Das hilft, das Geburtserlebnis zu verarbeiten

Geburtserlebnis

© fotolia, Hannes Eichinger

Jede Geburt ist anders - und jede ist ein ganz besonderes Ereignis. Wie auch immer die Geburt Ihres Kindes verlaufen ist, es ist sinnvoll, einmal kurz mit der Hebamme darüber zu reden. Das hilft Ihnen, das Erlebte zu verarbeiten.

Vielleicht haben Sie ja auch noch ein paar Fragen, die Ihre Hebamme beantworten kann. Das gilt ebenso für Ihren Partner: Für Väter ist es ebenfalls wichtig, die Geburt aus ihrer Sicht zu erzählen.

Manchmal verläuft eine Geburt jedoch so ganz anders als erwartet, dass die Mutter mehr Zeit und Hilfe braucht, um diese Erfahrung zu verarbeiten. Ist das der Fall, rate ich den Frauen, sich mal in Ruhe mit der Hebamme hinzusetzen, um zu reden. Was ebenfalls immer gut tut, ist einen "Brief" zu schreiben. Also die Gedanken rund um die Geburt aufzuschreiben, die Ihnen spontan in den Kopf kommen. Diesen Brief kann dann die Hebamme lesen, wenn Sie möchte. Das hilft, miteinander über ihre Eindrücke und Gefühle zu sprechen.

Falls auch das Sie - oder Ihren Partner - nicht weiterbringt, sind sicherlich die Hebamme und der Arzt, die bei der Geburt dabei waren, mal zu einem Gespräch bereit. Es ist oft hilfreich, auch die andere Seite zu sehen; so lassen sich manche Entscheidungen, die möglicherweise in einer Notsituation getroffen werden mussten, leichter verstehen.

Vielleicht macht Ihnen diese Geschichte Mut: Ein Paar hatte sich das Geburtserlebnis etwas anders vorgestellt, als es dann war. Ich habe lange mit der Familie gesprochen, die beiden haben sich anschließend hingesetzt und einen Brief geschrieben. Dieser ging an die Geburtsabteilung und es fand ein Gespräch statt. Danach war die Familie erleichtert - und die Frau hat mittlerweile ihr zweites Kind bekommen.

In einzelnen Fällen kommt es vor, dass eine Frau mit ihrem Geburtserlebnis trotz allem nicht zurechtkommt. Dann ist es sinnvoll, sich professionelle psychologische Hilfe zu holen.

Ein Tipp: Viele Frauen erleben, dass andere sie im Gespräch eher noch runterziehen. Es ist wichtig, sich für Gespräche über Ihre Erlebnisse und Gefühle die Freunde oder Familienangehörigen auszusuchen, die Sie stärken!

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