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Geschrieben von Lyra1804 am 04.05.2017, 13:00 Uhr

Geschenke, Geschenke, Geschenke...

Hallo zusammen,

Immer wenn die Großeltern(meine Schwiegereltern) kommen gibts Geschenke für unser Töchterchen. Nein, keine kleinen Mitbringsel, sondern Geschenke die schnell auch mal 100-150€ kosten.

Ich find das blöd. Ich versteh ja dass sie der Kleinen eine Freude machen wollen, noch dazu wo sie das einzige Enkerl ist, aber ich finde das ist nicht der richtige Weg. Anfangs hab ich nix dazu gesagt, da gabs halt zur Geburt, zum Namenstag, Erstausstattung etc etwas. Außerdem war sie noch so klein und hat das nicht mitbekommen. Hatte insgeheim auch gehofft dass das nach der ersten Euphorie sich etwas einpendelt und eben wirklich Mitbringsel werden. Gegen paar Wachsmalkreiden, ein Büchlein oder Sandspielzeug sagt ja keiner was, aber muss immer "halb-Weihnachten" veranstaltet werden? Teils ists so-wenn sie zb zum Geburtstag eines anderen Familienmitglieds kommen dass das "Geburtstagskind" ein Geschenk bekommt und die Kleine wird mit 3-4 Spielsachen, neuen Klamotten etc bedacht....

Langsam kommt sie in ein Alter wo sie das merkt und ich möchte das eigentlich reduzieren, schon weil ich möchte dass sie ihre Großeltern um ihrer selbst willen mag, nicht wegen der Geschenke. Das blöde ist nur wenn ich versuch was zu sagen gibts nur böse Stimmung. Man würde ihnen nichts erlauben, der Kleinen nix gönnen.

Hat jemand ähnliches erlebt? Gibts eine diplomatische Lösung?

ps Sparbuch klappt nicht, erstens wollen sie ja sehen wie sie sich freut und zweitens tun sie sowieso auch noch immer was in ihre Spardose.

 
17 Antworten:

Re: Geschenke, Geschenke, Geschenke...

Antwort von Häsle am 04.05.2017, 13:04 Uhr

Wie oft kommen sie denn, und spielen sie dann auch mit ihr oder schauen sie nur zu?
Würden sie auf Geschenkvorschläge von dir eingehen?

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Re: Geschenke, Geschenke, Geschenke...

Antwort von Lyra1804 am 04.05.2017, 13:27 Uhr

wir wohnen weit voneinander weg, sprich wir sehen uns rund alle 4 Wochen.

Das "mit ihr spielen" ist so eine Sache. Sie versuchen es. Können aber scheinbar nix mit einem Kleinkind anfangen. Sie wollen sie am liebsten kuscheln, herzen, festhalten, die Kleine will aber rumkrabbeln und Unfug machen.

Das mit Geschenkvorschlägen ist so eine Sache, denn sie wollen ja das "non-plus-ultra" Geschenk. Also etwas das besonders ist, etwas worüber sie sich jedenfalls ganz doll freuen wird. Das spannende ist aber dass sie ihr dann oft was bringen womit sie nichts anfängt (das 99te Stofftier und unsere Kleine mag Stofftiere nicht so besonders), das hingegen wo ich gesagt habe dass sie das gern hat/liebt -sowas wie Bilderbücher, haben sie noch nie geschenkt.

Auch sind sie wohl der Meinung teuer=gut. Sie haben ihr ein sicher sündteures Schaukelpferd geschenkt dass nur überhaupt nicht schaukelt-echte Fehlkonstruktion. Sie wollen sich aber nicht länger damit befassen, sondern kaufen, einpacken, überreichen-fertig.

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Re: Geschenke, Geschenke, Geschenke...

Antwort von lilke am 04.05.2017, 13:30 Uhr

Sind die Großeltern vielleicht bereit lieber Erlebnisse zu schenken? Jahreskarte Zoo, Schwimmbad, Nachmittag mit Oma und Opa im Indoorspielplatz? Dann hätten sie was von und es sind keine Objekte, die bei euch rumliegen.

