Stillen: Wie bekomme ich mehr Milch?

Stillen: Wie bekomme ich mehr Milch?

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In der Stillzeit ist es wichtig, dass Sie ausreichend und ausgewogen essen und genug Ruhe haben. Es kann zwar sein, dass Sie nach der Geburt erst einmal wenig Appetit haben. Am besten versuchen Sie trotzdem, bei jeder Mahlzeit etwas zu essen. Das hilft Ihnen, schneller wieder zu Kräften zu kommen.

Kleiner Tipp: Vorkochen und einfrieren

Eine kräftige Suppe tut gut, gerne zusätzlich zu den anderen Gängen. Ideal ist eine selbst gekochte Hühner- oder Rindersuppe mit Beilagen wie Nudeln, Eierstich, Reis, Grieß oder Klößen. Die können Sie zum Beispiel gegen Ende der Schwangerschaft vorkochen und portionsweise einfrieren. Dann kann Ihr Partner oder eine andere liebe Person Ihnen jeweils heiße Suppe in der Thermoskanne in die Klinik bringen. Und daheim können Sie sich zwischendurch schnell mal eine Portion aufwärmen.

Für die Zeit in der Klinik eignen sich außerdem kleine Snacks, um die Zeit zwischen den Mahlzeiten und die Nacht zu überbrücken. Denn etwas mehr als die üblichen drei Mahlzeiten brauchen Sie als Stillende auf alle Fälle. Geeignet sind zum Beispiel Trockenobst, Walnüsse und Mandeln oder Studentenfutter, ruhig auch mal ein Stück Kuchen oder ein belegtes Brot.

Sie brauchen jetzt reichlich Flüssigkeit

Es ist sehr wichtig, dass Sie genug trinken. In der Stillzeit sollten es mindestens drei Liter Flüssigkeit am Tag sein, zum Beispiel (stilles) Wasser. Bewährt hat sich meiner Erfahrung nach der Stilltee von Ingeborg Stadelmann. Dieser enthält neben Fenchel, Kümmel und Anis Inhaltsstoffe, welche die Milchbildung unterstützen. Manche Krankenhäuser bieten diesen Tee an. Falls das nicht der Fall ist, lassen Sie sich den Tee doch von daheim in einer Thermoskanne mitbringen. Mehr als sechs Tassen am Tag sollten Sie davon allerdings nicht trinken.

Malz gilt ebenfalls als gut für die Milchbildung. Leider enthält Malzbier eher wenig Malz, dafür reichlich Zucker. Nehmen Sie daher lieber Ovomaltine, um sich ab und zu einen Malzdrink zuzubereiten. Zucker ist allerdings auch hier drin enthalten, also besser nicht zu viel davon trinken.

Tipp: Probieren Sie’s zuhause mal mit einem warmen Frühstücksbrei. Mischungen gibt’s in Drogerien oder im Reformhaus. Auch Hafer versorgt Sie mit wertvollen Nährstoffen, zum Beispiel als warmes Hafersüppchen. Nur roh sollten Sie Haferflocken in der Stillzeit lieber nicht essen, denn davon bekommen gestillte Babys manchmal Blähungen. Die Haferflocken daher einfach kurz in Wasser, Milch oder Hafer-/Mandelmilch aufkochen und quellen lassen.

Tut super gut: öfter mal eine Pause einlegen

Jetzt war viel vom Essen und Trinken die Rede. Aber es gibt noch etwas, das ganz entscheidend ist für die Milchbildung: Ruhe. Die Nächte mit einem Neugeborenen und einem jungen Baby sind oft anstrengend. Umso wichtiger ist es, dass Sie tagsüber immer wieder einmal eine Pause machen. Am besten sogar ein Nickerchen, wann immer sich das anbietet.

Außerdem brauchen Mutter und Kind gerade anfangs Zeit, um zu einem Stillteam zusammenzuwachsen. Ziehen Sie sich zum Stillen daher am besten in einen ruhigen Raum zurück, damit Sie ungestört sind.

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