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Geschrieben von Isabelle1969 am 03.10.2019, 21:26 Uhr

Unverheiratet bleiben

Angeregt von dem Beitrag von vor ein paar Tagen:

Wir sind seit fast 25 Jahren zusammen, haben einen 10-jährigen Sohn, seit 16 Jahren ein gemeinsames Wohneigentum und sind nicht verheiratet.

Mein Lebensgefährte möchte nicht heiraten. Ich hätte mich verheiratet wohler gefühlt, habe die Situation aber so akzeptiert. Er ist mir mir durch dick und dünn gegangen und ist vor allem in schlechten Tagen immer ein treuer Gefährte. Viele Paare in unserem Familien- und Freundeskreis sind schon lange wieder geschieden, wir sind immer noch zusammen.

Es bleibt aber bei mir der Stachel, dass er nicht heiraten will, weil er sich eben nicht sicher ist, dass ich „die Liebe seines Lebens bin“. Das hat in all den Jahren auch bei mir zu einer leicht ablehnenden Haltung geführt, wie so ein kleiner Stein im Schuh, der nervt, und ich merke, dass diese Ablehnung mich auf Dauer auch von ihm entfernt.

Meine Eltern finden es zudem ganz schlimm, dass wir nicht verheiratet sind und nerven ihn und mich. Das sollte uns egal sein, aber es führt dazu, dass auch ich das nichtverheiratet sein als falschen Zustand empfinde. Als quasi tägliche Zurückweisung. Vernünftig gesehen, ist es so nicht gemeint von meinem Partner. Aber wie ist es denn wohl gemeint von ihm? Er hat mir noch nie einen Zweifel daran aufkommen lassen, dass er nicht bis, „dass der Tod uns scheidet“ mit mir zusammen sein will. Finanziell brauche ich ihn auch nicht. Warum stört es mich also? Nur aus gesellschaftlicher Konvention?

Vor ein paar Jahren hatte ich eine Bekannte, sie sich getrennt hat von ihrem Lebensgefährten, weil er nicht heiraten wollte. Ist das wirklich die logische Konsequenz? Meine war es nicht. Bin ich dann zu kompromissbereit? Ist das das Zeichen meiner wahren Zuneigung und Liebe zu meinem Partner, dass ich mit ihm zusammen bin, auch wenn wir halt einfach nicht verheiratet sind?

 
13 Antworten:

Ehe oder nicht Ehe ist nie eine Garantie

Antwort von Ellert am 04.10.2019, 8:07 Uhr

Ich glaube nicht dass Verheiratete weniger sich trennen als Unverheiratete.
Lange war es doch auch modern nicht zu heiraten, das hatte was freies hippes.

Was ich in meinem Umfeld erlebe ist dass viele "alte Paare" am Ende heiraten wenn einer von beiden schwer erkrankt
weil sie da erst merken dass die Absicherung dann gefehlt hätte falls der Partner verstorben wäre.
Aber nicht ne Hochzeit wie junge Menschen das wollen, die gehen aufs Standesamt, behalten den Namen etc, einfach nur unterschreiben und gut.

Man trennt sich nicht vom Partner wenn man ihn liebt nur weil er nicht heiraten will
ich denke Deienr wird dafür auch Gründe haben oder ?
Ich würde den Partner auch nie drängen wenn er nicht möchte.
Trennungsgrund bei mir wäre gewesen wenn der eine keiner Kinder möchte denn das würde meine Lebensplanung sehr beeinträchtigt haben
nicht heiraten nicht.
Wobei ich da gut Reden habe, wir haben recht früh nach dem Studium geheiratet
aber eben weil wir es BEIDE wollten

dagmar

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Re: Ehe oder nicht Ehe ist nie eine Garantie

Antwort von Lewanna am 04.10.2019, 11:39 Uhr

Zitat: weil er sich eben nicht sicher ist, dass ich „die Liebe seines Lebens bin“

Das finde ich schon lächerlich. Man verbringt sein halbes Leben zusammen, hat Kind(er) und gemeinsames Eigentum. Das schweißt ja mehr zusammen als eine Hochzeit.

Im Freundeskreis lassen sich auch grade welche Scheiden die „nur“ 3 Jahre verheiratet waren, keine Kinder, kein Eigentum. Kostet natürlich trotzdem viel Geld. Ist aber relativ einfach zu regeln.
Eine Garantie gibt es nie.

Bei meinem Mann kam die Erkenntlich ja auch erst nachdem seine Mutter gestorben ist. Da hat er dann bei seinem Papa gemerkt, dass es verheiratet doch wohl besser ist. Und dann kam der Antrag. Damit habe ich gar nicht mehr gerechnet. Hatte mich auch damit abgefunden. Ein Trennungsgrund war das für mich jedenfalls nicht.