LG Lilly

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Re: Geschenke, Geschenke, Geschenke...

Antwort von Lyra1804 am 04.05.2017, 13:39 Uhr

hmm den Vorschlag könnte ich versuchen. Geht aktuell nur schwer weil die Kleine für vieles noch etwas klein ist mit 16 Monaten, und sie mit so kleinen Kindern schlecht können. Aber für die Zukunft wär das eher was. Hab nur die Befürchtung dass sie dann mit Erlebnis UND Geschenken kommen.

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Re: Geschenke, Geschenke, Geschenke...

Antwort von blessed2011 am 04.05.2017, 13:50 Uhr

Sie machen sich quasi selber damit eine Freude, dass sie ,wenn ihr euch nicht soooo oft seht, in der Zwischenzeit für sie Geschenke kaufen, weil sie immer an sie denken und sie soooo lieb haben.
Das ist echt lieb und zeigt, wie sehr sie sie lieb haben und an sie denken.

Löst natürlich nicht das Problem, ich würd halt vorschlagen, jede Woche treffen, dann muss es ja aufhören (((-:

Vielleicht könnt ihr euch beim Treffen fürs nächste Mal konkret verabreden, zB zum Küche spielen. Beispiel: Mai 2017 besuch Abschied "SO, das war ja heute ganz doll schön mit der neuen Spielküche, die ihr mitgebracht habt. Nächstes Mal kochen wir dann SPiegelei und wir machen einen Kuchen, "Anna" (Kind eben) kann schon den Tisch decken, das zeigt sie euch nächstes Mal."

Und dann, wenn man zwischendurch telefoniert oder so, immer wieder betonen WOZU man sich verabredet hat (Küche spielen), und betonen dass "Anna" sich schon so arg darauf freut.


Weiß du, dann wissen sie auch worauf sie sich beim nächsten Besuch einlassen udn müssen ihre Unsicherheit (????) (was fang ich bloß mit diesem kleinen Wesen an) nicht mit Schenken überdecken.

Ist nur eine ersponnene Idee, keine Ahnung, ob das Effekt hat???

PS Geiles Problem, nehm ich. (((-:

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Re: Geschenke, Geschenke, Geschenke...

Antwort von Lyra1804 am 04.05.2017, 14:04 Uhr

@blessed

klingt lustiger als es ist...anfangs dacht ich mir auch-hach super brauchst nix kaufen die Kleine bekommt eh alles von Oma und Opa....

tja nur kommen Oma und Opa halt auch mit großen Erwartungen. Und dann ist die Entäuschung riesig wenn sie das nicht mag oder wie letztes Mal das Geschenk schnappt aber von Oma und Opa nichts wissen will. Oder wir Eltern sind die Bösen weil wir nicht zu allem juhu rufen. Es macht Unfrieden wo es eigentlich viel entspannter für alle sein sollte....sein könnte...

weißt sie rücken die Kleine damit immer total in den Vordergrund, es geht nur noch um sie und die Geschenke und das ist oft einfach zuviel für uns alle.

Wenn meine Eltern kommen, gibts wenn überhaupt eine Kleinigkeit und sonst ists ein normaler Besuch wo halt geredet, gelacht, gegessen, gespielt wird wie es grad passt. Aber da ist jedesmal Weihnachten mit leider ebendem Stress...

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also wenn die Belastung schon so groß ist,

Antwort von blessed2011 am 04.05.2017, 14:11 Uhr

dass tatsächlich die Stimmung kippt, ist es echt nicht lustig.
MMh, und das mit der konkreten Absprache, was gespielt wird? Dass man es zB so ein bisschen lenkt?

Sieht dein Mann es denn auch so? Kann er mit ihnen reden? Ich würde das Gespräch suchen, anders kann es ja kaum gehen. Und wertschätzend, sachlich die REGELN übermitteln.
Bei uns gibt es große Geschenke GERNE zu Weihnachten und zum Geburtstag (zur Not Ostern auch), und wenn ihr etwas sehr großes mitbringt, heben wir es bis dahin auf, damit sie eben nicht lernt euch mit "Gebern" gleichzusetzen.

