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Geschrieben von Tofifee am 18.05.2020, 11:32 Uhr

Verzweifelt

Bin Mama einer 17 Monate alten Tochter. Ivh liebe sie über alles aber manchmal weiß ich einfach nicht weiter. Sie ist sehr viel am nörgeln und ich weiß nicht WARUM. Es gibt keine körperliche Ursache, sie ist topfit. Ich habe oft den Eindruck dass sie sich mit mir langweilt ich versuche mit ihr zu spielen aber länger als 2 min funktioniert das nicht. Muss dazu sagen dass wir eine sehr kleine Wohnung haben und wir mehr oder weniger immer im selben Raum sind. Wir gehen natürlich viel raus aber sobald wir nach Hause kommen geht das genörgle wieder los.... Was kann man denn da machen??? Mir gehen auch oft die Ideen aus, alle 5 min etwas anderes einfallen lassen.... Bitte um einen Rat...

 
15 Antworten:

Re: Verzweifelt

Antwort von DK-Ursel am 18.05.2020, 12:23 Uhr

Hej!

Nur die Ruhe...solche Phasen haben alle mal.
Derzeit bin ich auch eher gelangweilt ... und nörgele manchmal auch rum. Frag meinen Mann
ABER mach Dir eins bewußt:
Du bist nicht der Pausenclown für Dein Kind.
Kinder DÜRFEN unzufrieden sen, Kinder dürfen sich langweilen. Und dann dürfensie in diesem Alter auch (noch) nörgeln
Du schreibst, es geht nur 2 Minuten mit dem Spielen...
Was spielt Ihr?
Warum dauert es nicht länger - bricht sie ab oder Du?

Manchmal ist das anvancierteste Spielzeug viel weniger wert und lehrreich als ein Küchenschrank oder Mutters Töpfe.
Trommelt mal eine Weile, dann laß sie allein damit, ohne weiter zu kommentieren, mach Deins daneben.
Laß sie mithelfen im Haushalt - wenn Du staubwischst oder putzt, gib ihr eine Lappen in die Hand und stell sie an den Tisch - ich sehe meine Tochter dai mmer noch mit Hingabe scheuern. Mit 2 wollte meine Tochter Putzfrau werden

Und mein Tupperschrank war IMMER neu sortiert, wenn ich reingriff. Das war das beste Spielzeug überhaupt. (Hingegen sol lich mit Vorliebe alte Zeitungen zerrissen haben.) - Vielleicht hast Du auch 1 Schrank in der Küche oder im Raum, wo Ihr meistens seid, den Dein Kind "benutzen" darf - den Becher, den Du dann irgendwann benötigst, spülst Du eben vorher kurz nochmal ab, daran geöhnt man sich. Aber das war der Himmel auf Erden für das Kind - die einfachen Dinge... s.o..

Leg Ihr eine kleine Auswahl Spielzeug hin - zum Turmbauen, zum Trommeln, ein paar Pappbücher, eni Holzstec kenkasten, zum Malen hatten wir in dem Alter Wachsmalblöcke -- oder was Ihr da habt, und dann darf sie selbst sich langweilen - und auch mal nörgeln - oder etwas damit machen. Nicht zuviel -3 Sachen reichen.

Sie weiß, daß Du reagierst und Dich absmühst, wenn sie nörgelst - gib ihr ein bißchen zurück, daß sie auch selbst für Abwechslung sorgen kann. Das ist wichtig und schadet ihr nicht.

Wenn es jetzt wärmer wird und Corona ein bißchen auf Abstand, dann wird es auch leichter, eine Spielgruppe o.ä. zu finden, das hilft auch.

