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Geschrieben von Babyborn18 am 28.08.2019, 19:03 Uhr

Was für eine Phase... PUH...

Hey Leute,

großen Rat erhoffe ich mir nicht, vermutlich müssen wir da alle mehr oder weniger durch. Aber vlt kann mir ja jemand einen kleinen Hoffungsschimmer mitgeben.

Unser süßer fast 15 Monate alter Sohn ist seit 3 Wochen wirklich sehr anstrengend. Erst haben wir gesehen, dass er mehrere Zähne bekommt, dann war er auch noch mit Fieber krank. Nun ist er aber wieder gesund und die Zähne sind durch.
Aber nichts ist mehr wie vorher. Er schläft nicht mehr durch und nicht mehr alleine ein, er isst nicht mehr gut und schreit und motzt von morgens bis abends. AUßER in der Kita (sind noch in der Eingewöhnung, läuft top).
Bei und mit uns aber, ist es wirklich sehr hart. Wir bemühen uns ihm viel Abwechslung zu bieten, aber egal wo wir sind und was wir mit ihm machen, er schreit, brüllt, motzt, schmeißt sich hin, haut den Kopf auf den Boden.
Er möchte permanent getragen werden. Wir versuchen dem Wunsch oft nachzukommen, aber immer geht es nunmal nicht.
Eben musste ich Nudelwasser abgießen und ihn dafür natürlich absetzen. Das Dram könnt ihr euch gar nicht vorstellen. Er war von Anfang an ein sehr forderndes und temperamentvolles Kind. Das ist auch völlig in Ordnung (hat er wohl von mir ), aber im Moment können wir ihm NICHTS recht machen...

Hattet ihr auch so eine Phase, wenn ja, wie habt ihr das durchgehalten und vor allem, wann war es bei euch vorbei?

Viele Grüße und einen schönen Abend euch :)

 
7 Antworten:

Re: Was für eine Phase... PUH...

Antwort von niccolleen am 28.08.2019, 20:02 Uhr

Die schlechte Nachricht: Unter Umstaenden geht das nie vorbei. Ich hab so ein Exemplar, ist jetzt 10 Jahre alt.
Es wird aber trotzdem besser, weil die Kinder ja mit dem Alter verstaendiger werden.
Und es hat auch Vorteile: Es kommen dabei doch sehr selbstaendige Kinder raus, die sich einiges selbst organisieren, wenn ihnen etwas wichtig ist, die sehr aktiv sind und viel weiterbringen, usw.

Dass es immer wieder Punkte gibt, an denen nichts wie vorher ist, ist normal. Das wirst du noch oefter erleben, was auch wieder beruhigend ist, wenn irgendwas mal so gar nicht passt.

lg
niki

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Re: Was für eine Phase... PUH...

Antwort von Baerchie90 am 28.08.2019, 21:36 Uhr

Könnte es sein, dass ihr zu viel bietet?

Meine Kinder sind nach dem Kindergarten einfach nur platt, weil so ein Kindergartentag echt anstrengend ist. Die vielen Kinder, die Lautstärke, das "sich einfügen", andere Regeln, andere Bezugspersonen, Konflikte, unendlich viele Eindrücke (gerade in der Eingewöhnung)...
Letztes Jahr durfte ich mal 3 Tage im Kindergarten "mitlaufen" und war danach einfach nur bedient.
Ich denke viele Unterschätzen diese Anstrengung gerne mal.


In der Regel bemühe ich mich meine Kinder nach dem Kindergarten schnell nach Hause zu bekommen und anschließend machen wir einfach "gar nichts". Sohnemann (6 Jahre) zieht sich dann meistens für ein paar Stunden in sein Zimmer zurück und spielt da für sich.
Töchterchen (4 Jahre) mutiert zum Magneten und klebt förmlich an mir, also mache ich es mir mit ihr meistens erstmal auf der Couch gemütlich. Manchmal macht sie sogar noch ein Nickerchen (den hatte sie eigentlich mit 2,5 - 3 Jahren zuverlässig abgelegt).