Ist es auch so, wenn IHR zu IHNEN fahrt oder nur bei euch und den Feiern?

KÖnnt ihr sie mit deinen Eltern zusammen zu euch einladen? Oder stechen sie sich dann gegenseitig aus? Vielleicht könnten die Schwiegis am Beispiel der begabten Großeltern lernen, was man mit ENkeln tolles machen kann.

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Re: also wenn die Belastung schon so groß ist,

Antwort von blessed2011 am 04.05.2017, 14:12 Uhr

PS Ich muss jetzt los...ich les nahher hier nochmal weiter! (-:

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Re: Geschenke, Geschenke, Geschenke...

Antwort von Lyra1804 am 04.05.2017, 14:57 Uhr

hach das ganze ist recht kompliziert...wie immer...

Geschenke gibts eigentlich immer...jetzt wo ich drüber nachdenke. Es war dann halt zwischendrin irgendein Anlass wo sie der Meinung sind der wär ein Geschenk wert, egal ob das jetzt Allerheiligen (!) oder Namenstag ist. Und Namenstage werden bei uns gar nicht gefeiert, ich wüsste nichtmal wann die sind. Es gibt halt immer irgendeinen (vorgeschobenen) Grund was zu schenken.

Mein Mann kann mit ihnen reden, nur mit demselben Ausgang, sie sind dann sicher beleidigt. Weil warum wollen wir das nicht, sie meinens ja nur gut und überhaupt wer Geschenke ablehnt hat doch einen Vogel...

REGELN gehen mal gleich gar nicht. Das letzte Mal als wir dort waren hat die Kleine wegen irgendwas Terror geschoben was sie grad wollte, ich sag Nein und Oma rennt und gibts ihr... Kommentar- ich mach was ICH will, ihr habt mir nix zu sagen....von der Oma wohlgemerkt, nicht vom Kind...

Reden wär schön, würd ich gern, ist immer mein Ansatz, geht aber nicht. Entweder man formuliert vorsichtig dann wirds schlicht übergangen oder man sagt direkt heraus was Sache ist-dann ist Feuer am Dach.

Begegnung mit den andern Großeltern sind "gefährlich" denn es gibt ihrerseits ein großes Eifersuchts- und Konkurrenzdenken auf das gottseidank meine Eltern nicht einsteigen. Nur sie steigern sich da immer weiter rein, daher wollen wir das gar nicht provozieren.

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Re: Geschenke, Geschenke, Geschenke...

Antwort von sterntaler82 am 04.05.2017, 18:14 Uhr

Ich will dich ja jetzt nicht enttäuschen aber es gibt genau zwei Möglichkeiten entweder akzeptieren, meiner Meinung nach schaufeln sich deine Schwiegereltern ihr eigenes grab niemand wird wegen Geschenke mehr geliebt. Oder aber ganz klar nein zu dem Wahnsinn sagen und die Großeltern in ihre Schranken weisen!
Wenn sie ihr Enkelkind nur alle vier Wochen sehen ( so selten finde ich das nicht wenn man weit auseinander wohnt) dürften sie gerne ne Kleinigkeit mitbringen zum Beispiel sandspielzeug und man geht dann gemeinsam auf dem Spielplatz. Oder Knete mit der man gemeinsam kneten kann, alles andere gäbe es hier nicht!
Da wäre ich auch gerne die böse Schwiegertochter

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Re: Geschenke, Geschenke, Geschenke...

Antwort von Möwenkind am 04.05.2017, 20:33 Uhr

Her mit den Lösungen!!!