Gute Nerven - Ursel, DK

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Re: Verzweifelt

Antwort von Tofifee am 18.05.2020, 12:32 Uhr

Wow erstmal vielen Dank für diese ausführliche Antwort sie hat ein paar Spielzeuge zur Auswahl ich achte immer darauf dass es nicht zu viel ist.... Zb wenn ich lego spiele mit ihr oder wir bücher anschauen oder malen oder sie im haushalt auch mithelfen darf... Es ist ihr alles gleich langweilig sie darf sich bei sehr vielen sachen bedienen kochtöpfe ect... Ich habe permanent das Gefühl ICH muss sie rund im die uhr beschäftigen und das ist so anstrengend.... Ich weiß in dem Alter können sie sich noch nicht so lange beschäftigen mit etwas aber keine 5 min?? Rausgehen ist zur zeit auch schwierig da sie im buggy nicht mehr gerne drinnen sitzt und wenn ich sie rausnehme läuft sie mir davon

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Re: Verzweifelt

Antwort von DK-Ursel am 18.05.2020, 13:07 Uhr

Hej!

naja, wennsie daran gewöhnt ist, daß Du ihr gelangweiltes Quengeln sofort beachtest und versuchst,sie abzulenken, nimmt sie das natürlich als Se5rvice in Anspruch.
Laß sie doch ruhig auch mal auflaufen, davon stirbt sie nicht. Im Gegenteil ist es nur gut, wenn sie langsam lernt, daß nicht immer alles nur um sie geht.
Sag ihr freundlich, daß Du jetzt dies und jenes fertigmachen willst - du kannst gern helfen, zuschauen etc. oder spiel doch kurzselber was.
Wenn ihr das nicht paßt, bleib ruhig und mach Deins fertig... sie gewöhnt sichdran,d aß sie manchmal warten muß.
Und daß sie die Wartezeit selbst ausfüllen kann - oder es eben sein läßt.
Aber daß nicht alle (Du) um sie herum springen müssen,wenn sie quakt.
(Das ist ähnlich wie beidem wiederkehrenden Eßproblem: Wer weiß,daß Muttern sich ein Bein ausreißt, damit man ja nicht mäkelt, der mäkelt - und bekommt eben IMMER, was er will...)
Aber mitdem Servicieren tun wir wederdem Kind noch usn selbst einen Geafleln:
Das Kind wird sehranspruchsvoll.
Und wir Eltern gehen irgendwann am Stock -dann landen manchmal ebenauchdie Postnigs hier .

Laß sie los - das geht auch schon in diesem Alter!
Sie kann das verkraften - hab Geduld..

Gruß Ursel, DK

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Re: Verzweifelt

Antwort von Esmeralda am 18.05.2020, 13:08 Uhr

Hallo,

meine Tochter konnte sich auch sehr lange gar nicht alleine beschäftigen.
Wurde erst mit 18 Monaten besser, da ist so ein Entwicklungsschub.
Aber sie muss trotzdem noch viel beschäftigt werden.

Schaut sie denn gern Bücher mit dir an? Damit verbringen wir viel Zeit.

Aufkleber beschäftigen meine auch ganz gut, es geht auch mit Stückchen von Tesafilm.

Aber es gibt halt solche Kinder, such nicht zu tief nach Ursachen.
Nimm es pragmatisch und handhabe es irgendwie, eines Tages wird es besser werden.

Alles Gute.

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Re: Verzweifelt

Antwort von Ivdazo am 18.05.2020, 15:06 Uhr

Ich weiß nicht, ob du das vielleicht jetzt auch schon so machst, aber nur so als Anregung, überlege mal, WIE du mir ihr spielst. Beispiel Lego: baust du einfach für dich etwas, und kommentierst immer wieder, was sie geschafft hat ("Ja, das ist ein blauer Stein, super, er hält!") oder kommen da eher Hinweise bzw. Anweisungen ("Den hälst du aber verkehrt" oder "bau den Stein doch hierhin!") ?

Im Haushalt mithelfen: Was darf sie denn machen? Hat sie z.B. einen Besen, den sie nehmen darf? Und ein Staubtuch dazu. Mag sie dir die Sachen aus der Spülmaschine geben (weil du ja müde bist und dich nicht mehr runterbücken kannst) ? Wäsche aufhängen mit Wäscheklammern ist hier seit Jahren sehr beliebt. Möglichst ohne sie zu verbessern, einfach machen lassen und loben.

Bei Büchern: was für Bücher habt ihr? Vielleicht sind sie zu einfach/zu schwer/zu langweilig?

