden Happen aus der Hand geschlagen und mich noch jeden Tag zum Sport geschleift ich erlebt das im Arbeitsalltag immer wieder wie sehr die Eltern heutzutage daran arbeiten das ihre Kinder möglichst lange von ihnen abhängig bleiben indem sie ihnen den Po hinterher tragen aber woher kommt diese Tendenz? Was sind eure Meinungen und Erfahrungen? Ein recht kontroverses Thema


Puschi83

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Antwort auf Beitrag von Kirby90

Ich kenne die Reportage.. Wir erziehen unsere Tochter zur Selbstständigkeit..das andere wäre nicht mein ding..


Julchen88

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Antwort auf Beitrag von Kirby90

Ich kenne auch ganz viele die ihren Kindern alles hinterher tragen und Busverbindungen für ihre 20 jährigen Söhne ausdrucken. Wie soll man denn da selbständig werden???? Ich kenne das von zuhause nicht. Meine Schwester und ich haben früh Verantwortung übernommen. Manches war auch zu früh. Aber das meiste war ganz gut so. Ich habe mir ab der ersten Klasse morgens meine Brote selber schmieren müssen. Habe ja eh am Tisch gesessen um zu frühstücken. Da kann man sich auch noch zwei zusätzliche Brote belegen und in eine dose stecken. Als ich 10 war, war mein Vater schwer krank. Er lag mehrere Monate in Krankenhaus und einige Wochen davon im Koma. Da meine Mutter weiter arbeiten gehen musste und wir unseren Vater jeden Tag nach der Schule besucht haben, als er wieder auf der normalen Station lag, musste ich sowie auch meine 7 Jahre alte Schwester, immer helfen. Wir haben relativ früh angefangen zu kochen und putzen. Bei 180qm Wohnfläche hätte meine Mutter es auch gar nicht anders schaffen können. Manchmal hätte ich mir als Kind schon mehr Zeit für Freunde gewünscht. Hausaufgaben mussten ja auch noch gemacht werden. Was ich nicht haben konnte: in meiner Ausbildung (schulisch) war eine, die war schon 24 und packte jeden mittag ihre dose aus und sagte, mhh was hat meine Mutter denn heute für noch zum essen gemacht?). Ich habe abends zuhause gekocht, um es am nächsten Tag mit zu nehmen.


Kirby90

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Antwort auf Beitrag von Julchen88

Genau so wars bei uns auch, ich wurde mit "harter Hand" erzogen, hab mit 10 meine Wäsche selbst gewaschen und mich mit 12 um meine 6 Monate alte Schwester vollkommen allein gekümmert weil meine Eltern beide 12 Stunden arbeiten gingen(also von Kita abholen, Abendbrot machen,baden, ab ins Bett) Pausenbrote hätte mir nie einer mitgegeben wenn ich sie nicht selbst gemacht hätte, war ja morgens schon allein, meine Eltern waren oft schon vor 7 Uhr aus dem Haus das mag immer irgendwie hart anmuten und ich hab mir auch hin und wieder Beistand gewünscht und mehr Freizeit aber letztlich hat es dafür gesorgt das ich keinerlei Probleme hatte mein Leben allein zu organisieren, bin früh ausgezogen und hab mich deswegen auch nicht ungeliebt gefühlt wie das oft hingestellt wird finds unwahrscheinlich wichtig das Kinder Selbstständigkeit lernen die Welt schenkt einem nämlich nix und das lernt man lieber schnell ;)


Julchen88

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Antwort auf Beitrag von Kirby90

Ich habe mit 15/16 alles an Wäsche gemacht. Die meiner Mutter, meiner Schwester und meine. Dann kam mal noch etwas von dem Freund meiner Mutter dazu, wenn er zu Besuch war, oder die von meinem Freund, mittlerweile Mann. Da war von waschen, trocknen, falten, bügeln alles dabei. Aber mir hat es auch Spaß gemacht. Sonst hätte ich es wahrscheinlich auch einfach liegen lassen.


dieminichs4

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Antwort auf Beitrag von Kirby90

Oh Gott das Kind einen Nur leid tun vorallem Leben Eltern auch nicht immer, ich finde da gehört sich das Jugendamt eingeschalten muss er den erst sterben ?! :,-(. Ich finde ab einen bestimmten Alter kann man Kindern schon Aufgaben geben. Ich finde mit 3 kann das Kind schon Aufgaben bekommen wie Geschirr mit ausräumen oder etwas abputzen dass das nicht perfekt gemacht ist is klar aber so wir vermittelt das es normal is mit zu Helfen.