Essen gibt es dann zum Nachmittag / Abend, vorher serviere ich eher Snacks (Obstteller, Scheibe Brot, Joghurt etc).
Ausflüge oder Spielverabredungen legen wir auf das Wochenende, oder wir gehen gen Abend, aber dann eher an "abgelegene Orte" (leere Spielplätze, Wälder, Feldwege...).
So ist unser restlicher Tag ganz entspannt. :-)

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Re: Was für eine Phase... PUH...

Antwort von Babyborn18 am 28.08.2019, 22:48 Uhr

Danke für eure Antworten.
Also dass wir ihm zu viel bieten, können wir auf jeden Fall ausschließen.
Gerade nach der Kita machen wir erst mal ganz ruhig und schalfen (er macht noch keinen mittagschlaf da). Und auch generell, wenn wir merken, er ist kaputt, hätte viel Action o. Ä. versuchen wir es entspannt angehen zu lassen.
Aber ein grundsätzlich ruhiger Nachmittag bringt ihn nur auf die Palme
Er ist wirklich sehr Energiegeladen. Aber zurzeit kann er sich wirklich nicht eine einzige Minute alleine beschäftigen. Ich habe schon Angst, auf die Toilette zur gehen, weil er dann direkt wieder schreit und das so in Rage, dass ich ihn kaum beruhigen kann.
Er will auch einfach so viel auf einmal und so viele Dinge, die er nicht darf oder die eben einfach nicht gehen.
Vor 3 Wochen war alles so perfekt. Er hat viel mit uns gemacht, aber wenn wir mal kurz Abwesend waren (Haushalt, Essen machen, duschen etc), hat er fröhlich alleine gespielt. Er ist alleine eingeschlafen und hat durchgeschalfen, er hat toll gegessen und wenn er mal bockig war, sind wir raus und er hat sich schnell eingekriegt. Davon ist nichts mehr übrig.
Ich hoffe sehr, dass es bald wieder etwas besser wird.
Daumen drücken ;)

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Re: Was für eine Phase... PUH...

Antwort von Monroe am 28.08.2019, 23:03 Uhr

Schläft er genug tagsüber? So waren meine immer ganz klassisch vorm Mittagsschlaf oder wenn dieser sich doch Mal irgendwie wegen irgendwas nach hinten schob. Und bei Hunger.
Ansonsten starke Nerven gewünscht!
Es ist alles eine Phase, die kommt und geht.
Auch die Eingewöhnung im Kiga macht ihm natürlich zu schaffen. Nicht dort, weil er sich dort noch nicht sicher genug fühlt um zu motzen. Das holt er eben Zuhause nach.

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Re: Was für eine Phase... PUH...

Antwort von Babyborn18 am 29.08.2019, 7:56 Uhr

Zu wenig Schlaf tagsüber könnte tatsächlich ein Faktor sein.
Er ist oft müde, aber weigert sich zu schalfen. Wenn wir es doch mal geschafft haben, könnte es passieren, dass er schon nach 30 min wach wird, immer noch müde ist, aber nicht wieder Einschläft.
Was könnten wir tun, um ihn besser zu unterstützen einzuschlafen, wenn er müde ist?

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Re: Was für eine Phase... PUH...

Antwort von sunnydani am 29.08.2019, 11:40 Uhr

Mein Großer war auch ein sehr forderndes Kind, aber das immer schon, von Anfang an. Also er hat bis 4,5 Jahre überhaupt nie durchgeschlafen und immer schlecht gegessen, sogar heute mit seinen 5,5 Jahren ist er immer noch ein schlechter Esser.
Mittlerweile schläft er durch, aber maximal 10 Stunden, auch wenn es manchmal so scheint, dass ihm das zu wenig ist und er teilweise schon zwei Stunden nach dem Aufstehen wieder müde ist, schläft er nicht länger.
Er hat lange Mittagsschlaf gemacht (bis knapp 4 Jahre) und da hat man immer gemerkt, dass sein Verhalten anstrengender wird, wenn er zu müde ist. Auch jetzt spielt die Müdigkeit oft noch mit, obwohl er jetzt natürlich keinen Mittagsschlaf mehr macht. Aber gegen Abend hin, wird er dann oft schon wieder unzufriedener.