Bzgl. Rausgehen: Erkläre ihr VOR dem Rausgehen, dass sie nicht weglaufen soll. Am besten auch ein Wort wie z.B. "Stopp" einüben, da muss sie sofort stehenbleiben. Wenn das in der Wohnung klappt, könnt ihr das draußen probieren. Sobald sie wegläuft, ohne auf "Stopp" zu hören, geht es (je nach dem, wie du es lieber magst, aber ihr vorher ankündigen) entweder nach Hause oder in den Buggy. Dann darf sie dort schreien, so viel sie will, du nimmst sie nicht nochmal raus (bis zum Ziel bzw. bis zum nächsten Spaziergang).

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Re: Verzweifelt

Antwort von DK-Ursel am 18.05.2020, 16:33 Uhr

Gute Tips, Ivdazo!
Mich erinnerte das gerade auch an einen Vrotrag im KIGA, wo eine mal sagte, daß Eltern ihren Kindern quasi diese Unstetigkeit auch vorlebten:
Sie spielen ein paar Minuten mit der Puppe, und wenn das Kind sich dann beginnt, daraufeinzulassen, ist es den Eltern oft schon zu lange gegangen und sie wechseln das Spielzeug.Ausdauer lernt man auch nicht, wenn man beim ersten Nichtinteresse oder gar Gesichtverziehen gleich mit Neuem abgelenkt wird.
Manchmal dauert es eben auch länger als beim Erwachsenen, bis ein Kind überhaupt da ankommt, wo der Erwachsene ist... auch beim Spielzeug.

Natürlich spielen Kinder in diesem Alter noch icht lange mit sich allein und auch nicht ewig lange mit 1 Sache, aber ein bißchen üben können sie dass chon.
Und sie müssen nicht beaspaßt werden, laß sie ruhig im Haushalt nebenher mitlaufen -- auch da gibst Du gute Beispiele.


Gruß Ursel, DK

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Re: Verzweifelt

Antwort von ramalamadingdong am 18.05.2020, 16:56 Uhr

Wenn ihr viel draußen seid... Ist sie danach vielleicht einfach müde und bräuchte ein Nickerchen?
Müden Kindern kann man nichts recht machen. Ebenso wie hungrigen.
Dafür spricht, dass sie mit wenig zufrieden ist bzw nicht lange zufrieden ist.
Frische Luft und Bewegung zehren an den Energiereserven.

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Re: Verzweifelt

Antwort von ramalamadingdong am 18.05.2020, 17:06 Uhr

Meine Vorschreiberinnen haben schon gute Tipps gegeben.
Ergänzend möchte ich noch erwähnen, dass du dein Kind nicht permanent zum Spiel bringen musst.
Sie kann sich ja auch allein mit etwas befassen.
Das muß man auch lernen.

Man liest hier sehr oft Beiträge in denen Eltern verzweifelt sind, weil ihre Fünfjährigen nichts mit sich allein anzufangen wissen.
Dafür legt man jetzt den Grundstein.

Wenn du also alle paar Minuten ein neues Spiel mit ihr anfängst, damit sie beschäftigt ist (und du gleich mit) wird sich das so fortsetzen und sie wird dich weiter fordern, damit sie beschäftigt ist.

Du kannst sie auch malen lassen oder ihr eine handvoll trockene Nudeln oder Lockenwickler geben. Sie spielt, du kümmerst dich um den Haushalt.

Also falls du ausschließen kannst, dass sie müde oder hungrig ist,solltest du das Genörgel auch nicht zu ernst nehmen.
Es liest sich für mich so, als ob du dir ein Bein Ausreißer, um sie zu Beschäftige

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Re: Verzweifelt

Antwort von Tofifee am 18.05.2020, 18:02 Uhr

Danke für die Tipps.... Mein Fehler war bis jetzt dass ich echt bei JEDEM quengeln alles stehen und liegen lasse und das muss ich ändern

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Re: Verzweifelt

Antwort von Tofifee am 18.05.2020, 18:11 Uhr

Ja genau ich habe mir bis jetzt ein bein ausgerissen!! Weil ich sonst immer das Gefühl habe eine schlechte Mutter zu sein... Aber daran geh ich kaputt wenn ich diese Einstellung nicht as ändere.... Mittagsschlaf macht sie immer und von hunger oder durst kommt die Ursache vom quengeln definitiv nicht! Auch die Bücher die wir haben sind altersgerecht. Ich lasse sie beim Lego spielen auch viel selber machen, korrigiere sie nicht sondern Lobe sie. Sie hat auch einen eigenen kleinen Besen aber das was ich in der Hand habe ist natürlich immer interessanter. In letzter Zeit bin ich auch nicht mehr gerne alleine mit ihr irgendwo hin gegangen... Wenn sie im Buggy ist und raus will schreit sie wie am Spiess... Die Leute gucken natürlich blöd und ich könnte im boden versinken. Wenn ich sie rausnehme will sie nachher nicht mehr in den Wagen ohne Gebrüll. Manchmal fühle ich mich einfach hilflos.... Vielleicht spürt sie das auch