Julchen88

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Antwort auf Beitrag von dieminichs4

Und es kann ja auch irgendwann erst perfekt werden oder zumindest annähernd, je öfter man es macht. Ich denke man muss Kinder alles selber probieren lassen. Sie wollen es ja auch! Ich bekomme immer die Krise, wenn Kinder etwas selber machen möchten und die Mutter dann sagt: du kannst es doch eh nicht, oder die/der schafft das doch gar nicht. Ja hallo!!! Wo sind wir denn, wenn wir unseren Kindern nichts mehr zutrauen? Ich finde auch, dass sich da jemand einschalten muss. Die Eltern werden das Problem nie einsehen wollen.


Kirby90

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Antwort auf Beitrag von Julchen88

die 3 jährige Tochter von meinem Kumpel geht jeden Samstag allein 2 Häuser weiter zum Brötchen holen und der muss sich beschimpfen lassen als Rabenvater der seine Tochter für sich schuften lässt dabei ist die Kleine stolz wie Bolle das sie das allein schafft(er ist den Weg und den ganzen Ablauf vorher wochenlang mit ihr durchgegangen und hat sie immer 1 Schritt mehr allein machen lassen)


Puschi83

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Antwort auf Beitrag von Julchen88

Mir wurden immer die Füße geküsst aber ich habe es geliebt.also mir wurde der Po nicht noch mit 10 abgewischt,aber ich habe einige Sachen später gemacht als meine Altergenossen,viele waren im neidisch.das das zb meine Mama noch gemacht hat.ich bin natürlich nicht böse darüber aber es viel mir später vieles schwerer aber auch ich habe es hinbekommen.ich bin aber dennoch nicht später als andere ausgezogen,normales Alter würde ich sagen.mit 20.denn da war ich fertig mit meiner krankenschwester Ausbildung und konnte somit meine miete alleine bezahlen. Da ich aber weiß wie schwer es einem fallen kann möchte ich meine Tochter bzw Kinder mehr zur selbstständigkeit erziehen und klappt bis jetzt ganz gut.Sie ist für ihre gerade 4 Jahre selbstbewusst,recht selbstständig und gar nicht auf den Kopf gefallen..


faenny

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Antwort auf Beitrag von Kirby90

Natürlich ist das DIE Aufgabe, die man als Eltern hat, seine Kinder zu selbständigen Menschen zu erziehen. Den Weg dazu muss jeder selbst finden - wieviel selbständig sein dürfen, wieviel selbständig sein müssen. (Da gibt es meiner Meinung nach Grenzen, denn Kinder sollten schon auch Kinder sein dürfen) Ich finde es immer schade, wenn die Wege die andere wählen als falsch, schlimm, "wie kann man nur", dargestellt werden. (Weil nur dann der eigene WEg der richtige ist???) Ist doch egal ob ein Kind mit 12 oder 18 seine Wäsche selbst macht, hauptsache es kann es dann, wenn es es können muss. Und ich finde es den Menschen gegenüber, die in irgendeiner Weise "versagt" haben ungerecht, so negativ über sie zu sprechen. Ohne die Lebensumstände zu kennen. Ich bin mir sicher, dass es meist einen Grund, eine Ursache, dafür gibt. Warum ist es nur so schwer, anderen mit Respekt zu begegnen?


