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Mutter muss auch loslassen können

Trennung von Mutter und Kind Es ist schon etwas Einzigartiges: Die enge Bindung zwischen Mutter und Kind. Das Baby ist für die Mütter ein Teil ihrer selbst und auch das Baby erlebt die Mutter anfangs nicht als eine von ihm getrennte Person.

 

Für viele Mütter könnte dieses "Einssein" ewig so weitergehen, doch das Baby hat ein ganz anderes Ziel. Es will selbstständig werden und kommt seinem Ziel mit jeder neuen Fertigkeit ein Stück näher. Einerseits ist das Baby, auch emotional, noch abhängig von der Mutter, andererseits strebt es weg von der Mutter-Kind-Einheit.

Im zweiten Lebensjahr: das Kleinkind will vieles alleine tun

Besonders deutlich wird dieses ab dem zweiten Lebensjahr. Jetzt will das Kind viele Dinge alleine tun. Die Kuschelstunden beim Stillen oder Flaschegeben werden durch erste alleinige Essversuche auf dem eigenen Stuhl ersetzt. Der Körperkontakt beim Tragen des Babys entfällt zugunsten der ersten Schritte. Auch wenn viele Mütter am liebsten noch lange das süße, hilflose Baby im Arm halten würden, ist es doch von entscheidender Bedeutung, dass sie das Streben nach Selbstständigkeit unterstützen. Denn nur so ist das Kind in der Lage ein Selbstwertgefühl zu entwickeln.

In der Vergangenheit wurde vielfach der Mutter-Kind-Bindung eine einzigartige und nahezu ausschließliche Bedeutung für die Entwicklung des Kindes zugeschrieben. Doch neuere Studien zeigen, dass Babys und Kleinkinder durchaus in der Lage sind, gleichwertige Beziehungen und damit auch Bindungen zum Vater und zu anderen Bezugspersonen aufzubauen.

Wie Remo H. Largo, Professor für Kinderheilkunde und Leiter der Abteilung Wachstum und Entwicklung des Kinderspitals Zürich, in seinem Buch "Kinderjahre" schreibt, entsteht Bindung durch Vertrautsein. Babys und Kinder können demnach durchaus enge Bindungen mit anderen vertrauten Personen eingehen.

Vertrauen - die Basis für Bindungen mit anderen Personen

Vertrauen zu erlangen erfordert Zeit und Geduld. So hängt ein Kind in der Spielgruppe vielleicht erst noch einige Zeit am Rockzipfel der Mutter bevor es mit den anderen Kindern spielt. Es muss zunächst den anderen Kindern und der Gruppenleiterin vertrauen und sich angenommen fühlen, bevor es sich ohne Mutter wohlfühlt. Gleiches gilt für alle anderen Personen wie Vater, Großeltern oder Tagesmütter. Ein Kind kann sich bei und mit diesen Personen genauso wohl fühlen wie bei der Mutter.

Vorausgesetzt die Mutter lässt das zu. Die Vertrautheit mit dem Baby führt oft zu einem Ausschließlichkeitsanspruch und es fällt schwer zu akzeptieren, dass beispielsweise die Oma oder die Tagesmutter anders mit dem Kind umgehen. Doch für Kinder hat der regelmäßige Kontakt mit anderen Erwachsenen und Kindern eine Menge Vorteile. Es baut unterschied­liche Beziehungen auf, lernt von unterschiedlichen Vorbildern und hat deutlich mehr Erfahrungsmöglichkeiten.

Loslassen ist nicht so einfach - weder für die Mama, noch für das Kind

Das Loslassen ist für Mütter und Kinder nicht einfach. Insbesondere Kinder schwanken zwischen der Angst, die Mutter zu verlieren und der Neugier auf etwas Neues. Deutlich wird dies meist beim Verabschiedungsprozess, der oftmals nicht ohne Weinen und Festklammern vonstatten geht. Ist die Mutter dann außer Sichtweite, steht der Zuwendung zu anderen Personen nichts mehr im Weg. Darum ein kleiner Tipp: Den Abschied kurz und schmerzlos machen! Je länger die Mutter bleibt, desto länger heult das Kind, desto länger braucht es, sich wieder zu beruhigen.

Erschwert wird diese Loslösung oftmals durch die Mütter selbst, die dabei mit negativen Gefühlen wie Zweifel, schlechtes Gewissen, oft auch Angst, dem Kind Schaden zuzufügen, kämpfen. Oftmals wird auch der fremde Einfluss gefürchtet. Das Kind lernt nicht mehr nur allein durch die Eltern, es ist neuen Erfahrungen und Vorbildern ausgesetzt.

Der Charakter entscheidet - Kinder reagieren unterschiedlich

Ob und wie lange Kinder von anderen Personen betreut werden können oder sollen, hängt maßgeblich vom Kind selbst ab. Remo H. Largo stellte fest, dass gleichaltrige Kinder unterschiedlich stark gebunden und emotional unterschiedlich abhängig sind. Die einen brauchen ganz lange Zeit, um sich von der Mutter lösen zu können, für andere scheint die Mutter völlig unwichtig und sie rennen sofort los. Je nach Charakter reagieren Kinder unterschiedlich. Zu starkes Klammern oder Überbehütung der Eltern kann jedoch auch hier eine Hemmschwelle für das Kind sein. Beobachten Sie Ihr Kind genau und fördern Sie seine Selbstständigkeit, zwingen Sie es jedoch zu nichts.

Für viele Eltern ist es schwierig damit umzugehen, dass ihr Kind eigene Erfahrungen macht, von denen sie teilweise ausgeschlossen sind. Aber dieser Prozess ist nicht nur für das Kind wichtig, sondern auch für die Eltern. Denn irgendwann wird es Zeit, auch mal wieder an sich zu denken. Genießen Sie also das freie Wochenende, an dem Ihr Kind bei der Oma gut aufgehoben ist. Und seien Sie sicher, dass es viel Spaß dabei hat!

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