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Re: Verzweifelt

Antwort von Ivdazo am 18.05.2020, 22:23 Uhr

Auch wenn das nicht einfach ist, als Mama muss man lernen, Leute zu ignorieren. Übrigens, Eltern - ALLE Eltern - kennen die Situation mit dem brüllenden Kind im Buggy/Supermarkt/...
Wer das als Eltern nicht kennt, ist gut im Vergessen und Verdrängen. ;-)

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Re: Verzweifelt

Antwort von Binewf am 19.05.2020, 9:31 Uhr

Ich kenne dein Problem nur zuuuu gut! Und bei all den lieb gemeinten Tipps die hier als Antworten stehen, wollte ich dir noch einen anderen mitgeben.

Gönn dir selbst mal eine Auszeit und eine Pause von deinem Kind. Weil ich weiß dass kann einen echt wahnsinnig machen dieses Verhalten und die Gemüter sind oft auf beiden Seiten bereits gereizt. Und man geht einfach schon total genervt an die Sache ran...
Bei uns hat es schon riesig geholfen, dass ich jetzt z. B. immer ohne meinen Sohn einkaufen gehe und mir da schön Zeit lasse und so mal bisschen abschalten kann und er auch von mir. Ich weiß es ist schwer sich Zeit für sich zu nehmen und vorallem jetzt zu Corona schwer umsetzbar. Aber es tut beiden Seiten gut. Seit dem spielt mein Sohn viel besser weil ich glaube er war auch irgendwann einfcah von mir genervt....

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Re: Verzweifelt

Antwort von Tofifee am 19.05.2020, 9:40 Uhr

Ja da geb ich dir Recht, es braucht ab und zu eine Auszeit..... Und ich werde versuchen mir die Blicke der anderen nicht zu herzen zu nehmen

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Re: Verzweifelt

Antwort von Tofifee am 20.05.2020, 9:40 Uhr

Die kleine Madame hat mich glaub ich ganz schön in der Hand.... Zb wenn ich mich aufs sofa setze schimpft und quengelt sie wie sonst was!!! Bis jetzt hatte ich dann immer ein schlechtes Gewissen. Ich glaub ich DARF mich OHNE schlechtes gewissen hinsetzen wenn wir ansonsten den Tag für sie mit schönen Sachen ausfüllen... Es ist mein erstes kind und ich bin manchmal einfach unsicher....

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Re: Verzweifelt

Antwort von ramalamadingdong am 22.05.2020, 9:40 Uhr

Natürlich darfst du das. Es dauert jetzt halt ein bisschen bis es sich bei euch eingependelt hat.
Das Alter, in dem deine Tochter gerade ist, ist sehr anstrengend und fordernd.

Sie kann lernen, dass sie warten muß.
Du kannst ihr erklären, dass du erst deinen Kaffee austrinkst und dann mit ihr spielst (unbedingt einhalten und nicht in die Länge ziehen, selbst 5 Minuten fühlen sich in dem Alter deiner Tochter noch wie Stunden an)

Gib ihr eine Aufgabe oder Beschäftigung für diese Zeit. Sie spielt mit Blauklötzen neben dir, du trinkst deinen Kaffee. Sprich mit ihr, nimm sie wahr, aber misch dich nicht ins Spiel ein.
Man kann diese Zeiten langsam erweitern und so das alleine spielen fördern.
Aber ich würde sehr kleine Schritte machen und vermeiden, dass sie weint, weil du sie "ignorierst".
So fühlt sie sich nämlich, wenn du auf der Couch sitzt und nicht mit ihr spielst. Sie muß sich ja auch erst an die neuen Anforderungen gewöhnen

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