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Geschrieben von Hase67 am 12.06.2020, 14:31 Uhr

Lustig klingender, aber letztendlich sehr interessanter...

Artikel über eine Studie, die die Energieausbeute von Windrädern in Abhängigkeit von der Drehrichtung der Propeller untersucht hat:

https://www.tagesspiegel.de/wissen/ein-viertel-mehr-energieausbeute-moeglich-90-prozent-der-windraeder-drehen-sich-falsch-herum/25905478.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

 
6 Antworten:

Im Original ist es als Frage formuliert.

Antwort von emilie.d. am 14.06.2020, 8:01 Uhr

Es klingt ja schon im Artikel an, so einfach ist eine derartige Berechnung nicht, weil man die örtlichen Windverhältnisse für die Simulation eigentlich gut kennen muss. Stellt sich die Frage, ob man so einfach verallgemeinern kann. Aber selbst wenn ja.

Für solche Simulationen gibt es unterschiedliche Programme, die sich in der 'Power', aber auch in den Preisen gehörig unterscheiden. Grad Unis haben nicht unbedingt die Kohle für die entsprechenden Lizenzen. Und dann wird natürlich auch mit einem guten Programm zum Teil Quark aufgesetzt.

Es ging während Corona ein Bild durch die Presse, wie sich beim Joggen angeblich Viren verteilen. Das ist in der führenden Industrie zerissen worden. Kam in der Populärpresse kaum an.

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Re: Im Original ist es als Frage formuliert.

Antwort von Hase67 am 15.06.2020, 14:19 Uhr

Ich habe offen gestanden sehr wenig Ahnung von Windkrafttechnik - ich habe nur mal eine Doku übersetzt, in der es um einen Windpark in Belgien ging und habe einen Schwager, der in dem Bereich arbeitet. Ich fand allein die Idee, dass die Ausbeute von der Drehrichtung abhängen könnte, schon erstaunlich genug. Arbeitest du in dem Bereich?

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Re: Lustig klingender, aber letztendlich sehr interessanter...

Antwort von Korya am 15.06.2020, 17:20 Uhr

Ich hatte es auch gelesen und fand es ganz logisch - deshalb ziehen ja auch Taifune und Hurrikane immer von Osten nach Westen und treffen grundsätzlich immer Japan bzw. die US/Mexiko, aber nicht Europa oder Peru. Ich hätte gedacht, dass jeder, der sich ein wenig mit Wind und Wirbeln auskennt, die optimale Drehrichtung schon bei den allerersten Windrädern berechnet hätte, statt irgendwelche Ingenieure würfeln zu lassen?

(Ich hab nach der Lektüre gleich gegoogelt, ob die Japaner ihre Windräder von deutschen Firmen kaufen, machen sie bei neuer Umwelttechnik ja gerne - konnte aber nichts finden, außer dass sie wegen der Taifune vertikale Röhren (statt Flügel) bevorzugen. Also vielleicht doch nicht Technik aus Deutschland. Naja, dauert eh noch ewig, bis aus ihren Windparks was wird. Bei Fukushima noch groß getönt, jetzt komme der große Wechsel, aber bis jetzt ist noch kaum ein Vertrag unterschrieben.)

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Re: Lustig klingender, aber letztendlich sehr interessanter...

Antwort von Muts am 15.06.2020, 21:44 Uhr

Kling sehr interessant!
Ich frage mich immer, ob die Windräder nicht auch das Klima/ Wetter / Wind beeinflussen.
Denn der Wind wird doch sicher ganz anders verwirbelt, wenn hinter den Windrädern weiter bläst.

Aber: wenn wir zur Family meines Mannes fahren, kommen wir durch Ecken mit extrem vielen Windrädern, und nur ganz selten drehen sich mehr als etwa 1/4 der Windräder...
Ob es denn dann so wichtig, ist, in welche Richtung sie sich drehen würden.....
Ein Windrad ist eben schneller vom Netz genommen, wenn zu viel Strom im Angebot ist.

LG Muts

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Re: Im Original ist es als Frage formuliert.

Antwort von emilie.d. am 19.06.2020, 21:06 Uhr

Ich arbeite nicht in dem Bereich.

Das DLR ist beileibe keine Klitsche, falls das so rüberkam. Aber wenn in einer professionellen Simulation oder in einem solchen paper 'bis zu 23 Prozent' steht, ist das für einen konkreten Windpark noch nicht sehr aussagekräftig, weil da sehr viele Faktoren mit reinspielen (Windrichtung allgemein, Abstände, stehen die Windräder in Reihen, versetzt...). Oft hat man auch durch Umweltschutz Vorgaben, die einen daran hindern, Windräder optimal zu platzieren.

Am Ende wird man wohl konkret das Projekt simulieren müssen, damit man es sagen kann.

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Re: Lustig klingender, aber letztendlich sehr interessanter...

Antwort von emilie.d. am 19.06.2020, 21:13 Uhr

Wenn Du Windparks hast, beeinflussen die Windräder sich gegenseitig. Wind grad am und im Meer ändert häufiger die Richtung (tagsüber versus nachts). Aus Umweltschutzgründen kann es Dir als Betreiber passieren, dass Du z.B. zu bestimmten Zeiten nur nachts die Windräder laufen lassen darfst.

Ob es also am Ende des Tages wirtschaftlich sinnvoller ist, alle Windräder anders zu bauen oder zu mischen oder so zu lassen, wie es ist... Kann ein paper nicht abschließend beantworten.

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