Gaby Ochel-Mascher

Kinderbetreuung in der Tagespflege

Gaby Ochel-Mascher

   

Antwort:

Darf Tagesmutti unsere Wünsche bezüglich Eingewöhnung ablehnen?

Hallo Bella,
wie ich lesen konnte, stillen Sie Ihren Sohn noch. Das finde ich ganz toll - ist jedoch während des "Abnabelungsprozesses" schwieriger für die Tagesmutter. Hier wäre zu überlegen, ob Sie nicht noch etwas mit der Fremdbetreuung warten können - wenn Sie nicht dringend Arbeiten gehen müssen.

Kleinstkinder benötigen eine lange Zeit, um Fremdes vertraut werden zu lassen und da die Bindung zu Ihnen - auch durch das Stillen bedingt - sehr eng ist - macht dies die neue Betreuungs-Situation nicht gerade leichter. Ich gebe auch der Tagesmutter Recht, wenn Sie sagt, wenn Sie Ihr das Kind nicht zum Trösten einige Zeit alleine überlassen, dann gewöhnt er sich nur noch schwieriger an die neue Situation.

Sie müssen sich 100%ig sicher sein, dass Ihr Kleiner bei der Tagesmutter gut aufgehoben ist. Wenn Sie unsicher mit dieser Situation umgehen, dann drücken Sie dies mit auch mit Ihrer Körpersprache aus. Diese deutet dann Ihr Sohn wieder richtig - der ganz sensible Antennen zu Ihnen hat - und will sich nicht von der Tagesmutter trösten lassen. Keine leichte Situation.

Bis total Fremdes Ihrem Sohn vertraut werden kann - können Monate vergehen. Dies ist so, wenn ganz junge Kinder mit den neuen Gegebenheiten zurecht kommen müssen. Daher auch der Kleine Junge, der jetzt noch ständig weint - obwohl er schon einige Zeit bei der Tagesmutter ist.

Kinder bauen Bindungen auf und diese Bindungen benötigen ganz viel Zeit und Geduld. Mama und Papa, Geschwister und Großeltern haben sie schon immer - oder sehr oft um sich gehabt, kennen die Gerüche und Umgebung. Nun ist auf einmal alles Fremd - die Personen, die Kinder, die Gerüche, die Umgebung und und und. Geben Sie ihm ein Lieblingskuscheltier oder -tuch mit und haben Sie Geduld mit der Tagesmutter, die Momentan keinen leichten Stand hat und Ihre Unterstützung ( Vertrauen in ihre Person und ihre Fähigkeiten ) auch braucht.

Überlegen Sie, ob Sie Ihren Sohn wirklich loslassen können, damit er sich in der fremden "kleinen Welt" einleben kann.

Freundliche Grüße
Gaby O-Mascher

von Gaby Ochel-Mascher am 05.05.2014

 
 
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