Was tun bei einer Sturzgeburt?

Was tun bei einer Sturzgeburt?

Von einer überstürzten Geburt - so der korrekte Audruck - sprechen Hebamme und Ärzte, wenn sich der Ablauf der Geburt außerordentlich beschleunigt. Normalerweise ziehen sich Geburten ja über einige Stunden hin, Eröffnungs- und Austreibungsphase gehen langsam ineinander über. So können sich sowohl die Frau als auch das Kind auf die Geburt einstellen.

Bei einer Sturzgeburt beginnen von jetzt auf gleich sehr heftige Wehen, Eröffnungs- und Austreibungsphase folgen kurz aufeinander. Fachleute nennen das einen "Wehensturm".

Überstürzte Geburten sind sehr selten

Aber bevor Sie sich jetzt beunruhigen: Solche überstürzten Geburten sind sehr selten, nur etwa zwei Prozent aller Babys haben es so eilig! Und selbst dann überstehen Kind und Mutter die Geburt in aller Regel gut.

Aber was, wenn doch alles rasend schnell gehen sollte? Es ist auf alle Fälle sinnvoll, Ihre betreuende Hebamme anzurufen. Sie können aber auch den Notarzt oder einen Rettungswagen rufen. Bei manchen Frauen geht die Geburt so schnell voran, dass sie es nicht mehr ins Krankenhaus schaffen und das Kind zu Hause auf die Welt kommt. Dann ist es gut, wenn Hebamme, Notarzt oder Sanitäter zur Stelle sind. Sie können sich darum kümmern, dass Mutter und Kind gut versorgt werden.

Ein Anruf im Kreißsaal ist sinnvoll

Tipp, falls Sie sich im privaten Pkw auf den Weg ins Krankenhaus machen: Am besten ruft Ihr Partner oder Ihre Begleitperson vorher schon einmal im Kreißsaal an. Dann kann sich die diensthabende Hebamme auf Ihre Ankunft vorbereiten und eventuell auch schon den Kreißsaal bereit machen. Manchmal nimmt die Hebammen die werdende Mutter gleich an der Pforte in Empfang. Und ja, es gibt ganz vereinzelt Kinder, die unbedingt noch vor dem Krankenhaus im Auto auf die Welt kommen wollen. Aber das ist ebenfalls kein Problem, die Geburtshelfer können der werdenden Mutter auch dann zur Seite stehen.

Übrigens: Eine "Sturzgeburt" ist medizinisch nicht das Gleiche, wie eine überstürzte Geburt. Bei einer Sturzgeburt stürzt das Kind tatsächlich plötzlich aus dem Geburtskanal heraus nach unten. Das hat nichts damit zu tun, ob die Eröffnungs- und Austreibungsphase normal lang waren oder nicht. Am ehesten kommt es bei Frauen, die schon Kinder geboren haben, zur - ebenfalls seltenen - Sturzgeburt.

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