Ich wollte eigentlich auch heiraten dann Familie gründen, nun haben wir es umgekehrt gemacht.
LG

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Re: Unverheiratet bleiben

Antwort von Mörchen17 am 04.10.2019, 13:42 Uhr

Ich käme nicht auf die Idee, den "Wert" einer Beziehung an einer Heirat festzumachen; ich bin mir sicher, ich wäre mit meinem Mann auch ohne eine Heirat immer noch zusammen und es wäre nichts anders als jetzt. Was ich aber verstehen kann, ist, dass es Dich kränkt, wenn Dein Lebensgefährte Dich nicht heiraten will, weil er nicht wisse, ob Du "die Liebe seines Lebens" bist - so etwas kann man nach zwei Jahren Beziehung sagen, aber doch nicht nach so langer Zeit. Was erwartet er denn? Irgendwie klingt es für mich arg nach "Hintertürchen offenhalten".

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Re: Unverheiratet bleiben

Antwort von Bookworm am 04.10.2019, 17:11 Uhr

Ich verstehe eigentlich immer nicht, warum man NICHT heiratet. Zumal wenn es eh schon X Bindungen gibt (Kinder, Haus).

("Gebrannte Kinder" ausgenommen.)

Heiraten bedeutet für mich u.a., den Partner auch rechtlich abzusichern.

Was spricht denn dagegen auch rechtlich zum anderen zu stehen?

Mir geht es aber wie Dagmar, wir haben auch schon während des Studiums geheiratet (OHNE Kinder). Für uns war außerdem auch die kirchliche Heirat wichtig.

Will der Partner der AP dann mit 60 die Liebe seines "Restlebens" finden, und die dann heiraten? Und die AP, die mit ihm Jahrzehnte durch dick und dünn gegegangen ist wird dann einfach fallen gelassen?
Leben ist JETZT. Ich finde die Begründung äußerst fadenscheinig.

Gerade wenn man noch jung ist und gemeinsame Kinder hat/plant erschließt sich mir diese Abneigung gegen das Heiraten nicht.
Wahrscheinlich bin ich altmodisch

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Re: Unverheiratet bleiben

Antwort von albaconi am 05.10.2019, 9:51 Uhr

Vielleicht liegt es auch daran, dass heutzutage alles auch unverheiratet möglich ist. Wir hätten vor 50 Jahren ohne Trauschein gar keine Wohnung bekommen. Heiraten war zu dieser Zeit völlig "normal" und alternativlos. Wir haben uns aber auch nie Gedanken darum gemacht.

Im November habe/hätte ich Goldene Hochzeit. Für uns hat sich alles richtig angefühlt.

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Re: Unverheiratet bleiben

Antwort von ak am 06.10.2019, 14:58 Uhr

Hmmm.... also, er einzige Kritikpunkt , den ich anzumerken habe : Er will Dich nicht heiraten, weil er nicht weiß, ob Du die Liebe seines Lebens bist ?????

Ehrlich ? Wie lange weißt Du das schon ? Wenn Du das schon vor dem Kind und Hausbau wußtest.... dann wäre dieser Partner schon für mich erledigt gewesen. Ich bin keine Notfall-lösung.

Aber... ich schätze, Du hast es akzeptiert, obwohl es Dich wurmt. Würde es mich ( ehrlicherweise ) ebenso.

Aber... es bleiben ja jetzt nur 2 Optionen : Trennen oder es weiterhin akzeptieren. Mehr Möglichkeiten gibt es nicht.
Warte nur nicht, bis er die "Richtige" findet, und dann Knall auf Fall weg ist.

Ich kann Dir leider zu nichts raten. Das Ganze hättest Du Dir wirklich vorher überlegen sollen. ( Ist jetzt überhaupt nicht böse gemeint - aber leider wahr ) Alles Gute

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meint er das wirklich ?

Antwort von Ellert am 07.10.2019, 7:27 Uhr

"weil er sich eben nicht sicher ist, dass ich „die Liebe seines Lebens bin“.

oder war das nur mal so ein doofer Spruch früher ?
Ich würde das ansprechen wenn es zwischen Euch steht
nicht im Sinne ich will heiraten sondern wie er sich da nicht sicher sein kann aber Haus und Kinder mit Dir haben wollen.
Nach all den Jahren glaube ich nicht dass das wirklich ernst gemeint ist im Sinne von ggf kommt was Besseres

dagmar

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Re: Unverheiratet bleiben

Antwort von Ellie80 am 07.10.2019, 11:48 Uhr

Hallo,

mein Freund und ich sind seit 9 Jahren zusammen, seit 8 Jahren leben wir in einer gemeinsamen Wohnung und haben 3 Kinder (6,4 und fast 1). Und nein, wir sind nicht verheiratet. Ich möchte nicht heiraten! Wozu auch? Wir sind über die Kinder eh schon „fest“ verbunden. Die finanzielle Situation ist für alle gesichert.
Wenn würde ich eh nur standesamtlich heiraten, mein Kirchenaustritt ist in Arbeit.
Seine Eltern haben auch oft was gesagt, für sie ist dass ich ein Dorn im Auge. Aber wir haben da ganz klare Ansagen gemacht, das es unsere Entscheidung ist und nicht ihre. Sie müssen es nicht verstehen, aber akzeptieren.