Den Ausgangspost hätte ich schreiben können. Allerdings vor ein paar Jahren. Ich habe mich entschieden mir die "böse" Schwiegertocher/Spielverderber/Miesmacher/Undankbare/Tatsachenverdreherin/Komisc he/Doofe/... gefallen zu lassen. Der Erfolg ist trotzdem nur mäßig.
Da Schenken ja bewiesenermaßen gemacht wird um den Schenkenden in seiner Position zu verbessern, war ich kurz davor den auf Zeit.de geschriebenen Artikel "Schenken ist egoistisch" o.ä. zu versenden.

LG
M

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Re: Geschenke, Geschenke, Geschenke...

Antwort von lilke am 04.05.2017, 20:59 Uhr

Also zunächst Mal kann ich den Frust in gewissem Sinne nachzuvollziehen. Mein Vater akzeptiert auch nicht, dass ich ihn schon quasi seit der Geburt vom ersten Kind bitte, nicht so viel zu schenken, wobei es sich bei uns eher um die Anzahl als um den Wert der Geschenke handelt. Allerdings sehen meine Kinder ihre Großeltern nur dreimal im Jahr, das lässt sich also nicht direkt mit deiner Situation vergleichen.

Ich versuche es auch schon von Anfang an mit Wunschlisten für beide Kinder, aber die werden bis auf wenige Ausnahmen ignoriert. Vor dem letzten Besuch hab ich extra geschrieben, sie wollen sich melden, wenn sie was schenken wollen, ich hätte ein paar Sachen, die die Kinder gebrauchen können. Was war? Keiner meldet sich und als wir da sind, gibt es Geschenke... Eins davon wollte ich meinem Kleinen zum Geburtstag schenken. Bin entsprechend angefressen jetzt.

Das hilft dir jetzt nicht weiter, aber ich schreib das hier jetzt auch "nur" damit du verstehst, dass ich deine Situation nachvollziehen kann, denn in einem Punkt muss ich dir widersprechen...

Regeln - ja. Eure Kinder, eure Regeln.
Aber wenn es nicht wirklich WICHTIGE Dinge sind, dann müssen Regeln auch bei den Großeltern Mal nicht gelten dürfen. Und wenn du nicht einmal mehr weißt, warum deine Tochter Terror gemacht hat, kann es ehrlich gesagt nicht so entscheidend gewesen sein​ .

Meine Kinder bekommen zB normal keine oder zumindest extrem selten Süßigkeiten. Bei Opa darf es aber auch Mal Gummibärchen geben und wenn Opa ein, zwei mehr gibt, dann habe ich das zu akzeptieren, denn in dem Fall: Sein Haus, seine Regeln. Ist Opa bei uns zu Besuch hat er sich an unsere Regeln zu halten. Das ist ein Kompromiss, mit dem beide Seiten leben können und der dazu führt, dass die Kinder nicht heimlich oder in Geschenken versteckt was kriegen.

Genauso darf bei uns Oma, wenn wir sie besuchen mit den Kindern und uns zusammen in den Spielzeugladen und dann wird gemeinsam eine Kleinigkeit (idR nicht mehr als 10€ pro Kind) gekauft. Wir sind dabei, also können wir einschreiten, wenn die Kinder was unpassender und unerwünschtes wählen und wenn sie wie so häufig gar nicht wissen, was sie wollen, können wir sie auf etwas passendes lenken. Auch damit sind alle Seiten zufrieden.

Wie gesagt... Der Frust ist verständlich, aber man muss auch Kompromisse machen wollen. Vielleicht klappt das bei euch wirklich gar nicht, aber es klingt für mich halt schon auch etwas verbissen. Verbissen dahingehend, dass vielleicht inzwischen zuviel Frust schon da ist und man auf seine Prinzipien bestehen will.

Mag sein, dass ich das anders sehen würde, wenn wir nicht Anfang des Jahres meine Schwiegermutter viel zu früh hätten beerdigen müssen. Aber ich sehe Großeltern inzwischen als Geschenk und ich weiß einfach, dass ICH früher bei meinen Großeltern auch vieles durfte und vieles bekommen habe, dass es Zuhause nicht gab. Es macht Großeltern zu etwas Besonderem. Ein zweites und drittes Paar Eltern, wo alles genauso ist wie daheim braucht doch keiner.

