Übergewicht und Schwangerschaft - das sollten Sie dazu wissen

Übergewicht und Schwangerschaft - das sollten Sie dazu wissen

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Viele werdende Mütter, die wissen, dass sie zu viel auf die Waage bringen, machen sich deshalb Sorgen: Schadet das dem Baby? Oder steigt das Risiko von Komplikationen bei der Geburt?

Wie so oft, kommt es auch hier auf den Einzelfall an. Zum Beispiel darauf, wie ausgeprägt das Übergewicht denn nun wirklich ist. Ein Beispiel: 120 Kilo sind auch für eine 1,85 m große Frau ein hohes Gewicht; bei einer Frau, die nur 1,65 m misst, handelt es sich dabei aber um massives Übergewicht.

Bei Diabetes früh zum Spezialisten gehen

Ernährt sich die schwangere Frau normal, hat das Übergewicht an sich keine Folgen für das ungeborene Kind. Häufig allerdings haben Frauen mit ausgeprägtem Übergewicht einen Diabetes. Es ist sehr wichtig, dass dieser sorgfältig überwacht und kontrolliert wird - und zwar schon möglichst früh in der Schwangerschaft. Meistens überweisen Frauenärzte die werdende Mutter dazu an einen Facharzt - einen Internisten oder Diabetologen.

Bei sehr kräftigen Frauen ist es schwieriger, die üblichen Ultraschalluntersuchungen zu machen: Zwischen dem Ultraschallkopf und dem Kind liegt dann vergleichsweise viel "Polster". Dadurch lassen sich zum Beispiel Größe und Gewicht des Babys schlechter bestimmen. Schwierig ist auch die aussagekräftige Aufzeichnung der kindlichen Herztöne und der Wehen unter der Geburt. Lassen sich die kindlichen Herztöne nicht wie gewohnt durch die mütterliche Bauchdecke hindurch ableiten, geht das aber auch intern. Die Alternative ist eine kleine Kopfschwartenelektrode: Sie sitzt an einem dünnen Kabel, wird durch die Scheide der Frau zum Kopf des Kindes geführt und dort befestigt. So lassen sich die Herztöne bestens ableiten. Außerdem kann sich die Frau unter Geburt bewegen, ohne dass das die Aufzeichnung der kindlichen Herztöne stört.

Und wie sieht es mit der Geburt selbst aus?

Normalerweise können auch stark übergewichtige Frauen ihre Kinder selbst zur Welt bringen. Vorausgesetzt, sie sind gut beweglich und können zwischen den Beinen Platz für das Kind machen. Eine natürliche Geburt hat auch den Vorteil, dass es nicht zu einem Schnitt durch die Bauchdecke kommt: Die Kaiserschnittnarbe liegt in der so genannten Fettschürze, wo kaum Luft an die Wunde kommt. Das kann deren Heilung verzögern.

Ein Tipp: Organisieren Sie am besten recht früh ein Hebammen- oder "Geburtsplanungsgespräch" in der Klinik Ihrer Wahl. Das hilft, Klarheit und somit Sicherheit für alle Beteiligten zu schaffen.

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