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mama füttert baby
Louis-Paul Photo - stock.adobe.com

Rückrufe von Babynahrung – davon wurden Eltern weltweit vor einigen Wochen überrascht und sind nun verständlicherweise verunsichert. Denn Babynahrung gehört zu den sensibelsten Produkten überhaupt.

Was ist passiert? In den vergangenen Wochen wurden mehrere Chargen verschiedener Säuglingsnahrungen von verschiedenen Herstellern zurückgerufen, teils vorsorglich, teils behördlich vorgeschrieben. Warum? Weil sich darin Spuren des bakteriellen Toxins Cereulid befinden könnten. Dieser Überblick erklärt, was Cereulid ist und warum keine langfristigen gesundheitlichen Folgen zu erwarten sind.

Was ist Cereulid?

Cereulid ist ein hitzestabiles Toxin, das von bestimmten Stämmen der Bakteriengruppe Bacillus cereus gebildet werden kann. Das Toxin zerstört sich nicht durch Erhitzen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) beschreibt: „Wird Cereulid mit dem Lebensmittel aufgenommen, kann es innerhalb von 0,5 bis 6 Stunden Übelkeit und Erbrechen auslösen.“

Wie kam es dazu, dass Babynahrung, in der Cereulid nachgewiesen wurde, im Regal stand?

Cereulid war bisher kein Bestandteil der üblichen Qualitätskontrollen.

Es gab:

  • keine gesetzlichen Vorgaben,
  • keine Grenzwerte der Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA),
  • kaum Labore, die auf Cereulid testen konnten

Erst seit dem 4. Februar existiert eine offizielle Messmethode und vorgegebene Grenzwerte der EFSA. Die Hersteller führen jetzt Tests der Rohstoffe bzw. der Endprodukte durch.

Wie kam es zu der Verunreinigung mit Cereulid?

Die Rückrufe betreffen verschiedene Hersteller. Mehrere Unternehmen haben Produkte aus dem Handel genommen, weil eine Zutat eines Zulieferers betroffen war: Arachidonsäure-Öl (ARA-Öl).

Das Problem ist das ARA-Öl eines bestimmten Zulieferers.

Warum wird Arachidonsäure den Baby-Milchnahrungen zugesetzt?

Arachidonsäure ist ein wichtiger Bestandteil der Muttermilch, die für das Wachstum, die Gehirnentwicklung und die Gesundheit von Säuglingen unerlässlich ist. Hochwertige Säuglingsnahrungen enthalten deshalb diese wichtige Omega-6-Fettsäure

Welche Symptome sind möglich?

Cereulid verursacht ausschließlich akute Magen-Darm-Symptome: Übelkeit und Erbrechen. Diese zeigen sich innerhalb von 30 Minuten bis 6 Stunden Es gibt keine weiteren Symptome und Spätfolgen, chronische Schäden oder Langzeitvergiftungen durch Cereulid sind nicht bekannt.

Entweder reagiert ein Kind innerhalb weniger Stunden – oder gar nicht.

Außerdem: Nicht jedes Kind reagiert – die Wirkung hängt von der aufgenommenen Menge und vom Körpergewicht ab.

Bisher sind keine medizinisch bestätigten Fälle schwerer Erkrankungen durch Cereulid bekannt.

Können Eltern beruhigt sein?

Ja, Eltern können beruhigt sein.

  • Alle jetzt im Handel befindlichen Packungen an Babymilchnahrung enthalten sicher kein Cereluid.
  • Die Hersteller haben alle potenziell betroffenen Chargen gesperrt, und alle auch nur potentiell betroffenen Chargen zurückgerufen.

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schlafendes Baby
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Mutter stillt Ihr Baby
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