Kirby90

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Antwort auf Beitrag von faenny

naja ich sehe ja in dem Fall nicht den Moment indem das getan wird sondern die Langzeitfolgen, ich schreibe derzeit eine Facharbeit und recherchiere vorallem das Phänomen der "Übermütter" und was es für Folgen für die Gesellschaft hat das Kinder, Kinder sein müssen und wie viel Kinder das wollen im Vergleich zu den Müttern die wollen das ihre Kinder möglichst lange Kind sind weil sie nicht loslassen können oder wollen. Es ist aus psychologischer Sicht ein wahnsinnig interessantes Thema und wenn man einmal so in der Materie steckt fällt es echt schwer zu verstehen wie Eltern ihren Kindern so etwas antun können (siehe eben das Beispiel der Überfütterung oder auch die sogenannten "Helicopter-Eltern") wo sich doch immer mehr herauskristalisiert das Überbehütung für die Psyche viel schlimmer ist als Vernachlässigung(ich will damit letzteres keinesfalls gutheißen auch das ist eine furchtbare Sache für ein Kind) Besonders spannend finde ich wenn sie um ihre Methoden zu "rechtfertigen" Beispiele aus der dritten Welt heranziehen um die in der Gegenargumentation vom Tisch zu wischen, denn einerseits werden Kinder ind er dritten Welt(mangels Alternative)lange gestillt und im Tuch getragen, dürfen aber zeitgleich sobald sie halbwegs sicher laufen können mit auf dem Feld arbeiten(Kindheit Fehlanzeige) Im großen und ganzen find ich die Thematik und wie sie die Gemüter erhitzt wahnsinnig spannend weil eben die Fronten da auch immer schnell arg verhärtet sind.


faenny

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Antwort auf Beitrag von Kirby90

Das mit den "verhärteten Fronten" trifft es sehr gut - allerdings finde ich, dass deine Beiträge auch sehr hart klingen und du ebenso deine Meinung verteidigst und wenig über den Tellerrand schaust. Tun leider fast alle Menschen, was ich nicht so wirklich verstehe, warum. Wenn du ernsthaft fachlich an diesem Thema arbeitest, sollte sich das anders anhören. Für mich klingt es eher so, als wenn die nach "Beweisen" suchst, die deinen Weg und auch den Weg deiner Eltern als den richtigen darstellen und andere eben als falsch. Ich finde du wirfst da auch einiges in einen Topf, was so gar nichts miteinander zu tun hat (langes Stillen und unselbständige Kinder). Dass jede Erziehung - persönliche und gesellschaftliche -Auswirkungen hat, liegt auf der Hand, diese zu beschreiben ist das eine, aber sie zu beurteilen??? Sorry, dass ich jetzt auch so deutlich geschrieben habe, aber ich finde, dass diese Schwarz-Weißmalerei und "alles was andere machen ist falsch" etwas ist, das nicht unbedingt zu den positiven Merkmalen unserer Gesellschaft gehört.


LadyFLo

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Antwort auf Beitrag von Kirby90

Ich gebe zu bin auch so ne Übermama und hab immer angst um mein Kind Dennoch versuche ich nach Möglcihkeit loszulassen und so den Kompromiss zwischen behüten und übervorsichtig zur Selbsständigkeit zu schaffen. Sprich ich habe Angst sie alleine die Treppe gehen zu lassen- lass sie aber wenn sie sich festhält un dich nebenhergehe (zum auffangen wenn was sit) trotzdem gehen genauso beim klettern auf dem Spielplatz- steh ich daneben und pase auf- lasse aber soweit es geht zu dass sie sich das selbst erarbeitet (sofern sie nicht um hilfe bittet) - bin ich sicher SIE kann das geb ich ihr mehr freiraum andererseits gehört es zu ihrem alltag Tischdecken/abräumen helfen, Waschmaschine Ausrumen, Katzen mit trockenfutter zu versorgen. Bislang als bitte- die in 90% begeistert erfüllt wird weil es positiveAufmerksamkeit für gibt. Dafür darf si eihre Anzehsachen selber aussuchen und auch andere Ding ebis zu einem gewissen grad entscheiden- sofern sie sie selbst betreffen. solange si emeine Regeln aktzeptiert kann sie sich freiräume erarbeiten (wie frei alufen an Hauptstrasse in de rStadt)- folgt sie nicht muss sie an die Hand Und ja ich lasse sie dabei nie aus den augen und wenn sie fehler macht hab ich sie schnell eingefangen. Mir fällt es schwer sie loszulassen und muss mir zusammen mit ihr ihre freiheit erarbeiten. Stück für Stück.