Dass das bitte nicht als Kritik an dir auf, denn ich wäre sicherlich in deiner Situation genauso frustriert. Ich möchte nur darauf hinweisen, dass man Großeltern zwar durchaus Grenzen auferlegen darf und soll, ihnen aber auch Freiräume geben sollte.

LG Lilly

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Re: Geschenke, Geschenke, Geschenke...

Antwort von LadyFLo am 04.05.2017, 21:27 Uhr

ganz ehrlich ich würde di egroßeltern fragen ob sie noch den kassenzettl hätten. wenns ie fragen- ach nur für den fall das di ekleine damit nicht spieln mag- dannkannichs umtauschen.... wird sie ankäse dir aber sicher shcnell nnötige geschenke vom hals shcaffen
oder du verkaufst unpassendes bei e-bay und co- nimmst das geld und legst es für dein kind an- bzw holst dafür was passendes.
fragen di egroßelern nach- oh das i leder kaputt ggangen...
wenn si ebeleidigt sind wenn di ekleine nicht für die gescheke kschlen kommt- is das ihr problem

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Re: Geschenke, Geschenke, Geschenke...

Antwort von miemie am 04.05.2017, 21:39 Uhr

Lyra, ich kann deinen Ärger und auch deine Hilflosigkeit gut verstehen. Bei uns kommen Oma und Opa auch jedes Mal mit vollgepackten Geschenketüten, die nur jede Menge Krams (egal was, oft nichts von großem Wert, Hauptsache es ist viiieeel) und vor allem Berge an Süßigkeiten enthalten. Ich bin auch immer wieder genervt. Ich finde es zum einen schade, dass Sachen gekauft werden, die später eh weggeworfen werden (weil es eben meist tatsächlich nur so ein "Überraschungsei-Kram" ist, der nach kurzem bespielen Schrott ist oder mit dem eh keiner spielt). Zum anderen nerven mich die Berge an Süßigkeiten-Tüten. Außerdem sehe ich die Folgen: Geschenke werden entgegengenommen, die Großeltern selbst sind nicht allzu interessant -leider!!! Denn auch sie spielen nicht wirklich mit den Kindern. Die anderen Großeltern bringen nie was mit, beschäftigen sich aber mit den Kindern und haben dadurch eine viel engere Beziehung. Ich finde das sehr schade, kann es aber nicht ändern.Dieses Problem anzusprechen funktioniert, wie ja auch bei dir, leider nicht. Das verstehen die 2 nicht, sind beleidigt und sauer und ich bin die böse "Nicht-Gönnerin". Allerdings (und das vielleicht als Tipp für dich?!) versuche ich dabei nun eine andere Sichtweise anzunehmen: meine Kinder werden ansonsten nicht unbedingt mit Geschenken überschüttet, mir ist es eben wichtig dass sie den Wert eines Geschenkes zu schätzen wissen. Außerdem spielen sie kreativer wenn hier nicht Berge von Spielzeugen rumstehen (ok hier steht schon viel aber eben nicht "zu viel" und ich tausche immer wieder aus; ein Teil bleibt ein paar Monate im Keller ehe er wieder hochgeholt und interessant ist). Ich denke daher, dass die Geschenke-Flut der Großeltern meine Kinder nicht komplett verkorkst ;-) Welche negative Konsequenz hat also die übertreibende Schenkerei? Sie werden deshalb in 20 Jahren keine schlechteren Menschen sein. Weißt du wie ich das meine? Was bringt es da (weiter) auf Konfrontation zu gehen? Auf lange Sicht gesehen ist die Konsequenz nicht so dramatisch -außer (!) dass die Beziehung zu den Großeltern, wenn sie fast ausschließlich materialistisch ist, keine besonders gute sein kann. Das wirst du (und auch ich ;-)) jedoch nicht ändern können. Somit fahr ich mittlerweile gut damit es einfach so hinzunehmen wie es ist.

