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Mutter stillt Ihr Baby
Tomsickova

Viele Kinder haben eine Lieblingsseite, allerdings ist das unterschiedlich stark ausgeprägt. Dass dein Baby an einer Brust lieber trinkt, kann verschiedene Gründe haben. Ich rate stillenden Müttern immer, erst einmal darauf zu achten, wie du selbst beim Stillen sitzt.

Es ist wichtig, dass du in jeder Position schön entspannt bist und dein Kind ohne Anstrengung halten kannst. Sonst fühlt sich dein Baby nicht wohl. Das kann dazu führen, dass es auf dieser Seite nicht trinken mag. Es hilft auch, wenn du Ruhe hast und nichts dich ablenkt. Erfahrungsgemäß trinken Kinder meistens auch auf der weniger geliebten Seite, wenn sich das Stillen erst einmal eingespielt hat.

Allerdings kommt es tatsächlich vor, dass Kinder eine ausgesprochene Lieblingsseite haben. Ist das bei deinem Baby der Fall, kannst du einmal Folgendes versuchen: Stille dein Baby erst auf seiner bevorzugten Seite. Dann "schiebe" es einfach weiter an die nächste Brust, ohne seine Blickrichtung zu verändern. Dein Kind gleitet also aus dem Wiege- in den Fussballergriff. Der heißt so, weil sein Körper nun unter deinem Arm hindurch an deine Taille geschmiegt ist und du das Köpfchen mit der Hand stützt. Probier es einfach mal mit einem Kissen oder einer Puppe zur Probe.

Manche Kinder bevorzugen auch sonst eine Seite. In diesem Fall bemerkst du vielleicht, dass dein Kind im Bettchen den Kopf vor allem zu einer Seite dreht sowie häufig in diese Richtung schaut. Dann kann es hilfreich sein, Anreize möglichst auf der weniger beliebten Seite zu setzen. Du kannst zum Beispiel die Spieluhr auf diese Seite hängen oder deinem Kind von dieser Seite her Spielsachen anbieten. Kinder schauen gerne in die Richtung, aus der das Licht kommt. Lagere dein Kind also so, dass das Licht von der weniger gern genutzten Seite kommt. Am besten näherst du dich ihm auch möglichst oft von dieser Seite her.

Im Einzelfall kommt es vor, dass Kinder Blockaden in der Hüfte oder im Halswirbelbereich haben: Durch den Zug, der unter der Geburt auf die Wirbelsäule ausgeübt wird, kann es zu Verspannungen und Blockaden kommen. Am besten berätst du dich mit deinem Kinderarzt oder deiner Hebamme, wenn du vermutest, dass dieses Problem vorliegt. Ein Orthopäde oder ein Osteopath kann dann gut helfen.

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