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Re: Unverheiratet bleiben

Antwort von Esmeralda am 07.10.2019, 13:32 Uhr

"Er hat mir noch nie einen Zweifel daran aufkommen lassen, dass er nicht bis, „dass der Tod uns scheidet“ mit mir zusammen sein will."

Wie ist das gemeint? Wolltest du nur sagen, dass er auf keinen Fall heiraten möchte oder ist er tatsächlich der Meinung, dass ihr euch irgendwann trennt? O.O

Dass ihr nicht verheiratet seid, wäre piepegal, aber dass er dich nicht heiraten möchte, weil du nicht die Liebe seines Lebens bist, das ist ja schrecklich. Er macht ja in seiner Liebe zu dir Abstriche, bzw. bestätigt diese Liebe nicht wirklich. Das ist doch total verletzend, bzw. da fehlt doch die Basis?

Und so eine Nicht-ganz-echte-Liebe war dir genug, um mit ihm Kinder zu machen...?

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Wieso das?

Antwort von emilie.d. am 07.10.2019, 17:29 Uhr

Ganz ehrlich, selbst wenn Ihr Euch über Testament abgesichert habt, Ihr Euch gegenseitig Vorsorgevollmacht, Bankenvollmacht erteilt habt, eine Patientenverfügung erstellt habt, Ehegattensplitting bei Euch nicht greift, weil Ihr gleich viel verdient. Euch Sparpotential bei Hausrat und Haftpflicht wurscht ist.

Im Todesfall gibt es für Unverheiratete keine Witwenrente. Wenn Dein Lebensgefährte bei Deinem Tod erbt, hat er einen Freibetrag von 20.000 Euro (statt 500.000). Da wird richtig Erbschaftssteuer fällig, sollte Dein Anteil der Wohnung an ihn gehen. Alternativ könntest Du es natüelich alles Eurem Kind vermachen.

Solltest Du aber sterben, wenn Euer Sohn 18 ist und der in den Kopf bekommt, dass er Geld braucht, stünde ihm selbst wenn Du ihn enterbst der Pflichtteil zu. Berliner Testament ist bei Unverheirateten nicht möglich.

Das ist Deinem Lebensgefährten alles egal? Hat er sich da mal rational mit befasst?

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Re: Unverheiratet bleiben

Antwort von kügelchen12 am 07.10.2019, 23:01 Uhr

Ich kenne meinen "Mann" über 30 Jahre, liebe und lebe seit über 10 Jahren mit ihm. Haben Kind und Häuser. Ich nenne ihn auch mein Mann.

Aber heiraten? Nein, ich weiß das wir zusammen gehören und wir vieles zusammen durch gemacht haben. Wir lieben uns und er würde gerne heiraten. Dennoch bin ich nicht bereit ihn zu heiraten.

Fix kann ich dieses Gefühl nicht machen, aber evtl. das mir die Verbundenheit mit Kind und der vorangegangenen Jahre einfach genügt. Ich benötige noch? kein Papier, welches unsere eheähnliche Beziehung besiegelt.

Dein Mann hat es evtl. ungünstig formuliert:" Es bleibt aber bei mir der Stachel, dass er nicht heiraten will, weil er sich eben nicht sicher ist, dass ich „die Liebe seines Lebens bin“."

Evtl. ist es die Freiheit oder auch Ungezwungenheit eine tiefe Beziehung zu führen ohne durch ein Papier gebunden zu sein.
Es ist bei mir von Gefühl her schon verheiratet sein, aber ich brauche niemandem Segen für.

Verstehst wie ich meine?

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Re: Wieso das?

Antwort von Ellert am 08.10.2019, 6:42 Uhr

die Argumente sind in meinem Umfeld der Grund recht alt dann doch noch zu heiraten
weil "das Ende und dessen Konsequenzen" nahen
ganz komisch, also dann wirklich lebenslang aus Liebe ungebunden zusammen
alt dann doch finanziell begründet noch heriraten

dagmar

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Re: Unverheiratet bleiben

Antwort von Blüte am 09.11.2019, 13:35 Uhr

Sehe es wie ak.
Am nicht verheiratet sein ist allgemein nichts auszusetzen, aber die Begründung er wisse nicht ob du die Liebe seines Lebens sei...
Sehr traurig und ernüchternd:( Was muss denn passieren, damit er das weiß (bei wem auch immer)...
Ne, das wäre nichts für mich.

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