LG
miemie

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Re: Geschenke, Geschenke, Geschenke...

Antwort von Lyra1804 am 05.05.2017, 11:33 Uhr

ich danke Euch für Euren Input, hilft mir sehr. Dass es andere "im selben Boot" gibt tröstet, der Hinweis sich selbstkritisch zu beäugen ist auch nie verkehrt und das nehm ich nicht krumm. Ich bin zum ersten Mal Mama und mach sicher auch Fehler, oder seh manches vielleicht zu eng.... deswegen ja auch mein Thread hier um eben auch ein wenig Feedback zu bekommen.

@Lilly

ich lass- für mein Gefühl- den Großeltern viel Spielraum. Ich sag nix zum Essen obwohl ich Schnitzel mit Pommes für ein Kleinstkind das grad erst anfängt richtig mitzuessen für sehr suboptimal halte. Sie dürfen Kuchen und Naschereien geben, von mir aus auch mitten unter dem Essen. Ich sag nix dazu dass die Kleine nonstop, auch während des Essens ein Smartphone von Oma oder Opa in der Hand hat (und es nicht nur sprichwörtlich durch den Kakao zieht), dabei darf sie das Handy bei uns nur ausnahmsweise haben und beim Essen gibts für niemanden-auch für uns Große kein Handy-Essen ist für mich eine wichtige GEMEINSAME Familienaktivität.

Ich seh über das alles hinweg, erlaube viel, massregle nur wo nötig, aber wenn dann möchte ich nicht sabotiert und dafür noch angeherrscht werden. Ich weiß natürlich noch weshalb es das "Nein" gab- sie wollte gezielt einen Teller samt Essen vom Tisch befördern. Ich hab das verboten (nicht mein Teller-Omas Eigentum, Riesensauerei und so benimmt man sich nicht) und als sie es erneut versucht hat war der Teller eben weg. Ich hab Oma aufspringen sehen und sie gebeten nicht einen neuen/andern zu holen. Sie macht es dennoch und wird dann auch noch vor dem Kind laut. Mag sein-über das "Nein" kann man diskutieren, ich muss gestehen ich hab nicht lange drüber nachgedacht weil ich davon ausgehe dass niemand möchte dass Geschirr und Essen durch die Gegend fliegt.

Ich tolerier dort sonst alles-auch bei uns gilt "mein Haus-meine Regeln/ Dein Haus-Deine Regeln", ich misch mich da nicht ein, das war schlicht ein "Mama-Reflex"...

Ja ich gesteh ich bin frustriert deshalb, weil ich das Gefühl von ihnen vermittelt bekomm, ich erlaube ihnen nix. Ich lasse ihnen sämtliche Freiheiten, die nehmen sie aber als selbstverständlich an und wenn ich dann einmal zu was Nein sage ist das Drama groß, Oma läuft weinend aus dem Zimmer oder wird laut und fährt mich an. Ich gestehe damit hab ich ein Problem.

@LadyFlo

so bin ich nicht erzogen, Geschenke einfach heimlich umtauschen oder verkaufen gibt es bei uns nicht (lügen auch nicht). Ich habe auch nicht das Recht dazu, sind Dinge der Großeltern an mein Kind. Nur wenns grob daneben geht bei der Auswahl und es schlicht nicht passt oder gefährlich für unser Kind wäre dann schreite ich ein, allerdings immer unter Einbeziehung des Schenkenden.

@miemie

sitzen wir also im selben Boot.
ich find es halt schon schwierig dass es bei uns Dinge mit Wert sind. Ich bin in eher bescheidenen Verhältnissen groß geworden, so teure Geschenke gabs bei uns nur zu wirklich großen Anlässen und die wurden dementsprechend wertgeschätzt. Ich hab irgendwie die Sorge dass mein Töchterchen sich unter diesem Umständen deutlich schwerer tun wird. Wenn man was will ruft man Oma und Opa und und bekommts. Wo bleibt da Vorfreude, wo sparen aber auch wo Dankbarkeit dafür dass der Schenkende so großzügig ist? Ich find das einfach nur blöd....

