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haende mit geldmuenzen
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Wenn es um Geld fürs Kind geht, geht es nie nur um Zahlen. Es geht um Sicherheit, Freiheit, Träume – und darum, dass sich Lina und Jonas später nicht fragen müssen: „Warum haben wir nicht früher angefangen?“

Stell dir vor, ihr sitzt abends auf dem Sofa, das Baby schläft endlich, und ihr sprecht zum ersten Mal bewusst darüber, wie ihr für euer Kind vorsorgen wollt: Führerschein, Ausbildung, Auslandsjahr, erste Wohnung. All das wirkt weit weg – aber finanziell beginnt es genau jetzt.

 

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Warum überhaupt sparen & investieren fürs Kind?

Sparen fürs Kind ist mehr als „ein bisschen Geld auf die Seite legen“. Es ist:

  • Sicherheit: Ein finanzielles Polster für unerwartete Situationen.
  • Chancen: Ausbildung, Studium, Auslandsjahr, Führerschein – ohne dass alles am laufenden Einkommen hängt.
  • Freiheit: Dein Kind startet nicht bei null, sondern mit einem kleinen Vorsprung.
  • Finanzbildung: Später könnt ihr gemeinsam über Geld, Sparen und Investieren sprechen – mit einem echten Beispiel.

Wann anfangen – gibt es Fristen?

Lina und Jonas beschließen nach der Geburt ihres Sohnes Emil: Sie wollen nicht „irgendwann mal“ anfangen, sondern direkt. Ihr Ziel: Mit 18 soll Emil mindestens 10.000–15.000 Euro zur Verfügung haben – für Führerschein, Ausbildung oder die erste eigene Wohnung.

Es gibt keine gesetzliche Frist, ab wann ihr fürs Kind sparen oder investieren dürft. Ihr könnt:

  • ab Geburt ein Konto oder Depot auf den Namen des Kindes eröffnen
  • oder das Geld zunächst auf euren Namen anlegen und später übertragen

Je früher ihr startet, desto entspannter wird es – weil ihr weniger pro Monat zurücklegen müsst, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Zum Beispiel bei einem Start direkt nach der Geburt: 18 Jahre lang 25 Euro im Monat in einen breit gestreuten ETF → kann (je nach Marktentwicklung) zu einem mittleren vierstelligen bis niedrigen fünfstelligen Betrag werden. Bei einem Start erst mit 10 Jahren: Um auf ähnliche Beträge zu kommen, müsstet ihr deutlich mehr pro Monat zurücklegen.

 

Warum sich frühes Sparen lohnt

  • Zinseszins-Effekt: Je früher ihr startet, desto stärker arbeitet die Zeit für euch.
  • Kleine Beträge reichen: 25–50 Euro im Monat können über Jahre zu mehreren Tausend Euro werden.
  • Unabhängigkeit: Euer Kind ist später weniger auf Kredite oder eure laufenden Einkommen angewiesen.

Wann ist ein guter Zeitpunkt?

  • Ideal: Direkt nach der Geburt oder sobald ihr euch einigermaßen sortiert fühlt.
  • Realistisch: Auch ein Start mit 3, 5 oder 10 Jahren lohnt sich noch.
  • Wichtig: Nicht auf den „perfekten Moment“ warten – lieber klein anfangen als gar nicht.

Wie viel sollten wir sparen?

Die wichtigste Regel: Es muss zu eurem Alltag passen. Es bringt nichts, wenn ihr euch mit zu hohen Sparraten unter Druck setzt.

Viele Familien orientieren sich an diesen Größenordnungen:

  • 25–50 Euro im Monat: guter Einstieg, auch bei knapperem Budget
  • 50–100 Euro im Monat: solide Basis für größere Ziele (Führerschein, Ausbildung)
  • mehr als 100 Euro im Monat: möglich, wenn genug Spielraum da ist – aber kein Muss

Lina und Jonas entscheiden sich beispielsweise 50 Euro im Monat in einen ETF-Sparplan auf Emils Namen einzuzahlen. Zusätzlich legen sie Geldgeschenke von Großeltern und Paten sowie einen Teil von Weihnachts- und Geburtstagsgeld mit dazu. So wird aus einem überschaubaren Monatsbetrag über die Jahre ein spürbares Polster.

 

Wie viel ist realistisch?

  • Schau zuerst auf eure Fixkosten: Miete, Strom, Kita, Versicherungen.
  • Plane einen Betrag, der auch in stressigen Monaten machbar ist.
  • Nutze Extras: Geldgeschenke, Boni, Steuererstattungen können zusätzlich ins Kinderkonto fließen.

Wo sparen & investieren? 

Es gibt nicht die eine richtige Lösung – oft ist eine Kombination sinnvoll.

1. Tagesgeld- oder Sparkonto

  • Vorteile:
    • sehr sicher
    • jederzeit verfügbar
    • gut für kurzfristige Ziele (z. B. Klassenfahrten, Hobbys)
  • Nachteile:
    • niedrige Zinsen
    • langfristig frisst die Inflation Kaufkraft

2. ETF-Sparplan im Kinderdepot (Juniordepot)

  • Vorteile:
    • gute Chancen auf höhere Rendite über viele Jahre
    • ideal für langfristige Ziele (Ausbildung, Start ins Erwachsenenleben)
    • schon mit kleinen Beträgen möglich
  • Nachteile:
    • Wertschwankungen, besonders kurzfristig
    • ihr müsst aushalten können, dass der Wert zwischendurch fällt

3. Kombination: Sicher + chancenorientiert

Viele Familien machen es so:

  • Tagesgeldkonto fürs Kind: für kurzfristige Ausgaben & Sicherheit
  • ETF-Sparplan im Kinderdepot: für langfristigen Vermögensaufbau

 

Wo kann ich ein Kinderdepot eröffnen?

