Gaby Ochel-Mascher

Kinderbetreuung in der Tagespflege

Gaby Ochel-Mascher

   

 

Eingewöhnung bei der Tagesmutter nicht ganz einfach

Hallo und Moin :-)

Mein kleiner Sebastian ist jetzt 14 Monate und geht seit etwa 4 Wochen zur Tagesmutter, die ersten beiden Wochen waren Eingewöhungsphase und jetzt ist er mittlerweile allein dort.
Die Eingewöhnung dort ist nicht ganz einfach; der Abschied klappt nicht ohne herzzerreißende Tränchen und Arme-nach-Mama-ausstrecken.

Allerdings ist es so, dass er sich sehr schnell beruhigt und auch die TM als Bezugsperson voll akzeptiert hat und ihre Nähe sucht. Mit den anderen beiden Kindern (2 und 3 Jahre) kommt er allerdings noch nicht so zurecht, das liegt aber evtl. auch am Alter - er ist ja "Der Kleine". Allerdings kommt jetzt die Tage noch einer hinzu, der genau in seinem Alter ist.... Ich hatte aber auch schon in der Krabbelgruppe, die wir bis zu seinem 1. Geburtstag besucht haben, das Gefühl, dass andere Kinder ihn überhaupt nicht interessieren, noch weniger als das bei den anderen Kleinen der Fall war....

Meine Frage: Warum ist der Abschied noch immer so schlimm für ihn - dauert es denn so lange, bis er verstanden hat, dass ich immer wiederkomme? Schon, wenn ich das Auto parke, zittert die Unterlippe und es bricht mir jedes Mal fast das Herz, auch wenn ich ja im Grunde weiß, dass ich ihm nichts Schlechtes tue und ich weiß ja auch, dass er sich beruhigt. Immer, wenn ich ihn abhole, finde ich ein lächelndes Kind, das gut gegessen hat, sobald ich ihn aber dann kurz absetze, um seine Jacke zu holen, weint er wieder, weil er anscheinend glaubt, dass ich ihn wieder dort lasse. Selbst wenn ich ihn kurz bei meinen Eltern (die unter uns wohnen) abgebe, weint er jetzt, was er früher nie gemacht hat. Auch da beruhigt er sich allerdings innerhalb kürzester Zeit und spielt dann fröhlich mit Oma und Opa....

Ich weiß, dass es keine "DIN-Vorschriften" für Kleinkinder gibt, aber wie lange muss ich noch mit den Tränchen beim Abschied rechnen? Ich mache mir wirklich Sorgen, er ist immer so fröhlich und gut gelaunt, nur sobald ich ihn abgebe, geht es los....

Zu der Tagesmutter habe ich volles Vertrauen, sie betreut Kinder seit 20 Jahren und hat auch schon viele Geschwisterkinder gehabt - ich mag sie sehr. Sie meint auch, es würde sicher noch eine Weile dauern und gibt mir auch die Sicherheit, mich anzurufen, falls er sich gar nicht beruhigt. Was aber bislang ja nicht vorgekommen ist....

Warum fühle ich mich dennoch immer noch schlecht....?

von Pfoetchen75 am 17.04.2013, 11:11 Uhr

 
 

Antwort:

Eingewöhnung bei der Tagesmutter nicht ganz einfach

Hallo Pfoetchen75,
als Mutter leidet Sie immer mehr (!!) als Ihr eigenes Kind.

Ihr Sohn ist noch so klein und das Neue ist noch sehr fremd. Da er sich jedoch von der Tagesmutter trösten und ablenken lässt, müssen Sie selber nicht zu traurig sein, wenn Sie seine Tränchen wegwischen müssen.

Das ist wirklich durchaus normal und zeigt, dass er eine innige Bindung zu Ihnen aufgebaut hat, worauf Sie wiederum stolz sein dürfen. Es würde mich bedenklich stimmen, wenn er sich auf jedem Arm sofort wohlfühlen würde und diese Emotionen nicht auslebte.

Je mehr Sie lernen fröhlich los zu lassen, umso besser kann Ihr kleiner Sohn üben sich auf die Tagesmutter oder Großeltern einzulassen.

Freundliche Grüße
Gaby O-Mascher

von Gaby Ochel-Mascher am 23.04.2013

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