Danke übrigens für den Tipp mit der Spielzeugkiste und dem regelmäßigen Durchtauschen, damit können wir zumindest die Flut im Kinderzimmer eindämmen.

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Re: Geschenke, Geschenke, Geschenke...

Antwort von Mimi987 am 05.05.2017, 11:51 Uhr

Hey,

Bei uns ist das genauso. Unmengen Schokolade und unmengen nerviges Billig-Plastikspielzeug. Hauptsache es macht Lärm (Originalton Oma).

Tja was soll ich sagen. Ich habs aufgegeben.

Für Weihnachten haben mein Mann und ich vorgeschlagen die Geschenke aufeinander abzustimmen. Was von allen bejaht wurde. Ich habs sogar besorgt und in einer Tüte übergeben (Kinder waren dabei, damit sie es halt nicht gleich sehen, ein paar Wochen vor Weihnachten) und sie haben ihnen die Tüte exakt so Weihnachten unter den Baum gelegt. Also die Geschenke unverpackt in einer Alditüte.
Dafür haben sie dann noch andere Spielsachen besorgt und tatsächlich NOCHMAL DAS GLEICHE Teilgeschenk besorgt. (War für eine Spiellandschaft) wie das was ich in Absprache besorgt hatte, Die Zwillis haben also von Oma und Opa die Sachen 4x geschenkt bekommen... WTF? Es wurden die Sachen die ich in Absprache (!) im Oktober schon besorgt hatte nicht mal angeschaut. Kommentar- wir sollen uns nicht so anstellen. Ähmmm ... dann halt nicht.
Mein Mann war dann das nächste vierteljahr erstmal alleine da, mit den Jungs. Jedesmal gibts irgendeinen Kram. Die Jungs spielen ein zwei Tage damit, dann ist es eh hin und "verschwindet". Schokolade wird im Schrank verwaltet. WER das alles aber essen soll ist offen... ich schätz mal es geht eingrosser Teil demnächst ins Flüchtlingslager, könnte auch sein dass einige dutzend der Stofftiere den gleichen weg nehmen.

Ab und an werden aus dem Urlaub irgendwelche Klamotten mitgebracht, von denen noch nicht ein einziges Teil gepasst hat. Immer zu klein! Bei dünnen, ohnehin kleinen Kindern, ein echtes Kunststück. Die beiden tragen jetzt mit 2 3/4 Jahren grade mal 92.... verschenkt oder auf Ebay Kl verkauft, geld aufs Sparbuch.

Es wurde nicht einmal nach einem Geschenk gefragt, wie gefällt oder obs bespielt wird...

Reden bringt nichts. Ärgern auch nicht. Die Kinder wird das Zeug nicht verziehen. Sie mögen Oma und Opa sehr, wäre aber auch ohne Geschenke so.

Also was solls.

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Re: Geschenke, Geschenke, Geschenke...

Antwort von Sonnenmutti am 14.05.2017, 19:13 Uhr

Hey Lyra,

das ist ja eine doofe Zwickmühle. Aber es ist schön zu lesen, dass du noch Werte oder eine gesunde Vorstellung in der heutigen Leistungsgesellschaft hast. Es stimmt halt nicht immer: Wenn man XY hat, dass man dann glücklich ist!

Back to topic: Was denkt denn dein Mann? Empfindet er es ähnlich? Dann könntest du das Gespräch ja über ihn suchen? Vielleicht kann es es seinen Eltern besser verklickern. Ansonsten muss man da irgendwie über einen, entweder Oma oder Opa, zum Ergebnis kommen, sodass der oder die eine den jeweils anderen überzeugt. Nciht so einfach...:-(

Meine Eltern haben uns sogar letztens was aus dem Internet gekauft...ONLINE... :-D Sei froh, dass es noch nicht so weit ist. Dabei sah das Geschenk von famybox ganz sweet aus.

So oder so wünsche ich dir viel Erfolg!

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