  • Banken & Direktbanken: Viele bieten spezielle Juniordepots an.
  • Online-Broker: Oft günstige Konditionen und große ETF-Auswahl.


Wichtig:

  • auf Gebühren achten (Depotführung, Sparplankosten)
  • breit gestreute ETFs (z. B. Welt- oder Regionen-ETFs) bevorzugen
  • keine komplizierten oder spekulativen Produkte fürs Kind

Auf wessen Namen anlegen – Kind oder Eltern?

Das ist eine wichtige Entscheidung, auch steuerlich.

Anlage auf den Namen des Kindes

  • Vorteile:
    • Das Geld gehört rechtlich dem Kind.
    • Das Kind hat eigene Steuerfreibeträge (Sparer-Pauschbetrag, Grundfreibetrag).
  • Nachteile:
    • Mit 18 hat das Kind vollen Zugriff – auch wenn ihr andere Pläne hattet.
    • Kann bei bestimmten Sozialleistungen (z. B. BAföG) berücksichtigt werden.

Anlage auf den Namen der Eltern

  • Vorteile:
    • Ihr behaltet die Kontrolle, wie und wann das Geld genutzt wird.
    • Flexibler, falls sich eure Pläne ändern.
  • Nachteile:
    • Erträge laufen steuerlich über euch.
    • Spätere Übertragung ans Kind kann schenkungssteuerlich relevant werden (bei sehr hohen Beträgen).

 

Unterlagen für Konto/Depot fürs Kind

Für ein Konto oder Depot auf den Namen des Kindes braucht ihr in der Regel:

  • Geburtsurkunde des Kindes
  • Personalausweis oder Reisepass der Eltern
  • ggf. Sorgerechtsnachweis, wenn nicht beide Eltern sorgeberechtigt sind
  • bei Online-Banken: Video-Ident oder Post-Ident für die Eltern

Steuern & rechtliche Tipps – kurz & verständlich

Steuern sind kein Grund, es nicht zu tun – aber ein Grund, es bewusst zu tun.

Wichtige Punkte:

  • Sparer-Pauschbetrag: Auch Kinder haben einen Sparer-Pauschbetrag (z. B. 1.000 Euro pro Jahr). → Erst darüber hinaus werden Kapitalerträge steuerpflichtig.
  • Grundfreibetrag: Hat das Kind keine anderen Einkünfte, können insgesamt deutlich höhere Erträge steuerfrei bleiben.
  • Freistellungsauftrag: Wenn das Depot/Konto auf den Namen des Kindes läuft, könnt ihr bei der Bank einen Freistellungsauftrag für das Kind einrichten.
  • Schenkungssteuer: Eltern dürfen ihren Kindern hohe Beträge (mehrere Hunderttausend Euro) steuerfrei schenken – verteilt über viele Jahre ist das in der Praxis selten ein Problem. Wichtig ist eher: größere Schenkungen dokumentieren (z. B. formloser Schenkungsvertrag).

Oma und Opa schenken mit

Linas Eltern möchten jeden Geburtstag 100 Euro auf Emils Konto überweisen. Lina und Jonas halten schriftlich fest, dass es sich um Schenkungen an Emil handelt. So ist später klar, wem das Geld gehört – und sie behalten den Überblick, wie viel über die Jahre zusammengekommen ist.

 

Steuern & Stolperfallen

  • Freistellungsauftrag fürs Kind nutzen, wenn das Konto/Depot auf seinen Namen läuft.
  • Keine Angst vor Schenkungssteuer: Die Freibeträge sind sehr hoch.
  • Dokumentiert größere Schenkungen (z. B. von Großeltern) schriftlich.
  • Achtung bei BAföG & Sozialleistungen: Vermögen des Kindes kann angerechnet werden.

Praktische Tipps für den Alltag

  • Automatisieren: Dauerauftrag oder Sparplan einrichten – dann müsst ihr nicht jeden Monat aktiv daran denken.
  • Geldgeschenke bündeln: Statt vieler kleiner Spielsachen lieber einen Teil als „Zukunftsgeschenk“ aufs Kinderkonto.
  • Regelmäßig prüfen: Einmal im Jahr gemeinsam schauen: Passt die Sparrate noch? Hat sich etwas verändert?
  • Kind einbeziehen: Ab einem gewissen Alter könnt ihr eurem Kind zeigen, wie „sein Geld“ wächst – das ist gelebte Finanzbildung.

Fazit: Sparen & Investieren fürs Kind – ein Geschenk an die Zukunft

Sparen und Investieren fürs Kind ist kein Luxusprojekt, sondern eine Form von Fürsorge. Es muss nicht perfekt sein, nicht hochkompliziert, nicht „wie im Finanzratgeber“.

Wichtig ist:

  • anfangen,
  • dranbleiben,
  • und Lösungen wählen, die zu euch als Familie passen.

Dann wird aus 25, 50 oder 100 Euro im Monat über die Jahre etwas, das man nicht nur auf dem Konto sieht – sondern im Leben eures Kindes: mehr Freiheit, mehr Möglichkeiten, weniger Druck.

Komm in unsere Foren für mehr Infos!

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