Bei uns wurde es ungefähr mit 4 bis 4,5 Jahren besser. Also da fing es an, dass er sich auch mal länger am Stück selber beschäftigen konnte bzw. dass er mal warten konnte. Sonst war das Warten auf etwas ja schon immer extrem anstrengend. Wenn er was wollte, wollte er es sofort und wenn man es nicht sofort gemacht hat, bekam er einen Wutanfall und ließ sich kaum beruhigen. Im Laufe der Zeit hat er das aber schön langsam gelernt, natürlich durch unser immer wieder versuchendes Hinauszögern, um ihn einfach daran zu gewöhnen, dass er auch mal warten muss und sicher auch durch seine Entwicklung.

Als ich dann letztes Jahr zu meinen Zwillingen schwanger war und sehr viel liegen musste, habe ich extrem gemerkt, dass er wirklich schon viel alleine kann und auch sehr rücksichtsvoll sein kann. Als es dann aber zu Komplikationen in der Schwangerschaft kam und ich ins Krankenhaus musste bzw. die Kleinen dann viel zu früh zur Welt kamen und einer der zwei es nicht geschafft hat, gab es auch beim Großen wieder einen Rückschritt und er war wieder anhänglicher, hatte Verlustängste, war zum ersten Mal in seinem Leben teilweise aggressiv und anstrengender. Das ließ sich aber mit den Ereignissen, die er ja mitbekommen hat und die ihn auch geprägt haben, erklären.
Wir haben viel darüber gesprochen, ihn in seinen Ängsten ernst genommen, ihm alle Fragen kindgerecht beantwortet und sind sehr offen mit allem umgegangen. Das führte dann zum Glück relativ bald wieder zur Besserung seines Verhaltens.

Jetzt ist das alles über ein Jahr her und bereits seit einem halben, dreiviertel Jahr ist mein Großer wieder der Alte. Und mir kommt sogar vor, er hat jetzt in den letzten Wochen noch einen Entwicklungssprung gemacht. Er ist auf einmal noch viel selbstständiger, das Warten, wenn ich mit seinem Bruder etwas machen muss oder auch etwas anderes machen muss, ist überhaupt kein Problem mehr, er ist hilfsbereit und liebevoll zu seinem kleinen Bruder und so auch viel ruhiger geworden. Wenn er sich ärgert, dann meist nur kurz, Wutanfälle hat er auch viel weniger und wenn, dann sind sie auch nur kurz und er kann sich selbst beruhigen.
Also alles in allem ist dieser kleine, unzufriedene, ständig fordernde Zwerg zu einem selbstständigen, hilfsbereiten und verständnisvollem Kind geworden, das schon immer noch einiges einfordert, aber auch akzeptiert, wenn es gerade nicht geht und das natürlich auch schon alle Erklärungen besser versteht.

Es gibt immer Phasen bei den Kindern. Vielleicht dauert diese Phase bei euch ja nicht so lange. Aber bei uns kann man sagen, dass es bis zu 4 Jahren sehr anstrengend mit unserem Großen war. Doch das Durchhalten und ewige Erklären der immer gleichen Dinge sowie die liebevolle Konsequenz haben sich gelohnt und es ist im Moment an den meisten Tagen wirklich einfach mit ihm.

Ich wünsche dir viel Kraft und ein gutes Durchhaltungsvermögen und hoffe, dass die Phase bei euch schneller herumgeht!

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Re: Was für eine Phase... PUH...

Antwort von Monroe am 29.08.2019, 11:47 Uhr

Bei meinen war das unkompliziert. In dem Alter habe ich noch gestillt/Fläschchen gegeben. Wir haben uns zusammen ins Bett gelegt, Kind ist eingepennt.
Habt ihr schon versucht den Raum etwas mehr abzudunkeln am Tag, damit er besser zur Ruhe kommt?
Beim Einzelkind kann man sich ja noch den Luxus erlauben sich selbst daneben zu legen und auch etwas auszuruhen.
Wie läuft es abends mit dem Einschlafen? So würde ich es auch tagsüber angehen mit gleichem oder ähnlichem Ritual.
Im Kinderwagen haben meine in dem Alter auch alle noch sehr gerne geschlafen und ich hatte so auch ein kleines Fitnessprogramm und der Hund Auslauf

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