Wochenbettbetreuung: Was steht mir an Hebammenhilfe zu?

Hebammenhilfe

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Die meisten Mütter gehen heute wenige Tage nach der Geburt mit ihrem Baby nach Hause. Da ist es besonders hilfreich, wenn ihnen eine Hebamme zur Seite steht - darauf haben Mütter sogar einen Anspruch.

Die Krankenkasse übernimmt die häusliche Wochenbettbetreuung (Nachsorge) durch eine Hebamme! Grundsätzlich gilt: In den ersten zehn Tagen nach der Geburt steht jeder Frau Hebammenbetreuung zu. Die Hebamme kann in dieser Zeit täglich bis zu zwei Mal ins Haus kommen. Die Zahl der häuslichen Nachsorgetage verkürzt sich jedoch um die Tage, die Sie in der Klinik waren. Sind Sie zum Beispiel drei Tage dort geblieben, haben Sie noch Anspruch auf sieben Tage Wochenbettbetreuung daheim. Falls Sie ambulant entbunden haben, also schon ein paar Stunden nach der Geburt die Klinik verlassen konnten, läuft die Hebammen-Nachsorge hingegen über zehn Tage.

Tipp: Es ist sinnvoll, sich rechtzeitig vor dem Geburtstermin mit einer Hebamme abzusprechen! Sonst kann es schwierig werden, kurzfristig eine Hebamme zu finden, die Zeit hat. Idealerweise sollten Sie beide sich auch schon ein wenig kennen und wissen, dass die Chemie stimmt.

Bei Müttern, die gleich oder sehr früh die Klinik wieder verlassen, kommt die Hebamme anfangs meistens täglich vorbei. Danach können die Abstände größer werden, zum Beispiel kann auch nur alle zwei Tage ein Besuch stattfinden. Generell werden die Hausbesuche ganz individuell gestaltet. Wann und wie oft die Hebamme die frisch gebackene Familie besucht, sprechen alle Beteiligten miteinander ab. Das hängt auch davon ab, welche und wie viel Unterstützung die Familie braucht.

In den ersten Tagen stehen folgende Dinge auf dem Plan der Hebamme: Wie geht es der Mutter? Heilen eventuelle Geburtsverletzungen oder Nähte, ist ihr Kreislauf stabil und verläuft die Rückbildung gut? Auch Themen rund ums Stillen oder Fläschchen und die Ernährung der Mutter sind aktuell. Ganz wichtig ist natürlich, wie es dem Neugeborenen geht, ob der Nabel gut heilt oder es Fragen zur Babypflege und zu Babys Gesundheit gibt. Die Hebamme macht sich ein Bild davon, wie die Familie mit der neuen Situation klarkommt und beantwortet Fragen der Eltern.

Auch jenseits der Nachsorge-Phase können Mütter sich übrigens noch an eine Hebamme wenden. Jeder Frau stehen bei entsprechenden Fragen oder Problemen in den ersten acht Lebenswochen ihres Kindes bis zu 16 Hausbesuche zu. Danach im ersten Lebensjahr des Kindes noch weitere vier.

Die Hebammen können Müttern mit ihrem Wissen in vielen Bereichen zur Seite stehen. Zum Beispiel bei Gesundheitsfragen rund um Mutter und Kind. Manche Kinder vertragen ihre Nahrung nicht, zeigen Hautveränderungen, haben Probleme mit dem Stuhlgang oder Bauchweh. Auch hier kann, die Hebamme raten und alltagspraktische Tipps geben. Sie weiß auch, wann es besser ist, gleich zum Kinderarzt zu gehen. Manche Kinder haben durch die Geburt Blockaden oder Verspannungen und schlafen daher schlecht. Hebammen können dann einen erfahrenen Osteopathen oder Orthopäden empfehlen. Auch bei Fragen zum Umstieg auf Brei oder zum Abstillen wissen Hebammen Rat.

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