Streit in der Schwangerschaft - Auswirkungen auf das Baby?

Streit in der Schwangerschaft - Auswirkungen auf das Baby?

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Ganz ehrlich: Werdende Eltern haben sich wohl seit Anbeginn der Zeit gelegentlich in die Haare bekommen. Denn in jeder Partnerschaft gibt es mal Konflikte; erst recht in einer so umwälzenden Lebensphase.

Streit ist an sich auch kein Drama. Solange es bei dem Streit darum geht, gemeinsam ein Lösung zu finden, mit der beide gut leben können, ist das meistens keine große Sache. Wenn Sie mit Ihrem Partner zum Beispiel heftig darüber diskutieren, wie die Tapete im Kinderzimmer aussehen soll, schadet das Ihrem Baby nicht. Auch ein größerer Streit ist normalerweise kein Thema, wenn Sie sich die Wogen bald wieder glätten. Mit den körperlichen Reaktionen, die so ein Auf und Ab der Gefühle begleiten, etwa einem beschleunigten Herzschlag, kommen die Kleinen prima klar. Es hilft ihnen vermutlich sogar, später mit eigenen Stimmungen und Erlebnissen besser umzugehen.

Belastend sind vor allem anhaltende und ernste Konflikte

Anders sieht es aus, wenn der Streit grundsätzlich ist, sich über längere Zeit erstreckt oder seelisch verletzend ist. Etwa, weil die Beziehung in der Krise steckt oder die Frau sich mit der Schwangerschaft alleingelassen fühlt. Das erhöht den Adrenalinspiegel der werdenden Mutter, was sich auf den Stoffwechsel des ungeborenen Kindes überträgt. Adrenalin wirkt anregend, auf Dauer kann das dazu führen, dass ein Kind besonders lebhaft oder unruhig wird. Erleben Frauen in der Schwangerschaft sehr viel Stress und Hektik kommt es vor, dass ihre Kinder später auch eher unruhig sind oder sich schlechter konzentrieren können.

Sich auch mal richtig zu verwöhnen, ist ein wichtiger Ausgleich

Allerdings ist auch das nicht zwingend der Fall: Wichtig ist, ob die werdende Mutter immer wieder Ruhepausen erlebt, in denen sie sich wohlfühlt und auf ihr Baby einlassen kann. Falls Sie also eine Zeit erleben, in der Sie häufig ernsthaften Streit mit Ihrem Partner haben, holen Sie sich ruhig Hilfe. Lassen Sie sich zum Beispiel öfter mal von einer Freundin ein wenig verwöhnen. Gönnen Sie sich bewusst Dinge, die Ihnen Freude bereiten.

Oder holen Sie sich Rat bei einer Stelle für Schwangeren- beziehungsweise Ehe- und Familienberatung. Hier arbeiten erfahrene Fachkräfte, die Ihnen dabei helfen können, einen Weg aus der Krise zu finden. Alle Beratungsstellen beraten anonym und neutral; bei den kirchlichen und städtischen Beratungsstellen sowie bei privaten Trägern wie Pro Familia ist die Beratung außerdem kostenfrei.

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